Mehrheit der Bayern gegen Silvesterfeuerwerk

Die Mehrheit in Bayern (51,7 Prozent) findet ein generelles Verbot von Feuerwerk gut. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Civey im Auftrag des Bayerischen Rundfunks hervor. Vier von zehn Befragten (41 Prozent) sprachen sich den Angaben zufolge dagegen aus. Alle anderen Befragten hatten keine eindeutige Meinung.

In Bayern sind in diesem Jahr in vielen großen Städten Feuerwerke zumindest in bestimmten Gebieten verboten. In München etwa gilt erstmals ein Feuerwerksverbot in der Altstadt und in Fußgängerzonen. In Augsburg gibt es in der Innenstadt schon seit vielen Jahrzehnten ein Böllerverbot, 2017 wurde es erweitert. Auch in Ingolstadt sind Feuerwerke in der gesamten Altstadt untersagt. In Nürnberg, Bamberg, Freising, Landshut, Fürth und Würzburg gelten ebenfalls Teilverbote, dagegen darf in Regensburg weiter überall geböllert werden.

Der Umfrage zufolge gehen die Meinungen der Bayern aber bei dem Thema weit auseinander und variieren insbesondere zwischen jung und alt. Während sich nur 44 Prozent der 18- bis 29-Jährigen für ein Verbot aussprachen, waren es bei den über 65-Jährigen fast 61 Prozent. Bei den 30- bis 65-Jährigen ist die Verteilung dagegen recht ausgewogen – die Zahl der Verbotsbefürworter ist sogar leicht in der Unterzahl. Auch das Geschlecht spielt eine Rolle: Bei Frauen sind mehr als 54 Prozent für ein Verbot, bei den Männern nur gut 49 Prozent.

Angesichts der aktuellen Debatten zum Umwelt- und Klimaschutz erklärten fast zwei Drittel (64,5 Prozent), auf das Zünden zu verzichten. 31,3 Prozent wollen dennoch weiterhin böllern. (dpa/lby)