Messerstecher von Nürnberg muss lebenslang hinter Gitter

Der Messerstecher von Nürnberg ist zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Nürnberg-Fürth sprach den 39-jährigen Angeklagten am Mittwoch des dreifachen versuchten Mordes, der gefährlichen Körperverletzung und des Diebstahls mit Waffen schuldig. Die Schwurgerichtskammer sah es als erwiesen an, dass der zuletzt obdachlose Deutsche am Abend des 13. Dezember vergangenen Jahres wahllos und ohne Vorwarnung drei Frauen auf offener Straße mit einem zuvor in einem Supermarkt gestohlenen Messer angegriffen hatte.

Den möglichen Tod seiner Opfer habe der mehrfach vorbestrafte Angeklagte dabei billigend in Kauf genommen, sagte Vorsitzende Richterin Barbara Richter-Zeininger. Die Opfer überlebten die Messerstiche auf dem nächtlichen Nachhauseweg nur dank schneller ärztlicher Hilfe. Einen Tag nach den Attacken im Stadtteil St. Johannis war der Mann festgenommen worden. Die Taten hatten die Menschen in der Region in Angst und Schrecken versetzt.

Auf eine anschließende Sicherungsverwahrung und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld, wie von der Staatsanwaltschaft gefordert, verzichtete das Gericht. (dpa/lby)