Mittermeier schenkt Papst Franziskus pinkes DFB-Trikot

Ein klein bisschen Fußball-Stimmung kommt am Tag des EM-Eröffnungsspiels auch im Vatikan an. Komiker Michael Mittermeier macht dem Papst bei einer Audienz ein – farblich auffallendes – Geschenk.

© Vatican Media/dpa

Nur wenige Stunden vor dem EM-Eröffnungsspiel hat Papst Franziskus ein Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft geschenkt bekommen. Der Komiker Michael Mittermeier überreichte dem Pontifex am Freitag bei einer Audienz das grelle pink-dunkelviolette Auswärtsleibchen der DFB-Auswahl, auf das er den Namen «Franziskus» und die Nummer 10 flocken ließ. «Die Nummer 10 wegen Maradona, der ja auch Argentinier war, und natürlich wegen der zehn Gebote», erzählte Mittermeier (58) danach der Deutschen Presse-Agentur. «Ich habe den Papst zum Lachen gebracht.»

Der Comedian war mit seiner Frau zu einer Audienz für Humoristen aus aller Welt in den Vatikan geladen. Nach einer Rede von Franziskus überreichte Mittermeier dem Oberhaupt der katholischen Kirche das Leibchen und wechselte ein paar Worte. «Wir haben uns gedacht, dass wir ihm ein Geschenk mitbringen. Und das ist uns dann eingefallen. Ich wollte ihn eigentlich auch noch fragen, ob das damals 1986 mit Maradona wirklich die Hand Gottes war. Aber das habe ich dann sein lassen. Mir hat gereicht, dass er lachte.»

Mittermeier neben Stars wie Whoopi Goldberg und Chris Rock

Franziskus (87) ist ein Fußball-Fan. Er bedankte sich für das Trikot, das ihm ein Mitarbeiter – wie üblich bei Geschenken während Audienzen – abnahm und nach hinten reichte. Bei der Audienz waren unter anderem auch amerikanische Star-Komiker wie Whoopi Goldberg, Chris Rock, Julia Louis-Dreyfus, Stephen Colbert, Jimmy Fallon und Conan O’Brien dabei. Aus Deutschland waren auch Annette Frier, Meltem Kaptan, Till Reiners und Torsten Sträter eingeladen.

Mittermeier, der in dem prachtvollen Saal des Vatikans in der zweiten Reihe saß, berichtete von einem «emotionalen Termin». Er erzählte zudem, dass er den Papst bat, seine vier toten Kinder zu segnen. Der Oberbayer und seine Frau hatten vier Totgeburten, wie er im vorigen Jahr erstmals geschildert hatte. «Der Papst hat mir die Hand gegeben. Ich bin ja nicht der Ober-Gläubige, aber irgendeine Energie gibt es schon.» (dpa)