Mordprozess gegen Zahnärztin verschoben

Wegen eines Coronavirus-Verdachts ist der Auftakt im Mordprozess gegen eine Zahnärztin in Regensburg verschoben worden. Drei Mitgefangene der in der JVA Regensburg einsitzenden Angeklagten wurden auf das Coronavirus getestet, das Ergebnis sollte erst am Montagnachmittag vorliegen, sagte der Vorsitzende Richter Michael Hammer. Die Angeklagte habe sich bereiterklärt, mit einem Mundschutz an der Verhandlung teilzunehmen. Um jedoch vor allem ihre neben ihr sitzenden drei Verteidiger zu schützen, vertagte das Gericht den Prozessauftakt auf Mittwoch.

Die angeklagte Zahnärztin muss sich knapp eineinhalb Jahre nach dem gewaltsamen Tod ihres Ehemannes vor dem Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft der 61-Jährigen vor, ihren Mann aus Habgier ermordet zu haben. Die Leiche des 69-Jährigen war im November 2018 in einem Wald im bayerisch-tschechischen Grenzgebiet gefunden worden – unbekleidet und ohne Zähne. Im Februar 2019 erging schließlich Haftbefehl gegen die Ehefrau, eine US-Amerikanerin. Das Paar hatte in einem Haus in Laberweinting (Landkreis Straubing-Bogen) gewohnt. (dpa/lby)