Mordprozess gegen Zahnärztin mit Zeugenaussagen fortgesetzt

Im Mordprozess gegen eine Münchner Zahnärztin sollen vor dem Landgericht Regensburg heute die Plädoyers gehalten werden. Angeklagt ist die Frau wegen Mordes an ihrem Ehemann. Laut Staatsanwaltschaft wollte sie im Falle einer Scheidung keine finanziellen Verpflichtungen gegenüber ihrem Mann haben. In einem Rechtsgespräch einigten sich die Prozessbeteiligten jüngst darauf, dass im Falle einer Verurteilung auch ein Schuldspruch wegen Totschlags in Frage komme. Die US-Amerikanerin beruft sich auf Notwehr.

Den Erkenntnissen nach erdrosselte die Frau ihren Ehemann Ende 2018 in der gemeinsamen Villa in Laberweinting (Landkreis Straubing-Bogen) mit einem Folterwerkzeug, einer Garrotte. Die Leiche des Mannes wurde später in einem Wald in Tschechien gefunden – nackt und ohne Zähne, was die Identifizierung erschwerte. Die Nummerierung des künstlichen Hüftgelenkes des Opfers brachte die Ermittler letztlich auf die Spur. (dpa/lby)