Notunterkünfte für Afghanen in Grafenwöhr nicht benötigt

Der US-Militärstützpunkt in Grafenwöhr hatte sich auf die Aufnahme Schutzsuchender aus Afghanistan vorbereitet – nun werden die Notunterkünfte doch nicht gebraucht. Das hat ein Sprecher gestern mitgeteilt.

Diese Entscheidung hat das Hauptquartier der US Army für Europa und Afrika mit Sitz in Wiesbaden getroffen. Zu den Hintergründen konnte der Sprecher zunächst nichts sagen. Zwar hätte Grafenwöhr nur «eventuell» Schutzsuchende aufnehmen sollen. Die Absage sei dennoch überraschend gekommen. Flüchtlinge aus Afghanistan würden nach wie vor auf dem Luftwaffenstützpunkt in Ramstein untergebracht, zudem sei der Standort Kaiserslautern noch eine Option. Die Großraumzelte in Grafenwöhr müssten aber nicht abgebaut werden, sie würden unter anderem von den Soldaten für ihr Training genutzt. (dpa/gekürzt)