Ehemann nach Schüssen wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft

Nach den tödlichen Schüssen auf eine 63-Jährige und einen Taxifahrer auf einer Straße in Nürnberg sitzt der Ehemann der Frau in Untersuchungshaft. Es bestehe dringender Tatverdacht wegen zweifachen Mordes, sagte Oberstaatsanwältin Antje Gabriels-Gorsolke am Montag. Der 66-Jährige äußere sich nicht zu den Vorwürfen.

Die Polizei hatte den Mann am Samstag unweit des Tatorts widerstandslos festnehmen können. Die Ermittler verdächtigen ihn, kurz zuvor seine Frau auf der Straße und den Taxifahrer in dessen Wagen erschossen zu haben. Sie gehen von einer Beziehungstat aus. Der 66-Jährige und seine drei Jahre jüngere Frau leben nach Angaben von Gabriels-Gorsolke seit Jahren getrennt.

„In welcher Beziehung die Beiden zu dem getöteten Mann standen, ist noch unklar“, sagte Gabriels-Gorsolke. Fest stehe, dass sich alle drei kannten. Rechtsmediziner sollten am Montag die beiden Leichen untersuchen. Dadurch erhofften sich die Ermittler vor allem Erkenntnisse zum Tathergang, sagte Gabriels-Gorsolke. Dass die Oper an Schussverletzungen gestorben seien, sei unstrittig.

In der Nähe des Tatorts fanden die Ermittler die mutmaßliche Tatwaffe, eine Pistole. Woher der 66-Jährige sie hatte, war noch unbekannt. Die Kriminalpolizei wird nun die Spuren vom Tatort auswerten, Zeugen und Angehörige des Verdächtigen und der Opfer befragen.

In Niederärndt bei Edelsfeld im Landkreis Amberg-Sulzbach ist am Samstag ein Mann schwer verletzt worden. Der 74-Jährige wollte das Tor seiner Doppelgarage reparieren. Dabei löste sich dieses aus der Verankerung und fiel von oben auf den darunter stehenden Mann. Er wurde darunter eingeklemmt und erst nach mehreren Stunden von einem Nachbarn gefunden. Mit schweren Verletzungen musste er mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen werden. (dpa/lby)