Peter Fox sieht „Zukunft Pink“: Neuer Song des Seeed-Sängers

Es hat 14 Jahre gedauert. Nun ist Seeed-Sänger Peter Fox überraschend mit einem neuen Solo-Projekt wieder da. Es ist ein optimistischer Blick in die Zukunft – und verdammt tanzbar.

Mit einer euphorischen Hymne gegen die Krisen dieser Welt hat sich Seeed-Sänger Peter Fox als Solo-Musiker zurückgemeldet. Im Song „Zukunft Pink“, der als Video am Donnerstagabend online gestellt wurde, feiert der 51 Jahre alte Dancehall-Spezialist mit treibendem Sound und bestens tanzbaren Beats knapp vier Minuten lang das Leben. „Alle malen schwarz / Ich seh‘ die Zukunft pink / Alles wird gut mein Kind“, singt Fox im Refrain. Und stellt klar: „Meine Süßen, Future is now!“

Unklar blieb am Donnerstag, ob der Song auch Vorbote für ein neues Album ist. Beim zuständigen Label Warner Music gab es auf diese Frage ausdrücklich keine Antwort. Der Seeed-Sänger hatte mit seinem ersten Solo-Album „Stadtaffe“ 2008 einen riesigen Erfolg gelandet. Wie das Album standen auch die Auskopplungen „Alles neu“, „Haus am See“ und „Schwarz zu blau“ wochenlang an der Spitze der Charts.

In „Zukunft Pink“ gibt Fox gleich ein paar klare Hinweise, wie es weitergehen soll. „Power to the People / Frauen rulen die Welt“, singt er etwa. Auch auf der Tanzfläche klarer Ausblick: „Alle Almans können die Moves / Oder sie programmieren die Boots“.

Unterstützung hat sich Fox diesmal geholt bei Inéz Schaefer, Sängerin des für seine innovative Musik gefeierten Duos Ätna. Als Inéz übernimmt sie im Song „Zukunft Pink“ mit ihrer rauh-intensiven Stimme den weiblichen Part. „Mach dein Ding, aber such kein Sinn / Und was nicht da ist / Musst du erfind’n“, singt Inéz. „Wenn du mich fragst / Wird alles gut mein Kind / Wünsch mir dazu nur noch nen Drink.“

Das Video zeigt einen für Peter Fox typischen Blick auf den Moloch Berlin: Industriebrachen, Hinterhöfe, seelenlose Hochhäuser, Feuer vor Großstadtsilhouette. Drin, obendrauf, dazwischen tobt das Leben in Form fröhlich singender und tanzender Menschen.

In einem Erzählstrang des Videos greift Fox erneut das Thema Alter Ego und Doppelgänger auf. Auf Videos zum „Stadtaffe“-Album ließ er eine Person mit Affenmaske seine Aktionen verdoppeln oder gar allein agieren. In „Zukunft Pink“ rechnet er ziemlich handgreiflich und brutal mit einem Androiden in Fox-Gestalt ab.

Im Internet wurde seit Mittwoch heftig und immer wieder voll von euphorischer Vorfreude über eine Veröffentlichung spekuliert, nachdem Fox einen kurzen Videoschnipsel mit kryptischen Andeutungen gepostet hatte. Am Donnerstag folgten dann ein Trailer mit den ersten 15 Sekunden des „Zukunft Pink“-Videos und ein Hinweis auf die Veröffentlichung über den Newsletter von Seeed.

Mit seiner Band Seeed war Fox gerade erfolgreich auf Tour, allein in der Heimatstadt Berlin spielten die Musiker acht frenetisch gefeierte Konzerte vor rund 150 000 Fans sowie als Hauptact beim Lollapalooza Festival. (dpa)