Regensburg: Freispruch vom Vorwurf des Mordes

Im Zweifel für den Angeklagten: Ein 51-Jähriger ist am Montag vor dem Landgericht Regensburg vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden.

Er sollte laut Anklage in Neustadt an der Donau im Landkreis Kelheim einen Bekannten erstochen haben – was er aber stets abstritt. In einem ersten Prozess war der Mann im Februar 2019 wegen Mordes verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hatte das Urteil aber aufgehoben. Die Vorsitzende Richterin sagte, der Tod des Mannes sei kein Unfall gewesen. Jedoch sei nicht zweifelsfrei nachweisbar, wer den Mann erstochen habe. Der BGH hatte angeführt, dass auch eine Frau als Täterin in Frage komme. Am Tatabend hatte sie gegenüber der Polizei angegeben, das Opfer sei ihr ins Messer gefallen. Im Prozess war sie nun als Zeugin geladen, machte aber von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

Quelle: dpa