2. Fußball-Bundesliga: Regensburg mit nächster Pleite gegen Dresden – «Wie die Deppen»

Achtes Zweitliga-Spiel – und wieder kein Sieg. Die Misserfolgsserie von Jahn Regensburg setzt sich gegen Dynamo Dresden fort. Die Oberpfälzer üben harte Selbstkritik.

Der SSV Jahn Regensburg kann gegen Dynamo Dresden einfach nicht gewinnen. Die Oberpfälzer verloren am Freitag gegen den Tabellenletzten trotz Führung mit 1:2 (0:0). Vor 11 309 Zuschauern hatte es für den Jahn nach zuvor fünf Niederlagen und zwei Remis der 2. Fußball-Bundesliga gegen Dresden diesmal besser ausgesehen. Doch das 1:0 durch Erik Wekesser (63. Minute) hatte nicht lange Bestand.

Die Winter-Neuzugänge Patrick Schmidt (70. Minute) und Simon Makienok (77.) sorgten bei den Sachsen für das fast schon vergessene Gefühl eines Auswärtsdreiers. Zuletzt hatte Dynamo am 1. April beim 3:1 gegen Erzgebirge Aue auswärts gewonnen

«Das war bisher der schwächste Gegner bei uns im Stadion, wir hatten die vollkommen im Griff», sagte Kapitän Marco Grüttner. «Wir haben sie wieder eingeladen, das haben sie zweimal ausgenutzt – und dann stehen wir da wie die Deppen.»

Dresdens Coach Markus Kauczinski bot die Winterneuzugänge Godsway Donyoh und Makienok erstmals in der Startelf auf. Sein Team trat sehr defensiv auf, der Jahn war die bessere Elf. Doch die Sturmreihe um Andreas Albers scheiterte wiederholt an Torhüter Kevin Broll, die schlechte Chancenverwertung nach der Winterpause setzte sich auch in diesem Heimspiel fort.

Nach der Pause nahm die Partie Fahrt auf, erst recht nach der verdienten Führung durch Wekesser. Dresden schlug zurück und bejubelte dank Schmidt den ersten Auswärtstreffer nach vier Spielen ohne eigenes Tor. Makienok drehte das Spiel. Die Regensburger bemühten sich bis zum Schluss um den Ausgleich, doch die Misserfolgsserie gegen Dynamo konnten sie nicht beenden.

«Das war Unvermögen, ganz klar. Wir haben gegen einen Gegner gespielt, den wir richtig in der Mangel hatten, gehen in Führung – und auf einmal ist uns der Mut weg gewesen», haderte Regensburgs Verteidiger Marcel Correia. «Dann haben wir ganz einfache Fehler gemacht. Das Spiel darfst du niemals verlieren.» (dpa/lby)