Regensburg unterliegt zum Hinrunden-Abschluss – 0:2 beim FC St. Pauli

Die Hinrunde endet für den SSV Jahn Regensburg mit der siebten Saisonniederlage. Für die Rückrunde nimmt Trainer Selimbegovic eine wichtige Erkenntnis mit. Das nächste Duell ist besonders reizvoll – und wegweisend.

Die Abstiegsplätze rücken für den SSV Jahn Regensburg wieder näher. Nach dem befreienden 3:1-Sieg gegen den SV Sandhausen verloren die Oberpfälzer am Sonntag zum Hinrunden-Abschluss mit 0:2 (0:1) beim FC St. Pauli. Der frühere Nürnberger Guido Burgstaller (27. Minute) und Winter-Neuzugang Omar Marmoush (49.) sorgten für die Tore der Gastgeber. Die Hanseaten verließen durch den Erfolg in einem intensiven und umkämpften Spiel die Abstiegsplätze und liegen nur noch vier Zähler hinter Regensburg.

«Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, waren in ein, zwei Situationen nicht aufmerksam. Der Gegner hat das eiskalt genutzt», sagte Trainer Mersad Selimbegovic. «Gefühlt könnten wir bis morgen spielen und schießen kein Tor. Wir schaffen es zu häufig nicht, ein Tor zu schießen.»

In der ersten Hälfte mit einer überschaubaren Zahl an Höhepunkten schloss Burgstaller eine schöne Freistoßvariante von Rodrigo Zalazar und Daniel-Kofi Kyereh ab. Für den immer wieder von Verletzungsproblemen ausgebremsten Österreicher war es das zweite Saisontor. «Klar haben wir den Standard einstudiert. Ich bin froh, dass es so gut funktioniert hat», sagte Burgstaller, der von 2015 bis 2017 für den «Club» stürmte.

Regensburg drängte gleich zu Beginn der zweiten Hälfte auf den Ausgleich, hatte aber Pech bei einem Pfostentreffer durch Jann George (48.). Pauli schlug postwendend ein weiteres Mal zu. Zalazar leitete einen Einwurf schnell auf Marmoush weiter und der vom VfL Wolfsburg ausgeliehene Ägypter schloss eiskalt ab. In der hart geführten Schlussphase kam erstmals der unter der Woche verpflichtete Neuzugang David Otto für Regensburg zum Einsatz, konnte aber keine großen Akzente mehr setzen.

Am Mittwoch geht es für den Jahn weiter. Dann steht das richtungsweisende Duell beim Tabellennachbar 1. FC Nürnberg an. Die beiden Freistaat-Teams brauchen mit jeweils 20 Punkten auf dem Konto beide einen Sieg, um den Abstand auf die Abstiegsränge zu vergrößern. Auf beide wartet in der Rückrunde viel Arbeit. «Die Leistungen waren in der Hinrunde besser als die Ergebnisse und die Punktausbeute. Das ist für mich besser als umgekehrt», sagte Selimbegovic. (dpa/lby)