Schnee und Sturmböen behindern Verkehr

Umgeknickte Bäume, glatte Straßen und Schnee: Ein Unwetter hat Reisenden und Rettungskräften am Donnerstagabend in Bayern zu schaffen gemacht.

Schnee und Sturmböen haben am Donnerstagabend den Verkehr in Teilen Bayerns beeinträchtigt und zu Rettungseinsätzen geführt. Zwischen Nürnberg und Stuttgart musste kurz vor 20 Uhr ein IC-Zug im mittelfränkischen Leutershausen auf freier Strecke anhalten, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Rund 200 Reisende mussten rund eine Stunde ausharren, bevor der Zug zu einem nahen Bahnhof fahren konnte. Grund war ein Baum, der ins Gleis gekracht war.

„Kräftiger Schneefall verbunden mit starkem Wind gefährdet den Bahnverkehr“, teilte die Deutsche Bahn am Abend mit. Im Fernverkehr war am späten Donnerstagabend die Strecke zwischen Nürnberg und Würzburg gesperrt. Züge warteten am nächsten Bahnsteig die Dauer der Störung ab.

Auch die Strecken zwischen Nürnberg und Treuchtlingen sowie zwischen Rosenheim und Salzburg waren am späten Abend wegen starken Schneefalls und Windes gesperrt. Züge warteten an Bahnhöfen, es kam zu Verspätungen.

Im Kreis Würzburg verursachten der heftige Schneefall und glatte Straßen zahlreiche Rettungsdiensteinsätze. Es sei zu Unfällen und sturmbedingten Verletzungen gekommen, teilte der Kreisverband Würzburg des Bayerischen Roten Kreuzes mit. Die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) teilte am Abend mit, dass der innerstädtische Busverkehr wegen des Wetters aus Sicherheitsgründen für die Nacht eingestellt werde.

Heftige Schneefälle haben Donnerstagabend und in der letzten Nacht auch in der Oberpfalz für über 110 Einsätze bei Polizei, Rettungsdiensten und Feuerwehr gesorgt. Zwischen 20 Uhr und 2 Uhr gab es über 40 witterungsbedingte Unfälle. In den meisten Fällen rutschten Autofahrer in Straßengräben oder in Leitplanken. Zwei Menschen sind dabei leicht verletzt worden. Mehr als 20 Mal mussten die Helfer ausrücken, weil Fahrzeuge liegen geblieben waren. Darüber hinaus wurden noch 45 umgestürzte und abgebrochene Bäume gemeldet – hauptsächlich in den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Schwandorf. In Blaibach im Landkreis Cham stürzte ein Baum auf eine Stromleitung. Ca. 50 Haushalte sind deshalb ohne Strom.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für Bayern vor heftigen Schneefällen und teils schweren Sturmböen in der Nacht zu Freitag gewarnt. (dpa/lby)