Deutsche Kinos verkaufen weniger Tickets

Die Menschen sind im ersten Halbjahr 2025 erneut seltener ins Kino gegangen. Knapp eine Million Kinokarten wurden weniger verkauft. Woran es nach Einschätzung des Filmförderchefs liegt.

Die Kinos in Deutschland haben erneut weniger Tickets verkauft. Im ersten Halbjahr waren es etwa 40,6 Millionen Kinokarten – rund 1,3 Millionen weniger als im Vorjahreszeitraum, wie die Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin mitteilte. Das entspricht einem Minus von drei Prozent.

Im zweiten Quartal hätten die Zahlen zwar dank Blockbustern wie „Ein Minecraft Film“ und „Lilo & Stitch“ zugelegt und über den Werten des Vorjahres gelegen, hießt es im Bericht der FFA. „Trotzdem können wir leider nicht von einem guten Halbjahr für die deutschen Kinos sprechen“, teilte Vorstand Peter Dinges mit. „Dafür gab es nicht genügend große und zugkräftige Filme.“

Die Kinobranche hofft nun auf das zweite Halbjahr und den Erfolg von Filmen wie „Das Kanu des Manitu“, „Die Schule der magischen Tiere 4“ und den neuen „Avatar“-Fantasyfilm „Avatar: Fire and Ash“.

Kinokarten waren etwas teurer

Kinokarten waren im ersten Halbjahr etwas teurer. Sie kosteten im Schnitt 9,92 Euro – etwa 30 Cent mehr als im Vorjahreszeitraum (+3,1 Prozent). Der Umsatz blieb damit trotz gesunkener Besuchszahlen fast gleich (403,4 Millionen Euro).

Schon im vergangenen Jahr hatten die Filmtheater in Deutschland weniger Besucherinnen und Besucher. Im Gesamtjahr 2024 waren rund 90,1 Millionen Tickets verkauft worden (-5,8 Prozent im Vergleich zu 2023). (dpa)