Söder: Nach russischer Militäraktion geschlossen handeln

Angesichts des russischen Militäreinsatzes gegen die Ukraine hat sich CSU-Chef Markus Söder für ein geschlossenes Vorgehen des Westens bei Wirtschaftssanktionen ausgesprochen. „Es war zu befürchten, was jetzt passiert. Wir hatten immer noch alle gehofft, das lässt sich abwenden“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Donnerstagmorgen in München. Es brauche eine Geschlossenheit „in jeder Beziehung“. „Wir stehen auch als Bayern, als CSU, hinter all den Maßnahmen der Bundesregierung“, sagte Söder. Zudem müsse alles getan werden, um die Ukraine zu unterstützen.

Mit Blick auf seinen Besuch bei Österreichs Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) an diesem Donnerstag betonte Söder, dieser stehe angesichts der Lage in der Ukraine nun in einem anderen Licht. „Zum einen ist es heute ein Antrittsbesuch und auch ein wichtiger Nachbarschaftbesuch, denn wir haben sehr viele Themen zu besprechen, insbesondere die Verkehrssituation über den gesamten Brenner.“ Zugleich sei es aber auch ein Schulterschluss von Nachbarn. Sein Eindruck sei, dass der Westen derzeit wieder enger zusammenrücke.

Laut Söder sei es keineswegs sicher, dass es am Ende bei einer Aggression Russlands gegen die Ukraine bleibe. „Ich glaube, das ist eine Bedrohung und Herausforderung im sehr großen Stil. Deswegen müssen alle zusammenhalten, müssen für die Werte, für die wir stehen, eintreten und die Ukraine sehr, sehr massiv unterstützen.“ (dpa/lby)