Sophia und Lukas sind die beliebtesten Vornamen in Bayern

Die Wahl des Namens für ihr Ungeborenes ist für viele werdende Eltern nicht leicht. Allzu groß sind die Möglichkeiten, allzu groß die Erwartungen und Ansprüche. Noch dazu gibt es wie in der Mode auch bei Namen Trends, die so mancher nicht verpassen will.

Sophia und Lukas sind in diesem Jahr im Freistaat nach einer Rangliste des Vornamen-Experten Knud Bielefeld die beliebtesten Vornamen frischgebackener Eltern gewesen. Auf Platz zwei folgten Emilia und Maximilian, auf Platz drei Hannah und Felix. Bielefeld hat für die Statistik, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, rund 23 Prozent aller Geburtsmeldungen in Deutschland ausgewertet.

Bei bayerischen Eltern ebenfalls beliebt waren demnach Emma, Mia, Anna, Lea, Lena, Luisa und Clara. Bei den Bubennamen überzeugten 2020 Leon, Jakob, Elias, Luis, Paul, Jonas und Noah viele Eltern.

Damit zeigen sich im Freistaat deutliche Abweichungen zur bundesweiten Top-10-Liste. Dort stehen 2020 Mia, Emilia und Hannah sowie Noah, Ben und Matteo ganz oben. Es folgen Emma, Sophia, Lina, Ella, Mila, Clara und Lea bei den Mädels. Bei den Jungs sind Finn, Leon, Elias, Paul, Henry, Luis und Felix noch sehr beliebt.

Traditionell gibt es bei den Vornamen regionale Besonderheiten. So kamen laut Bielefeld im Freistaat die Namen Josef, Korbinian, Xaver, Antonia, Franziska und Magdalena besonders häufig vor. Als kleiner Vergleich: In Schleswig-Holstein sind Bosse, Jonte, Lasse, Janne, Jette und Lene beliebt.

Für die Statistik hat Bielefeld mit seinen Helfern die Babygalerien von Geburtskliniken sowie Amtsblätter von 465 Orten ausgewertet. Für das Jahr 2020 hat er so knapp 180 000 Geburtsmeldungen aus ganz Deutschland erfasst und ausgewertet. Das entspricht etwa 23 Prozent aller im Jahr 2020 geborenen Kinder. 2019 kamen in Deutschland circa 781 000 Neugeborene auf die Welt. Die Zahlen für 2020 liegen noch nicht vor.

Bielefeld veröffentlicht die Ranglisten der Vornamen seit 2006. Eine ähnliche Statistik gibt auch die Gesellschaft für Deutsche Sprache heraus. Sie hatte in einer Prognose Mitte Dezember Emil und Lena mit den besten Chancen für die ersten Plätze bundesweit gesehen. (dpa/lby)