Sterbehilfe? Staatsanwalt fordert Haftstrafe

Ein 40 Jahre alter Drogenabhängiger soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft Regensburg für zwei Jahre und drei Monate in Haft. Der Grund: er soll seiner todkranken Lebensgefährtin eine Überdosis Heroin verabreicht haben.

Die Staatsanwaltschaft hat dabei ihre Forderung von Totschlag auf versuchten Totschlag heruntergestuft. Vermutlich auch, weil der behandelnde Arzt der krebskranken 24-jährigen Frau ausgesagt hatte, die Frau habe zum Tatzeitpunkt bereits im Sterben gelegen. Auch habe sich der Mann über Jahre hinweg liebevoll um sie gekümmert. Die Verteidiger des Mannes plädierten heute vor dem Landgericht Regensburg auf Freispruch. Das Urteil wird am kommenden Freitag erwartet. (dpa/lby)