Streit um Donaulied: Rechte-Inhaber melden sich zu Wort

In der Diskussion um das umstrittene Donaulied melden sich jetzt die Rechte-Inhaber zu Wort. Sie könnten die Bedenken nachvollziehen, „denn auch wir finden den ursprünglichen Text mehr als bedenklich und würden das so nie von unseren Musikern spielen lassen“, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung der Rechte-Inhaber Dirk Wöhrle und Klaus Hanslbauer. Gewalttätige Szenen zu besingen, habe auf keiner Bühne etwas zu suchen, betonten sie.

Gleichzeitig verwiesen sie aber darauf, dass sie genau deshalb bereits vor Jahren die entsprechende Passage im Originaltext, in der es um die Vergewaltigung eines am Donau-Ufer schlafenden Mädchens geht, geändert hätten. Die neue Fassung sei auch bei der GEMA angemeldet worden. Es sei genau diese Version, die ihrer Ansicht nach häufiger gespielt werde als das Lied mit Originaltext, gegen den sich die Passauer Studentin Corinna Schütz mit einer Online-Petition wehrt. „Natürlich geht es in Festzelten manchmal etwas derber zu, aber unser Text hat absolut nichts mehr mit Gewalt zu tun“, sagte Wöhrle in der Mitteilung.

Die Initiatoren der Petition gegen das Donaulied wollen eine Bürgerinitiative gründen. Die Resonanz auf die „Aktion gegen Bierzelt-Sexismus“ sei enorm, hatte Schütz Anfang Juni gesagt. Die Initiatoren wollten sich auch an den Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) wenden und um Unterstützung bitten, damit künftig bei Volksfesten in der niederbayerischen Stadt auf das Singen des Donauliedes verzichtet wird. (dpa/lby)