Suspendierter OB Wolbergs muss erneut vor Gericht

Der suspendierte Oberbürgermeister von Regensburg, Joachim Wolbergs, muss sich erneut vor Gericht verantworten. Nachdem der Kommunalpolitiker in einem ersten Prozess wegen zwei Fällen von Vorteilsnahme verurteilt und in sämtlichen weiteren Anklagepunkten freigesprochen worden war, geht es nun um drei weitere Anklagen im Zusammenhang mit Parteispenden.

Die Vorwürfe lauten Bestechlichkeit und Vorteilsnahme bei Wolbergs, Bestechung beziehungsweise Vorteilsgewährung bei drei mitangeklagten Unternehmern. Der Anklage nach wollten sich die Unternehmer das Wohlwollen Wolbergs‘ bei der Vergabe von Bauprojekten sichern. Der Prozess beginnt heute vor dem Landgericht.

Das Landgericht hatte die Anklagen zunächst nicht zugelassen. Das war aber vom Oberlandesgericht Nürnberg in höherer Instanz korrigiert worden. Das Landgericht hatte betont, die neuerliche Verhandlung bedeute keinerlei juristische Wertung. Wolbergs weist die Vorwürfe gegen ihn zurück. Im Kommunalwahlkampf 2020 will der 48-jährige frühere SPD-Politiker erneut für das Amt des Stadtoberhauptes antreten – dann für den Wählerverein „Brücke“. (dpa/lby)