Trockenheit macht Bayerns Parkanlagen zu schaffen

Die Trockenheit macht den Parkanlagen in Bayern zu schaffen. „Das Totholz in den Baumkronen hat extrem zugenommen. Das ist teilweise erschreckend“, sagte Jost Albert von der Bayerischen Schlösserverwaltung im Interview mit den „Nürnberger Nachrichten“ (Dienstag).

Besonders Franken sei von der Trockenheit betroffen. Dort gestalte sich eine flächendeckende Bewässerung oft schwierig, vor allem in großen Parkanlagen wie der Eremitage in Bayreuth oder dem Park Schönbusch in Aschaffenburg. Auch die Nürnberger Kaiserburg liege sehr exponiert auf einer „Hitzeinsel“.

„In Oberbayern sind die Gärten teilweise noch sehr gut versorgt mit Wasser, in manchen Gebieten haben sich sogar die Grundwasserbestände wieder erholt“, sagte Albert. Allerdings seien im Schlosspark von Linderhof durch Starkregen Teile der Parkwege weggespült worden.

Die Hitze begünstige zudem das Ausbreiten von Krankheiten, Schädlingen oder Pilzen. „Eigentlich gibt es keinen Baum mehr, der nicht mit einem Problem zu kämpfen hat“, sagte Albert. Der Eichenprozessionsspinner wandere beispielsweise von Franken immer weiter nach Oberbayern.

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltung will Konzepte entwickeln, um die Wasserversorgung zu verbessern und individuelle Lösungen für einzelne Parkanlagen zu finden. Dabei gehe es nicht nur um stärkere Bewässerung, sondern es sollen auch Zusatzstoffe eingesetzt werden, die die Wasserhaltekraft erhöhen. (dpa/lby)