Überfahrene Wölfin war Mutter eines Rudels

Die Wölfin, die Anfang September bei einem Wildunfall bei Pegnitz gestorben ist, war die Mutter eines Rudels aus dem Veldensteiner Forst. Ihr Nachwuchs – vermutlich neun Jungtiere aus zwei Jahrgängen – lebe nun ohne Mutter, sagte eine Sprecherin des Landesamts für Umwelt am Dienstag. Dass es sich um das Muttertier handle, habe eine Obduktion ergeben. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Wie es nun mit den verwaisten Jungtieren weitergeht, konnte die Sprecherin nicht sagen. „Aber als die Mutter gestorben ist, wurden die Welpen schon nicht mehr gesäugt. An sich gibt es keine Bedenken, dass die Jährlinge aus dem Vorjahr die Kleinen mit durchfüttern.“

Genaue Angaben über das Rudel seien nicht möglich, da die Tiere nicht aktiv gezählt oder überwacht würden. „Wir haben das Rudel aber mehrfach mit der Wildtierkamera aufgenommen und in diesem Jahr vier und im vergangenen Jahr fünf Welpen gezählt. Ob sie aber alle noch beisammen sind, oder ein paar bereits auf Wanderschaft gegangen sind, wissen wir nicht.“

Der Veldensteiner Forst ist ein rund 6000 Hektar großer Wald im südlichen Landkreis Bayreuth. In Bayern gibt es neben dem hier lebenden Rudel nach Angaben des Landesamts weitere Wölfe im Nationalpark Bayerischer Wald, auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in der Oberpfalz und in der Rhön in Unterfranken. (dpa/lby)