Versicherungsbeiträge für Autobesitzer könnten sinken

Etwa eine Million Autobesitzer im Freistaat können auf niedrigere Beiträge bei Kfz-Haftpflichtversicherungen hoffen. In 16 der 97 bayerischen Zulassungsbezirke gelten künftig niedrigere Regionalklassen, die bei der Kfz-Haftpflichtversicherung berücksichtigt werden, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Dienstag mit. Dazu zählten unter anderem Garmisch-Partenkirchen, Straubing und das Nürnberger Land. Etwa 540 000 Autobesitzer in elf Bezirken müssen wegen einer Hochstufung in höhere Regionalklassen hingegen mit höheren Haftpflicht-Tarifen rechnen. Die beste Schadenbilanz hätten die GDV-Experten für Kronach berechnet, Schlusslicht sei Ingolstadt.

In der Kaskoversicherung könnten sich aber die Einstufungen für rund eineinhalb Millionen Autofahrer vor allem in oberbayerischen Bezirken um jeweils eine Klasse verschlechtern. Als Ursache nennt der GDV Fahrzeugschäden durch schwere Hagelstürme in der Region im letzten Sommer.

Der GDV errechnet jedes Jahr die Schadenbilanzen der 413 Zulassungsbezirke Deutschlands und teilt diese in die sogenannten Regionalklassen ein. Je besser man dort eingestuft ist, desto günstiger wirkt sich das in der Regel auf den Versicherungsbeitrag aus. Die Kosten hängen aber noch von vielen weiteren Faktoren ab, so dass die veränderte Einstufung allein noch keine Aussage darüber erlaubt, wie sich der gesamte Beitrag für die Kfz-Versicherung entwickelt. (dpa/lby)