Versuchter Doppelmord an Polizisten: Plädoyers erwartet

Ein Prozess um einen versuchten Doppelmord an zwei Polizisten bei einer Verkehrskontrolle könnte für den Angeklagten deutlich glimpflicher ausgehen als erwartet.

Das Landgericht Regensburg gab gestern einen Hinweis, dass es nach einer Ortsbesichtigung keine Tötungsabsicht erkenne, sondern von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte mit einem gefährlichen Werkzeug ausgehe. Das hätte eine niedrigere Strafe zur Folge. Die Staatsanwaltschaft hatte den 51-Jährigen wegen zweifachen versuchten Mordes angeklagt. Der Österreicher soll im Mai 2019 in Straubing mit hoher Geschwindigkeit auf zwei auf der Straße stehende Polizisten zugefahren zu sein. Mit der Tat habe er sich der Kontrolle entziehen wollen – weil ihm die Fahrerlaubnis fehlte. Die Beamten konnten sich nur durch einen Sprung zur Seite retten. Laut Anklage nahm der Fahrer zumindest billigend in Kauf, dass die Polizisten hätten sterben können. (dpa/lby)