Viele offene Fragen zur 3G-Regel in Bus und Bahn

In Bussen und Bahnen sollen nur Geimpfte, Genesene oder Getestete mitfahren dürfen. Das ist beschlossene Sache, doch die Umsetzung wirft noch viele Fragen auf. „Es ist noch gar nichts konkret, außer dass die 3G-Pflicht kommt“, sagte ein Sprecher vom Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN).

Noch ist nicht ganz klar, ab wann 3G in Nah- und Fernverkehr gilt. Die Bundesregierung geht von Mittwoch aus. Das ist aber abhängig davon, wann Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das geänderte Infektionsschutzgesetz unterzeichnet.

Der VGN, zu dem 135 Verkehrsunternehmen gehören, wartet nach eigenen Angaben zurzeit auf die genauen Regelungen und auf Vorgaben, wie diese in der Praxis umgesetzt werden sollen. Offen sei die Frage, wer die 3G-Nachweise kontrolliere, sagte der Sprecher. Verantwortlich für die Kontrollen sind nach dem Gesetz die Verkehrsunternehmen. Doch nicht jedes habe dafür eigenes Personal, sagte der VGN-Sprecher.

Auch bei der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG waren noch viele Details zu den Kontrollen unklar. Es werde auf jeden Fall wie im Gesetz vorgesehen stichprobenartig kontrolliert, sagte ein Sprecher. Das genaue Vorgehen und Sanktionen bei Fahrgästen ohne 3G-Nachweis seien aber noch offen.

Die Bayerische Oberlandbahn konnte ebenfalls noch nichts Genaueres sagen. Man befinde sich gerade im Klärungsprozess zu den 3G-Regeln und ihren Fragen, hieß es. (dpa/lby)