Vorbereitung terroristischer Gewalttat: Zwei Jahre Haft

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat einen 23 Jahre alten Mann zu zwei Jahren Haft verurteilt, weil er einen Terrorakt geplant hatte. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Mann aus der Gegend von Cham (Oberpfalz) vorhatte, sich aus Einzelteilen ein Sturmgewehr zusammenzubauen und eine größere Anzahl von Menschen zu töten.

Der junge Oberpfälzer war seit 2019 in der Chatgruppe des rechtsgerichteten Terrornetzwerks „Feuerkrieg Division“ aktiv. Dort habe sich der isoliert lebende Mann hervorheben wollen und erklärt, er wolle einen „Ort der Andacht“ auswählen, an dem er zum „Heiligen“ werde – ein Synonym in der Chatgruppe für das Verüben von Attentaten.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von vier Jahren gefordert, die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Der junge Mann selbst hatte eingeräumt, sich Waffenteile besorgt zu haben, jedoch die Anschlagspläne verneint. (dpa/lby)