Warn-Apps: Bayern sollen Bayern meiden

Die Nutzer der Warn-Apps sind am Mittwoch über den Katastrophenfall in Bayern wegen der Corona-Pandemie informiert worden. Die offizielle App Nina gab den Nutzern dabei eine ungewöhnliche Handlungsempfehlung: „Meiden Sie das betroffene Gebiet“, hieß es – wobei das „betroffene Gebiet“ der gesamte Freistaat ist.

Darüber hinaus sollten sich die Bürger aus den Medien informieren und den Anweisungen der Einsatzkräfte folgen, lautete die Empfehlung weiter. Danach wurde in dem Warn-Text auf die Informationen auf den Internetseiten des bayerischen Innenministeriums sowie des Gesundheitsministeriums in München verwiesen.

Die App Nina wird vom Bund betrieben, um die Bürger über Katastrophen und ähnliche Ereignisse zu informieren. Die ähnliche App Katwarn der Fraunhofer-Gesellschaft übermittelt ebenfalls an die Nutzer solche amtlichen Warnungen. Auch bei Katwarn wurde entsprechend empfohlen, das Gebiet Bayerns zu meiden.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte zuvor aufgrund der hohen Infektionszahlen im Freistaat den Katastrophenfall ab Mittwoch festgestellt. Damit soll den Behörden die Möglichkeit gegeben werden, gemeinsam besser die Pandemie zu bekämpfen. (dpa/lby)