Warnstreiks beeinträchtigen Nahverkehr in Bayern

In vielen Orten Bayerns steht seit dem Morgen der öffentlichen Nahverkehr in großen Teilen still oder rollt nur eingeschränkt. Der Warnstreik sei wie geplant angelaufen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Diese hatte zum Arbeitskampf aufgerufen, um einen bundesweiten Tarifvertrag für die rund 87 000 Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr durchzusetzen. Bisher verhandeln alle 16 Bundesländer einzeln.

In elf bayerischen Städten sollten die Beschäftigten von kommunalen Verkehrsbetrieben und privaten Omnibusunternehmen am Dienstag in den Warnstreik treten, darunter in München, Nürnberg, Augsburg und Würzburg. In München fielen am Morgen die U-Bahnen aus, die Straßenbahnen und Busse fuhren nur vereinzelt. „In Augsburg fährt so gut wie gar nichts“, sagte ein Sprecher der Stadtwerke. Auch die Oberpfalz ist betroffen. Beim Stadtwerk in Regensburg wird gestreikt. Das heißt, die Stadtbusse sind lahmgelegt.

Die Nürnberger VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft hat einen Streikfahrplan eingerichtet: Statt U-Bahnen und Straßenbahnen fahren Busse entlang des Nachtliniennetzes. Diese seien am Morgen sehr voll gewesen, sagte eine Sprecherin. Normalerweise transportiere die VAG 600 000 Fahrgäste am Tag. „Da sind 14 Linien ein kleines Angebot.“

Auch in den Einrichtungen des öffentlichen Diensts gingen am Dienstag die Warnstreiks weiter. Die Beschäftigten wollen dadurch den Druck auf die Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen erhöhen. Betroffen waren nach Gewerkschaftsangaben die Kitas in Augsburg, Stadtverwaltungen in Oberfranken, Schwaben und Oberbayern sowie teilweise die Stadtreinigung in Unterfranken. (dpa/lby)