Weihnachtsbäume: Ministerin wirbt für Nachhaltigkeit

Beim Christbaumkauf sollten Verbraucher aus Sicht von Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber darauf achten, dass die Bäume aus der Region kommen. Bei der offiziellen Eröffnung der Christbaum-Verkaufssaison im Freistaat warb die CSU-Politikerin am Donnerstag in Markt Indersdorf (Landkreis Dachau) für ein „Weihnachten ohne schlechtes Gewissen“.

Schon heute kämen 80 Prozent der jährlich vier Millionen in Bayern verkauften Christbäume auch aus Bayern, sagte Thomas Emslander, Vorsitzender des Vereins Bayerischer Christbaumanbauer. Die Nordmann-Tanne sei mit einem Anteil von 80 Prozent die häufigste Wahl der Bayern – deren Preis von 18 bis 24 Euro pro Meter sei trotz des erheblich größeren Aufwands im nachhaltigen Christbaumanbau seit acht Jahren in etwa gleichgeblieben.

Kaniber nutzte die Gelegenheit auch für einen Aufruf an die Verbraucher, bei jedem Kauf auf Nachhaltigkeit zu achten: „Sie entscheiden jeden Tag an der Ladentheke ein Stück weit mit, wie unsere Landwirtschaft in Bayern ausschaut.“ Hilfreich für Christbaumkäufer könne das Siegel „Geprüfte Qualität – Bayern“ sein, das unter anderem auch garantiert, dass die Bäume in den vergangenen drei Jahren nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden.

Birgit und Ingrid Weiß von der Baumschule Weiß in Schechen (Landkreis Rosenheim) stellten in Markt Indersdorf zudem eine plastikfreie Möglichkeit vor, die Christbäume zusammenzubinden. Die Sisalschnur, die sie nutzen, ist wiederverwendbar und ökologisch abbaubar. (dpa/lby)