Weihnachtsmarkt schließt: Veranstalter will nicht aufgeben

Der Weihnachtsmarkt im Innenhof von Schloss Thurn und Taxis in Regensburg muss – wie alle Weihnachtsmärkte in Bayern – ab Mittwoch schließen. Veranstalter Peter Kittel will aber noch nicht aufgeben. Er lasse das Verbot juristisch prüfen, sagte er am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Es herrsche „geballtes Unverständnis“ für die Maßnahme – sowohl bei den Standbetreibern wie auch bei den Besuchern. Denn: Es sei erlaubt, sich durch Möbelhäuser, Fußgängerzonen und Fußballstadien zu drängen, aber Weihnachtsmärkte müssten schließen, so Kittel. „Das kollidiert mit bürgerlichem Rechtsverständnis.“ Er betonte wie auch schon bei der Eröffnung des Marktes am Freitag, dass es ihm nicht um Rebellion gegen Coronamaßnahmen gehe, sondern um Gleichbehandlung.

Für die Standbetreiber stehe die Existenz auf dem Spiel, sie hätten Waren eingekauft. Weil die von der Staatsregierung verkündeten Maßnahmen zunächst bis 15. Dezember gelten, sollen die Buden zunächst im Schlosshof stehen bleiben. Für den Fall, dass ab 16. Dezember doch wieder geöffnet werden darf.

Der Weihnachtsmarkt finde unter 2G-Regeln (geimpft und genesen) statt und es gebe strenge Einlasskontrollen, sagte der Veranstalter. Zuspruch und Solidarität der Bürger sei groß. Auch die Hausherrin, Gloria Fürstin von Thurn und Taxis, stärke ihm den Rücken, sagte er. Sie halte sich zurzeit in England bei ihrer Familie auf.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie gelten ab Mittwoch in Bayern verschärfte Regeln – unter anderem wurden Weihnachtsmärkte verboten. (dpa/lby)