Weiterhin Unterricht an einer der kleinsten Schulen Bayerns

An einer der kleinsten Grundschulen Bayerns im oberfränkischen Schnabelwaid wird es auch im neuen Schuljahr weiterhin Unterricht geben. Wegen zu geringer Schülerzahlen sollte die Grundschule eigentlich für ein Jahr schließen und die Kinder auf die Schule in der Nachbargemeinde Creußen (Landkreis Bayreuth) wechseln. Doch diese Pläne sind jetzt vom Tisch.

„Um für die Schülerinnen und Schüler einen Wechsel des Schulstandortes nur für das kommende Schuljahr zu vermeiden wurde an der Grundschule Schnabelwaid eine Überbrückungsmöglichkeit eingerichtet“, teilte ein Sprecher des bayerischen Kultusministeriums am Mittwoch mit. Zuvor hatte Landrat Florian Wiedemann (FWG) in einem Brief an Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) für den Erhalt der Schule geworben.

In der 3. und 4. Kombiklasse sind in diesem Schuljahr nach Angaben der Grundschule nur neun Kinder. Das Minimum für eine Klasse sind aber 13. In Schnabelwaid macht das Kultusministerium jetzt aber eine Ausnahme – auf Grundlage einer Einzelfallbetrachtung, hieß es. Der Grund: Die Schülerzahlen seien nur im kommenden Schuljahr zu niedrig, und die Prognose für die nächsten Jahre sähe gut aus. (dpa/lby)