Wetterdienst: 161 Stundenkilometer am Arber

Der Sturm „Sabine“ hat in tiefen Lagen rekordverdächtige Werte erreicht. Bei Fürstenzell im niederbayerischen Landkreis Passau wurden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) 154 Stundenkilometer gemessen. „Das ist in solchen Tieflagen eine absolute Spitze“, sagte der Meteorologe vom Dienst, Martin Schwienbacher, am Montag. Über den Großen Arber, mit 1455 Metern höchster Berg des Bayerischen Waldes, fegte der Orkan mit bis zu 161 Stundenkilometern – bisher die stärkste Böe in Bayern. Auf Deutschlands höchstem Berg, der 2962 Meter hohen Zugspitze, registrierte die dortige Messstation 158 Stundenkilometer.

„Sabine“ komme zumindest in Bayern ziemlich nahe an den Sturm „Kyrill“ heran, der im Januar 2007 schwere Schäden verursacht hatte, sagte Schwienbacher. Damals waren im Flachland in Bayern 144 Stundenkilometer und auf der Zugspitze knapp über 180 km/h gemessen worden.

Allerdings ist „Sabine“ noch nicht durch. „Es kommt am Mittag im Süden Bayerns noch zu Windspitzen mit Orkanstärke“, sagte Schwienbacher. Das bedeutet Windstärken ab 120 Stundenkilometern. Im Norden sei das Schlimmste vorbei. Aber: „Am Nachmittag kommen Schauer herein, an diesen Schauern geht der Wind punktuell stark nach oben.“ (dpa/lby)