Wieder mehr Unfälle auf Bayerns Straßen

Nach einem coronabedingten starken Rückgang der Verkehrsunfälle werden Bayerns Straßen in diesem Sommer vom Trend her wieder unfallträchtiger. Im Juni hat die Polizei im Jahresvergleich knapp elf Prozent mehr Unfälle gezählt als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Landesamt am Montag in Fürth mitteilte. Demnach gab es 32.513 Unfälle, über 3100 mehr als im Juni 2020. Die Zahl der Verletzten stieg ebenfalls stark um über acht Prozent auf 6259 Menschen. Tödliche Unfälle waren allerdings seltener: 34 Menschen kamen ums Leben, im Jahresvergleich fast ein Drittel weniger.

2020 war es wegen Ausgehbeschränkungen und Lockdowns sehr viel ruhiger auf Bayerns Straßen zugegangen als üblich, die Zahl der Verkehrsunfälle war um über 17 Prozent auf rund 345.000 gesunken. Der Abwärtstrend setzte sich auch noch während des Winter-Lockdowns in den ersten zwei Monaten dieses Jahres fort. Trotz des kräftigen Anstiegs im Sommermonat Juni waren die Unfallzahlen des ersten Halbjahrs in der Summe nach wie vor niedrig: Laut Landesamt gab es im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2020 einen weiteren leichten Rückgang um 1,6 Prozent auf 159.735. (dpa/lby)