Wolfsangriff in Oberfranken bestätigt

Nun ist es amtlich: Mindestens ein Wolf hat sieben Tiere in einem Wildgehege in Betzenstein (Landkreis Bayreuth) gerissen. Eine Untersuchung der vor Ort genommenen Proben habe den Verdacht bestätigt, teilte eine Sprecherin des Landesamts für Umwelt (LfU) am Freitag mit. «Eine weitergehende Analyse des gewonnenen Genmaterials soll Aufschluss über Geschlecht und mögliche Herkunft des Tieres oder der Tiere bringen.»

Ein Wildtierhalter hatte Ende Februar drei Rothirsche und vier Wildschafe tot in ihrem Gehege gefunden. Einige Tiere konnten bei dem Angriff fliehen. Experten vermuten, dass Wölfe aus dem Rudel im Veldensteiner Forst in das Gehege eindrangen.

Nur wenige Tage später wurden im Nachbargehege 18 Stück Damwild gerissen, darunter 13 trächtige Tiere. Auch hier deuten Spuren auf mehrere Wölfe hin. Das Ergebnis der Untersuchung stehe in diesem Fall aber noch aus, hieß es am Freitag aus dem Landesamt für Umwelt.

In Bayern gibt es in acht Regionen standorttreue Wölfe beziehungsweise Wolfsrudel. Zudem werden fast wöchentlich auch anderenorts einzelne Wölfe nachgewiesen. Laut LfU sind das zumeist durchwandernde Tiere, die ihre elterlichen Rudel verlassen haben und auf der Suche nach einem eigenen Gebiet sind. (dpa/lby)