Wolfsnachwuchs in der Oberpfalz

Eine Wölfin im Manteler Forst in der Oberpfalz hat Nachwuchs bekommen.

Fotos belegen, dass nun fünf Jungtiere zu dem Rudel gehören, wie das Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg mitteilte. Die Tiere im Landkreis Neustadt an der Waldnaab gelten als standorttreu. Wölfe sind streng geschützt.

Zwei weitere standorttreue Rudel gibt es im Bayerischen Wald, darüber hinaus auch im Veldensteiner Forst in Oberfranken, in der Röhn, auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr sowie seit diesem Sommer auch ein standorttreues Einzeltier in den Allgäuer Alpen.

Fast wöchentlich werden auch anderenorts in Bayern Wölfe gesichtet, zuletzt unter anderem in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein. Meist sind das durchwandernde Tiere, die ihre elterlichen Rudel verlassen haben.

Das LfU verweist darauf, dass Tierhalter für den Schutz von Schafsherden – beispielsweise durch einen Elektrozaun oder einen Herdenschutzhund – Fördermittel beantragen können. Zudem ist es möglich, dass Nutztierhalter Schäden durch Wolf, Bär oder Luchs über den «Ausgleichsfonds Große Beutegreifer» ersetzt bekommen.

Laut LfU leben in Deutschland seit 1996 wieder Wölfe. Seitdem habe es keinen Angriff auf Menschen gegeben. In der Regel reagierten Wölfe beim Anblick von Menschen vorsichtig und zögen sich zurück.

Quelle: dpa