Zahl der Arbeitslosen in Bayern sinkt

Dank der saisonüblichen Herbstbelebung ist die Zahl der Jobsucher in Bayern weiter gesunken. Im Oktober waren rund 200 500 Menschen ohne Arbeit. Das sind knapp 9000 oder 4,3 Prozent weniger als im September, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr allerdings stieg die Arbeitslosigkeit deutlich stärker an als in den Vormonaten. Insgesamt waren 4720 Menschen oder 2,4 Prozent mehr arbeitslos gemeldet als im Oktober 2018. Die Quote hatte damals 2,6 Prozent betragen.

Der Arbeitsmarkt zeigt sich auch in der Oberpfalz weiterhin stabil. So meldet die Agentur für Arbeit Weiden einen Rückgang der Arbeitslosenzahl auf unter 3.690 Menschen. 204 weniger als vor einem Monat. Im Landkreis Tirschenreuth sind 82 weniger, somit noch 1.140 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf, das heißt in den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Schwandorf und Cham sowie in der kreisfreien Stadt Amberg sind rund 6.040 Menschen ohne Job. Vor vier Wochen waren es noch 210 mehr.

Solange der Wirtschaftsabschwung anhalte, werde die Arbeitslosigkeit tendenziell zunehmen, sagte der Chef der Regionaldirektion Bayern, Ralf Holtzwart, und bezog sich dabei auf Aussagen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Zu Beginn des Ausbildungsjahrs begannen nach Holtzwarts Worten 72 Prozent der Schulabsolventen in Bayern eine Berufsausbildung. 2012 lag dieser Anteil bei 69 Prozent. Der Vergleich zeige, dass die duale Ausbildung für junge Menschen nach wie vor attraktiv sei. Von den knapp 111 000 gemeldeten Ausbildungsstellen konnten gut 15 000 nicht besetzt werden. In diesem Jahr verlassen 3670 junge Menschen weniger als im Vorjahr die allgemeinbildenden Schulen. „Dank der geflüchteten Menschen, die zu uns gekommen sind, ist die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen nicht noch höher ausgefallen“, sagte Holtzwart. (dpa/rr)