Zahl der Arbeitslosen in Bayern steigt auf fast 250 000

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist saisonal bedingt deutlich gestiegen. Im Januar waren 249 502 Menschen ohne Arbeit. Das waren 19,7 Prozent mehr als im Dezember und 2,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,5 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent. «Der Arbeitsmarkt in Bayern ist weiter robust. Allerdings hinterlässt die konjunkturelle Entwicklung Spuren», sagte Ralf Holtzwart, der Chef der Regionaldirektion.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiter rückläufig. Die den Agenturen und Jobcentern neu gemeldeten Stellen lagen mit rund 19 300 gut 20 Prozent unter dem Niveau des vergangenen Jahres. Insgesamt sind derzeit 112 234 offene Stellen zu besetzen – 9,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die Zahl der Unterbeschäftigung wuchs mit einem Plus um knapp 8000 im Vergleich zum Vorjahr stärker als die Arbeitslosigkeit. Aktuell registrieren die Arbeitsagenturen 338 426 Menschen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. „Wir verzeichnen einen starken Anstieg der Teilnehmer der beruflichen Weiterbildung“, betonte Holtzwart.

Im Bereich der Agentur für Arbeit Weiden waren fast 4.770 Menschen im Januar arbeitslos gemeldet – 923 mehr als noch im Dezember. In Tirschenreuth stieg die Zahl der Arbeitslosen in den letzten vier Wochen um 277 auf über 1.470. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf, heißt in den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Schwandorf und Cham sowie der kreisfreien Stadt Amberg, waren 9.280 Menschen auf der Suche nach einem Job. 2.760 mehr als im Vormonat. (dpa/lby/rr)