Zwei Tote und drei Schwerverletzte nach Wohnhausbrand

Bei einem Brand in einem Offenbacher Wohnhaus sterben zwei Menschen. Darunter ist auch ein Kind, das zunächst aus den Flammen gerettet werden kann. Drei weitere Menschen erleiden schwere Verletzungen.

Beim Brand eines dreigeschossigen Geschäfts- und Wohnhauses in der Offenbacher Innenstadt sind zwei Menschen ums Leben gekommen, drei weitere sind schwer verletzt worden. Bei den Todesopfern handelt es sich um ein kleines Kind und einen noch nicht identifizierten Menschen, wie die Feuerwehr am Mittwoch mitteilte. Das Kind war am Dienstagabend zunächst von den Einsatzkräften aus dem brennenden Haus gerettet worden, starb jedoch später im Krankenhaus. Die Todesursache soll in einer Obduktion geklärt werden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Das noch unbekannte Todesopfer hatte nicht mehr aus den Flammen gerettet werden können. „Es war so heiß, dass sich die Einsatzkräfte zurückziehen mussten“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. „So eine Situation ist auch für die Einsatzkräfte nicht einfach.“ Am Mittwochnachmittag sollte die Leiche, die sich in einer der oberen Etagen befand, geborgen werden. Weitere Bewohner wurden den Angaben zufolge gerettet.

Zum Zeitpunkt des Brandes hatten sich fünf Menschen im Haus befunden. Die drei Überlebenden, ein 14-Jähriger sowie zwei Frauen im Alter von 40 und 45 Jahren, wurden mit erheblichen Brandverletzungen und Rauchvergiftungen in Kliniken gebracht. Lebensgefahr bestand bei ihnen nicht.

Nach ersten Erkenntnissen wohnten in dem dreistöckigen Gebäude mehr als 30 Menschen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Ein direkt angrenzendes Nachbargebäude wurde vorsorglich geräumt. Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei war vor Ort, der Brandort wurde weiträumig abgesperrt. Den Bewohnern und Angehörigen der Opfer wurde eine psychologische Betreuung angeboten.

Alle drei Etagen des Wohnhauses brannten aus. Das Feuer war gegen 17.30 Uhr gemeldet worden, drei Stunden später hatte die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle. Die Löscharbeiten dauerten aber bis weit nach Mitternacht an. Das Gebäude war zunächst einsturzgefährdet, es handelte sich der Polizeimitteilung zufolge um eine „unbewohnbare Brandruine“. Ein Statiker sollte prüfen, wann das Haus begangen werden kann. Der Schaden konnte zunächst nicht beziffert werden, auch die Ursache und der Ausgangspunkt der Flammen waren noch unklar. Der Polizei lagen keine Anhaltspunkte für eine Brandstiftung vor. Sie hoffte auf Hinweise von Zeugen. (dpa)