Frühschoppen - Der Personality-Talk jeden Sonntag auf Ramasuri

Wöchentlich frühstückt Jürgen mit interessanten Persönlichkeiten, Promis, Personen aus den Schlagzeilen, waschechten Oberpfälzern oder bekannten Zeitgenossen.

Mit Gottes Kraft - Schwester Teresa im Ramasuri-Frühschoppen am 25. Februar 2024

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Ein himmlisches Multitalent - Der Frühschoppen mit Schwester Teresa
Die verrückte kleine "Instasister" mit dem großen Herzen für Gott und die Menschen hat unseren Jürgen Meyer regelrecht verzaubert.

Geboren wurde sie in Kroatien. „Mein Vater war Fußballspieler und ist entdeckt worden. So kamen wir nach Deutschland“. Teresa Zukic war selbst sportlich und kam auf ein Sportinternat. Hessische Meisterin am Schwebebalken und Badische Meisterin im Mehrkampf war sie. Doch bekannt wurde sie als Ordensschwester. Wie es dazu kam, erzählte sie unserem Gastgeber Jürgen Meyer im Frühschoppen-Studio.

Als sie nach Deutschland kam, war sie nicht getauft. „Ich hatte auch nie Interesse gehabt“, blickt sie auf ihre Jugend zurück. Eine Freundin legte ihr Bücher ins Zimmer. „Ich konnte nicht schlafen und griff zum erstbesten Buch. Es war die Bibel.“ Sie las die Bergpredigt. „Ich habe die ganze Nacht gelesen.“ So fing ihr „Abenteuer“ an. „Ich habe einen Frieden und eine Liebe erfahren, die ich menschlich nicht erklären kann.“

Natürlich hat sie viel Liebe zuhause erfahren. Doch ihr erstes spirituelles Erlebnis war irgendwie stärker. „Dann hat mich eine Basketballerin mal eingeladen in einen Gottesdienst. Ich war vorher da noch nie.“ Das Erlebnis war für sie eher surreal – und doch prägend. Sie lies sich taufen und gab auch den Sport auf, weil sie überzeugt war, Gott habe noch etwas für sie vor. In ihrem Elternhaus gab es da erst einmal 20 Minuten Stille, als sie sagte, sie will Ordensschwester werden. „Sie mussten wirklich umdenken.“ Doch es war ihr Weg. „Ich bin wirklich der glücklichste Mensch.“

Ihr erstes Auto hat sie übrigens erspielt bei einer Fernsehshow mit Jörg Pilawa. 100.000 Euro haben sie dort gewonnen. „Ich hab nicht nur ein Auto gekauft, sondern viele Projekte unterstützt und gemacht.“ Das Auto kann sie gut brauchen. 200 Vorträge im Jahr hält sie mittlerweile. Keyspeakerin, Malerin, Komponistin, Buchautorin und Hobbyköchin. „Da darf ich hin und Menschen berühren und begeistern.“ So wundert es auch nicht, dass sie auch mit einer Boyband eine Kirchen-CD aufgenommen hat. Doch dann kam erst einmal ein Rückschlag. Während Corona erkrankte sie an Krebs. Doch sie kämpfte sich zurück. „Jetzt bin ich Teresa 2.0.“

Die Kraft und die Gesundheit ist wieder zurück. „Ich hab die verrücktesten Dinge angestellt. Ich sehe nicht die Defizite, sondern die Möglichkeiten.“ Heuer wird sie 60 Jahre alt, die von ihr gegründete Ordensgemeinschaft wird schon 30. Mit ihrer positiven Art, begeistert sie trotz aller Herausforderungen die Menschen und bringt das auch in den Büchern zum Ausdruck. „Wir sind so ein Jammerland. Wir jammern in Deutschland schon immer im Voraus, dass wenn es uns erwischt wir schon mal eingejammert sind.“ Dazu will sie Akzente dagegensetzen.

„Wenn ich morgens aufwache, sag ich, ich hab eine Mission, ich will jemanden glücklich machen.“ Das macht sie auch online jeden Tag. Egal ob Facebook, Instagram oder eigene App – täglich gibt sie Menschen Positives mit auf den Weg. Und man findet sie auf www.schwester-teresa.de . Die wundervolle positive Stimmung, die Schwester Teresa bei Moderator Jürgen Meyer verströmt hat, können Sie hier in unserem Podcast nachhören.

„Wilde Zeiten“ - Susi und die Spießer im Ramasuri-Frühschoppen am 18. Februar 2024

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Ganz und gar nicht spießig - der Frühschoppen mit "Susi und die Spießer"
Egal ob "Wilde Zeiten" oder "Gmahde Wiesn", die Musik der Oberpfälzer Band geht einfach immer!

„Ich wollte immer schon mit meinem Mann etwas machen.“ So entstand vor vier Jahren die Idee von Susi Raith, ein neues Musikprojekt zu starten. „Susi und die Spießer“ war das Ergebnis von ihr und ihrem Mann Jochen Goricnik. Aus dem schnuckeligen Bernhardswald ging es diesmal nach Weiden ins Studio zu Jürgen Meyer. Unser Gastgeber plauderte mit Beiden über die Band, Privates und die Zukunft.

Susi Raith kennen viele schon von den Raith-Schwestern, die auch mit Andy Blaimer immer wieder auftreten. In der neuen Kombo sind sie zu viert unterwegs. Die Musikleidenschaft ist dabei vor allem ihrer Mutter zu verdanken. „Sie hat immer mit uns gesungen.“ Als erstes Instrument kam dann das Hackbrett. Mit einem Umweg über die Zither wurde es schließlich die Gitarre. Ihr Mann hat in der Jugend Klavier gespielt. „Aber Klavier war ned so meins.“ Dann wurde es auch Gitarre. Fast jede Woche ist er übrigens im Fernsehen, mit der Ringelstetter-Band. Für Erwin Pelzig macht er zudem die Technik. „Mir macht das wahnsinnig Spaß.“

„Wilde Zeiten“ heißt das neue Programm von „Susi und die Spießer“. „Weil es auch wirklich wild ist. Kreuz und quer was uns gefällt“, erklärt Raith. Zu jedem Song gibt es auch eine Story. „Susi hat meist eine Idee und am Schluss kommt hoffentlich was Gutes dabei heraus“, erzählt Goricnik. Viel Zeit wird dabei investiert. „Es gibt auch Songs die lang brauchen“, erklärt Raith. „Nachdem wir ja auch nur in Mundart schreiben, muss man sich schon Gedanken machen.“ Hochdeutsch könnte sie eh nicht.

Die Musik ist eine Mischung aus vielen Richtungen. „Die Musik ist schon akustisch“, meint Raith. „Und wir singen auch mal alle.“ Susi Raith macht dabei schon mal die Ansagen. „Wir sind schon eine richtige Band und haben auf der Bühne auch unseren Spaß.“ Susi Raith zählt übrigens als Frohnatur. Zumindest wagt es ihr Mann nicht zu widersprechen. Seit 2016 sind sie verheiratet. „Es ist gar nicht so einfach, einen Österreicher zu heiraten.“ Seitdem heißt sie eigentlich auch Goricnik. Ihr Mann ist übrigens eher der ruhige Gegenpart. „Er hat ein eigenes Studio mit schalldichter Tür.“

Auf der Bühne wird übrigens auch mal aus dem Nähkästchen geplaudert. Wer das mal hören will, kann das am 9. März am Schafferhof. „Wir freuen uns schon immer auf das gute Bier dort.“ Am 7. Juni gäbe es noch einen Termin auf der Naturbühne Grafenwöhr und am 8. Juni gibt es das „Gmahde Wiesn goes 50 ths“ Festival, dass Susi Raith organisiert. Dort spielen neben den Spießern auch zwei andere Bands.

Alle Termine und viele Infos zur Band und ihren anderen Projekten gibt es natürlich im Internet unter: https://www.susi-raith.de/susi-und-die-spiesser. Einen witzigen Einblick in das Leben des Ehepaares Goricnik-Raith gibt es im Gespräch mit unserem Gastgeber Jürgen Meyer, welches Sie hier nachhören können. Noch lustiger, sind nur noch die Live-Auftritte der Combo.

Angela Ascher im Ramasuri-Frühschoppen am 11. Februar 2024

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
"Verdammt ich lieb' mich!" - Der Frühschoppen mit Angela Ascher
Das bayerische Multitalent bei Jürgen Meyer zu Gast im Frühschoppen

Auf dem Nockherberg war Ilse Aigner ihr Alter Ego. Die Rede ist von Schauspielerin und Kabarettistin Angela Ascher. Die sympathische Bayerin war trotz Faschingssonntag nach Weiden gekommen und frühstückte mit unserem Gastgeber Jürgen Meyer. Es gab Weißwurst und leichtes Weizen. „Ich ess auch schon mal die Pizza vom Vorabend“, erzählte die 46-Jährige über ihre Frühstücksgewohnheiten.

Doch es ging natürlich nicht ums Essen, sondern um ihre Karriere, die am Gymnasium in Dorfen begann – in der Theatergruppe. „Wir haben ganz tolle Aufführungen gemacht damals.“ Die Theaterluft schien ihr zu gefallen. Direkt nach dem Abitur begann sie ihre künstlerische Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. „Ich bin weit weg, um Hochdeutsch zu lernen.“ Mit dem DAAD, dem Deutschen Akademischen Auslandsdienst, ist sie schließlich auch für ein Jahr nach Los Angeles an die Filmhochschule. Dort hat sie sich aber eher auf Produktion fokussiert. Die Eltern fanden ihre Entscheidung übrigens nicht so toll. Ihr Vater hat versucht sie dazu bewegen, in seine Fußstapfen zu treten und Lehrerin zu werden. Bis sie zum ersten Mal auf dem Nockherberg auftrat – und über Nacht vielen Menschen bekannt wurde.

Am Anfang spielte sie beim Starkbieranstich Christine Haderthauer, ab 2013 bis 2018 Ilse Aigner. „Es war eine sehr schöne Rolle und eine wunderbare Zusammenarbeit.“ Damit wurde sie bekannt, obwohl sie schon lange bei vielen Produktionen aktiv war und auf unzähligen Bühnen stand. Zwischenzeitlich reifte aber auch die Idee und der Wunsch nach einem Solo-Programm. Mit „Verdammt ich lieb mich“ ist sie mittlerweile auf Tour. „Ich hatte unwahrscheinlich Angst am Anfang“, gibt sie zu. „Es war die schwerste Geburt, die ich in meinem Leben hatte.“ Doch die Kritiker lieben ihr Programm. Und sie liebt es auch, nicht davon abhängig zu sein, ob sie eine Rolle bekommt oder nicht. Sie kann einfach sie selbst sein. „Das kann einem keiner mehr nehmen.“

In ihrem Programm geht es um die Irrungen und Wirrungen von Frauen. „Es ist ein richtiges Frauenprogramm, dass aber auch die Männer lieben werden.“ Aber sie wird auch weiterhin bei vielen anderen Produktionen zu sehen sein - und vor allem auch auf ihrem Instagram-Account, auf dem sie sich selbst aufs Korn nimmt. „Es macht doch Spaß anderen zuzuschauen und zu sehen, die fallen auf die Nase.“ Ihre Projekte drehen sich dabei um viele Themen. Aber es gibt natürlich auch zwei Schwerpunkte. „Das eine große Thema sind pubertierende Kinder, weil die habe ich zu Hause und zum anderen interessiert mich das Beziehungstechnische.“

Am Ende ging es dann doch nochmal ums Essen. Denn privat ist sie derzeit eher die Köchin. Auch wenn sie mit ihrem Menu unseren Moderator Jürgen Meyer nicht vollends überzeugen konnte, punkte sie auf jeden Fall mit einem lockeren Gespräch und einem Blick ins Privatleben der Kabarettistin. Online findet sie sich natürlich auf Instagram oder unter www.angela-ascher.de . Wer es nicht erwarten kann, sie in einem Auftritt zu sehen, der kann zwischenzeitlich hier unseren Podcast anhören.

„Nebeneinander und Miteinander“ - Jürgen Kirner im Ramasuri-Frühschoppen am 4. Februar 2024

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Kabarettist, Musiker, Moderator und durch und durch Oberpfälzer - der Frühschoppen mit Jürgen Kirner
Im Frühschoppen bei Jürgen Meyer ließ der Kopf der "Brettl-Spitzen" die bayerische Wirtshauskultur hochleben.

Fast genau vor einem Jahr war Jürgen Kirner schon einmal bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer im Ramasuri-Frühschoppen-Studio gesessen. „Das ist ja wie heimkommen, wenn ich hier da sein darf. Das ist für mich das allerschönste“, sagt der gebürtige Hemauer, der mittlerweile in Oberbayern lebt. Von daher war es ein lockeres – und diesmal auch politisches Gespräch, bei Weißwurst und Weißbier.

Frühstücken tut er ohnehin gerne. Einmal die Woche backt er auch selbst einen Kuchen. Denn ohne was Süßes kann er dann auch nicht sein. Die Energie der Süßigkeiten braucht er auch für seine vielen Projekte und Auftritte. Allen voran auch die Couplet-AG, die heuer 30 Jahre alt wird. „Die drei Jahrzehnte haben wir viel erlebt. Viele Politikerinnen und Politiker konnten wir wegsingen, bei Herrn Söder sind wir noch dabei“, scherzt der 63-Jährige. Am 13. April ist die Couplet-AG auch in Neustadt/WN zu hören.

„Mein Opa hat gerne gesungen und dann habe ich das irgendwie angefangen“, erinnert er sich an seine Anfänge. Er hat seinen Spaß gehabt und auch Spaß dabei gehabt, die Leute „auszusingen“. Das daraus ein Beruf wurde, sei ein Geschenk für ihn gewesen. Es war für seine Karriere aber auch wichtig, nach München zu sehen. „Damals war noch eine andere Zeit. Du musst raus“, erinnert er sich an den „Befreiungsschlag“, der ihm damals gut getan habe.

Doch es gibt auch noch Dinge, die er gerne machen würde. „Ich hätte wahnsinnig gerne eine Talkshow.“ Leute zum Reden bringen, damit sie das erzählen, was die Menschen interessiert. „Ich bin dran und diskutiere fast wöchentlich mit wichtigen Leuten darüber.“ Dem Ministerpräsidenten würde er fragen, warum er in die Politik ging, obwohl er keine elementare Befähigung dazu habe. „Ein rhetorisches Können macht noch keinen Politiker aus.“ Es brauche Leute mit Grundüberzeugung, die für ihre Überzeugungen auch einstehen.

„Ich kann mich sehr gut über politisches Kabarett amüsieren.“ Denn Kabarett sei für ihn in erster Linie Gesellschaftskritik. „Eine dunkle Hornbrille macht noch keine Kabarettistin aus“, will er dabei dem Nachwuchs aber mitgeben. Kabarett brauche auch eine gewisse Tiefe und nicht nur flache Witze. „Man darf sich selber auch nicht so wichtig nehmen.“ Bei den Brettlspitzn im Bayerischen Fernsehen gibt er ohnehin immer wieder jungen Talenten eine Chance.

Kirner steht aber auch als Botschafter für die queere Community - durchaus auch kritisch. „Was die Grünen-Politik da angestellt hat, dass man jedem da irgendeine Plattform gibt. Das ist ein absolut verkehrter Weg. Warum soll ich mich so wichtig nehmen.“ Schwul sein, wäre ja kein Qualitätskriterium. „Ein ganz normales Nebeneinander und Miteinander, dass soll es sein.“

Er ist auch ein bisschen Botschafter für den Oberpfälzer Dialekt. Er könne zwar auch ohne Dialekt auftreten, aber es sei etwas Besonderes, dass es gelte zu erhalten. Am besten erlebt jeder Jürgen Kirner entweder live oder im Fernsehen. Ein süffisantes und durchaus nachdenklich-kritisches Gespräch mit unserem Gastgeber Jürgen Meyer gibt es aber auch hier im Podcast.

Stärker als die Ewigkeit – Schlagerstar Bernhard Brink im Ramasuri-Frühschoppen am 28. Januar 2024

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Mehr als ein halbes Jahrhundert Musik - der Frühschoppen mit Bernhard Brink
Bei Moderator Jürgen Meyer drehte sich alles um die Schlager-Legende und das neue Album!

Promi-Talk diesmal beim Ramasuri-Frühschoppen. Schlagerstar Bernhard Brink trat beim ADAC-Ball auf, übernachtete in Weiden und kam am morgen gleich zu unserem Gastgeber Jürgen Meyer. Übrigens zum zweiten Mal. Vor vier Jahren plauderten die beiden schon einmal im Studio. Zu erfahren gab es viel über die jahrzehntelange Karriere.

„Ich hab mein Hobby zum Beruf gemacht, da musst Du natürlich sehen wo Du bleibst“, erzählt der 73-Jährige, warum er auch noch so „kleine“ Veranstaltungen gerne macht. Im Geschäft ist er schon seit über 50 Jahren. „Viel Veränderung in fünf Jahrzehnten.“ Damals war noch Dieter Thomas Heck mit seiner Hitparade im Fernsehen. Seit 2000 gibt es die nicht mehr. „Den Nachwuchs fehlt natürlich so ein Sprungbrett. Das muss man ganz klar sagen.

Brink hatte eigentlich angefangen Jura zu studieren. Doch dort hat er auch einmal vorgesungen. 1971 unterschrieb er seinen ersten Plattenvertrag. Die ganze Geschichte kann auch im Buch von Bernhard Brink nachgelesen werden. „Alles außer Tanzen“, heißt die Biografie. Beziehungsratgeber ist es aber keiner, auch wenn Brink seit 43 Jahren verheiratet ist.

Am 3. Mai kommt sein nächstes Album. „Stärker als die Ewigkeit“ wird es heißen. Kontinuierlich hat er über die Jahre neue Songs und Alben veröffentlicht. Sechs Mal trat er zudem für den Eurovision Song Contest an, scheiterte aber immer im Vorentscheid. Dazu kommen auch mal Weihnachtsalben mit den besten Klassikern. Wie sich der Markt verändert hat, findet er spannend. „Die meisten Menschen sind beratungsresistent. Ich würde gerne meine Erfahrung weitergeben, aber mich fragt keiner.“ Dabei denkt er gerne an die Großen in der Schlagerszene und den normalen Umgang mit dem Erfolg. Bei manchem Newcomer steigt der Erfolg hingegen schnell zu Kopf.

Ans Aufhören denkt er noch nicht. „Noch hab ich Spaß dran.“ Er macht es nicht von der Zahl abhängig. „Wenn Du noch so gut in Futter bist und wenn die Stimme noch mitmacht und die Alben noch geil klingen, dann wären es albern zu sagen, ich höre auf.“ Auf https://www.bernhard-brink.de/ gibt es viel über den Schlagerstar und auch die kommenden Termine seiner Auftritte. Hier im Podcast erzählt Brink bei unserem Moderator Jürgen Meyer, wie es gelingt bei dem ganzen Trubel so bodenständig zu sein.

Direkt aus “Galapagos” - Berni Wagner im Ramasuri-Frühschoppen am 21. Januar 2024

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Ein neuer Star am österreichischem Comedy-Himmel - Berni Wagner.
Der symptahtische Liner feierte bei Jürgen Meyer sein Oberpfalz-Debut!

Eine lange Anreise hatte Berni Wagner. Der Oberösterreicher kam aus Wien ins Studio zu unserem Gastgeber Jürgen Meyer. Der Kabarettist ist natürlich nicht zum ersten Mal in der Oberpfalz. Diesmal aber nicht auf der Bühne, sondern beim gemütlichen Plausch über sein Leben und seine Karriere.

“Schön, klug und lustig, sind die drei Adektive die ich nutzen würde. Ich halte nichts davon, Negatives über mich selbst zu sagen.” Auf die Bühne kam er weil er sich immer wieder bemüht hat, das zu machen. “Ich hatte den großen Wunsch, einmal auf der Bühne zu stehen.” Dabei wollte er am Anfang gar kein Geld verdienen. Amateurtheater hat er gespielt und war auch in einer Band. “Aber das mit dem Humor ist dann irgendwie das geblieben, wo was hängen geblieben ist.”

“Galapagos” heißt sein neues Programm. “Da geht es um uns Menschen und die Natur und um die Konflikte, die sich aus diesen beiden Positionen ergeben”, beschreibt es der 32-Jährige. Er geht diesen Konflikt einmal mit Humor an. Es ist eine Reise durch die Erdgeschichte auf komische Art, in der Hoffnung, dass seine Zuhörer danach ein wenig entspannter mit dem Thema umgehen. Allerdings ist es auch schon vorgekommen, dass Zuhörer meinten, es sei ein Reise-Dia-Vortrag.

Doch passen Kabaret und Klimaschutz zusammen? “Ich hab bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht.” Wagner ist der Meinung, man müsse das Thema ohnehin entschärfen, damit alle wieder offen darüber reden können. Erfolg hatte er aber schon mit seinen ersten Programmen und hat neben diversen Kleinkunstpreisen auch das begehrte Scharfrichterbeil gewonnen.

Nebenbei schreibt er zum Beispiel auch für den Radiosender Ö3 Texte. “Das ist eine harte Schule, wenn man so schnell zum Punkt kommen muss”, beschreibt er die Herausforderung, Dinge auf nur eineinhalb Minuten zu reduzieren. Dazu kommen zahlreiche Auftritte im Fernsehen. Vor allem in der ORF hatte er schon einige Einsätze - so kann man sehen, dass er sich optisch Wolfgang Petry annähert.

“Seit ich das professionell mache, bin ich wohl pirvat leichter zu ertragen”; sagen wohl schon seine Bekannten. Beim Frühschoppen mit unserem Moderator Jürgen Meyer war es locker, flockig und von daher sehr gut anzuhören. Wenn Sie mehr über den Kabarettisten erfahren wollen, hören Sie hier unseren Podcast oder besuchen Sie eine seiner Shows. Mehr Infos gibt es auf https://berniwagner.at/

Musik ist ihr Leben – „Clubminister“ im Ramasuri-Frühschoppen am 14. Januar 2024

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Musik vom allerfeinsten - der Frühschoppen mit Clubminister
Bei Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer wurde es richtig funky!

„Clubminister“ – so manch einer frägt sich gleich, ob es ein neues Ministerium in Bayern gibt. Doch bei „Clubminister“ handelt es sich um eine Band aus Amberg. Neun Mitglieder hat die Combo eigentlich. Jonas Falkenstein und Sandalo Lopez waren diesmal bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer im Studio und frühstückten gemeinsam bei einem lockeren Plausch.

Jonas ist eigentlich Physiotherapeut, Sandalo Musiklehrer. Bekannter ist bei manchen noch Sandalos Vater, der bei „Los Dos y Compagneros“ gespielt hat. Von daher war die Liebe zur Musik schon in die Wiege gelegt. „Musik zu machen war schon eine Berufung.“ Und auch Jonas hatte schon früh Kontakt zur Musik, da auch sein Vater Musik machte. „Musik bestimmt mein ganzes Umfeld“, ergänzt Jonas.

Clubminister macht Funk, Pop und ein bisschen Disco-Style. „Wir nennen es ‚new Funk‘“, so Jonas. 2001 wurde sie schon gegründet. Die Musikstücke sind kraftvoll und eingängig. Auch wegen den Blasinstrumenten, die fester Bestandteil der Stücke sind. Und auch das Publikum weiß das zu schätzen. „Wir lieben es auf der Bühne zu stehen“, so Jonas.

Sandalo war auch einige Jahre in Teneriffa. „Viele Bands gehabt, aber trotzdem wieder in Amberg gelandet.“ Als Tontechniker war er unterwegs und hat so Jonas Falkenstein kennengelernt. So kam er mit zu Clubminister. „Wenn Du die richtigen Leute um dich rum hast, macht es einfach Spaß.“ Wobei es schon eine Meisterleistung ist, alle neun immer unter einen Hut zu bringen zum Üben. „Wir sind aktuell in der Halle eines Busunternehmens. Die Busfahrer sind unsere Zuhörer“, erzählt Sandalo.

Doch nicht nur die Busfahrer mögen die Musik. Die Band ist immer wieder auf verschiedenen Festen unterwegs. Aber „Clubminister“ spielt auch mal auf Hochzeiten. „Wenn Brautpaare sagen, wir wollen ein bissl was anderes, sind wir die richtigen Ansprechpartner“, so Jonas. Sie haben Lust bekommen auf mehr Infos zu dieser reinen Oberpfälzer Band? Dann hören Sie hier das Gespräch unseres Moderators Jürgen Meyer mit „Clubminister“. Zu erfahren gibt es viel über anstehende Soloprojekte, Ziele, anstehende Termine und natürlich spannende Geschichten über eine Oberpfälzer Erfolgsgeschichte.

Magie, Illusion, Akrobatik und Phantasie - Die Traumfabrik im Ramasuri-Frühschoppen am 7. Januar 2024

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Ein Abend voller Magie - die Traumfabrik im Frühschoppen
Das atemberaubende Ensemble verzaubert derzeit wieder die Oberpfalz!

Eine Mischung aus Akrobatik, Tanz, Gesang, Musik und sehr vielen poetischen träumerischen Sachen – das ist die Traumfabrik. 1980 von Rainer Pawelke ins Leben gerufen, kann das „Showtheater der Phantasie“ mittlerweile auf 44 Jahre Erfolgsgeschichte zurückblicken. Unser Gastgeber Jürgen Meyer hat sich deshalb Pawelkes Sohn ins Studio geholt. Mit Produktionsleiter und Geschäftsführer Ingo Pawelke plauderte er über den Zauber, den die Traumfabrik zu den Menschen bringt.

„Traumfabrik kann man nicht beschreiben, Traumfabrik muss man erleben“, titelte eine Zeitung 1980. „Wir zeigen nicht nur die körperliche Spitzenleistung, sondern sind da um eine Geschichte zu erzählen“, versucht Pawelke die Philosophie zu skizzieren. Es ist ein Programm für die ganze Familie. „Wir wollen den gesamten Saal mit uns verbinden und etwas Gemeinsames machen.“ Aber keine muss Sorge haben, auf die Bühne geholt zu werden.

Ein Jahr dauert die Vorbereitung für die Tour. Auch diesmal geht es nach Amberg und Weiden – wie schon seit den 1990ern. Am 8 und 9. Februar gastiert die Traumfabrik in Amberg, am 11. und 12. Februar in Weiden. Die Hälfte des Programms ist übrigens vom eigenen Ensemble der Traumfabrik gestaltet, der Rest ist eine bunte Show mit Artisten und Künstlern aus allen fünf Kontinenten. „Es ist bei uns immer das Thema die Träume. Die Träume können ja bunt und vielfältig sein“, so Pawelke. Die Traumfabrik macht daraus eine Show zum Staunen.

Pawelke selbst stand mit sechs Jahren schon selbst auf der Bühne und spürte den Zauber und den Reiz vor Publikum etwas zu präsentieren. „Auf der einen Seite versuchen wir uns den Geist zu bewahren, als wir noch experimentell unterwegs waren.“ Dazu versuchen sie authentisch zu bleiben. „Die Truppe von nebenan“, will die Traumfabrik sein. Dazu verträumt und romantisch. Pawelkes Vater ist übrigens immer noch der künstlerische Leiter. „Es ist sein Lebenswerk und es ist sein Lebensinhalt.“ Von daher genießt er immer noch jede Show in vollen Zügen.

„Es ist unser Wunsch, dass es so bleibt wie es ist“, beschreibt Pawelke die Hoffnungen für die Zukunft. 39 Shows in neun Städten seien völlig ausreichend. „Wir wollen ja, dass man die Leidenschaft noch spürt.“ Deshalb gibt es keine Ambitionen für noch größere Tourneen. Unser Moderator Jürgen Meyer spürte im Gespräch die Magie, die die Traumfabrik ausstrahlt. Bevor Sie selbst eine der Aufführungen besuchen, können Sie in unserem Podcast die Geschichte, die Herausforderungen und die Arbeit hinter der Traumfabrik hören. Mehr gibt es auch auf www.traumfabrik.de

Der Kommandant - Norbert Neugirg im Ramasuri-Frühschoppen am 17. Dezember 2023

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Der Oberpfälzer Exportschlager - Norbert Neugirg im Frühschoppen.
Gemeinsam mit dem Kultoberpfälzer und seinem Sohn Michael stimmte sich Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer auf die Weihnachtszeit ein

„Die Kapelle wurde gegründet am Faschingssamstag 1985, anlässlich des 70. Geburtstags von Uschi Glas“, scherzt Norbert Neugirg. In der Oberpfalz ist er vermutlich fast bekannter, als der Ministerpräsident. Denn 1985 gründete er die Altneihauser Feierwehrkapell’n – die über die Jahre zu einem absoluten Erfolg wurde. Am dritten Advent plauderte der Windischeschenbacher mit unserem Gastgeber Jürgen Meyer über Karriere, Weihnachten und die Zukunft.

In Erbendorf geboren, in Wurz aufgewachsen, hat Neugirg in Neuhaus gewohnt und jetzt in Windischeschenbach. Der Namen der Kappelle erinnert an den Ort neben seiner jetzigen Heimat. „Altneuhaus war immer so ein sagenumwobener Ort. Eigentlich ist da nix.“ Angeblich war es eine ehemalige Vorburg von Falkenberg und doch ein mysteriöser Ort. Von daher ist der Name der Kapelle auch ein Mysterium – und doch etwas Besonderes. „So einen Haufen kann man nicht casten.“ Alles engagierte Amateure und hervorragende Musiker. „Man muss auch mit der Rolle fertig werden, dass man auf der Bühne ein bissl als idiotisch dort stehen.“

Die Texte gibt es in der Reimform, die bei den Altneihausern für den typischen Witz sorgen. „Ich bin ja von Natur auf ein fauler Hund.“ Deshalb entstehen die Texte oft „just in time“. Doch das Reimen liegt ihm – und der Erfolg gibt ihm recht. Da reicht ein Blick auf die Sendung, die die Kapelle bayernweit bekannt gemacht hat: „Fastnacht in Franken“. „Ich habe da schon einige Ministerpräsidenten überlebt. Söder werde ich auch noch überleben.“

Um bei „Fastnacht in Franken“ aufzutreten, geht es für die Künstler eigentlich erst durch die „Närrische Weinprobe“ und ähnliches. Das hat die Kapelle ausgelassen. „Wir sind gleich in die Sendung eingeladen worden. Das war ein großes Risiko für den Fastnachtsverband, für den BR und für uns auch.“ Ein einmaliger Auftritt hätte es werden sollen, doch jedes Jahr wird die Truppe wieder eingeladen. Auch nächstes Jahr sind sie mit dabei, wenn es am 2. Februar 2024 wieder „Fastnacht in Franken“ heißt.

Doch Neugirg ist auch in der Weihnachtszeit unterwegs mit seiner Weihnachtslesung. „Morgen kommt der Weihnachtsmann mit seinem alten Wagen, und kommt er mit der deutschen Bahn dann erst in vierzehn Tagen.“ Im Studio gab es auch eine Live-Performance aus der Weihnachtslesung – rund um die Bratwurste am Heilig Abend.

Neugirg kam mit seinem Talent mittlerweile auch ein wenig herum in der Welt. Von der Schweiz bis zu den „Weltmeeren“ auf einem Kreuzfahrtschiff. „Im Unterricht hab‘ ich mich hervorgetan durch deplatzierte Bemerkungen“, erinnert er sich an seine Schulzeit – und irgendwie an den Beginn seiner Karriere. „Dabei war ich eigentlich immer sehr schüchtern. Ich konnte vor fremden Leuten nie mehr als zwei Sätze sagen.“ In der Figur des Kommandanten konnte er dann freisprechen. So hat er sich auch selbst therapiert. „Wir sind halt auch eine Therapiekapelle.“

Mit im Studio war auch Michael Neugirg, der Sohn des Kommandanten, der bei der Weihnachtslesung auch schon mal mit auf der Bühne steht – inkl. Gesangseinlage. In den Pausen darf er auch die Bücher des Vaters verkaufen. Vier Stück gibt es mittlerweile. Das letzte hieß „Tusch eineinhalbmal“ und ist durchaus ein Tipp für unter den Weihnachtsbaum. Wer es lieber live mag, der findet alle öffentlichen Termine und mehr bei https://altneihauser.de/. Bei Moderator Jürgen Meyer gab es lustige Geschichten, Auszüge aus dem Programm und ein wenig Privates aus dem Leben des Kommandanten. Den ganzen Podcast hören Sie natürlich hier.

Skiopening hautnah – Der Ramasuri-Frühschoppen live aus Galtür am 10. Dezember 2023

© Bild: Jürgen Meyer I Ramasuri
Nach Pause endlich wieder zurück - Das Ramasuri Skiopening in Galtür
Die Gäste und die Ramasuri-Crew brachten die Pisten und Aprés Ski-Stadl in Galtür zum beben!

„Es ist traumhaft hier in Galtür“, schwärmt Hermann Lorenz von den Galtürer Bergbahnen. Er war einer der Frühstücksgäste bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer. Diesmal durfte er live senden, zwischen Pulverschnee und Aprés-Ski-Bar. Denn er fühlt sich wie Zuhause dort – und ist froh nach vier Jahren Pause wieder dort zu sein.

„Galtür ist familiär.“ Deshalb gibt es viele Stammgäste in der Skiregion im Paznaun in Tirol. Am Ende des Tals ist es ruhiger und gemütlicher. Auf 1600 Meter liegt der Ort, bis 2300 Meter hoch liegt das Skigebiet. 43 Pistenkilometer und sechs Liftanlagen warten auf die Gäste. Dazu kommen gemütliche Restaurants und eine spannende Geschichte des früheren Heiratsmarktes im Tal.

Ramasuri hatte auch BenRay mitgenommen und natürlich das Skiopening gebührend gefeiert. „Ich habe mit sieben Jahren angefangen Musik zu machen“, erzählt BenRay. Er sorgte von Anfang an für eine gute Stimmung. „Ohne Publikum ist der ganze Künstler nix.“ Von daher genoss der Künstler die Party und die Feierlaune. Mehr zu ihm gibt es auch im Podcast bei uns, da er heuer schon im Frühschoppen war und über sein Leben gesprochen hatte.

Mit dabei waren auch die „Allerscheynste‘n“. Seit elf Jahren gibt es die Band. „Man hat sich einfach gefunden in den Wirtshäusern“, erzählt Vitus von der Band. „Wir machen alles was schön ist und Spaß macht.“ Von daher ist klar, dass bei den Auftritten der Gruppe immer viel geboten ist und kein Feierwütiger zu kurz kommt. Beim Skiopening wurde es deshalb spät.

Oliver Pongratz von Generation Snow war ebenfalls mit vorm Mikrofon. Schneesport und Eventtouristik sind Leidenschaft und auch Geschäftsfeld. „Mein Papa war schon leidenschaftlicher Skifahrer. Ein großer Teil des Winters war Skifahren, so oft es gegangen ist.“ Für Ramasuri ist Generation Snow der Partner für die Skireise. Am 6. und 23. Januar geht es mit Ramasuri nach Hinterstoder. Am 2. und 9. März geht es nach St. Johann. So kann jeder Skibegeisterte Hörer mit seinem Lieblings-Radiosender noch mitfahren.

„Es ist legendär“, findet Oliver Pongratz das Skiopening mit Radio Ramasuri. Dabei ist es übrigens völlig egal, ob erfahrener Skifahrer oder Anfänger. Auch unser Moderator Jürgen Meyer ist begeistert von Opening und Skigebiet. Einen kleinen Vorgeschmack was die Gäste dort erwartet, hören Sie hier in unserem Podcast.

Eva Karl Faltermeier im Ramasuri-Frühschoppen am 3. Dezember 2023

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Feinstes Kabarett "made in Oberpfalz" - Der Frühschoppen mit Eva Karl Faltermeier
Der hellste Stern am bayerischen Kabarett-Himmel war zu Gast bei unserem Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer

Der 1. Advent im Ramasuri-Frühschoppen. Und als unser Moderator Jürgen Meyer die erste Kerze anzündete, erschien ihm ein wahrer Engel. Eva Karl Faltermeier – eine waschechte Oberpfälzer Kabarettistin. „Ich wohn in einem Kuhstall und seit wir da wohnen ist es ein Saustall.“ Locker und „Schnee“-flockig plauderten die Beiden über den ungewöhnlichen Weg von der Pressestelle auf Bühne und ins Fernsehen.

„Ich wollte eigentlich einen Lehrberuf machen nach dem Gymnasium.“ Doch 2002 war die Wirtschaft nicht so der Hit und egal ob Brauerin oder Restauratorin – keiner wollte sie. „Dann musste ich halt doch studieren.“ Natürlich was ohne Mathe. So wurde es Germanistik, Politik und Spanisch an der Uni Regensburg. „Spannend war das Studium nicht. Da wäre es mir in einer Brauerei wahrscheinlich besser ergangen“, stellt sie heute fest.

Dann ging es in Richtung Journalismus. Sie wurde Redakteurin und landete schließlich in der Pressestelle der Stadt Regensburg. „Irgendwann ist dann die Bühne dazugekommen und ich bin dann da hingegangen wo es unterhaltsam wird.“ In der Arbeit hielt sie mit ihrer Leidenschaft eher hinter dem Berg. Im Vereinsheim in Schwabing trat sie immer wieder fast schon heimlich auf – und irgendwann wurde schließlich eine Agentur auf sie aufmerksam. „Es geht dahi“, war das erste Soloprogramm mit dem es ab 2018 dann auch auf Tour ging.

Dialekt ist dabei nicht nur ein Teil ihrer Identität und ihres Programms. Schon im Studium spezialisierte sie sich auf Dialektforschung. Deshalb ist auch ihr Programm im Dialekt gehalten. Hochdeutsch geht gar nicht. „Hochdeutsch ist für mich so eine Fremdsprache wie Englisch oder Spanisch. Ich finde meine Stimme schon künstlich, wenn ich hochdeutsch spreche.“

Vater und Oma haben den Weg verstanden, weil beide schon auf der Bühne standen. „Meine Mama würde sich am liebsten in einem Erdloch verkriechen, wenn man sagt, man geht auf die Bühne.“ Ihre Mutter hat lang gebraucht, bis sie sich das Programm einmal angesehen hat. Dabei kann man Eva Karl Faltermeier auch im Fernsehen sehen. Während der Pandemie hat sie für Hannes Ringelstetter Inhalte geschrieben. „Dann haben wir zur Gaudi mal ein Konzept abgegeben.“ Und durch Zufälle durfte sie vier Mal ins Fernsehen. Mit „Karlsplatz“ hat sie mittlerweile eine eigene Sendung.

„Es gibt Gäste, da denkst Du Dir schad, des hat er auch in anderen Sendungen gesagt.“ Genau das will sie vermeiden. Deshalb geht es immer um ein Thema. Dabei entstehen auch sehr tiefgründige und emotional mitnehmende Sendungen. Wobei natürlich auch der Humor nicht zu kurz kommt. Doch auch weiterhin steht sie auf der Bühne. Das aktuelle Programm heißt „Taxi. Uhr läuft“. Das Programm hat angeblich eine gruselige Taxifahrt in Passau als Grundlage.

Wer nicht darauf warten will, Eva Karl Faltermeier im Fernsehen oder auf der Bühne zu sehen, der kann auch zu einem ihrer Bücher greifen. Die Bücher sind auch so geschrieben, dass man sie hervorragend auf der Toilette lesen kann, ist sie sicher. Zwei Bücher gibt es schon. „Der Grant der Frau“, ist das Erste. „Das ist für Männer ein Nachschlagewerk und für Frauen eine Selbsthilfegruppe.“ „Mama fatale“ heißt das neueste Werk. Zu finden sind die Bücher in jeder guten Buchhandlung. Eva Karl Faltermeier findet sich hier: https://eva-karl-faltermeier.de/ . Und das ganze Gespräch unseres Gastgebers Jürgen Meyer mit der Kabarettistin lässt sich hier anhören.

 

Vom Autor zum Comedian - Max Osswald im Ramasuri-Frühschoppen am 26. November 2023

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Grips und Witz in einer Person - der Frühschoppen mit Max Osswald.
Bei Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer drehte sich alles um das Programm "Freude" sowie um den Debütroman des bayerischen Newcomers

„Ich wurstel mich so mit dem Kunstkram durchs Leben. Und es funktioniert aktuell ganz gut.“ Multitalent, Newcomer, Autor und Kabarettist – das alles trifft auf Max Osswald zu. Für unsere Gastgeber Jürgen Meyer ist er extra früh aufgestanden und hat ihn im Frühschoppen-Studio in Weiden besucht.

„Freude“ heißt das aktuelle Programm des 31-jährigen Münchners. „Im Großen und Ganzen soll es darum gehen, in den Dingen etwas zu finden, was einem Freude bereitet und die Dinge nicht immer nur schwarz und weiß zu sehen“, versucht er das Programm zu beschreiben, ohne zu viel zu verraten.

„Wenn ein Auge lacht und ein Auge weint, dann ist eins davon wahrscheinlich entzündet“, witzelt er.

„Es soll halt witzig sein. Wenn es nicht witzig wäre, wäre es eine Gruppentherapie mit ungleichen Gesprächsanteilen.“

Nach Abitur, FSJ im Kindergarten und einigen Semestern Jura, hat er BWL studiert und ist schließlich als Autor beim Fernsehen gelandet – unter anderem für „Dahom ist dahom“. „Auf die Bühne gestolpert bin ich dann, weil ich schon immer Sachen geschrieben habe.“ Ein Kumpel, der Musiker ist, hat ihn dann eher spontan dazu gebracht aufzutreten. Das hat soweit funktioniert, dass er ein komplettes Programm geschrieben hat und jetzt damit auf Tour ist.

Doch als Autor, war es naheliegend auch ein Buch zu schreiben. „Von hier aus betrachtet sieht das Scheiße aus“, heißt sein Debütroman. „Wenn man die ersten anderthalb Seiten überlebt, dann ist das Buch etwas für einen“, so sein Rat. Die Geschichte ist dabei durchaus nachdenklich und tragisch zugleich. Das Buch gibt es auch als Hörbuch. Wobei die Aufnahme für ihn eine Herausforderung war. „Nach acht Stunden bekommst Du keinen geraden Satz mehr heraus.“

Wer regelmäßig die BR-Kultserie „Dahom ist dahom“ schaut, kennt Osswalds Werke. „Ich bin zuständig für die kleinen lustigen Alltagsgeschichten, also eher für die Comedy-Handlungsstränge.“ Der Münchner Marienplatz ist dabei nicht wirklich sein Inspirationsort für den virtuellen Ort Lansing, sondern eher sein Hang zur Stand-Up-Comedy. Humor ist ohnehin ein fester Bestandteil seines Lebens. „Die Absurditäten in den Dingen zu finden, das geht gar nicht ohne“, wird er fast ein wenig pathetisch.

Doch er ist nicht nur Autor oder auf Tour, sondern auch jeden Dienstag im Lucky Punch Comedy Club, dem Comedy-Club von Michael Mittermeier. Viele Ausschnitte davon gibt es auch auf allen sozialen Medien. „Außer auf onlyfans, so schlecht läuft es zum Glück noch nicht“, scherzt Osswald. https://max-osswald.com/ ist seine Homepage, auf der alle Termine veröffentlicht werden und über die jeder ihn auch buchen kann für einen Auftritt. Falls Ihnen dafür das Kleingeld fehlt, können sie auch hier kostenlos unseren Podcast hören.

Der Gesundheitstag im Therapie- und Heilzentrum Neustadt/Waldnaab im Ramasuri-Frühschoppen am 19. November 2023

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Ernährungstipps, plastische Chirurgie und alles rund um´s Herz im Cafe Gschmiert.
Beim ersten Gesundheitstag in Neusatdt gab es viele interessante Eindrücke.

Jürgen Meyers Frühschoppen diesmal live aus dem Cafe Gschmiert in Neustadt/Waldnaab. Grund war der Gesundheitstag im Therapie- und Heilzentrum der Kreisstadt. „Ich hab mit dem Prof. Taeger ein wenig geqautscht und so kam das heute zustande“, erklärt Inhaber Helmut Kick. Geboten war einiges: von einer Hilfsorganisation die alles rund ums Herz erklärte, über eine Firma, die per VR-Brille in den Körper eintauchte und im Fußwerk nebenan wurde alles rund um Füße gezeigt und erklärt.

Dazu kamen hochkarätige Vorträge – alles kostenfrei. Knie und Hüftthemen wurden dabei genauso vorgestellt, wie Tipps gegen das Altern und Vorschläge für eine bessere Entspannung im Alltag. Allen voran war aber Prof. Dr. Christian Taeger, Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie und Handchirurgie gefragt. Er war der Gast, wegen dem der Gesundheitstag ins Leben gerufen wurde. „Ich kümmere mich um die Schönheit in München und habe mich nebenbei noch spezialisiert auf Patienten, mit chronischem Lymphödem nach Operationen und Patientinnen mit Lipödem.“ Nebenbei freute er sich schon darauf, unserem Moderator das Bäuchlein zu straffen – was Jürgen Meyer aber eher verhalten quittierte.

Dr. Taeger hat erst einmal Wirtschaft studiert, aber Mathe und er waren keine Freunde. Dann wurde es Medizin. „Ich interessiere mich schon immer für Bastelei und schöne Dinge. Das ist eine gute Mischung für die plastische Chirurgie.“ Einige seiner Patienten, sind dabei durchaus berühmt. Doch meistens suchen ganz normale Menschen Hilfe bei ihm. „Es ist schon mit einer gewissen Scham behaftet“, stellt er dabei fest. Oft kommt das Thema im Rahmen anderer Behandlungen erst auf.

Beim Gesundheitstag dabei war er aber, wegen seinem anderen Spezialgebiet. „Ich habe mich auf eine Form der Therapie spezialisiert, bei der Patientinnen und Patienten nach Tumor-Operationen Lymphknoten entfernt wurden, die dann nach geschwollenen Extremitäten leiden.“ Hier gibt es mittlerweile die Möglichkeit, unter dem Mikroskop Lymphbahnen wieder gangbar zu machen. „Es hat sich viel getan und es wurde viel entwickelt.“ Von daher sind die Möglichkeiten mittlerweile wesentlich größer geworden – und dabei auch die Hilfe für viele Menschen.

Doch zu einem gesunden Körper gehört auch eine gesunde Ernährung. Hier war Sportwissenschaftler Aaron Kapornyai der Experte. Kapornyai weiß, dass er sich mit seinen Tipps nicht immer Freunde macht. „Wenn mir Grünzeug nicht schmeckt, muss man schauen war einem zusagt. Darauf achten, mehr Wasser zu trinken etc.“, versucht er auch unserem Moderator ein wenig Tipps zu geben. „Das bringt viel Anstrengung für Patienten, weil man vieles umstellen muss.“ Weniger und Abwechlsungsreicher sind die Geheimtipps.

Ob sich unser Moderator Jürgen Meyer einige der Tipps zu Herzen nimmt und vielleicht doch bald mit gestrafftem Bäuchlein durch Weiden läuft? All das erfahren Sie in unserem Podcast hier. Und mehr über das Therapie- und Heilzentrum finden Sie natürlich im Internet unter www.thz-new.de

 

Am Ende des Lebens – Das Hospiz St. Felix im Ramasuri-Frühschoppen am 12. November 2023

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Wenn die Medizin nicht mehr heilen kann - das Hospiz St. Felix im Frühschoppen.
Leiterin Susanne Wagner gibt bei Moderator Jürgen Meyer Einblicke in ihr Haus.

5.555 Euro haben Radio Ramasuri und das Backhaus Kutzer bei der Brotaktion gesammelt und dem Hospiz St. Felix in Neustadt/WN gespendet. Die Leiterin des Hospizes, Susanne Wagner, schaute deshalb bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer einmal im Frühschoppen-Studio vorbei und berichtete über die wertvolle Arbeit auf dem letzten Weg im Leben

„Im Hospiz ist im Gegensatz zur Palliativstation der Schwerpunkt auf der palliativmedizinischen Pflege.“ Die Pfleger unterstützen die Gäste im Hospiz bei ihren täglichen Herausforderungen. Und es wird bewusst von Gästen gesprochen. „Weil der Mensch der bei uns ist, autonom entscheiden darf, wie er seine Zeit gestalten will.“ Dazu gehören auch alle Annehmlichkeiten, die so manch einer eher aus dem Hotel kennt.

Das Hospiz St. Felix gibt es seit dem 1. Februar 2019, kurz vor Corona, im ehemaligen Krankenhaus Neustadt. Susanne Wagner hat als Pflegefachkraft im Gesundheitswesen begonnen und ist über viele Stationen Leiterin des Hospizes geworden. „Für mich ist es der schönste Arbeitsplatz der Welt.“ Das Hospiz hat 10 Einzelzimmer für neun Gäste. Dafür stehen pro Bett 1,54 Pflegekräfte zur Verfügung, die alle noch eine Weiterbildung genossen haben. Also ein sehr hoher Pflegeschlüssel. Dazu kommen Stationshilfen, Seelsorger und Therapeuten. Allerdings muss ein Teil der Kosten über Spenden gedeckt werden. Von daher ist jeder Spenden-Euro willkommen.

Es gibt aktuell nur zwei Hospize in der Oberpfalz. Die Menschen die dorthin kommen, haben sehr oft Tumorerkrankungen und kommen aus vielen Teilen Bayerns – es gibt nach wie vor zu wenig Plätze. Susanne Wagner will auch dafür sorgen, dass die Menschen einen anderen Blick auf das Hospiz haben. „Wir sind ein Haus des Lebens.“ Dazu kommt, dass die letzten Tage des Lebens oft dazu genutzt werden, Dinge aufzuarbeiten. „Da geht es auch einmal um sehr berührende Momente.“ Zum Beispiel um den Wunsch, den Kontakt zu einem Familienmitglied wiederherzustellen, der lange abgebrochen war.

Doch das Hospiz ist kein Ort der Traurigkeit. So kann Susanne Wagner auch die ein oder andere lustige Anekdote erzählen. Unser Moderator Jürgen Meyer war überrascht, über die Einblicke in das Leben und Sterben in einem Hospiz – und die vielen rührenden Geschichten die dort entstehen. Mehr über das Hospiz erfahren Sie hier: https://www.sankt-felix.de/ oder natürlich in unserem Podcast.

Von allem etwas - Josef „Bäff“ Piendl im Ramasuri-Frühschoppen am 5. November 2023

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Das Oberpfälzer-Multitalent. Der Frühschoppen mit Bäff!
Wenn der Gstanzlsänger bei Jürgen Meyer zu Gast ist, dann ist gute Laune garantiert.

Er ist vor allem Gstanzlsänger und Humorist – der Rodinger Josef Piendl, besser bekannt als „Bäff“. Seinen Spitznamen hat er in der Schulzeit bekommen. Warum und weshalb weiß er nicht mehr. „Es heißt vermutlich beautiful, „äntzückend“, friedlich und fromm. Meine Frau sagt: blöd, ätsch, frech und faul.“ An diesem Sonntag war er vor allem gesprächig und zu Gast bei unserem Moderator Jürgen Meyer im Frühschoppen-Studio.

„Ich bin eigentlich gelernter Landwirt und Koch. Ich stamme aus einem Wirtshaus und einer Landwirtschaft.“ Bei der Landjugend hat er schließlich Veranstaltungen moderiert und auch immer mal Gstanzl gesungen. „Es gefällt mir, wenn mir die Leute zuhören und ich sie zum Zuhören und zum Nachdenken bringen kann.“ 1989 hat er eine Hochzeit geladen. Dann kam eine nach der anderen. Seit 1998 macht er es beruflich und ist mittlerweile als Autor, Liedermacher, Gstanzlsänger und Humorist bekannt und viel unterwegs.

„Ich bin von überall etwas.“ Er hat deshalb auch verschiedene Vorbilder. „Alles was mich beeindruckt hat, habe ich in mich aufgesogen.“ Aber alles ist Bäff mit eigenen Texten. So hat er es auch schon ins Fernsehen geschafft. Von Brettlspitzn über Grünwald Freitagscomedy bis zu den Wirtshausmusikanten. „Ich bin überall a bissl mit dabei, aber nirgends ganz oben. Des passt mir so.“

Eine Besonderheit ist ihm mit einem Werbespot für die Brauerei Jacob gelungen. Dafür hat er den BLM-Hörfunk-Preis gewonnen. So ist er dort jetzt „Weißbier-Botschafter“. Doch das ist schon ein paar Jahre her. Hauptsächlich steht er auf der Bühne. Die Ideen dafür schnappt er im Alltag auf. „Also ich beobachte schon immer gerne die Leute.“ Er ist ohnehin eher introvertiert. Aber alles was er erlebt, schreibt er auf – und verarbeitet es als Gstanzl. „Ich bin auch gerne in der Gstanzlsänger-Schiene.“ Oft begleitet er sich dabei selbst auf der Ziehharmonika.

Auch wenn der Dialekt die Grundlage ist, hat er auch schon auf Englisch oder Spanisch gesungen. „Kein Mensch hat was verstanden, aber alle haben gelacht.“ Gstanzl-Singen ist nach Ansicht von Piendl dabei nicht so schwer. „Du brauchst nur die zwei Reimwörter.“ Der Rest wäre einfach. „Aber man muss sich trauen, einfach anzufangen.“ Alle Gstanzl bei ihm sind übrigens über der Gürtellinie. „Da ist zu viel Katholizismus in mir.“

Doch Bäff gibt es nicht nur auf der Bühne, sondern auch zum Lesen. Gerade ist sein neuestes Buch entstanden. „Mi host ghaut, des basst!“, heißt das neueste Werk. Eine Mischung aus Witzen, Anekdoten und Nachdenklichem. „Und lauter Krampf. Es soll kurz sein.“ Der Leser soll ein paar Seiten lesen können und dann auch wieder eine Pause machen können, ohne den Faden zu verlieren.

Josef Piendl gibt sein Wissen mittlerweile aber auch weiter und geht in Schulen und er bringt Kindern bei, wie Gstanzlsingen geht. Mit unserem Gastgeber Jürgen Meyer hat er das Singen (zum Glück) nicht probiert, aber dafür viel aus seinem Leben erzählt. Bis das neue Buch bei Ihnen ankommt oder Sie zu seinem nächsten Auftritt gehen, können Sie hier schon einmal unseren Podcast anhören.

Der „Dreggsagg“ – Michl Müller im Ramasuri-Frühschoppen am 29. Oktober 2023

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Fränggische Kult-Comedy mit Michl Müller
Egal ob Fernsehen oder Bühne, das fränkische Multitalent ist aus der Kabarett-Welt nicht mehr wegzudenken!

„Bub du musst a Dreggsagg wern, dann hast es im Leben halb so schwer.“ Michi Müller hat sich diese Weisheit seines Vaters zu Herzen genommen. Dadurch wurde er zu einem der bekanntesten fränkischen Kabarettisten. Diesmal war er bei unserem Moderator Jürgen Meyer zu Gast im Frühschoppen-Studio.

Eigentlich ist der mittlerweile 51-Jährige gelernter Werkzeugmechaniker. Wie kommt ein Michi Müller da zum Kabarett? „Man muss schon a schwere Kindheit haben“, scherzt er. „Ich bin auf einem Bauernhof groß geworden, katholische Erziehung, Ministrant war ich. Das ist schon die Grundvoraussetzung, dass man Kabarettist wird.“ Dazu kommt, dass es in Garitz bei Bad Kissingen, dem Ort in dem er aufwuchs, einen Faschingsclub gab. Er ist dort aufgetreten bei der Elferratssitzung. „Und dann hab ich es mal nen ganzen Abend gemacht. Das kam super an.“

Mittlerweile ist er mit seinem 18. Programm unterwegs. „Verrückt nach Müller“, heißt es. Auch wenn er gerade ein Haus umgebaut hat und das sehr viel Stoff für eine ganze Kabarettsendung geben würde, geht es doch eher um die ganze Bandbreite des wahren Lebens. „Wir kommen ja aus der Krise raus und müssen jetzt alle fröhlich sein.“ Von Thermomix bis Fleischwarenfachverkäuferin reicht das Spektrum. „Ich erzähl eigentlich nur wahre Geschichten.“ Das scheint anzukommen beim Publikum. „Die Leute lachen auf jeden Fall sehr viel.“

Über die Faschingssendungen im Bayerischen Fernsehen wurde er einem breiten Publikum bekannt. 2024 ist er auch wieder im Bayerischen Fernsehen zu sehen. „Vier Wochen hintereinander wird es dann immer freitags ‚3,2,1 Michi Müller‘ geben.“ Dazu wird er auch sicher einmal bei Kabarett in Franken mit dabei sein – und natürlich bei Fastnacht in Franken. Dann wird es ihn auch wieder zu hören geben.

Denn Michi Müller singt mittlerweile auch. „Ob meine Musik wirklich was für die Charts ist“, wagt er selber zu Bezweifeln. Dagegen wehren würde er sich aber sicher nicht. Musik ist ohnehin sein Hobby. Wobei Instrumente eher nicht sein Ding sind. Er singt lieber. Ansonsten ist er gerne draußen unterwegs. „Ich laufe. Wobei die Leute dann immer denken, ich jogge. Aber das ist mir zu schnell.“

„Jung, schön und sexy“, würde er sich am liebsten selbst beschreiben. Wobei er dann doch eingesteht, dass die Zeit voranschreitet. „Neulich war ich im Media Markt. Da hab ich gemerkt ich werde alt. Da waren Geräte drin, die kenn ich ned.“ Zum Glück kam er mit dem Mikrofon bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer gut zurecht. Denn heraus kam ein sehr süffisantes Gespräch, welches Sie hier im Podcast nachhören können. Und wem hören nicht reicht: Natürlich ist er auf allen sozialen Medien und im Internet: www.michl-mueller.de „Aber mein Job ist die Bühne“, stellt er am Ende noch fest.

Der goldene Cupcake – Monika Nagl im Ramasuri Frühschoppen am 22. Oktober 2023

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Hobbybäckerin mit einem Herz aus Gold - Der Frühschoppen mit Monika Nagl
Die sympathische Chamerauerin setzte sich in der Show "Das große Backen" gegen eine Vielzahl von Kandidaten durch.

„Für diese Torte würde ich Dich heiraten.“ Diese Worte kamen aus dem Mund von Christian Hümbs, einem der besten Patissier Deutschlands, als er im Finale von „Das große Backen“ die Torte von Monika Nagl probierte. Die Oberpfälzerin gewann die Show – und besuchte am Sonntag gleich unseren Gastgeber Jürgen Meyer im Frühschoppen-Studio.

„Ich kann es immer noch nicht glauben. Es ist absolut unrealistisch“, beschreibt die sympathische Chamerauerin ihren Sieg. Sie hat die Show immer wieder gesehen und sich einfach beworben. Nach einem Telefoninterview dauerte es einen Monat, bis sie in München bei einem Casting dabei war. „Und ich hab eine dreistöckige Alice-im-Wunderland-Torte gebacken.“ Nach weiteren Castings kam die Zusage für die Show.

Doch Monika Nagl ist keine Konditorin oder Bäckerin. „Eigentlich bin ich Krankenschwester auf einer Intensivstation.“ In der Show waren nur Hobbybäcker zugelassen. Ihren Sieg hatte sie übrigens schon im Sommer. Bis zur Ausstrahlung musste sie Stillschweigen. Doch jetzt darf sie ihren „goldenen Cupcake“ stolz präsentieren. Doch der Weg dahin war nicht leicht. Acht Wochen lief die Show. Jede Woche gab es neue Aufgaben. „Mein Endgegner war der Macaron-Würfel.“

Dabei war die Konkurrenz in der Show gar nicht so hart. Vor den Aufzeichnungen hat man sich gegenseitig ausgetauscht und Tipps gegeben. Auch jetzt stehen die Kandidaten noch in Kontakt. „Wir haben eine WhatsApp-Gruppe und haben täglich Kontakt. Es haben sich richtige Freundschaften gebildet.“ Gemeinsam soll es jetzt auch mal auf Tortenmessen gehen, wo Workshops gegeben werden sollen.

Für das Ramasuri-Team gab es einen Mississippi-Mud-Pie. „Des ist Schoko mit Schoko und noch mehr Schoko.“ Er kam schon in der Show hervorragend an. Einen Lieblingskuchen hat Monika Nagl nicht. Aber: „Käsekuchen geht immer.“ Sie würde auch gerne professionell Torten backen. „Aber dafür müsste ich den Konditormeister machen.“ Von ihrem Talent kann aber jeder trotzdem profitieren, denn es gibt mittlerweile ein Kochbuch mit den Rezepten der Show.

„Immer dran bleiben und nicht aufgeben“, beschriebt sie ihr Motto. So kann man auch ihren Weg zur Tortenmeisterin beschreiben. Erst vor wenigen Jahren hat sie damit angefangen und sich alles selbst angeeignet, nachdem sie ihrer Oma eine Torte backen wollte. Und wenn es schief ging: „Dann fängt man halt nochmal von vorne an.“

Die lebensfrohe Chamerauerin verzauberte unseren Moderator Jürgen Meyer (und zauberte ihm ein Kilo mehr auf die Hüfte). Hier können Sie unsere Podcast hören und erfahren, wie das Verhältnis zu Moderatorin und Juroren in der Sendung war, welche Musik beim Backen läuft und warum das Backbuch ein perfektes Geschenk zu Weihnachten wäre.

Zwischen Bühne, Alm und Sterneküche - Beni Hafner alias „Oimara“ im Ramasuri-Frühschoppen am 15. Oktober 2023

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Musik von der Alm - der Oimara im Frühschoppen
Egal ob "Bierle in da Sun" oder "Zebrastreifenpferd". Die Songs des Oimara sind absolute Weltklasse

Auf der Hafner-Alm in Sutten am Tegernsee wuchs er auf, auf Mallorca lernte er sein Handwerk und auf der Bühne ist er jetzt Zuhause: Beni Hafner, besser bekannt als der „Oimara“. Diesmal legte er einen kurzen Stopp im Studio von Jürgen Meyer ein und plauderte über Karriere, Musik und sein Leben.

„Der Oimara ist irgendwie der Teil von Beni, übersetzt der von der Alm ist“, so lässt sich der Begriff für nicht Oberbayern übersetzen. Denn der Anfang 30-Jährige Hafner kommt tatsächlich von einer Alm. „Wir haben da oben gelebt und es war immer Hochbetrieb.“ Und auch wenn er keine Geschwister hat, hat er es dort geliebt. „Es war aber auch ein paradisisches Fleckerl“. Dennoch ein ungewöhnlicher Ort für eine Musikkarriere. „Ich komme eigentlich gar nicht aus einer musikalischen Familie. Dann habe ich eine Gitarre geschenkt bekommen.“ Das war wohl seine große Liebe.

Doch vorher lernte er Koch. Nicht beim Dorfwirt um die Ecke, sondern auf Mallorca. „Das beste Restaurant der Insel mit zwei Michelin-Sternen.“ Aus dem geplanten kurzen Aufenthalt wurden vier Jahre. Doch mittlerweile ist Kochen nur noch ein Hobby zur Entspannung. Denn sein Beruf ist die Musik geworden. „Es war eigentlich eine Kurzschlussreaktion, dass ich das durchziehe.“ Einen Plan dafür gab es nicht, aber Unterstützung von den Eltern. Es gab auch nie Druck, die Alm zu übernehmen.

Die Musik geht von Reggae bis Blues, über Popmusik bis elektronisch, dazu bayerische Texte. „Mein Style ist, das ich keinen Style habe.“ Seine Musik ist dabei im wahrsten Sinne des Wortes einzigartig. „Ich improvisiere auch viel auf der Bühne.“ So gibt es oft auch Stücke, die es nur ein einziges Mal so gibt. Er schreibt zudem fast alles selbst, vieles auch aus seinem Leben. „Ich versuche schon Privates und Berufliches zu trennen. Aber manchmal geht es nicht anders, wenn man authentisch sein will.“ Er tritt auch öfter mit Band auf, legt sich aber ungern fest, was ihm lieber ist.

Privat hat er gerade das Tennisspielen für sich entdeckt. „Ansonsten bin ich morgenmuffelig, verplant und immer auf der Suche nach einem neuen Song.“ Nächstes Jahr geht zudem ein Traum für ihn in Erfüllung. Am 12. Oktober 2024 darf er im Circus Krone in München auftreten. Bei einem entspannten Gespräch mit unserem Gastgeber Jürgen Meyer nahm Beni Hafner die Zuhörer mit auf eine Reise durch sein Leben. Diskutiert wurde auch über Bolognese-Soße und warum er Hunde den Katzen vorzieht. Seine nächsten Auftritte finden sich hier: https://oimara-musik.de/ Und bist dahin gibt es hier unseren Podcast.

Der Dompteur - Martin Lacey jun. aus dem Circus Krone zu Gast im Ramasuri-Frühschoppen am 8. Oktober 2023

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Ein Leben für den Zirkus - Martin Lacey jr.im Frühschoppen.
Der "König der Löwen" des Circus Krone sprach bei Jürgen Meyer über die Energie, die Leidenschaft und die Magie, die die Zirkuswelt so besonders macht.

Es ist der größte Zirkus der Welt: der Circus Krone aus München. Im Oktober tourt er durch die Oberpfalz. Mit dem aktuellen Programm Mandana ist der Zirkus vom 12. bis 15. Oktober in Weiden, vom 19. bis zum 22. Oktober in Amberg und vom 26. Oktober bis zum 5. November in Regensburg. Der Dompteur Martin Lacey jr. machte vorher einmal Station im Frühschoppen-Studio bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer.

Raubtiere sind sein Leben. Martin Lacey jr. ist Raubtierdompteur aus Leidenschaft. Sein Vater hatte in den 60er Jahren einen Tierpark in Großbritannien. „Ich habe gesehen, die Tiere brauchen Beschäftigung. Dann habe ich mit jedem Tier trainiert. Und dann kam der Zirkus.“ Mittlerweile ist er einer der prominentesten Persönlichkeiten in der Zirkuswelt. Vor fast 25 Jahren hat er in Monte Carlo den silbernen Clown gewonnen, danach noch zwei goldene Clowns. Das hatte vorher keiner geschafft. „Da bin ich sehr stolz drauf.“

2007 heiratete er Jana Mandana Lacey-Krone. Nachdem seine Schwiegermutter starb, übernahm er mit seiner Frau die Leitung des Circus Krone. „Ich liebe meinen Beruf. Das ist mein Leben.“ Von daher kann er sich nichts anderes vorstellen, vor allem keinen reinen Bürojob. „Ich sitze lieber mit meinen Löwen und Tigern zusammen.“ Aktuell hat der Zirkus 50 Raubkatzen. „Wir haben sogar ein Altenheim für unsere Tiere.“ Bei der Show sind die weißen und braunen Löwen, goldene und weiße Tiger mit dabei.

Das Geheimnis eines guten Tierlehrers: „Sie haben Vertrauen in das Tier und viel Zeit und Geduld.“ Ihm geht es auch darum, die Emotion an das Publikum weiterzugeben, die er mit den Tieren erlebt. „Seit tausenden von Jahren waren Mensch und Tier zusammen.“ Von daher findet er auch die Geschichte von Dr. Dolittle nicht abwegig. „Wir sprechen mit unseren Tieren.“ Deshalb geht es den Tieren auch gut im Circus Krone. Viele der Tiere sind auch dort zur Welt gekommen. Drei Generationen Raubkatzen leben dort – und werden meist über 20 Jahre alt. Das ist ungewöhnlich für Raubkatzen in Gefangenschaft.

Für Wohlergehen braucht es auch viel Futter. „Leider leider habe ich keine veganen Löwen“, scherzt er. Deshalb braucht der Zirkus etwa 14 Tonnen Fleisch im Monat. Früh und abends wird gefüttert. Aber nicht direkt vor der Vorstellung. Sonst werden die Tiere träge. Und für die Zuschauer soll es ein perfektes Programm werden. Von Pferden über Comedy, Akrobatik, natürlich Raubtiere und sogar Hunden ist alles dabei. Die Artisten sind entweder Spitzenklasse oder sogar Preisträger aus Monte Carlo. 3000 Zuschauer können mit dabei sein bei der außergewöhnlichen Show.

Damit die Show funktioniert, braucht es viel manpower und Technik. „40 Pferde, 19 Löwen, 11 Hunde, 3 Tiger, dazu 200 Mitarbeiter, 100 Lastwagen, 3000 Zuschauer.“ Es ist wie eine Stadt in der Stadt. „Wir haben sogar eine eigene Schule.“ Lacey selbst hat drei Kinder. Ob sie auch in den Zirkus gehen, wird sich zeigen. „Sie müssen lieben was sie tun.“

Zirkus ist Magie und der Circus Krone ist Emotion pur. Von daher lohnt es sich, die neue Show Mandana Live zu erleben. Bis dahin sollten sie das Gespräch unseres Moderators Jürgen Meyer anzuhören, um zu erfahren, wie viel Energie hinter Zirkusmachern steht und warum mit Kritikern sehr offen umgegangen wird. Hören Sie hier unseren Podcast.

„Die Seer“ - Alfred Jaklitsch im Ramasuri-Frühschoppen am 1. Oktober 2023

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Kultmusik aus Österreich - Die Seer im Frühschoppen!
Nach mehr als 25 Jahren Karriere begibt sich die Band auf ihre Abschiedstour "Ausklang"

„Wir waren die erste österreichische Boygroup“, da ist sich Alfred Jaklitsch sicher, als er mit der Band „Joy“ auf der Bühne stand und rund um die Welt tourte. Dann kam nochmal ein Durchbruch mit „Die Seer“. Im Frühschoppen-Studio bei Jürgen Meyer begeistert der Frontmann der Band mit österreichischem Charme und einer spannenden Lebensgeschichte.

„Als Zehnjähriger wenn man auf der E-Gitarre ein bissl herumklopft, da hat man seine Träume. Mit 20 in der Tanzband hat man sich gedacht, nicht nur die Hits der anderen nachspielen, sondern die eigenen und mit 30 irgendwann hat sich das Ding langsam daschupft.“ Und mittlerweile hat sich sein Lebenstraum erfüllt und er ist dankbar dafür, dass er so viel Glück hatte.

Dabei war Alfred Jaklitsch eigentlich Lehrer. „Ich war schon auf dem Weg zum Schulrat. Ich hätte echt was werden können.“ Doch dann kam die Musik dazwischen – und die Chance den Lebenstraum zu erfüllen. „Es gab auch viele Tiefs. Aber ich habe keine Minute bereut.“ Mit „Joy“ ging es auf der Welle von „Modern Talking“ als Popstars rund um die Welt. Aber geblieben ist nicht viel. Dann kam Rap-Musik. Damit konnte er nichts anfangen. Auch nicht mit der Welle rund um Hubert von Goisern. 1996 gründete er dann die Band „Die Seer“.

Mit der Verbindung aus volkstümlicher und Popmusik schuf Jaklitsch etwas Besonderes. „Ich hab’s erfunden. Es ist nicht das übliche Alpenrock, sondern eine ganz eigene Schiene.“ Mit seinem guten Team hat er daraus unzählige Hits geschaffen. 16 Mal Platin, drei Mal Gold, 13 Nummer-Eins-Alben. Steirischer Charme und kombinierte Stile. „Nichts schlimmeres, wie wenn ich so einen Nudelteig habe und immer in die gleiche Richtung marschiere.“ So entstand auch mal ein „Halbum“ – ein halbes Album. „Ich liebe es ein musikalisches Chamäleon zu sein“, stelle Jaklitsch für sich fest.

Privat wissen die Menschen aber wenig über Alfred Jaklitsch. „Hobbys hab ich eigentlich nur Musik, ich gehe viele Spazieren und habe einen Hund.“ Fleißig, faul und sturschädlig, beschreibt er sich selbst. Jaklitsch ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er beneidet zudem die Liedermacher von früher. „Wenn man so viel Poesie in ein Lied hineinbringt, dann hat das schon Qualität.“ Und er genießt es am Grundelsee, an dem er wohnt, auch zu erholen. Übrigens der Grundelsee ist der Grund, warum „Die Seer“ ihren Namen haben.

Verdient hat er natürlich die Pause. Denn aus Jaklitschs Feder stammen über 500 Songs. Bald wird er noch viel mehr Zeit haben. Denn „Die Seer“ werden nach 28 Jahren im kommenden Jahr ihre Abschiedstour geben. „Es ist besser in so einer Zeit Abschied zu nehmen, als in einer Zeit in der man schlecht beieinander ist.“ Von daher ist er sicher, dass die Entscheidung die richtige ist. „Jetzt ist es einfach mal schön, über andere Dinge nachzudenken“, zieht Jaklitsch das Resümee.

Wer „Die Seer“ noch nicht gesehen hat, der wird bald die letzte Chance auf Live-Auftritte haben. Aber vorher kommt auch noch ein neues Album – und online gibt es die Band auch auf allen Kanälen. Wenn Sie bis dahin ein bissl mehr über den Frontmann erfahren wollen, dann hören Sie hier im Podcast das ganze Gespräch mit unserem Gastgeber Jürgen Meyer.

Tom und Basti im Ramasuri-Frühschoppen am 24. September 2023

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Zwei wie Pech und Schwefel - der Frühschoppen mit Tom und Basti.
Mit den beiden niederbayerischen Frohnaturen im Frühschoppen blieb kein Auge trocken.

Drei Monate vor Weihnachten hat sich unser Gastgeber Jürgen Meyer gleich zwei Gäste eingeladen: Tom und Basti. Die beiden Wirtshausmusikanten aus dem Bayerischen Wald sinnierten erst einmal über Weißwürste und ob 10 Uhr eine unchristliche Zeit ist oder nicht. Danach wurde es informativ, tiefgründig und lustig.

Dass die beiden einmal erfolgreich werden würden, war für sie selber überraschend. „So hat man sich das damals gar nicht vorstellen können. Noch dazu, dass man diese Konzertsituation hat, wo Menschen Geld ausgeben, damit sie uns sehen.“ Dabei haben sie sich nicht erst vor kurzen gegründet. „Wir haben schon gespielt, seit wir ganz klein sind. Das gehört schon irgendwie dazu“, meint Basti.

Tom hat dabei sein Hobby zum Beruf gemacht. Er hat von der Steirischen Harmonika zur Gitarre gewechselt und hat in Regensburg sein Diplom gemacht – als Jahrgangsbester. „Für mich war des schon schnell klar, weil ich im Gymnasium festgestellt hab, dass mich das alles nicht interessiert hat.“ Dabei ist er oft belächelt worden. Auch von seinem Kumpel. Basti hat erst einmal etwas Kaufmännisches gelernt. Mittlerweile leben beide von der Musik.  Für Basti definitiv besser, da er sich im regulären Arbeitsleben eher wenig hielt. „Mach doch mal endlich das, was Du kannst“, hat Bastis Frau deshalb zu ihm einmal gesagt.

Toms Opa ist dabei mit verantwortlich, dass er zur Musik fand. „Ich hab mit ihm statt einer Gute-Nacht-Geschichte ein Stanzl gesungen.“ Auch seine Mutter unterstützte die Beiden. Und irgendwann gingen Tom und Basti auf die Bühne. „Wir haben uns irgendwann einen Sport daraus gemacht, den anderen zum Lachen zu bringen.“ Das Publikum hat logischerweise mitgelacht. Durch die „Brettl-Spitzen“ wurden sie auch einer großen Öffentlichkeit bekannt. Bis dahin war es aber eher die „Ochsentour“- von Geburtstagen bis Firmenfeier wurde alles gespielt.

Vier Programme gab es schon. Die Programme sind auf bayerisch und hochdeutsche Programme wird es nicht geben. „Weil wir es auch gar nicht können.“ Und Sprecherziehung, nur um deutschlandweit auftreten zu können, kommt nicht in Frage. Auf der Bühne ergänzen sich übrigens auch die Charaktere. Tom eher ruhiger, Basti eher der Lausbub. „Ich war immer schon schlecht in Sport, also hab ich irgendwas anderes suchen müssen, mit dem ich mich profiliere“, erinnert sich Basti. Deshalb wurde er der Klassenclown.

Die Kinder der Beiden werden übrigens nicht zur Volksmusik genötigt. „Wenn man als Künstler arbeitet, steht die freie Entfaltung im Vordergrund“, so Basti. Die Familie ist aber der Ausgleich zum oft sehr anspruchsvollen Bühnenleben. Wobei beide auch die Liebe zum Kochen verbindet. „Wir haben im Tourbus schon einmal eine dreiviertel Stunde über Salatdressing diskutiert und der Tontechniker hat blöd geschaut.“

Das aktuelle Programm heißt „Zeitlang“, dreht sich um den Mikrokosmos Dorf und ist in der Corona-Zeit entstanden. „Wir haben einfach über das Wesentliche nachgedacht.“ Lustig, nachdenklich und dennoch unterhaltsam ist es geworden. Wer die beiden Live erleben will, findet unter www.tomundbasti.de die aktuellen Termine. Und wer noch mehr über das lustige Duo aus dem Bayerischen Wald erfahren will, sollte sich hier unseren Podcast vom Gespräch mit Moderator Jürgen Meyer anhören.

Die größte der Welt - Der Ramasuri-Frühschoppen am 17. September 2023 live aus der Therme Erding

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Sommerfeeling zu jeder Jahreszeit - Die Therme Erding im Frühschoppen
Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer blickte einen Tag lang hinter die Kulissen der größten Therme der Welt.

Palmen, warmes Wasser, entspannte Menschen, Pool-Bars. Unser Moderator Jürgen Meyer war diesmal nur zu beneiden. Und nein, er war nicht im Urlaub, sondern nur in Oberbayern. Er sendete diesmal live aus der größten Therme der Welt – der Therme Erding. Mit dabei war Geschäftsleiter Marcus Maier.

185.000 Quadratmeter oder 26 Fußballfelder ist die Therme groß. „An einem Tag reicht gar nicht, alles zu erleben, was man erleben möchte“, erklärt der studierte Touristikfachmann. „Wir haben mal mit einem Radiosender eine Aktion gehabt „Ein Dorf geht baden“. Dafür wurde gesucht, was die größte Therme der Welt sind.“ Da das Wasser aus 2350 Meter Tiefe kommt – und damit echtes Thermalwasser ist – ist man die größte Therme. Größere Wasserparks gibt es tatsächlich – aber nur in Übersee. Von daher ist die Therme vermutlich auch das größte Schwimmbad Europas.

Wer die Therme besucht, wird immer Neues entdecken. „Das ist auch, weil wir privat sind. Wenn wir was machen oder tun wollen, geht das relativ schnell.“ Unzählige Rutschen, über 2000 Liegen im Außenbereich. Von daher ist auch im Sommer viel geboten. „Ein riesen Freibad mit vielen Attraktionen“, schwärmt Maier. Auch Stars sind immer wieder zu Gast für tolle Konzerte. So findet jeder Gast das Richtige für ihn. Adrenalin im Rutschenpark, Erholen in den Becken, Entspannen in der riesigen Sauna. In Zahlen: 28 Rutschen, 30 Becken, 34 Saunen.

Damit alles gut läuft braucht es 500 eigene Mitarbeiter, die sich um die Therme und das angeschlossene Hotel Victory kümmern. Dazu kommen noch etwa 500 Angestellte von Firmen, die direkt in der Therme aktiv sind – von Gastronomie bis zur Reinigung. „Beschäftigt“ sind auch 300 Palmen im Wellenbad. „Wir haben damals eine unterirdische Bewässerung und Düngung installiert.“ Allerdings vertragen die Pflanzen nicht das kalkhaltige Wasser. Also braucht es auch Gärtner, die sich persönlich um die Bepflanzung kümmern.

Entstanden ist die Therme übrigens, weil Texaco nach Öl gebohrt hat. „In 2350 Meter tief kam dann heißes Wasser.“ Der Stadt hat dann überlegt was sie machen könnte. Geothermie oder Therme. „Wie die Menschen in Bayern und Deutschland dann so sind, hieß es, dass kann doch eh nicht funktionieren.“ Die Presse titelte sogar „Millionen-Grab in Erding“. Aber es funktionierte. In den Ferien reisen die Menschen im Schnitt über 200 Kilometer an, um Wellness zu genießen. Das Hotel war im August zu 99 Prozent ausgebucht.

„Ich finde man merkt diese Liebe zum Detail und weil es immer wieder was Neues gibt“, schwärmt Maier. Deshalb sei Erding doch etwas Besonderes. Außergewöhnlich ist dabei vor allem die Sauna. Event- und Showaufgüsse sind an der Tagesordnung. „Zur Wiesn wird auch schon mal mit Champagner aufgegossen.“ Teils ist es wie ein Theaterstück. „Dass ist das was die Leute wollen.“ Ein Erlebnis der Extra-Klasse ist der Mehrwert für die Gäste. Dazu gibt es auch mal Eis oder einen Drink nach dem Aufguss. Dazwischen kann jeder sich in einer der vielen Restaurants stärken.

Wer nicht wieder heim fahren will, nutzt das Hotel Victory – ein Nachbau des Schiffes von Admiral Nelson. Die Zimmer sind teils wie Kabinen aufgebaut. „Man meint man ist im Urlaub“, weit weg von Zuhause. Nächstes Jahr wird die Therme schon 25 Jahre alt und hat in Bad Wörishofen sogar eine kleine Schwester. Wie viel Engagement und Herzblut hinter dem Betrieb hängt, erfuhr unser Gastgeber Jürgen Meyer, bevor er selbst ins Schwitzen kam. Sie können das Gespräch hier in unserem Podcast nachhören.

Er darf alles - Kay Ray im Ramasuri-Frühschoppen am 10. September 2023

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Ein Paradiesvogel zu Gast in der Oberpfalz - Der Frühschoppen mit Kay Ray
Bei Jürgen Meyer gabs an diesem Sonntag morgen vor allem eines... Jede Menge derben und schwarzen Humor!

Er begann mit Travestie und ist mittlerweile ein nicht unumstrittener Entertainer – Kay Ray. „Ich hatte gedacht ich habe schon alles erlebt. Aber dass sie jetzt rauskommen und einem die Pest an den Hals wünschen, weil man falsche Worte sagt, damit habe ich nicht gerechnet.“ Bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer hatte er im Frühschoppen allerdings jemand, der seinen Humor versteht – und ihm leckere Weißwürste servierte.

„Ich brauche mich bei niemanden mehr einschleimen. Deshalb verkünde ich jetzt gerne, dass ich viele meiner Kollegen nicht ausstehen kann.“ Kay Ray ist sehr direkt und ein Freund Schwarzen Humors. Die Karriere begann für den gelernten Friseur in Hamburg im Pulverfass im Kabarett. Seit 1996 steht er mit einem eigenen Soloprogramm auf der Bühne und moderiert mittlerweile das Programm „Kay Ray darf alles“ auf einen kostenpflichtigen TV-Portal.

Dass er „alles darf“ und sich alles rausnimmt, wird auch beim Frühschoppen schnell deutlich. Denn mit vielen seiner Comedy-Kollegen kann er tatsächlich nicht. „Weil sie alle nur Follower suchen, raffgierig sind, volle Häuser haben wollen, sich dem Zeitgeist andienen, der Regierung hinterherschleimen, die Welt retten wollen und vor allem dem Publikum etwas mitgeben wollen, anstatt ihren Job zu machen.“ Und das wäre, Leute einen entspannten Abend zu bieten und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. „Deshalb glaube ich, dass es außer meinem Publikum wenige Menschen gibt, die mich mögen.“

Verheiratet ist er übrigens auch mit einer Friseurin und hat eine elfjährige Tochter. „Ich hab damals die Travestie von der Pike auf gelernt. Ich war auch Conchita Wurst long before Conchita Wurst.“ Von daher blickt er sehr kritisch auf seine erste Wirkungsstätte in Hamburg, die mittlerweile alles andere als klassische Travestie mache. Er bietet hier noch ein Kontrastprogramm. Nächstes Jahr auch wieder auf Kreuzfahrtschiffen der AIDA. „Ich geh auf die Bühne und hab nie einen Plan.“ Er macht es tatsächlich sehr spontan, was am Ende rauskommt. „Ich verwende auch gerne Gossensprache und bin erstaunt wie gut das funktioniert.“ Dabei lotet er auch sehr direkt Grenzen aus.

Auch im Studio ist er sehr direkt. „Man sagt ja nicht umsonst, Deutschland ist eine offene Psychiatrie. Die Schwerstfälle sitzen in der Regierung, die leichten kleben auf der Straße.“ Aber neben direkten Antworten gibt es auch Musik in seinem Programm. Dabei gibt es durchaus Hits bekannter Stars. Singen hört man ihn im Podcast zwar nicht, dafür viele direkte Worte finden. Sie können ihn hier hören. Und wer Kay Ray googelt, findet zahlreiche Internetauftritte: von Podcast bis social media.

Hier kommt Kurt - Frank Zander im Ramasuri-Frühschoppen am 3. September 2023

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Frank Zander - eine Musiklegende mit einem Herz aus Gold
Bei Moderator gabs einen Rückblick durch über 60 Jahre Musikkarriere des Kultmusikers!

“Es wird ein bisschen ruhiger in meinem Leben”, sagt der 81-Jährige, der am Sonntag mit unserem Moderator Jürgen Meyer frühstückte. Fast jeder kennt ihn und seine Hits: Frank Zander. In den 70er Jahren wurde er bekannt. Ende August gab er das Ende seiner Bühnenkarriere bekannt. Umso erfreulicher war es, dass er für ein Interview noch einmal nach Weiden kam.

Zander studierte Grafik, bevor er anfing, mit den “Gloomys” Musik zu machen. “Udo und Otto haben auch erst studiert und sind dann was anderes geworden. Die Bühne ist natürlich viel attriaktiver.” Denn für seine Grafikwerke hätte damals keiner applaudiert. “Ich habe aber nie vergessen, dass ich Grafik studiert habe. All die verrückten Dinge habe ich natürlich kreiert.” So wundert es nicht, dass sein erster Hit 1974 “Der Ur-Ur-Enkel von Frankenstein” wurde.

Danach ging es steil bergauf. Sein Hit aus 1976 wurde “aus Gründen des guten Geschmacks” ein Hit nicht gespielt. “Oh Susi gehört zu mir, wie der Name an der Tür.” Und durch das Verbot, ging er durch die Decke. Für Zander ging es dann auch ins Fernsehen. Ab 1976 moderierte er die Plattenküche und danach noch einige andere Sendungen.

In den 80er Jahren wurde es ruhiger um den Künstler, dessen Stimme eine nicht ausgeheilte Mandelentzündung geprägt hat. “Hier kommt Kurt war schon der Hammer. Da habe ich ne Menge Freunde wieder gewonnen”, resmüiert er seinen Hit von 1989. Auch wenn er in Sommer den “Kurt” auf der Bühne ungern spielte - wegen Mantel, Schal und Handschuhen.

Zanders Stimme war aber auch begehrt für Synchronrollen. Zudem spielte er Titelsongs für Filme ein, wie zum Beispiel TKKG. Einige Male verschlug es ihn auch vor die Kamera. “Die Leute freuen sich, wenn ich dann auch mal als Filmfigur erscheine.” Derzeit macht er aber vor allem mit seinen Bildern von sich reden. Erst kürzlich wurde eine Ausstellung mit seinen Bildern in Tirschenreuth eröffnet.

Frank Zander ist aber auch für seine Bodenständigkeit und sein Engagement bekannt. Seit 1968 ist er verheiratet und wohnt neben Berlin mit seiner Frau vor allem in Ibiza. “Da fühle ich mich sauwohl.” Seit Mitte der 90er Jahre organisiert er jedes Jahr ein Weihnachtsessen für 3000 Obdachlose in Berlin. Für diese selbstlose Tat, hat er auch das Bundesverdienstkreuz erhalten. “300 Tische, eine riesen Bühne. Das hat sich nach 30 Jahren jetzt etabliert.” In Corona-Zeiten hat er alles mit Foodtrucks gestemmt.

In den sozialen Medien ist er natürlich überall zu finden. Von obdachlosenfeier.de bis frank-zander.de und zander-malt.de. Auf der Bühne sieht man ihn nicht mehr, dafür hören Sie ihn bei uns im Podcast und können live dabei sein, wenn er bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer zum ersten Mal ein dunkles Zoigl probiert.

 

Gib Gas - Sänger Markus Mörl im Ramasuri-Frühschoppen am 27. August 2023

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Einmal neue deutsche Welle und zurück! Der Frühschoppen mit Markus Mörl
Bei Moderator Jürgen Meyer drehte sich alles um die grandiose Musik des Kult-Sängers!

Anfang der 1980er Jahre war Markus Mörl mit der Neuen Deutschen Welle berühmt. “Gib Gas - ich will Spaß” kann fast jeder mitsingen. Aktuell war eher eher im Dschungelcamp oder im Sommerhaus der Stars zu Gast. Diesmal führte es ihn nach Weiden, ins Ramasuri-Studio zu unserem Gastgeber Jürgen Meyer.

“Auf dem Weg ins Studio wurden wir von einem alten rostigen C-Kadett überholt. Ein paar Tage später war der Titel fertig”, erinnert er sich an die Entstehung seines größten Hits auf dem Frankfurter Kreuz. Seine erste musikalischen Schritte machte er aber nicht als Sänger, sondern als er eine Gitarre geschenkt bekam. Internet gab es nicht, also versuchte er, die Hits zu nachzuspielen, die ihn geprägt haben. Irgendwann kam die erste Band. “Nylon Euter” hieß sie. Und dann kam mit “Kleine Taschenlampe brenn” der Durchbruch - und der Abbruch des Jurastudiums.

Seine Eltern waren maximal tolerant und ermöglichtem ihrem Sohn den Weg. Mörls Begeisterung hält sich bei den musikalischen Ambitionen seines Sohnes allerdings in Grenzen. “Gangsterrapper in Bad Camberg ist natürlich jetzt nicht so das Pflaster wo man die große Karriere startet.” Doch Mörl hatte ja schon viele Stationen im Leben und vielleicht ist ja die ein oder andere interessanter für den Sohn. Geschäftsführer oder Chefredakteur einer Zeitschrift zum Beispiel. “Ich hab viel erlebt. Manche denken da schon an Rente.” Mörl nicht. Er will einfach weitermachen, weil es ihm Spaß macht.

Gemacht hat er auch auf dem Bildschirm so einiges. Das Dschungelcamp hat ihn dabei schon geprägt. “Da hatte ich auf einmal acht Kilo weg.” Gewöhnungsbedürftig waren aber eher die anderen Promis, die sehr verbissen an die Sache ran gingen. “Man soll nicht alles so ernst nehmen. Es ist auch nicht immer alles so, wie man es sieht”, so sein Fazit.

An Mörls Seite steht Yvonne König - die er live im Fernsehen geheiratet hat. Unserem Gastgeber Jürgen Meyer erzählte er dabei die etwas ungewöhnliche Story, wie die beiden zusammen kamen. “Sie ist eine taffe Frau und sie kann gut organisieren. Das kommt uns beiden zugute.”

“Das Leben liebt mich” heißt Mörls neues Album. “Man muss auch immer ein bissl Glück haben im Leben. Mein Fazit, geh offen durchs Leben.” Aus vielen Begegnungen sind großartige Dinge entstanden, erzählt er. So wie die neuen Songs. Ein bisschen verrückt, ein bisschen nostalgisch. “Da ist viel Herzblut in der Platte.”

Bis sie sich die neue Platte kaufen, wollen Sie wissen, wie Mörl es schafft, so bodenständig zu bleiben, und welche Rolle Oscar und Grammy in seinem Leben spielen? Dann sollten sie hier unseren aktuellen Podcast anhören.

Der Ramasuri-Frühschoppen am 20. August 2023 live vom Bürgerfest in Mantel

© Bild: Martin Wagner I Ramasuri
Zwölf Stunden Party Pur - Das Bürgerfest in Mantel
Von Zehn bis Zehn steht die Marktgemeinde Kopf. Jürgen Meyer und sein Frühschoppen-Team waren mit dem legendären Ramasuri-Bullriding live dabei!

Hausbesuch diesmal in Mantel. Zum 40. Bürgerfest nutzte unser Moderator Jürgen Meyer die Gelegenheit und sendete mit dem Ramasuri-Team live aus der Gemeinde. Auf der Bühne hatte er vom Urgestein bis zum Bürgermeister einige engagierte Bürger des Ortes, die gemeinsam dafür sorgen, dass das Fest einzigartig wird.

Von Anfang an dabei ist Erhard Kleber. “Am Anfang hatte wir nur einen Bratwurst-Stand.” Das war vor 40 Jahren. “Wir haben schon immer die Feste so gefeiert wie sie fallen”; sagt der 77-Jährige, der in Mantel geboren wurde. Vor allem der Zusammenhalt in der Gemeinde sei etwas besonderes. Da wundert es nicht, dass der rüstige Rentner und Seniorenbeauftragte der Gemeinde sich sogar noch persönlich um ein Fahrgeschäft kümmert. “Vielleicht kann ich die 80 Jahre noch voll machen,” wäre sein Wunsch.

Bürgermeister Richard Kammerer hat mit zwei Schlägen das erste Fass angezapft. “Das Bürgerfest hat eine lange Tradition. Von Bürgern, für Bürger. 38 Vereine sind mit am Start.” Von Kinderprogramm bis zu einer großen Auswahl an Essen ist natürlich alles dabei. Für die Kinder ist Claudia Bertelshofer von der Eltern-Kind-Gruppe zuständig. Seit 30 Jahren kümmert sie sich um Krabbelgruppe und Spaß am Bürgerfest. “Das Wetter ist toll. Ich freu mich vor allem auf die Leute die kommen.”

Über das Wetter musste sich keiner beschweren. Von daher wurde auch ein alter Lastenfallschirm an einem Kran aufgehangen, um den Marktplatz zu beschatten. Heiß wurde es auch auf der Bühne, denn Jürgen Meyer machte seine Liebe zu Manuela Birner öffentlich. Zumindest zu dem Dotsch, den Manuela brät. “Man kann ja Mantel nicht ohne Dotsch lassen am Bürgerfest.” 550 Dotsch werden über den Tressen gehen während des Festes. Dazu kommen noch zwe Hektoliter Kaffee und über 90 Kuchen. Denn jeder Verein der mitmacht, muss einen Kuchen spenden.

Wenn Sie auch einen Eindruck von dem Zusammenhalt und dem Engagement bekommen wollen, den die Manteler an den Tag legen, der sollte sich hier den Podcast anhören. Dann erfahren sie auch, warum der Bürgermeister ein Frühaufsteher beim Bürgerfest ist und warum es dort ein “Nach-Bürgerfest” gibt. Sie sollten vorher aber was Essen, denn bei diesem Podcast, bekommen sie Hunger.

Raith und Blaimer im Ramasuri-Frühschoppen am 13. August 2023

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Dreißig Jahre Musik und kein bisschen leise - Raith und Blaimer im Frühschoppen
Jürgen Meyer besuchte das kultige Mundart-Duo zu Hause und es gab viel zu bereden. Unter anderem steht das neue Programm in den Startlöchern!

Hausbesuch an diesem Sonntag für das Ramasuri-Frühschoppen-Team rund um Jürgen Meyer. Diesmal war unser Moderator in Wald (und im Wald) bei Tanja Raith und Andreas Blaimer. Seit 1992 kennen sich die beiden. Mittlerweile ist das Mundart-Duo schon 30 Jahre auf Tour.

„Den Andi hab ich kennengelernt mit meiner ersten Band, da war ich 18 Jahre alt. Gemocht haben wir uns gar nicht am Anfang“, erklärt Tanja Raith. Und doch sind sie zusammengeblieben. Das Programm „Geschichten einer Ehe“ bringen sie mittlerweile süffisant autobiographisch auf die Bühne -  und erzählen so ihre eigene Geschichte. Übrigens: Damals hatte Andi Blaimer noch eine Kurzhaarfrisur. Mittlerweile wächst sein Haar wie Unkraut. „Gut düngen. Viel Mist denken“, so sein humoresker Tipp.

Doch wer sind Raith und Blaimer eigentlich. „Des ist so umfangreich und so verschieden was wir alles gemacht haben“, meint Tanja Raith. Jazz-Gruppe, Chanson, Rocky Horror Show, ein Programm der Raith-Schwestern, ein Buch wurde geschrieben und ein Hörbuch ist in Planung. „Aber im tiefsten Herzen bin ich schon eine Sängerin.“ Mittlerweile sagt sie selbst, sie sei im Ruhestand. Aber so ganz glaubt sie das wohl selbst noch nicht. „Mir können gar nicht aufhören. Das ist ja der Lebenssinn.“

Blaimer ist der Musiker. „Ich kann eigentlich kein Instrument richtig. Aber ich spiel‘s halt“, sagt er. Wobei Ukulele und Nasenflöte seine Favoriten sind.  „Meine Mama hat gesagt, geh zur Post, mittlerer nichttechnischer Dienst. Aber das war jetzt nicht meins.“ Es wurde die Gitarre und ein Leben auf der Bühne. Die Leidenschaft haben sie auch an ihren Sohn weitergegeben, der mittlerweile Musik produziert. Er hat auch schon einen Song der Eltern produziert. „Eine ziemlich rockige Nummer“, so Raith.

Tanja Raith ist ein Kind der 70er Jahre und ein Fan von Julio Iglesias. „Mein größter Feind“, ergänzt gleich Blaimer. Doch das gegenseitige Aufziehen ist auch Grundlage für viele ihrer Songs und ihr Bühnenprogramm. Die nächste Tour ist auch schon in Planung. Quer durch Bayern wird es gehen. Mit ihrem Weihnachtsprogramm sind sie zum Beispiel in Kemnath.

Aber ansonsten gibt es keine Pausen bei Raith und Blaimer. So ist auch ein Schlager in Planung. Kein Wunder: „Wenn ich auf der Bühne sitz und spiel mit den Leuten, dann ist das, wie wenn ich im Wohnzimmer sitze. Es gibt für mich kein schöneres Gefühl“, gesteht Tanja Raith. Und sie würde alles noch einmal ganz genauso machen, wie sie es gemacht hat. „Wenn was kommen will, dann kommt es auch.“ Dahinter steckt auch eine spirituell-angehauchte Lebenseinstellung.

Wer mehr über das wilde Gespann Tanja Raith und Andi Blaimer erfahren will, der findet die beiden natürlich in allen sozialen Medien und unter https://www.raith-blaimer.de . Und falls jemand die Zeit bis zum nächsten Auftritt der Beiden überbrücken will, der sollte sich das lustige Interview unseres Gastgebers Jürgen Meyer hier im Podcast anhören.

Cowboy und Indianer - Olaf Henning im Ramasuri Frühschoppen am 6. August 2023

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Der Vater des modernen Schlagers - Olaf Henning im Frühschoppen.
Olaf Henning mit seinem musikalischen Erfolgsgeheimnis im Gepäck bei Jürgen Meyer im Ramasuri Frühschoppen.

Kennen Sie das Lied „Cowboy und Indianer“? Dann kennen Sie auch Olaf Henning. Er hat das Lied 2000 geschrieben und einige Jahre später damit einen riesen Hit gehabt. „Da ist jeder froh, wenn er so einen Knaller im Gepäck hat“, sagt er bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer im Ramasuri Frühschoppen.

„Ich hätte mich ja gefreut, wenn das Lied auf dem Index gelandet wäre. Was Verbotenes ist ja doppelt interessant“, scherzt er. Erst am Vorabend war er bei einem Open-Air mit 12.000 Besuchern. Sein Hit ist dabei Pflicht. „Cowboy und Indianer hat einen riesen Vorteil. Es hat meine ganzen anderen Songs mitgezogen.“ Doch er ist auch Entertainer durch und durch. Doch bis dahin war es ein langer Weg.

„Mit sechs Jahren stand ich das erste Mal im Kinderkarneval auf der Bühne.“ Gelernt hat er dann Versicherungskaufmann. Nebenbei Schlagzeug, Klavier und Gesang gelernt. Ingenieur wie der Vater wollte er nicht werden. „Und dann habe ich gesagt, ich verändere jetzt den Schlager.“ Er war schon immer Künstler im Kopf und hat es dann einfach probiert. Auch wenn es für seine Eltern eine Katastrophe war. Zum Glück haben seine ersten Singles schon goldene Schallplatten eingefahren. „Mittlerweile sind sie natürlich stolz.“

Dabei war er schon früher im Fernsehen. 1989 war er in der Rudi Carell-Show. „Das war schon relativ lustig.“ Mittlerweile hat er Millionen CDs verkauft. „Das ist schon toll. Wobei wir mittlerweile alle vom Streaming leben.“ Dabei hätte es auch schief gehen können. Sein Hit „Cowboy und Indianer“ funktionierte nämlich anfangs gar nicht. Das Lied ist schon von 2000. „Es war das falsche Lied, zur falschen Zeit am falschen Ort.“ Die Wende kam ein paar Jahre später. „Ein Jura-Studentenclub aus Mühlheim an der Ruhr an den Lasso-Tanz erfunden.“ Getanzt wurde es in Ischgl und so wurde der Song mit dem Tanz zu einem Hit. „Mittlerweile sind das alles gestandene Rechtsanwälte.“ Und Henning bekannt.

Henning hat aber auch Familie und zwei Töchter. Seine große Tochter habe zwar Musik im Blut, will das aber nicht umsetzen. Seine „kleine Tochter“ ist jetzt 18. „Sie kann singen, sie hört auch gerne mal meine Musik.“ Mit ihr wird er heuer auch noch ein Duett aufnehmen. In den sozialen Medien ist sie fast schon erfolgreicher als der Vater.

Entspannen kann Henning vor allem an der Küste oder wenn er sich für den Tierschutz engagiert. Beim Lesen schläft er hingegen ein. Von daher ist er lieber aktiv mit den Tieren. Er ist auch sonst sehr bodenständig geblieben. Vielleicht auch deshalb, weil er erst mit Anfang 30 seine ersten Erfolge feiert. „Da kommt man auch weiter mit, als wenn man einen Bodyguard hat und nicht über Pfützen läuft.“

Sie wollen noch wissen, warum seine Sekretärin einen Schrein für die Preise gebaut hat, die er schon eingeheimst hat? Warum Wolfgang Petry mal besser war als er? Und was sein Erfolgsgeheimnis ist?  Unser Moderator Jürgen Meyer fand im Gespräch viel heraus und Sie können das hier im Podcast nachhören.

 

Die Stars des Oberpfalzfestivals in Tännesberg im Ramasuri-Frühschoppen am 30. Juli 2023

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Sie und noch viele andere rockten das Oberpfalzfestival - die Spider Murphy Gang!
Im Frühschoppen bei Moderator Jürgen Meyer ließen die Stars aus Tännesberg den phänomenalen Abend nochmal Revue passieren.

Barbari Bavarii, Pam Pam Ida, Werner Schmidbauer und die Spider Murphy Gang – das war das Line-Up beim Oberpfalzfestival am 29. Juli 2023 in Tännesberg. Unser Gastgeber Jürgen Meyer nutzte den Tag danach, um mit einigen der Stars ins Gespräch zu kommen.

Barbari Bavarii – das sind Peter Greiner, Stephan Rosner und Christian Witt. „Ein fulminanter Start in die Ferien“, meint Peter Greiner. Die Band gründete sich in Schulzeiten. Auf so einer großen Bühne war auch für die Jungs neu. „Wir sind wie Biermösl Blosn, nur moderner“, versuchen sie ihre Art zu beschreiben. Dabei ist es ihnen wichtig, unpolitisch zu bleiben. Ende August spielen sie auf der Flosser Kirwa bei einem Comedy Event, dann geht es noch nach Deggendorf und einmal in Wernberg. „Wir können uns nicht beschweren, die Säle sind ausverkauft.“

Pam Pam Ida, sind einige Leute mehr. Deshalb war nur Andreas Eckert bei Jürgen auf der Bühne. „Wir haben sehr viel Spaß und viel Energie gehabt. Aber es funktioniert halt immer nur mit dem Publikum“, lässt er das Festival Revue passieren. „Mir haben gern unsere Gaudi. So kommen wir in Stimmung.“ Nur auf der Bühne stehen und das Programm spielen können sie nicht. Ein Teil der Band fand sich schon in Jugendzeiten. Durch sein Musikstudium lernte Eckert viele tolle Leute kennen und formte so nach und nach die Band. „Wir wollen in Richtung runtergerockte alte Bierband gehen. A bissl Ganzjahresfasching.“ Doch die Musik ist professionell und so ist es ein Leichtes, Menschen zu begeistern.

Werner Schmidbauer war im vergangenen Jahr schon einmal zu Gast im Ramasuri Frühschoppen. Er war der „kleinste“ Akt an dem Tag. „Glei kommen die Spiders und du gehst jetzt alleine da raus.“ Da hatte er schon ein wenig Lampenfieber. Zudem packte er immer selbst mit an und leistet sich keine Roadies. „Meine Sehnsucht war schon vor ein paar Jahre, ich wollt mal wieder ganz alleine da stehen. So wie es ist.“ Das bringe ihn auch wieder näher an die ganzen Menschen, die hinter der Bühne die Arbeit machen. Auf der Bühne gibt es derzeit auch Texte zum Nachdenken. „Da will ich einfach die Leute mitnehmen.“ Erfolgreich natürlich.

Zum Schluss kam noch die Spider Murphy Gang. Leadsändger Günther Sigl kam zum Interview. „Tännesberg ist immer gut. Die Leute sind super drauf. Wir kommen gerne öfter mal“, resümierte der mittlerweile 76-Jährige. „Ich freu mich immer, wenn ich mich nicht verreiße bei meinem Hupfer.“ 46 Jahre gibt es die Spider Murphy Gang schon. Die Leute wollen sie immer noch hören. „Es überrascht uns immer wieder, dass so viele junge Leute mitsingen.“ Immerhin waren die großen Hits schon Anfang der 80er Jahre. „Wir spielen sie immer wieder gerne.“ Dass es der gelernte Bankkaufmann so bekannt wurde, waren viele Zufälle. Mittlerweile gehören die Lieder der Spider Murphy Gang zu jeder großen Party. „Wir machen den Leuten Freude. Da können sie raus aus dem Alltag.“

Die ganzen Interviews die unser Gastgeber Jürgen Meyer nach dem Oberpfalzfestival geführt hat und bei denen es spannende Einblicke in das Leben der Stars gab, gibt es hier im Podcast.

Kunstfigur durch und durch - Sarah Barelly im Ramasuri-Frühschoppen am 23. Juli 2023

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Die schönsten Beine und ein Herz aus Gold - Sarah Barelly im Frühschoppen
Die Kultfigur der Travestieszene beeindruckte Moderator Jürgen Meyer nicht nur mit ihrem Aussehen sondern auch mit ihrer tollen Stimme.

Seit 17 Jahren steht Sarah Barelly auf der Bühne. Eigentlich heißt sie Andy Bührig. Gesang, Cabaret und Comedy bringt der/die Hamburger/in auf die Bühne. An diesem Sonntag plauderte er mit unserem Gastgeber Jürgen Meyer über Karrerie, Leben und seinen Durchbruch.

„Ich bin morgens schon gut drauf“, erklärt der Travestiekünstler. Er war schon immer der „Klassenkasper“. „Ich hab die Klassenräume auch öfter mal von außen betrachtet, weil es den Lehrern reichte.“ Die Schule brachte ihn aber auch zum Gesang, da er dort im Schulchor aktiv war. Das Gesangstalent brauchte ihn vergangenes Jahr auch zu „The Voice of Germany“. „Auch wenn ich dort nicht gewonnen habe.“

Regelmäßig tritt er auch in Nürnberg auf. Aber der breiten Masse bekannt wurde er natürlich durch „The Voice“. „Ich mach das jetzt 17 Jahre, steh auf der Bühne, verdien mein Geld, aber man will ja auch mal ausbrechen und was anderes machen.“ Die Coaches haben ihn dann überrascht. „Das ist kein Format, in dem man Peter Maffey erwartet.“ Er drehte sich auch um und brachte ihn weiter.

Mittlerweile haben ihn die Kabarett-Bühnen aber wieder. Dort ist er seit einem Wettbewerb im „Pulverfass“ 2012 regelmäßig zu sehen und bringt das Publikum zum Lachen. Auch wenn jeder Abend immer eine Herausforderung ist. „Humor, Spaß, Gesang und lebensfroh“, so beschreibt er sich selbst – und so versucht er auch immer mit dem Publikum zu interagieren. „Sarah Barelly ist für mich Kunstfigur durch und durch.” Das lebt er auch.

Seine Mutter hatte übrigens keine Probleme mit seinem Karriereweg. Denn neben vielen Bühnen ist er auch immer auf dem Kreuzfahrtschiffen der Aida unterwegs – und erfolgreich. Aber er hat als Einzelhandelskaufmann auch was Bodenständiges gelernt und seinen Zivildienst in der Pflege absolviert. „Aber das ist halt meine Berufung. Mein Job macht mir Spaß und ich gehe gerne zur Arbeit.“ Wieder zurück in einen normalen Beruf kann er sich aber nur noch schwer vorstellen. Zudem kann er sich so auch sozial engagieren und die Tabaluga-Stiftung unterstützen.

Am 28. Oktober ist sie live in Weiden am Polizei- und Bürgerball. Wer solange nicht warten möchte, kann hier unseren Podcast anhören und herausfinden, warum Sarah Barelly die schönsten Beine der Welt hat.

 

„Kalte Freiheit“ – Ein Luisenburg-Musical-Thriller im Ramasuri-Frühschoppen am 16. Juli 2023

© Bild: Katharina Rappl I Ramasuri
Die Bretter, die die Welt bedeuten - Die Luisenburg im Frühschoppen
Moderator Jürgen Meyer begrüßte die drei Köpfe hinter dem Musical-Thriller zur "Aktion Kámen"

Drei Frauen brachten unseren Moderator Jürgen Meyer gleich am Morgen erst einmal aus der Fassung und um seine mathematischen Fähigkeiten: Birgit Simmler, Intendantin der Luisenburg-Festspiele, Miriam Neumaier, Hauptdarstellerin in „Kalte Freiheit“ und die Autorin des Buches KÁMEN, Václava Jandečková, die den Stoff für das Theaterstück lieferte. Gemeinsam erzählten sie vom Leben und Wirken auf und rund um eine der größten Festspielbühnen Nordbayerns.

„Ich habe tatsächlich bei einem Broadway-Produzenten gelernt und seitdem ist es mein großer Traum, neue Stoffe, neue Autoren, neue Geschichten auf große Bühnen zu bringen“, erzählt die Intendantin Birgit Simmler. Seit 2018 leitet sie die Geschicke der Freilichtbühne. „Eigentlich wollte ich mal Mathematikerin werden“, berichtet sie über ihren Werdegang. Sie liebte die Freiheit der Kunst. „Und irgendwann hat man genug Theater gemacht, um auch eine Führungsposition einzunehmen.“

Die Münchnerin Miriam Neumaier wollte dabei immer auf die Bühne. „Ich wollte schon zu Schulzeiten Schauspielerin werden. Aber dass es Musical wird, hat sich dann erst so ergeben.“ Sie stand bei größeren Produktionen schon mit auf der Bühne - von Titanic bis zum Schuh des Manitu gemeinsam mit Michael „Bully“ Herbig. Sie spielt eine der Hauptrollen in „Kalte Freiheit“, einer Art James Bond des Ostens im Kalten Krieg.

Mit dabei war deshalb im Studio auch Václava Jandečková, die die Geschichte recherchiert hat. „Mein Großvater war 15 Jahre im Gefängnis. Und ich wollte wissen, warum die Kommunisten ihn hinrichten wollten“, erzählt sie, wie sie auf das Thema kam. Und ihre Recherche brachte eine unwahrscheinlich spannende Geschichte zu Tage. „Ich habe nie gedacht, dass ich mal Bücher schreiben werde. Aber ich wollte, dass die Leute erfahren, wie es damals an der Grenze lief.“ Ihr Buch ist eine wahre Geschichte. Spionage, Verrat und die Kontrolle des Staates - den Stoff gibt es mittlerweile sogar als Comic, um die jüngere Generation zu erreichen.

Birgit Simmler sorgte nun dafür, aus dem Stoff ein Musical zu machen. Den es ist genau das, was sie immer gesucht hat. „Wir haben eine Art dokumentarisches spannendes Musik-Drama auf die Bühne gebracht.“ Spannend, ergreifend und auch erschütternd ist das Bühnenstück geworden. „Die Bühne ist ja auch eine Naturgewalt“, beschreibt Miriam Neumaier ihr Erlebnis auf der Luisenburg zu spielen und dort ein Stück zum Leben zu erwecken. Dabei ist es an sich herausfordernd gewesen, vier Handlungen in dem Stück verwoben werden.

Wie viel Emotion auf und hinter der Bühne es dieses Stück zu tun hatte, wie viel Workout Schauspiel auf der Luisenburg bedeutet und was es heißt, ein nagelneues Musical so zu präsentieren, dass alle Zuschauer hingerissen sind – das konnte unser Gastgeber Jürgen Meyer alles erfahren. Es gibt noch Tickets für das Stück, dass noch bis 11. August gezeigt wird. Bis dahin können sie hier schon einmal unseren Podcast hören.

Im Herzen des Landkreises Tirschenreuth - der Ramasuri-Frühschoppen zu Gast beim Bürgerfest in Wiesau am 9. Juli 2023

© Bild: Roy
Ein Ort steht Kopf - Das Bürgerfest in Wiesau
Drei Tage feierten die Wiesauer was das Zeug hält. Auch Jürgen Meyer und sein Frühschoppen-Team waren live vor Ort dabei

Corinna Hagn durfte im Studio in Weiden die Stellung halten, während unser Moderator Jürgen Meyer diesmal live in Wiesau war. Grund war das 20. Wiesauer Bürgerfest. Mit auf der Bühne stand vor allem Bürgermeister Toni Dutz, der das Fest mit ins Leben gerufen hat – und mit viel Herzblut für seine Gemeinde einsteht.  

Gefeiert wird nur alle zwei Jahre. „Das ist auch vernünftig und gut so. 250 bis 300 Leute, die hier ehrenamtlich für und mit den Bürgern feiern und Angebote machen, das ist schon ein Aufwand.“ Wiesau hat eine besondere Lage. Genau in der Mitte des Landkreises Tirschenreuth, mit Schnellbahnanschluss, der Autobahn vor der Tür, am Fuße des Steinwaldes und als Teil des Stiftlandes. Eine Besonderheit ist dabei das Berufsschulzentrum, welches Schüler aus vielen Teilen Deutschlands anzieht.

Wie jede Kommune, ist auch Wiesau immer dabei, sich weiter zu entwickeln. „Wir investieren auch heuer wieder 15 Millionen Euro. Highlight ist der Bau des ÖPNV- und Kulturbahnhofes.“ Der Bürgermeister ist mit Leidenschaft dabei. „Für mich war das Amt ein Traum.“ Auch im Bezirkstag ist er noch vertreten, um auch dort dafür zu sorgen, dass die Region vorankommt.

Das Bürgerfest ist ein Höhepunkt für die Region. Eineinhalb Schläge brauchte der Bürgermeister zum Anzapfen. Danach war viel geboten, von Tanzvorführungen, über die Pirker Blasmusik, Conni und die Sonntagsfahrer bis zu einem Feuerwerk, dass seinesgleichen sucht. Vor allem die Musik hat es dem Gemeindeoberhaupt angetan. „Leider leider wird ja kaum noch deutsche Musik gespielt.“  Etwas Besonderes am Bürgerfest war die Oldtimer-Ausfahrt. Organisiert vom MSC Wiesau, die vor allem im Jugendkartbereich sich Deutschlandweit einen Namen gemacht haben. Diesmal standen aber fast 80 Oldtimer im Mittelpunkt, die quer durch den Landkreis gezogen sind.

Auf das Fest freute sich auch der zweite Bürgermeister und Sohn von Toni Dutz, Michael Dutz. „Wir haben von jung bis alt, alles hier“, freut sich dieser. Denn Wiesau hat nicht nur zahlreiche Firmen, die überregional bekannt sind, sondern von Kindergarten bis Seniorenheim eine umfassende Infrastruktur. Dazu die Wiesauer Waldseen, die „Kipp“, die im Sommer Erholung und Abkühlung bieten. Da kommt auch Sabine Saller ins Schwärmen, die in der Gemeinde für den Tourismus zuständig ist. Neben den Waldseen gibt es auch zahlreiche Radwege, die die Region aufwerten und Wiesau zentral anbinden vom Fichtelgebirge bis zur tschechischen Grenze.  

Sie haben Lust, das Loblied auf die 4000-Seelen-Gemeinde zu hören, die unser Gastgeber Jürgen Meyer in Wiesau eingefangen hat? Dann hören Sie hier unseren Podcast und erfahren Sie dabei auch, wie es der Gemeinde gelingt, zahlreiche Flüchtlinge zu integrieren.

Musiker statt Fußballprofi - Michael Schulte im Ramasuri Frühschoppen am 2. Juli 2023

© Maximilian Janker I Ramasuri
Der "Voice of Germany"-Star Michael Schulte war Frühstücksgast bei Jürgen Meyer.
Im Herbst gibt's das neue Album von Michael Schulte. Bis dahin hält er uns erstmal mit seiner neuen Single "Waterfall" über Wasser. Im Ramasuri Frühschoppen haben wir mit ihm darüber gesprochen.

Er hat etwas geschafft, was lange keiner mehr geschafft hat. Er war nicht Letzter beim Eurovision Song Contest. 2018 wurde Michael Schulte Vierter. Diesmal war er bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer die Nummer eins. Im Frühschoppen ging es um Frühstück, Karriere und das Privatleben des Musikers.

Seit 15 Jahren ist Schulte schon im Musikbusiness. Ob sein Ziel der Erfolg war? “Ich hab es immer gehofft. Aber zwischenzeitlich auch die Hoffnung verloren, habe aber nicht aufgegeben.” Die Chance erfolgreich zu werden, war gering. “Dass es so hingehauen hat, ist unfassbar geil.” Plan B war übrigens Fußballprofi. Viele Jahre hat er gespielt, auch mit gewissem Erfolg. “Ich konnte mir das damals mit der Musik noch nicht richtig vorstellen, weil ich extrem schüchtern war.” The Voice of Germany war schließlich der Durchbruch 2012.

Dabei ging es schon früh los. Er war einer der ersten, der seine Musik auf Youtube hochgeladen hatte. Nachvollziehbar, hatte er doch Bammel vor der Bühne. Das Internet bot ihm eine geeignete Plattform, da die Songs zuhause im geschützten Bereich ohne Zuschauer entstanden. Über 50 Millionen Klicks hat er mittlerweile. “International hab ich mittlerweile sogar über 500 Millionen.”

Doch der Start lief noch holprig. Plattenverträge waren rar. “Nach The Voice habe ich meinen ersten kleinen Plattenvertrag geschrieben.” Vor einigen Jahren ging es erst zu einem richtig großen Plattenlabel. Unterstützung hatte er dabei von seiner Mutter. Die ist mittlerweile natürlich recht stolz auf ihren Sohn, hätte aber sicher die Notbremse gezogen, wenn es nicht gelaufen wäre, ist sich Schulte sicher.

Durch die Internetpräsenz wurde auch Rea Garvey auf ihn aufmerksam und Schulte durfte sogar ein Konzert mit ihm spielen. Bei The Voice wählte er ihn auch als Coach und wurde Dritter. Danach war er als Special Act mit auf Tour. “So konnte ich schon mal ein wenig reinschnuppern.” Auch mit Max Giesinger stand er danach auf der Bühne, der bei der gleichen The Voice Staffel Vierter wurde. Die Themen stammen aus dem Alltag. “Da bedient man sich natürlich gerne.”

2018 kam dann der ESC in Lissabon. “Das hat mir viele Türen geöffnet.” Aber vor allem war er unwahrscheinlich stolz, dass er Deutschland dort vertreten durfte und so viele Punkte bekam. Mittlerweile läuft es für Deutschland bekanntlich nicht mehr so gut beim ESC. “Die letzten Jahre war glaube ich das Problem, dass die Songs gut waren, aber nicht Besonders genug.” Denn beim ESC geht es auch ums Auffallen. Und in Deutschland gibt es auch keine Nachbarschaftspunkte.

Bei allem Erfolg ist Schulte sehr bodenständig geblieben - und hat doch einiges, das viele vermutlich nicht wissen. Warum Schulte sogar Dänisch spricht, wieso er gerne einen Oscar gewinnen würde und wann das neue Album kommt? Unser Moderator Jürgen Meyer hat das und vieles mehr herausgefunden und Sie können es hier im Podcast nachhören.

Bayerisch-tschechische Freundschaft - Pablo Schindelmann im Ramasuri-Frühschoppen am 11. Juni 2023

© Bild: Martin Wagner I Ramasuri
GEMEINSAM. CHANCEN. GESTALTEN - Die Freundschaftswochen 23 im Frühschoppen.
Von Mai bis August wird in Selb und in Aš kräftig die bayerisch-bömische Freundschaft gefeiert.

Selb wollte eigentlich gemeinsam mit seiner Partnerstadt As in Tschechien eine Gartenschau ausrichten. „Das darf man allerdings nur, wenn man über ausreichend Finanzkraft verfügt“, erklärt Pablo Schindelmann. Die hatte Selb nicht. Als Ersatz gibt es heuer die bayerisch-tschechischen Freundschaftswochen. Schindelmann ist der Geschäftsführer der Organisationsgesellschaft. Mit unserer Moderatorin Corinna Hagn plauderte er beim Frühschoppen über die vielen Veranstaltungen, Entdeckungsreisen ins Nachbarland und grenzüberschreitende Beziehungen.

„Die Grenzregionen sind die Regionen, an denen man die gute Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tschechien messen kann“, zitiert Schindelmann den tschechischen Ministerpräsidenten, der zur Eröffnung in Selb mit dabei war. „Deshalb sollen die Freundschaftswochen Verbindungen schaffen und Anreize bieten, wieder ins Nachbarland zu kommen.“ Dazu braucht es natürlich Anlässe und Veranstaltungen. „Und dass wir dann von einem Treffen zum Wiedersehen kommen.“ Deshalb will man nicht nur Menschen im Pulk zusammenzubringen, sondern sie auch dazu bringen, in dieselbe Richtung zu gehen. Einer der Gründe, warum auch ein Freundschaftslauf mit organisiert wurde.

Dabei ist es natürlich auch eine Gratwanderung die Gemeinsamkeiten herauszustellen und weniger die Unterschiede. Ein Thema ist dabei aber auch die Sprachbarriere. „Es ist manchmal schon schwer von der Oberpfalz nach Oberfranken zu denken“, erklärt Schindelmann. Dass sich die Menschen bei den Erkundungstouren eher regional bewegen und daher gar keinen Anreiz haben, auch die Sprache zu lernen ist dabei naheliegend.  

2017 wurde schließlich eine Gesellschaft gegründet, 90 Prozent der Anteile hält der Freistaat. Dann wurde geplant, es gab Vor-Events, Spielflächen wurden gesucht, Kontakte geknüpft. Dann kam Corona und man begann wieder von vorne. Dazu kamen auch politische Veränderungen. „Die tschechische Regierung hat dann gesagt, es muss eine regionale Komponente haben.“ Nur im tschechischen As Veranstaltungen zu organisieren, ging also nicht mehr. Es wurde nach mehr Partnern gesucht. „Dabei fällt auf, dass der nordwestlichste Teil von Böhmen eine Sonderstellung hat.“ Das machte es nicht mehr so einfach.  „Da tun sich historische Entwicklungen auf, da muss man sehen, wie man das zusammenbringt“, versucht Schindelmann es diplomatisch zu umschreiben.

Am Ende kam jedoch ein umfassendes Programm heraus, bei dem 80 Veranstaltungen besucht werden können. Vom Kuchenfest, über Vorstellungen von Artenschutzprojekten, über gemeinsames Kochen, Sportveranstaltungen bis hin zu Musikveranstaltungen ist einiges geboten. Höhepunkt ist ein Konzert mit den Bamberger Symphonikern am 21. Juli und ein Open Air am 22. Juli. Die meisten Veranstaltungen sind dabei kostenlos. „Das war bewusst auch das Ziel, dass Menschen zusammenkommen und die Hemmschwelle niedrig ist.“ Dazu gibt es auch Sprachanimateure, um Menschen zu motivieren, sprachlich „zusammenzukommen“.

Die bayerisch-tschechischen Freundschaftswochen laufen noch bis zum 6. August. Das ganze Programm findet sich unter https://freundschaftswochen2023.eu/ . Einblicke in Herausforderungen der Planung und die Hintergründe der Veranstaltung bekam unsere Gastgeberin Corinna Hagn im Gespräch. Hier können Sie alles im Podcast einmal nachhören.

Der Ramasuri-Frühschoppen live vom Heimatfest in Floß am 4. Juni 2023

© Bild: Daniel Sommer | Ramasuri
"948 ad Flozzun" - der Frühschoppen live vom Heimatfest Floß
Neun Tage lang steht die Marktgemeinde Kopf. Jürgen Meyer und sein Team waren live vor Ort und feierten kräftig mit.

1075 Jahre alt wird die Marktgemeinde Floß in diesem Jahr. Deshalb gibt es zum fünften Mal das große Flosser Heimatfest mit einer großen Festwoche vom 2. bis zum 11. Juni. Für unseren Gastgeber Jürgen Meyer war dies der Grund, live aus der Gemeinde zu senden - vom Hollerküchlfest.

“Wir haben ganz viele Vereine. Und wir haben Vereine, die sich mit großen Festen auskennen”, erklärt Bürgermeister Robert Lindner das Glück, dass der Ort mit dem Fest hat. Denn diese Vereine sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Da der Bürgermeister dann zügig in die Kirche musste, ging es im Gespräch mit Christian Kunz vom ländlichen Burschenverein weiter. Der Verein ist einer der Ausrichter der berühmt-berüchtigten Flosser Kirwa. “Jeder der einmal da war, weiß was Flosser Kirwa bedeutet”, erklärt Kunz stolz. “Wenn man am Montag 3000 Leute im Zelt hat und die Leute stehen 200 Meter an - das ist schon was Besonderes.”

Diesmal darf er sich im Festausschuss für das Heimatfest engagieren. Auf seinen Burschenverein kann er sich dabei immer verlassen. “Wir haben Mittwoch Zelt aufgestellt und zack, die haben Urlaub genommen und waren mit sechs Leuten dabei.” Beim Fest betreiben sie einen Biergarten direkt am Bocklradweg.

Mit dabei ist auch der TV Floß 1908 e.V.. Anja und Christian Helgert waren mit unserem Moderator Jürgen Meyer auf der Bühne. Die beiden lieferten Workout live am Radweg. “Körper und Geist im Einklang ist wichtig. Das ist Stressreduktion, gerade in der jetzigen Zeit”, erklärt Anja Helgert. Während der Pause musste auch das Ramasuri-Team Übungen machen. “Es ist noch Luft nach oben”, attestierte Christian Helgert, der den Sport eher als “Körperpflege” sieht. “Das sollte man jeden Tag in seinen Alltag integrieren.”

Musik kam diesmal von “Bockl-Blech” aus Waidhaus. “Wir spielen bayrisch-böhmisch-alpenländische Blasmusik”, erklärt Musiker Ludwig Greß. Die Combo ist viel unterwegs auf den Festen der Region. Zu den vier Männern gehört mit Antonia Bauriedl auch eine Frau. “Meine ganze Familie spielt Musik und dann bin ich da so reingewachsen.” Die Gruppe hatte dann auch die Ehre, den Frühschoppen “hinaus” zu spielen. Hören Sie hier das Lied und den launigen Podcast mit unserem Gastgeber Jürgen Meyer live aus Floß.

Kultursommer zum Jubiläum - Der Ramasuri-Frühschoppen live aus dem Fischhofpark in Tirschenreuth am 28. Mai 2023

© Bild: Fischhofpark | Tirschenreuth
Der Frühschoppen Live on Tour im Fischhofpark Tirschenreuth.
Gemeinsam mit seinem Team durfte Jürgen Meyer den Kultursommer der Stadt Tirschenreuth einläuten!

10 Jahre ist es schon wieder her, dass die Landesgartenschau Station in Tirschenreuth gemacht hat. Das Jubiläum war der Grund, dass unser Gastgeber Jürgen Meyer einen Termin vor Ort gemacht hat. Mit Bürgermeister Franz Stahl sowie den Mitgliedern des Fördervereins Vinzenz Rahn und Franz Häring blickte er einmal zurück und vor allem nach vorne auf das Jubiläumsjahr.

“Die Gartenschau war eine gewaltige Explosion im positiven Sinne für Tirschenreuth”, erinnert sich Bürgermeister Franz Stahl, der überzeugt ist, dass sich die nördlichste Kreisstadt der Oberpfalz hervorragend entwickelt hat. Zur Feier startet jetzt der Kultursommer mit zahlreichen Veranstaltungen - bei freiem Eintritt.

“Sinn und Zweck unseres Fördervereins ist es ja, den Fischhofpark zu erhalten und Kultur reinzubringen”, erzählt Franz Häring. “Der Fischhofpark ist das Wohnzimmer der Tirschenreuther.” Von daher schauen die Bewohner auf den Park. Das zeigt sich auch in den Mitgliederzahlen. 500 Bürger engagieren sich mittlerweile im Förderverein. “Es ist alles eine Gemeinschaftsproduktion”, erklärt deshalb auch Vinzenz Rahn, der Vorsitzende des Vereins. “Es ist eine andere Zeitrechnung nach der Gartenschau.”

Vom 2. bis zum 25. Juni kommt nun viel Leben auf die Seebühne in Tirschenreuth. Italienischer Flair, Barbari Bavarie oder eine große Lasershow - eine besondere Veranstaltung jagt die Nächste. Karl Schwägerl ist verantwortlich für den Aufbau der schwimmenden Bühne und den Tag der Blasmusik am 18. Juni.

Besonders ins Schwärmen kommen die Beteiligten vor allem bei der Lasershow, die die Geschichte der Stadt Tirschenreuth erzählen wird. Fast 2 Millionen Euro an Technik wurden dafür aufgebaut. Aber auch sonst wächst die Stadt um viele Besonderheiten. “Das Luitpoldtheater wird gerade saniert”, erzählt Stahl. Aus einer alten Brauerei wird eine Kletterhalle und die Fronfeste, die für die OTH genutzt werden wird. “Es ist ein neuer Stadtteil entstanden.” Kein Wunder also, dass die Kreisstadt für einen Preis für Stadtentwicklung nominiert war.

Hören Sie hier unseren Podcast mit Rückblick und Vorschau auf die Entwicklung des Geländes am Fischhof sowie viele Geschichten, die unser Moderator Jürgen Meyer den Gästen entlockte. Erfahren Sie auch, wann Frank Zander in die Stadt kommt.

Lesen Sie hier das Programm und besuchen Sie natürlich die vielen Höhepunkte in Tirschenreuth: Kostenlos und draußen.  https://www.stadt-tirschenreuth.de/kultursommer-2023/

Liberal durch und durch - Wolfgang Kubicki im Ramasuri-Frühschoppen am 21. Mai 2023

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Ein echter Vollblutpolitiker - Der Frühschoppen mit Wolfgang Kubicki.
Der politische Meister des Wortes im Interview mit Moderator Jürgen Meyer.

„Mein erster Berufswunsch war Pilot.“ Dann wollte er Physiker werden, weil er gut in Mathe war. Am Ende wurde er Volkswirt und Jurist. Mittlerweile ist Wolfgang Kubicki Berufspolitiker und Bundestagsvizepräsident. Diesmal war er bei unserem Moderator Jürgen Meyer zu Gast und plauderte über Leben und Politik.

„Ich wundere mich jeden Tag wieder, wie lange das schon her ist, dass ich in die FDP eingetreten bin.“ Denn der 71-Jährige ist seit 52 Jahren Mitglied der Liberalen. Doch warum FDP? „Ich hätte in der damaligen Zeit auch genauso gut in der SPD landen können“, sagt er heute. Dann wurde er angesprochen, bei den Liberalen mitzumachen. So kam eins zum anderen. „Man geht zur ersten Veranstaltung mit, dann wird man gewählt, dann ist man gefangen.“ Im Laufe der Zeit hat er so ziemlich jede Funktion innegehabt, die es in der FDP so gibt.

Das höchste Amt bekam er 2017, als er zum Bundestagsvizepräsidenten gewählt wurde. „Auch wenn ich ein lustiges Kerlchen bin, verfüge ich über hohe Akzeptanzwerte im Bundestag“, freut er sich. Doch der Job ist auch anstrengend. Neben sehr vielen Repräsentationsaufgaben, ist Kubicki verantwortlich für die Bauvorhaben des Deutschen Bundestages.

Blatt nimmt er keines vor den Mund. Dafür bekommt er auch immer wieder Ärger. Zum Beispiel Nordstream 2. „Auf dem Bundesparteitag traten Junge Liberale auf und erklärten, ich spreche nicht für die FDP.“ Vor seinem Haus und seiner Kanzlei haben auch schon mal Anarchos demonstriert. „Ich werde dafür auch gezahlt, dass man mit mir hart ins Gericht gehen kann.“ Aber er sieht es mit großer Sorge, dass im Bereich der Kommunalpolitik das Ehrenamt nicht mehr geachtet wird. „Ich finde es unmenschlich, Menschen die sich für das Gemeinwesen einsetzen nicht mehr versucht mit Argumenten zu taktieren, sondern handgreiflich wird.“

Auch im bayerischen Wahlkampf wird er immer wieder auftreten. „Bayern hat auch die Freien Demokraten verdient“, scherzt er. Dabei freut er sich vor allem darauf, der Regierungskoalition ihre eigene Widersprüchlichkeit aufzuzeigen. „Der Wahlkampf kann auch Spaß machen, vor allem wenn man einen Markus Söder vor Augen hat.“ Er selbst ist dabei eher pragmatisch. Beispiel Atomkraft. In Brockdorf hat er selbst gegen Atomkraft demonstriert. Mit Blick auf die Energiekrise hat er sich dafür eingesetzt. „Es ist besser etwas zu haben, als etwas zu brauchen“, sagt er nüchtern.

Doch es gibt auch einen Privatmann Kubicki. „Ich fahre leidenschaftlich gerne Boot, und spiele leidenschaftlich gerne Golf.“ Motorradfahren und Fußballspielen macht er nicht mehr, wegen dem Verletzungsrisiko. Sein Rückzugsort ist dabei sein kleines Häuschen auf Mallorca.

Zu finden ist er übrigens nur auf Facebook. Wenn er dort auch nicht immer alles so schreiben kann, wie er will. „Es wird bei mir vorher alles gefiltert, weil ich dazu neige, schnell alles zu kommentieren.“ Er verriet unserem Gastgeber Jürgen Meyer aber auch, warum ein Bart gut bei einem Doppelkinn ist und wieso er seinen Hund vermisst. Wenn Sie einen Blick ins Leben des Politikers und Strafrechtlers werfen wollen, dann sollten Sie hier unseren Podcast anhören.

Fast wie die Kelly Family – Tobias Thomann von den Dorfrockern im Ramasuri-Frühschoppen am 14. Mai 2023

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Musik LANDGEMACHT - Die Dorfrocker im Frühschoppen.
Bei Jürgen Meyer drehte sich alles um die drei Brüder aus Unterfranken und ihre Leidenschaft zur Musik und dem Leben auf dem Dorf.

Was haben ein Grundschullehrer, ein Steuerberater und ein Steuerfachangestellter gemeinsam? Im Fall der drei Brüder Tobias, Markus und Philipp Thomann ist es die Liebe zur Musik seit der Jugend. Besser bekannt sind sie als „Dorfrocker“. Tobias Thomann war diesmal zu Gast bei unserem Moderator Jürgen Meyer und plauderte über Familie, Erfolg und ihren Respekt für das Ehrenamt.

Früh am morgen aufstehen für einen Frühschoppen ist für Tobi Thomann kein Thema. Denn er hat vier Kinder, genauso wie sein Bruder Markus. Da sind die Nächte manchmal kurz. Dass drei Brüder schon seit jungen Jahren Musik gemeinsam machen, erinnert ein wenig an die Kelly Family. „Bei der Kelly Family waren natürlich die Eltern federführend“, schränkt Thomann allerdings ein. Wobei die Eltern auch bei den Dorfrockern eine wichtige Rolle spielten. Die Mutter fuhr die drei immer in die Musikschule. „Der Papa stand bei Auftritten auch schon mal am Mischpult und hat gemischt.“

Alle drei haben aber bodenständige Berufe gelernt. „Wir waren trotzdem ambitioniert in der Musik.“ Als die Chance kam mit dem ersten Plattenvertrag und dem ersten Auftritt im Fernsehen 2007 war klar, dass dieser Weg einmal weiterverfolgt wird. „Dann haben wir gesagt wir bleiben am Ball und machen mal weiter. Im Zweifel können wir in unsere Berufe ja zurück.“ Doch seit 16 Jahren sind sie erfolgreich. „Wir haben keine Bestrebung das nicht weiter zu machen. Und ich glaube die größten Hits kommen noch“, mutmaßt er.

Als Kinder haben sie begonnen volkstümlichen Schlager nachzuspielen. In der Jugend kam Rockigeres. „Bon Jovi und Bryan Adams. E-Gitarren-lastige rockige Musik.“ Doch wie sollte der eigene Stil aussehen? „Wir haben das irgendwann vermengt. Stimmungsmusik, die etwas rockiger ist mit deutschen Texten.“ Wobei Deutsch relativ sei. Immerhin haben die Unterfranken auch einen ausgeprägten fränkischen Dialekt zu bieten. „Das ist jetzt unser Ding“, war aber allen am Ende klar. Mit viel Klinkenputzen begann dann auch der Weg nach oben auf die großen Bühnen.

„Es ist unser Bestreben, dass die Leute bei den Live-Auftritten mitsingen können und fröhlich nach Hause gehen.“ Krisen gäbe es ohnehin genug. Unterwegs ist die Band aber nicht nur in Deutschland. So gibt es natürlich immer das Mallorca-Opening, aber auch Auftritte in den USA. Auch wenn es immer darum geht, „die Sau rauszulassen“ und zu feiern, so gibt es auch immer die Unterstützung für engagierte Menschen. „Mit den „Stillen Helden“ haben wir ja einen Song gemacht, um den Ehrenamtlichen zu danken.“ Dazu gibt es Songs für die Feuerwehr, die Landwirte oder kürzlich ein Benefizkonzert für ein schwerkrankes Kind. Die drei Brüder wollen auch immer etwas zurückgeben an die, die sich engagieren.

Auch in der Freizeit sind die drei Brüder gefordert, um die Band voranzubringen. „Lied schreiben und das Aufnehmen der Songs ist das, was bei mir ansteht. Der große Bruder macht das Management, der kleine Bruder social media.“ Von daher ist auch außerhalb der Auftritte viel Zeit für die Band eingeplant. „Aber die Aufgaben abseits der Bühne machen wir halt schon immer alle selbst.“ Tobias Thomann ist derjenige, der alle Songs selbst schreibt und aus den verschiedensten Ideen kreative Texte bastelt.

Wer die Band live erleben will, der kann dies am 19. Mai 2023 beim Fest der Feuerwehr Rothenstadt. „Alle Dorfkinder kommen da auf ihre Kosten“, ist sich Thomann sicher. Natürlich aber auch bei allen anderen Terminen, die man hier findet: www.dorfrocker.de Und wer hinter die Kulissen der Band blicken will, sollte sich hier das Gespräch mit unserem Gastgeben Jürgen Meyer anhören.

Luis aus Südtirol im Ramasuri-Frühschoppen am 7. Mai 2023

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Zwischen "Oschpele" und "Vormessen" - Der Frühschoppen mit Luis aus Südtirol
Wenn die Oberpfalz auf Südtirol trifft, dann verspricht das einen Frühschoppen der ganz besonderen Art!

Wer er wirklich ist, weiß keiner so genau, aber im deutschsprachigen Raum bringt er die Menschen zum Lachen: Manfred Zöschg mit seinem Alter Ego „Luis aus Südtirol“. Diesmal hat er sich in die Oberpfalz aufgemacht, um mit unserem Moderator Jürgen Meyer über das unwirtliche Leben in den Bergen zu Plaudern. Viel zu spät übrigens. „Um 10 Uhr da bin ich schon wieder müde.“ Denn auf dem Hof, muss er früh ja Kühe melken und in die Kirche.

Mit 41 Jahren stand er das erste Mal auf die Bühne. „Ich war vorher noch ned reif“, erinnert er sich.  „Die Karriere dauert ja nicht lang in der Regel.“ Von daher war es auch nur klug, erst später damit anzufangen. Doch seine Karriere dauert schon länger als erwartet. Seit 20 Jahren steht er mittlerweile schon auf der Bühne, obwohl er ein Spätberufener war.

Dabei hat er in jungen Jahren schon entdeckt, dass er vielleicht auch als Unterhalter taugt. „Volksschule. Wenn man eine Aufgabe anders löst als die Anderen“, scherzt er, wisse man, das was Kreatives in einem stecke. Dabei war er eher der Rabauke, der auch schon mal eine Stinkbombe gezündet hat, als der Klassenclown, der alle unterhielt.

Die Frage die sich viele stellen ist aber, wie viel Luis steckt in Manfred und umgekehrt. „Mein Therapeut sagt, ich muss aufpassen, dass es nicht zu viel wird.“ Manfred Zöschg ist auf jeden Fall seit den 80er Jahren mit einer Südafrikanerin verheiratet, kommt tatsächlich aus dem Ultental in Südtirol und wohnt mittlerweile in Österreich. Dort war er lange Jahre Pannenfahrer beim ÖAMTC. „Ich hab scho richtig gearbeitet auch.“

Seine Bühnenfigur ist Luis. Der wohnt auf einem Bergbauernhof und sucht eine Frau. „Ich bin zwei Figuren. Ich bin verheiratet und der Luis sucht“, was wohl nicht ganz unpraktisch sei, wie er verrät. Und so steckt in seiner Bühnenfigur auch immer ein wenig was von Manfred, was zuhause alle ganz gut finden. „Die Kinder ham a Gaudi, wenn da Vater niard so a steifer Hund is.“

Aber auch selber fühlt er sich sehr wohl dabei. „Es ist ein unwahrscheinlicher geiler Beruf, wenn man Leute zum Lachen bringen kann.“ Das schafft er auch bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer. So kann er nicht nur Tirolerisch, sondern auch noch den Dialekt aus dem Ultental. Wenn er diesen Dialekt spricht, versteht aber keiner mehr was – und die meisten können sich vor Lachen dabei aber auch nicht mehr halten.

Aktuull spielt Luis vier Programme: „Weibernarrisch“, „Oschpele“, „Speck mit Schmorrn“ und ein Best of. Nachdem er über das Internet viel Bekanntheit erfahren hat, war der Weg auf die Bühne nur logisch. Mittlerweile gibt es aber sogar schon ein Kochbuch. „Speck mit Schmorrn“ verführt mit traditionellen Südtiroler Gerichten. Geplant ist noch ein Kinofilm. „Das wäre eine spannende Geschichte“, ist er sich sicher.  

Wer mehr von dem sympathischen Tiroler hören will, der findet zahlreiche Filme von ihm bei Youtube oder kann ihn live erleben. Aktuelle Termine gibt es hier: https://www.luis-aus-suedtirol.com/ Bis dahin empfehlen wir wie immer unseren Podcast, den Sie hier finden.

Der Geschichtenerzähler - Schauspieler Jens Ulrich Seffen im Ramasuri-Frühschoppen am 30. April 2023

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Der Festspielsommer wird wieder heiß und bunt - Jens Ulrich Seffen im Frühschoppen
Bereits bei der Jedemann-Premiere in der Potsdamer Nikolai-Kirche spielte der den "dicken Vetter". Nun steht er für das LTO auf der Bühne!

Mit Weißwurst kann er als Kölner nicht so viel anfangen, mit einer Halben zum Frühstück schon eher. Jens Ulrich Seffen ist Kölner und als Schauspieler gerade beim Landestheater Oberpfalz in Leuchtenberg aktiv. Unser Moderator Jürgen Meyer hat den 51-Jährigen zum Frühschoppen am Sonntag eingeladen, um mehr über den „Tausendsassa“ zu erfahren.

Dass Seffen einmal Schauspieler wird, war tatsächlich nie so ganz klar. „Ich hab viel Vernünftiges angefangen. Schauspielen war aber schon immer mein Wunschberuf.“ So studierte er Medizin, Jura, pflegte dann die Großmutter, um am Ende ein Lehramtsstudium zu beginnen. Viele Umwege, denn der Weg zum Schauspiel ist steinig. „Es ist nicht so einfach auf diese Schulen zu kommen.“ Doch Seffen hatte Geduld. „Der Beruf hat ja ohnehin viel mit Träumen zu tun. Man darf halt die Hoffnung nie aufgeben.“ Dann hat es endlich mit einem Vorsprechen geklappt und er hat an der Schule des Theaters im Theater „Der Keller“ in Köln Schauspiel studiert.

Zum Glück standen immer die Eltern hinter den Wegen die Seffen einschlug. „Mein Vater hat immer propagiert und gesagt: ,Mach was Dir Spaß macht‘“, erinnert er sich. 1998 war es endlich soweit, dass er mit Auszeichnung sein Studium abschloss. Zur Schauspielerei kamen dann auch noch das Puppenspiel und Engagements als Komiker und Sprecher. Was er davon am liebsten macht? „Ich möchte nichts missen“, bleibt er undefiniert.

Seine Engagements brachten ihn auf große Bühnen, aber auch ins Fernsehen. So sah man ihn in Soko Wien oder Balko. „Auf der Bühne ist es aber eine spannendere Arbeit. Weil wenn was passiert, muss man sich irgendwie durchhelfen“, gibt er zu. Beim Fernsehen kann es einfach neu gemacht werden, wenn mal eine Szene nicht passt. So wundert es nicht, dass es ihn wegen der Bühne in die Oberpfalz zieht. Aktuell ist er beim Landestheater Oberpfalz bei den Sommerfestivalspielen zu Gast. Beim „Jedermann“ spielt er den Mammon, beim „Braven Soldaten Schwejk“ den Schwejk. Lieblingsrolle gibt es keine. „Ich sehe mich als Geschichtenerzähler im weitesten Sinne.“

Eine Begabung ist jedoch ganz besonders bei ihm. Er ist sehr Sprachgewandt – wenn es um Dialekte geht. „Dialekte sind so ein bisschen mein Steckenpferd.“ Von daher sind bayerisch, sächsisch oder österreichisch kein Problem, wie er im Studio gleich unter Beweis stellen darf. Wobei das Sächsische kein Wunder ist, stammt seine Oma doch aus dem Vogtland.

Unser Gastgeber Jürgen Meyer bekam einen Einblick in das Leben eines vielseitigen Schauspielers. Ganz privat wurde es am Ende aber dann doch, als Seffen erzählte, welche Herausforderungen er als leidenschaftlicher Tennisspieler und Spartenleiter beim PTSV Wuppertal gerade durchlebt. Sie wollen mehr erfahren? Dann hören Sie hier unseren Podcast.

Ganz natürlich Aufblühen – Der Ramasuri-Frühschoppen aus der Gärtnerei Steinhilber in Neustadt/Waldnaab am 23. April 2023

© Bild: Florian Plößner I Ramasuri
Der schnellste Weg zur Lieblingspflanze. Der Frühschoppen mit der Gärtnerei Steinhilber.
Das Team Rund um Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer mischte das "Gwächshaus" ordentlich auf und lies beim Torwandschießen die Bälle knallen.

Farbenfroh und ganz natürlich – diesen Eindruck gewann unser Moderator Jürgen Meyer diesmal bei einem Termin vor Ort.  Beim Tag der offenen Gärtnerei war er diesmal in der Gärtnerei Steinhilber in Neustadt/Waldnaab zu Gast und „blühte richtig auf“.

20 Aussteller und ein vielfältiges Rahmenprogramm gab es für die Besucher. Und dazu die Erfahrung, dass es nicht immer Chemie braucht, um starke Pflanzen zu produzieren. „Wir zeigen unsere blühende Vielfalt, was wir hier pestizidfrei herstellen“, erklärt Gärtneremeister Reinhard Steinhilber. Seine Eltern haben vor 40 Jahren die Gärtnerei übernommen. „Und es geht permanent voran.“

Das Besondere an der Gärtnerei Steinhilber ist, dass seit 4 Jahren nur mit natürlichen Stoffen produziert wird. Seitdem gibt es auch die „Lieblingspflanze“. Die Herausforderung ist, die Pflanzen wieder auf einen „natürlichen Weg“ zu bringen. Mikroorganismen übernehmen die „Stärkung“ der Pflanzen. „Wir wollen das alte Wissen hervorholen und zurück zur Natur.“ Schneeweiße Wurzeln seien hier ein Qualitätsmerkmal. Die Mittel dafür wirken teils banal. „Knoblauch ist zum Beispiel der Gegenspieler gegen Läuse“, erklärt Steinhilber. Übrigens: Sogar der Laden wird mit Mirkoorganismen geputzt.

Jetzt geht es wieder in vielen Gärten los, dass neu angepflanzt wird. „Wir produzieren für den regionalen Markt.“ Von daher gibt es natürlich nicht immer alle Pflanzen, die es so gibt. „Aber wir haben von A bis Z alles für die Pflanzen da.“ Übrigens gibt es die Mikroorganismen auch für den Rasen. Wer übrigens im Trend sein will, der sollte die Pflanze des Jahres holen: „Alpenglühen.“ „Sie hat ein Farbspiel wie der Sonnenuntergang in den Bergen“, schwärmt Steinhilber.

Vom Buchsbaum bis zum Gemüse können die Besucher bei der Gärtnerei Steinhilber alles entdecken. „Mir hat des schon immer Spaß gemacht. Ich wollte auch schon immer Gärtner lernen.“ Seine Frau Christa ist die Betriebswirtin, die ein Auge auf die Finanzen hat.

Der Betrieb ist dreigeteilt. Floristik, Gärtnerei mit Verkauf und Produktion und seit vergangenem Jahr Garten- und Landschaftsbau. Nachwuchs zu finden, ist dabei nicht so einfach. „Wir haben in allen Bereichen einen Auszubildenden“, erklärt Christa Steinhilber erleichtert. Besonders stolz sind die Steinhilbers, dass alle Azubis der vergangenen zehn Jahre geblieben sind. Dabei ist es gar nicht so einfach, Florist zu sein. Neben Kreativität gehört vor allem die Kunst dazu, schnell im Kopf zusammenzurechnen, damit der „25-Euro-Strauß“ auf den Punkt genau gebunden wird.

Gerade steht die Hochzeitssaison an. „Wir machen das mit großer Leidenschaft“, sagt Christa Steinhilber. „Es ist für uns eine Ehre, die Leute an diesem Tag begleiten zu dürfen.“ Für unseren Gastgeber Jürgen Meyer war es eine große Ehre einmal hinter die Kulissen blicken der Gärtnerei blicken zu dürfen. Sie können einen Einblick hier in unserem Podcast gewinnen, oder natürlich vor Ort in der Gärtnerei Steinhilber in Neustadt/Waldnaab.

Die Dämonen in uns – Jurist und Autor Veikko Bartel im Ramasuri Frühschoppen am 16. April 2023

© Leonie Merold I Ramasuri
Der Angeklagte ist angerichtet - Veikko Bartel im Frühschoppen
Im Frühschoppen bei Moderator Jürgen Meyer drehte sich alles um True Crime!

Was geht in einem Menschen vor, wenn er tötet? Und was geht in einem Mann vor, der in über 40 Fällen Mörder vor Gericht vertritt und für Gerechtigkeit sorgen will? Veikko Bartel weiß beides. Als ehemaliger Strafverteidiger blickte er lange in die menschlichen Abgründe. Als Autor verarbeitet er sein Erlebtes. Bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer erzählt er von grausamen Gentlemen und fast schon witzigen Mordversuchen.

Aufgewachsen in Sachsen wurde er nach dem Abitur erst einmal Berufssoldat bei der NVA – bis zur Wende. Nach einem kurzen Intermezzo als Museumsführer studierte er Rechtswissenschaften. Anfangs noch als Anwalt für mittelständische Unternehmen aktiv, kam er immer mehr zum Strafrecht – und blieb dort, bis er 2011 aufhörte, Bucher schrieb und seitdem als Dozent Steuer- und Verwaltungsrecht vermittelt. Aber warum Strafrecht?

„Man braucht ein Faible für Gerechtigkeit“, erzählt der heute 57-Jährige. Auch wenn es paradox klingen mag. „Ich war in der Schule ein böser, böser, böser, böser Junge.“ Da brannte auch schon mal die Schulturnhalle. „Immer wenn in der Schule dann was geschah, war ich es, obwohl ich es gar nicht war.“ Er wurde für Dinge bestraft, die er gar nicht getan hat. So entstand sein Gerechtigkeitssinn. „Zudem bedient es den persönlichen Voyeurismus.“

13 Jahre hat er Straftäter vor Gericht verteidigt. Lassen ihn die Fälle nicht mehr los? „Das war die Intention die Bücher zu schreiben.“ Denn viele der Fälle „klingen nach“ bei ihm. „Es geht um die Geschichten dieser Menschen, wie aus völlig normalen guten Menschen plötzlich Mörder werden.“ Vieles hat ihn dabei nicht losgelassen. Wobei es tatsächlich auch „lustige“ Tötungsdelikte gab. Die ganzen Anekdoten hat er zusammengeschrieben. Und so fand auch ein Drama zwischen Vater und Sohn Einzug in sein erstes Buch „Der Angeklagte ist angerichtet“ – und bei uns auch ins Radio.

„Die Menschen haben eine völlig falsche Vorstellung vom Strafprozess“, muss er aber auch ein wenig aufklären. „Im Fernsehen: Um 9 Uhr wird die Leiche gefunden, um 10 Uhr ist die Spurensicherung abgeschlossen, um 11 Uhr gibt es DNA-Ergebnisse, um 13 Uhr wird der erste Verdächtige festgenommen und um 16 Uhr gibt es das Geständnis. So läuft es natürlich nicht. Da sind Monate dazwischen.“ Sein längster Strafprozess lief über drei Jahre. Doch in so viel Zeit, passieren auch zahlreiche lustige Anekdoten. „Es sind halt verrückte Geschichten, die der Strafprozess so schreibt.“

Es wundert Bartel aber auch nicht, dass „True Crime“ derzeit so beliebt ist bei den Menschen. „Von Mutter Teresa, von den Gutmenschen, lernen wir nichts. Nichts über die Dämonen die in uns Allen irgendwo leben. Und das Böse lässt uns in den Spiegel schauen.“ Dazu kommt der Hang zum Voyeurismus, der Menschen dazu bringt, sich wahre düstere Geschichten anzuhören.

Doch Veikko Bartel hat auch noch andere Seiten und wäre beinahe einmal beim Eurovision Song Contest für Island angetreten. Nur elf Stimmen fehlten. Dazu kommt, dass er nach einem finnischen Skispringer benannt ist und wegen einem Krampf in seinen Oberschenkel einmal die Matthäus-Passion in seiner Heimat gestört hat. Unser Moderator Jürgen Meyer erlebte einen ungewöhnliches, interessantes, witziges und tiefgründiges Gespräch. Und lernte dabei auch, was Grundvoraussetzung für einen Strafverteidiger ist. „Einen abgrundtiefen Glauben an das Gute im Menschen zu haben.“ Verpassen Sie hier nicht unseren Podcast. Oder erleben Sie Veikko Bartel auch hier: https://www.veikko-bartel.de/

Alles mit Humor nehmen - Der „Addnfahrer“ im Ramasuri-Frühschoppen am 26. März 2023

© Maximilian Janker I Ramasuri
S'Lem is koi Nudlsuppn - Der Frühschoppen mit dem Addnfahrer.
Im Talk mit Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer blieb kein Auge trocken. Lachmuskelkater garantiert.

„Wenn Du keine Ziele hast, geht nichts vorwärts im Leben. Je größer die Ziele sind, desto mehr kannst Du erreichen.“ Deshalb ist Mario Barth das Vorbild von Thomas Willibald alias „Der Addnfahrer“.  An diesem Sonntag musste die ganz große Bühne jedoch kurz warten. Denn er war zu Gast bei unserem Moderator Jürgen Meyer im Frühschoppen – und hätte statt der Weißwurst auch ein Gulasch genommen.

Bevor der Anfang 30-Jährige so berühmt wurde, lernte er jedoch etwas sehr Bodenständiges. Er wurde Schmied – und war sogar Innungsbester. Dabei hat er die Ausbildungsstelle erst einmal wechseln müssen. Sein zweiter Lehrherr war dabei mehr als streng. „Den wenn ich nicht gehabt hätte, hätte ich viel in meinem Leben anders gemacht, was wahrscheinlich nicht gut gewesen wäre.“

Als ein Arbeitskollege Willibald übersieht und mit dem Stapler anfährt ist seine Berufslaufbahn jedoch vorbei. 2015 geschah dann das Ungewöhnliche. Er half einem Kumpel auf dem Feld und fuhr mit der „Addn“, sprich mit Traktor und Egge. „Damals waren halt diese Youtube-Videos völlig irre.“ Er machte spaßeshalber ein Video, dass der Kumpel in die Landjugendgruppe seiner Heimat Gaißach schickte. Mitte 2015 hat er dann seine eigene Seite gebastelt und schon ging die Karriere los.

Seine Eltern waren dabei mehr als skeptisch. „Eltern wollen ihre Kinder ja immer vor schlechten Entscheidungen bewahren.“ Und als das erste Video plötzlich 600.000 Klicks hatte, war er selber fix und fertig mit den Nerven. „Ich bin dann auf den Berg gegangen, hab zwei Halbe Bier und meine Pfeife mitgenommen, hab mich an meinen Platz am Berg hingehockt und hab mir zwei Stunden Gedanken darüber gemacht.“ Sein Entschluss: Er zieht das durch. Das war Gold wert. Denn mittlerweile füllt er ganze Hallen mit seinem Programm.

Seine Geschichten sind dabei tatsächlich wahr. „Ich weiß auch nicht, warum des immer so eskaliert“, scherzt der Oberbayer.  „S’Lem is koa Nudlsubbn“ heißt sein aktuelles Programm, das jung und alt begeistert – von stillenden Müttern bis zu Senioren. „Man muss alles mit Humor nehmen“, ist dabei sein Motto.

Der Addnfahrer ist an sich sehr bodenständig. Verheiratet, Kind, hunderte Bäume gepflanzt, Haus in Arbeit. Traditionelle Werte liebt er. „Ich mag Brauchtum und Leute, die echt sind.“ Vielleicht kommt auch daher sein Interesse für Naturvölker und seine Einstellung zu Freundschaften. „Wenn‘s hart auf hart kommt, hast Du nur eine handvoll Leute, die zu Dir stehen. Der Großteil der Begegnungen ist zum Lernen, nur ein kleiner Teil ist zum Genießen.“ Vielleicht auch deshalb schaut er auf andere und spendet einen Großteil seiner Einkünfte aus dem Merchandising für Rentner denen es nicht zum Leben reicht.

Unser Gastgeber Jürgen Meyer war überrascht, wie viele Seiten des „Addnfahrer“ es gibt. Und so wurde es nicht nur ein süffisantes Gespräch, sondern auch ein Talk rund um die Dinge, die den „Addnfahrer“ bewegen. Allerdings sollten Sie sich unbedingt anhören, warum er lieber seine Steuererklärung macht, als nochmal beim Flug neben englischen Frauen zu sitzen. Die ganze Geschichte gibt es hier in unserem Podcast. Und mehr Addnfahrer gibt es hier: https://addnfahrer.de/

"Der Teufel, das Mädchen der Blues & Ich“ - Stephan Zinner zu Gast im Ramasuri-Frühschoppen am 19. März 2023

© Maximilian Janker I Ramasuri
Bayerisches Multitalent zu Gast bei Jürgen Meyer - Der Frühschoppen mit Stephan Zinner
Egal ob auf der Bühne, auf der Leinwand oder auf Papier - Stephan Zinner ist ein wahres Multitalent!

Er war viele Jahre bayerischer Finanzminister und Ministerpräsident – auf dem Nockherberg: Stephan Zinner. Viele kennen ihn aber auch als Metzger in den Eberhofer-Krimis. Diesmal war er ganz er selbst bei unserem Moderator Jürgen Meyer, der einmal hinter die vielen Gesichter des Kabarettisten, Musikers und Autors blickte.

„Bau hab i gmacht, Büro hab i gmacht. Da war schnell klar, des passt nird so zsam.“ Zinner wollte schon immer auf die Bühne, Plan B gab es keinen. Nach seiner Ausbildung auf der renommierten Schauspielschule Ruth von Zerboni verschlägt es ihn erst einmal für drei Jahre ans Landestheater Salzburg und schließlich in die Münchner Kammerspiele. „Ich war ein kleines Rädchen im großen Rad Kammerspiele“, blickt er auf seine fünf Jahre dort zurück.

Der Erfolg kam unverhofft. „Glück gehört dazu. Es gibt so viele Kollegen, die besser sind.“ Und damit meinte er sein Engagement beim Singspiel am Nockherberg. „Ich bin ausgewählt worden.“ 15 Jahre lang spielte er Markus Söder – und war damit eine der wichtigsten Figuren des Singspiels.

Doch Zinner macht viel mehr. Bücher schreiben zum Beispiel. „Ich bin kein Schriftsteller. Ich schreib Kurzgeschichten.“ Einen Roman von Stephan Zinner, wird es also eher nie geben. Die Texte sind dabei eher alltäglich, wie die „Badewanne des Todes“ in der es um die Unverträglichkeit von Strom und Wasser geht. Er hat aber auch schon Musik gemacht mit „Zinner and the Hurricans“. Ein Intermezzo mit drei sehr guten Musikern. Allerdings nur kurz. „Finanziell war das nicht immer optimal.“

Wenn er nicht auf der Bühne steht, steht er vor der Kamera. Polizeiruf 110 oder Rosenheim Cops. Bekannt wurde er als Metzger in den Eberhofer-Krimis. Im Herbst wurde der neueste abgedreht, der im Sommer in die Kinos kommt. Demnächst kommt auch noch die Kurzserie „Himmel, Herrgott, Sakrament“ ins Fernsehen, die die Bücher des Kult-Pfarrers Reiner M. Schießlers zur Grundlage hat.

Wer Zinner vorher lieber live erleben mag, der sollte sich sein aktuelles Kabarettprogramm ansehen. Seit 15 Jahren ist dies sein Ding. Sein aktuelles Programm heißt „Der Teufel, das Mädchen der Blues & Ich“. „Im Blues kommt immer der Teufel vor. Dem begegnet man auch in Bayern“, findet Zinner der seine Ideen vor allem aus dem Leben nimmt. „Ich kann besser über was erzählen, was ich erlebt hab.“ Deshalb wird auch die Familie mit eingebunden. Einen Ort zur Ideenfindung schließt er aber aus: „Der Marienplatz ist kein guter Platz, um Kabarett zu schreiben.“

Unser Gastgeber Jürgen Meyer erfuhr aber auch, was Zinner macht, um abzuschalten von Bühne, drei Kindern und einer Mietwohnung in München. „Ich habe das Glück, Dinge azyklisch machen zu können.“ Deshalb geht es schon mal Dienstag mit dem Radl an den Tegernsee. Sie wollen noch mehr über den sympathischen Stephan Zinner erfahren? Dann hören Sie hier unseren Podcast.

Zurück ins Wirtschaftswunder - Conny und die Sonntagsfahrer im Ramasuri-Frühschoppen am 12. März 2023

© Maximilian Janker I Ramasuri
Ein Hoch auf die 50er! Conny und die Sonntagsfahrer im Frühschoppen.
Bei Moderator Jürgen Meyer ging es mit den Sonntagsfahrern auf eine Reise in die musikalische Vergangenheit.

Alle vier sind studierte Musiker und ihre Leidenschaft sind die 50er und 60er Jahre. Andrea Graf alias Conny und Rainer Heindl alias Peter sind zwei der vier Musiker bei „Conny und die Sonntagsfahrer“. Diesmal fuhren sie am Sonntag nach Weiden und statteten unserem Moderator Jürgen Meyer einen Besuch ab. Er wollte vor allem wissen, wieso Musiker die Leidenschaft der Zeit des Wirtschaftswunders aufleben lassen.

„Mir liegt die Musik. Ich habe damals auch die Filme geliebt“, erklärt Conny. „Peter Kraus, Peter Alexander, Bill Haley – das waren meine Vorbilder“, erklärt Peter. Er hatte in den 90er Jahren schon eine Rock’n’Roll-Band. Dabei hat er mit ganz vielen Stars schon auf der Bühne gestanden oder sie kennengelernt. Dann kam eine Idee von Alexander alias Thomas Stoiber und Freddy alias Steffen Zünkeler – den beiden anderen Mitgliedern des Quartetts. „Es gab die Idee ein Schlagertrio zu machen.“ Schließlich hat man beschlossen, dass eine Sängerin auch nicht schlecht wäre. So kam Conny dazu.

„Wir haben den Künstlerdienst genutzt und inseriert“, erzählt Peter, wie man Conny gefunden hatte. Andrea Graf war damals in Karlsruhe am Theater. „Es ist ganz klar, die suchen mich“, war sie überzeugt. Auf Bühnen ist sie ohnehin ein Profi. Sie hat an der „Stage School of Music, Dance and Drama“ in Hamburg studiert. Und im Petticoat fühlt sie sich auch in der alten Zeit wohl.

Auf die Bühne kommen Musikstücke von Peter Alexander oder Freddy Quinn in ganz eigener Version. Seit 2014 gibt es die Combo und seit Ende 2017 sind sie in aktueller Besetzung unterwegs. Dabei ist es nicht nur Musik, sondern Revue, Musical und Theater, dass die vier zum Besten geben – und bei Publikum und Kritikern für Begeisterung sorgt.

Andrea Graf hat dabei durchaus noch Interesse, auch mal wieder vor der Kamera zu stehen, denn beim ORF war sie früher auch als Schauspielerin gebucht. Für Vollblutmusiker Rainer Heindl ist die Freizeit da wichtiger. „Ich bin Modelleisenbahner“, verrät er im Gespräch. „HO.“

Vor kurzem stand das Quartett noch im Studio. Gerade bereitet er aber das neue Programm vor, mit dem es ab Herbst auf Tour geht. „Musik liegt in der Luft“, wird es heißen. „Unser Ziel ist es einfach, dass die Leute reingehen und unbeschwert glücklich und mit vielen Melodien im Kopf wieder rausgehen“, beschreibt Conny worauf sich die Besucher freuen dürfen.

Wer einen unbeschwerten Abend genießen will, der findet unter https://www.conny-sonntagsfahrer.de/ alle Termine des Quartetts. Bis dahin lohnt es sich, unserem Gastgeber Jürgen Meyer zuzuhören, was er Conny und Peter alles entlocken konnte. Hier geht es zum unbeschwerten Zeitreise-Podcast, zurück in Zeiten des Aufschwungs und der guten Laune.

Fußball und soziales Engagement - Simone Laudehr im Ramasuri Frühschoppen am 5. März 2023

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Mach mal Laudehr! Der Frühschoppen mit Simone Laudehr
Bei Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer drehte sich alles um die beindruckende Karriere des oberpfälzer Multitalents

„Ich hab im Kindergarten schon immer mit den Jungs gekickt“, sagt Simone Laudehr heute. Denn dort geht es ein wenig härter zu. Vielleicht war das auch ein Teil des Weges zum Erfolg. Denn mittlerweile ist die Fußballspielerin Deutsche Meisterin, Weltmeisterin und Olympiasiegerin. Unser Gastgeber Jürgen Meyer hatte im Frühschoppen deshalb viele Fragen, wie es soweit kam und welche Träume unerfüllt blieben.

Mit drei Jahren hat Simone Laudehr angefangen beim FC Tegernheim zu spielen, einem kleinen Ort neben Regensburg. Mit zehn Jahren ging sie zum SC Regensburg. Dort gelang schließlich der Sprung, als sie mit 16 Jahren vom FC Bayern entdeckt wurde. Wichtig war jedoch der Anfang: „Ich kann Mädels nur empfehlen immer auch mit Jungs zusammenzuspielen“, resümiert sie.

Aber warum wurde es Fußball? „Ich habe nebenher noch Basketball und Tennis gespielt.“ Die Eltern waren das ganze Wochenende immer mit ihr durch ganz Bayern unterwegs von Sportevent zu Sportevent. Doch dann musste sie sich entscheiden. „Ich habe einfach Fußball geliebt.“ So fiel die Entscheidung, vor allem gegen Basketball.

Die Eltern standen dahinter. Kein Wunder, denn Simones Mutter war früher Leichtathletin in ihrer Heimat Rumänien. Klar war aber immer, dass es für eine Karriere eine solide Grundlage braucht. So ging es nach der Klosterschule in Regensburg erst einmal in eine Ausbildung zur Bürokauffrau. Da sie mittlerweile sehr erfolgreich war, nahm die Bundeswehr sie als Sportsoldatin auf. Dort hatte sie schließlich auch die Chance noch Sportmarketing zu studieren.

2007 kam sie offiziell zur Fußballnationalmannschaft und wurde im gleichen Jahr Weltmeisterin. 2008 folgten die erste Olympiateilnahme und die Bronzemedaille. 2016 dann tatsächlich olympisches Gold. „Man hätte von dem profitieren können, was wir alles erreicht haben“, sagt sie kritisch darüber, dass nach den Erfolgen damals noch nicht mehr passiert ist im Frauenfußball. „Die Engländer waren hier halt Vorreiter.“ Sie freut sich aber, dass es mittlerweile eine durchaus große Begeisterung für Frauenfußball gibt in Deutschland.

Sport heißt aber auch Disziplin. Was sich beim Essen zeigt und deshalb auch bei einem Weißwurstfrühstück im Radiostudio angesprochen werden muss. „Mit 28 habe ich angefangen endlich mal zu essen, worauf ich Lust hatte.“ Zu ihrer besten Zeit hatte sie nur sieben Prozent Körperfett. Sie ernährt sich zwar weiterhin gesund, aber wenn sie Lust darauf hat, ist sie auch mal einen Döner.

Zum Sport und Erfolg gehört auch soziales Engagement. Deshalb engagiert auch sie sich für die „Bananenflanker“, die sich darum kümmern, dass auch Menschen mit Einschränkungen den Sport erleben können. „Integration ist wichtig“, findet Laudehr. Vergangenes Jahr hat sie den FC Bayern offiziell verlassen und ist mittlerweile in der Gaming-Szene daheim wo sie sich um digitale Fußballspiele kümmert.

Sie hätte zwar auch eine Trainerlizenz, aber so wirklich als Cheftrainer sieht sie sich nicht. Dafür schon eher als Tierschützerin. „Ich würde mir wünschen, mal beim Eurojackpot zu gewinnen und ein ganzes Landgut für Tiere aufbauen. Das wäre mein Traum.“ Was Simone Laudehr unserm Moderator Jürgen Meyer noch alles verraten hat, erfahren Sie hier in unserem Podcast.

Die Vroni aus Uffing“ - Veronika Hörmann im Ramasuri Frühschoppen am 26. Februar 2023

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Unterwegs auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Veronika Hörmann im Frühschoppen.
Bei Moderator Jürgen Meyer erzählt die sympathische Oberbayerin über ihr Leben auf der Bühne und ihre Rolle als "Lisi" in Fack Ju Göthe.

Sie ist Musical-Darstellerin, Sängerin, Schauspielerin, gutaussehend, nicht auf den Mund gefallen und definitiv kein Morgenmensch: Veronika Hörmann. Unser Moderator Jürgen Meyer hat die sympathische Oberbayerin einmal ins Studio eingeladen, um über den Weg auf die Bühne und die Herausforderungen einer großen Tour zu sprechen.

Als erstes fiel jedoch auf, dass die in Uffing am Staffelsee aufgewachsene Hörmann astreines Hochdeutsch spricht. „Mein Sprechdozent hatte sehr viel Freude mit mir“, scherzt sie. Wenn sie will kann sie aber noch tiefsten Dialekt sprechen. „Ich bin zweisprachig.“

Dass sie auf die Bühne wollte, war ihr früh klar. „Es ist der Weg den ich immer haben wollte.“ Mit 13 stand sie für ein Musical am Gymnasium auf der Bühne. „Plan B gab es nicht.“ Die Eltern hatten anfangs schon Schwierigkeiten mit dem Berufswunsch. „Aber sie haben ja gesehen, mit wie viel Herzblut ich dabei war.“ Und Vroni arbeitete hart für den Traum. „Ich habe mich sehr darauf fokussiert.“ Entdeckt wurde sie schließlich, als sie beim Garmischer Kultursommer mitspielte. „Danach gab es nur noch voll Voraus ins Studium.“ Von 2010 bis 2014 war sie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München und schloss 2014 im Fach Musical mit Diplom ab.

Doch dann ging es erst einmal ins Ausland. „Es ist nicht so einfach in den Beruf einzusteigen“, erzählt sie. Also ging es mit Oktoberfestbands erst einmal zu Auftritten nach China und Japan. „Aus purer Geldnot.“ Dabei war das Erlebnis überwältigend, denn sie wurde gefeiert wie ein Superstar. „Dabei bin ich ja nur die Vroni aus Uffing.“

Singen ist dabei ohnehin kein Problem. Denn Veronika Hörmann hat auch eine eigene Band: „DeHörmann“. Doch aktuell ist sie gut beschäftigt, denn sie tourt als Hauptdarstellerin „Lisi Schnabelstedt“ mit dem Musical „Fuck Ju Göthe“ durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Mit der Rolle kann sie sich immerhin teilweise identifizieren. „Sie passt zu mir, was das Yoga-Faible angeht. Aber ich bin schon eher die Hau-drauf-Frau.“

Dass sie es überhaupt geschafft hat, ist neben Können auch Glück zu verdanken. Die Rolle war ausgeschrieben und sie bewarb sich mit einem Video. „Dann wirst Du zum Vorsprechen eingeladen.“ Es folgte Arbeit mit dem Regisseur und dem Team. „Dann musste ich sogar ein zweites Mal hin.“ Denn es wurde geschaut, ob sie mit dem männlichen Hauptdarsteller zusammenpasst. Es passte und so ist sie noch bis 13. März auf Tour und im Herbst vermutlich noch einmal drei Monate – wegen des großen Erfolges. Für größere Kinder, die derben und schwarzen Humor vertragen, ist das Familienmusical übrigens gut geeignet.

Preise gab es für ihre Leistungen übrigens noch keine. „Ich freu mich natürlich über Anerkennung. Das Ego muss ja auch mal gestreichelt werden.“ Dafür muss aber nichts auf dem Kaminsims stehen.

Unser Gastgeber Jürgen Meyer erfuhr nebenbei auch einiges darüber, war Veronika Hörmann zum Ausgleich für sich tut, was passiert, wenn die Stimmung auf einer Tour mal kippt und ob die Oberbayerin noch Single ist. Wer mehr erfahren will, findest sie hier: https://www.veronikahoermann.de/ Oder natürlich hier in unserem Podcast. Im Fernsehen aber vermutlich nicht. „Ich bin ein Theatertier!“

Der sportlichste „Sporti“ - Florian Weber im Ramasuri Frühschoppen am 12. Februar 2023

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Applaus Applaus! Der Frühschoppen mit Florian Weber
Egal ob beim Sport oder auf der Bühne, Flo Weber gibt immer 100 Prozent!

Die Sportfreunde Stiller kennt fast jeder, spätestens seit ihrem Hit zur Fußball-WM 2006. Wer dahintersteckt und wie die Band zu ihrem Namen kam, wissen vermutlich nur eingefleischte Fans. Unser Gastgeber Jürgen Meyer konnte sich diesmal aus erster Hand die Geschichte erzählen lassen. Er hatte Florian Weber zu Gast – Schlagzeuger und Mitbegründer der Sportfreunde Stiller.

Webers Leben ist tatsächlich sehr von Sport geprägt. „Meine Eltern waren Schwimm- und Turntrainer“, erzählt er. So ist es nicht ungewöhnlich, dass er mit neun Jahren schon oberbayerischer Meister im Schwimmen war, im Basketball durchstartete und mit 17 Jahren sogar zum Probetraining beim FC Bayern vorstellig wurde. Kein Wunder war daher auch, dass er ein Sportstudium begann, mit Schwerpunkt Präventions- und Rehasport. „Des Sportstudium hat super Spaß gemacht, vor allem weil ich dort Freunde fürs Leben gefunden habe.“

Doch woher kam die Leidenschaft für die Musik? Weber hat zwei Geschwister. „Wir haben alle Klavierunterricht bekommen. Das mussten wir ausprobieren.“ Tasteninstrumente waren aber nicht sein. So hat er mit zehn Jahren auf Schlagzeug umgeschwenkt. Mit 17 gründete er schließlich seine erste Band und schließlich mit Peter Brugger die „Sportfreunde Stiller“. Eigentlich sollte die Band nur „Stiller“ heißen. „Nach unserem Fußballtrainer beim SV Germering, Hans Stiller.“ Doch dann kam eine Klage von einer Band aus Hamburg, die auch so hieß. Also haben sie sich umbenannt.

„Ich habe meinen Vater versprochen, mein Studium zu beenden, obwohl es die Sportis schon gab“, erzählt Weber von seinem Plan B. „Hätte das mit den Sportfreunden nicht funktioniert, hätte es mich sicher in Richtung Rehabilitation getrieben.“ Doch die „Sportis“ funktionierten und waren erfolgreich. Vermutlich auch wegen Webers positiver Einstellung. „Mir fällt es leicht Dinge auszuprobieren und es macht mir nichts aus, wenn es nicht klappt.“

„Die Ideen kommen aus dem Leben“, erklärt Weber, woher die Songtexte kommen, die er teils auch selbst schreibt. Erfahrungen, Enttäuschungen, Melancholien. Und dann kam 2006 die Fußball-WM. „Wir haben immer gesagt, wir machen für die WM ein Lied.“ Aber nach eigenem Geschmack und auch selbst veröffentlicht, ohne dass offizielle Stellen hier mitentscheiden. „Es war enorm, was dieses Lied für Wendungen und Reisen genommen hat.“ Für die Fußballfreaks ein absoluter Höhepunkt, dass sie dadurch beim Empfang der Nationalmannschaft am Brandenburger Tor mit dabei sein durften.

Doch Weber ist nicht nur Musiker. Er hat auch schon drei Romane geschrieben. „Kauft das letzte Buch“, macht er Werbung. Er meint „Die wundersame Ästhetik der Schonhaltung beim Ertrinken“, welches im vergangenen Jahr erschienen ist. Nebenbei treibt er natürlich noch leidenschaftlich Sport. „Einmal die Woche bin ich noch auf dem Fußballplatz.“ Seine Bekanntheit nutzt er aber auch für wichtige Dinge, zum Beispiel für die Ukraine, den Kampf gegen rechts oder auch für Menschen mit Einschränkungen. „Ich darf immer mal wieder bei den Bananenflankern mitspielen“, erklärt er stolz.

Unser Moderator Jürgen Meyer sprach mit Weber auch über die schwierigen Corona-Jahre und sein HipHop-Projekt „MS Flinte“. „Manche behaupten es ist kein HipHop, aber mir doch egal“, scherzt Weber. Was der engagierte Oberbayer sonst noch so treibt und wofür er die Politik kritisiert? Hören Sie es hier in unserem Podcast.

Couplet-AG und Brettl-Spitzn - Jürgen Kirner im Ramasuri-Frühschoppen am 5. Februar 2023

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Der Motor und kreative Kopf der Couplet-AG - Jürgen Kirner im Frühschoppen!
Ein Mann mit ungeheurer Bandbreite und Vielfalt.

Bayerischer Kabarettpreis, Dialektpreis oder Poetentaler – die erfolgreichste Musikkabarettformation Süddeutschlands hat alles abgeräumt. Hinter der „Couplet-AG“ steckt ein Oberpfälzer: der Hemauer Jürgen Kirner. Diesmal war er zu Gast bei unserem Moderator Jürgen Meyer und hat erzählt, wie sich im Laufe der Jahre alles glücklich gefügt hat.

Er liebt die Oberpfalz. Wenn er allerdings an seinen Heimatort in den 60er Jahren denkt, kommen eher karge Erinnerungen auf. „Es hat Steine, Kartoffeln, die Kirche und die CSU gegeben.“ Für Künstlerisches und Karriere nicht zwingend der richtige Ort. Allerdings musste er erst einmal etwas Bodenständiges lernen. Deshalb wurde er Schauwerbegestalter.

Mitte der 1980er Jahre zog es ihn schließlich nach München, aus einem sehr einfachen Grund. „Weil ich schwul bin.“ Dort hat er schließlich Supermärkte geleitet und wurde Werberedakteur. „Ich wollte Marketingleiter werden und das hat funktioniert“, erinnert sich Kirner. 16 bis 18 Stunden Arbeitstage hatte er schließlich, weil er tagsüber im Laden stand und abends auf der Bühne. „Es war so, dass ich das immer zeitgleich gemacht.“ Denn schon 1988 hatte er im Wirtshaus zum Isartal die „Brettlbühne“ gegründet. 1993 folgte schließlich die „Couplet-AG“.

„Das Couplet war weitverbreitet in der Oberpfalz.“ Doch Kirner sah, dass es vom Aussterben bedroht war. Deshalb gründete er die Couplet -ArterhaltungsGesellschaft, um die Tradition wieder aufleben zu lassen. „Die Altvorderen haben früher viel Couplet gesungen.“ Gemeinsam mit dem Komponisten Bernhard Gruber bringt er seit mittlerweile 30 Jahren die Tradition der Volkssänger den Menschen wieder näher.

Doch nicht nur auf der Bühne kümmert er sich um den Erhalt wertvoller Traditionen. 2013 kam die Sendung „Brettl-Spitzn“ im Bayerischen Fernsehen dazu. „Die Volkssänger-Szene in Bayern hatte ja keinen Status mehr. Damit hat keiner mehr was anfangen können.“ Er wollte es wieder salonfähig machen. Kirner gelang es erfolgreich eine Nische zu besetzen. „Es ist schön, dass die Saat so aufgeht“, stellt der 62-Jährige fest. Denn auch junge Leute begeistern sich wieder für Volksmusik. „Wenn die Kirwaleut nicht wissen, was sie singen sollen, dann sollen sie sich bei mir melden.“ Denn es gäbe schönes bayerisches Liedgut und nicht nur „Layla“.

Was viele nicht wissen, Kirner ist auch künstlerischer Leiter der „Alten Wiesn“. Er singt mit den Leuten, es spielt Wirtshausmusik und meist sind die Künstler aus den „Brettl-Spitzn“ im Volkssängerzelt mit dabei. „Es ist einfach so ein Wohlgefühl, so wie man sich im klassischen Sinne das Wirtshaus vorstellt.“ Seine Begeisterung ist hier unendlich. „Du darfst den Leuten was geben. Das ist etwas Schönes.“ Gerade in den aktuellen unruhigen Zeiten, wäre dies umso wichtiger. „Die ganzen negativen Geschichten wollen die Leute mal ausblenden. Sie brauchen eine Möglichkeit ihre Lebensenergie zurückzuholen.“

Am 26.2 ist er im ACC in Amberg und demnächst auch in Speichersdorf. Doch die wirklich privaten Geschichten erfuhr nur unser Gastgeber Jürgen Meyer. Zum Beispiel was Kirners Lieblings-Dialektwort ist und warum er in der Hoffnung auf kostenlosen Champagner Freddy Mercury kennenlernte. Kirners wichtigster Tipp am Ende: „Hörts weiter Radio Ramasuri, weil wenn’s den nimmer häds, dad eich wirklich was fehln.“ Das geht natürlich auch online und hier im Podcast.

„Der mit den Waldtieren spricht“ - Wolfgang Schreil alias „Woid Woife“ im Ramasuri-Frühschoppen am 22. Januar 2023

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Stimme wie ein Bär und ein Herz aus Gold - Der Woid Woife im Frühschoppen
Bei Frühschoppen Moderator Jürgen Meyer gibt Woife tiefe Einblicke und Tipps im Umgang mit dem Wald und seinen Bewohnern.

Er sieht aus wie ein Waldschrat, trägt einen grünen Filzhut und hat eine beruhigende tief-sonore Stimme: Wolfgang Schreil. Bekannter ist er allerdings unter seinem Künstlernamen „Woid Woife“. Der Mann, der für die Natur lebt hat unserem Gastgeber Jürgen Meyer aber erst einmal ein Fettnäpfchen bereitgestellt. Denn die obligatorische Weißwurst blieb liegen. Woid Woife ist nämlich Vegetarier.

Wer ihn sieht, wird gar nicht glauben, welche Stationen der Mittvierziger aus Bodenmais schon hinter sich hat. Er war mal Bodybuilder. Mit 14 Jahren fing er damit an. „Ich dachte ich müsste mich beweisen. Ich war Bodybuilder, Kraftsportler und sogar Deutscher Meister im Steinheben.“ Auf Druck der Eltern hat er schließlich Automechaniker gelernt. „Ich bin der schlechteste Automechaniker der Welt. Ich war so froh, wie ich endlich tun konnte, was ich wollte.“

Denn schon daheim, wuchs seine Leidenschaft für die Natur. „Meine Mutter hat mich schon gelehrt, wie man mit Tieren umgeht. Und sie hat mir die Liebe zu Natur und dem Wald beigebracht.“ Er war viel draußen, begann zu fotografieren und machte die Natur zu seiner Heimat. Geld verdiente er anderweitig, aber auch draußen. „Ich war ja eigentlich glücklicher Totengräber.“ Doch plötzlich wollten die Leute was von ihm hören. „Das ist eine Win-Win-Situation“, findet er, vor allem auch für die Tiere. Deshalb widmet er seine Arbeit vor allem den Tieren im Wald.

Seine Erfahrungen wollte er in einem Buch weitergeben. Nach dem ersten Buch kam eine Anfrage von einer Produktionsfirma, die einen Film mit ihm machen wollten. Es entstand „Vom Woife und dem Wald“, der durchaus erfolgreich auf Arte lief. Daraus ergab sich dann der Weg in die Serie „Anna und der wilde Wald“ auf Kika, die ihm eine gewisse Berühmtheit einbrachte. Nebenbei schreibt er weiter Bücher. „Der mit den Waldtieren spricht“ hat es sogar auf die Spiegel Bestsellerliste geschafft und erscheint jetzt sogar auf italienisch. Er will mit den Büchern für Verständnis sorgen. „Und im besten Fall lieben die Leser dann die Natur und die Tiere.“

Sein Thema ist es, im Einklang auch mit sich selbst zu sein. „Wenn ich jemanden dazu bewegen kann, nicht mehr zu hassen, und sein Leben besser zu machen und gleichzeitig die Tiere zu lieben, dann passt es.“ Seine Formel ist ganz einfach. „Hass macht Dein Leben schwer.“ Und so freut er sich vor allem auf seine Touren mit Kindern, die noch unvoreingenommen sind. „Ich zeige den Kindern von klein auf, dass jedes Leben zählt. In der Natur gibt es kein Gut und Böse.“

Anders als im richtigen Leben. Denn auch der Woid Woife hat durchaus mit Menschen zu kämpfen, die im Internet anonym und ungefiltert ihren Hass transportieren. „Das hat mich ein wenig ausgelaugt.“ Deshalb wird er nach seiner aktuellen Tour im April erst einmal Pause machen. Im Wald kann er dann wieder Kraft tanken, Ruhe genießen und sich stärken für seine Mission, Menschen und Tieren ein besseres Miteinander zu bescheren. „Beherzigt, dass ihr auch zur Natur gehört. Genießt jeden Tag, lebt euer Leben und genießt es. Aber so, dass ihr nichts anderes zerstört dabei“, will er deshalb jedem mitgeben.

Auch wenn sich unser Moderator Jürgen Meyer am Ende über die Weißwurst freute und dem Woid Woife die Käseplatte überließ, hat dieses Gespräch viel Eindruck hinterlassen. Wenn auch Sie erfahren wollen, was die Natur dem Menschen gibt und wieso Bülent Ceylan der größte Fan vom Woid Woife ist, hören Sie hier unseren Podcast.

Mit Glück und Talent bis ganz nach oben – Fußballer Markus Babbel im Ramasuri Frühschoppen am 15. Januar 2023

© Bild: Katharina Rappl I Ramasuri
Mit dem Fußball einmal um die Welt - Markus Babbel im Frühschoppen
FCB-Legende, Europameister und internationaler Trainer. Der Kult-Kicker gibt bei Jürgen Meyer Einblicke in eine beeindruckende Karriere.

„Ich hatte einfach wahnsinnig viel Spaß an dem Spiel. Und dann kommen halt die Dinge ganz automatisch.“ Es klingt fast bescheiden, wenn Fußballer Markus Babbel über den Beginn seiner Karriere spricht. Immerhin hat er fast alles erreicht, was ein Fußballer erreichen kann. Mit unserem Moderator Jürgen Meyer, machte Babbel im Studio eine Reise durch seine ganz persönliche Geschichte.

Angefangen hat der heute 50-Jährige beim TSV Gilching-Argelsried. 1981 wurde der FC Bayern München auf ihn aufmerksam und nahm ihn in die Jugend auf. „Selbst da war es für mich kein Gedanke, dass ich da mal bei den Profis mitspiele“, blickt er zurück. Doch am Ende kam ein Quäntchen Glück dazu und war zur rechten Zeit am rechten Ort. Natürlich ist er froh diesen Weg eingeschlagen zu haben. „Ich wüsste nicht, was ich sonst gemacht hätte.“

Denn gelernt hatte er Industriemechaniker. „Meine Frau wundert sich vor allen Dingen, weil ich kann keinen Nagel in die Wand einschlagen.“ Deshalb wäre das vermutlich nie eine wirkliche Option gewesen. Musste sie aber auch nicht sein. Babbel spielte am Ende in der höchsten Liga. 355 stand er in Deutschland und England im Oberhaus auf dem Platz. 51 Mal lief er mit der Nationalmannschaft auf – und wurde 1996 Europameister.

2000 verließ er die Nationalmannschaft. „Da hab ich mich über mich selbst geärgert“, sagt er im Nachgang. Aber er wusste, dass er mit den neuen Nationaltrainern nicht gut konnte. Im gleichen Jahr begann aber auch seine beste Zeit im Fußballer-Leben. Er wechselte zum FC Liverpool. „Liverpool ist speziell. Das muss man erlebt haben.“ Verein, Stadt und Fans boten hier ein ganz besonderes Fußballerlebnis. Bis 2004 spielte er dort und holte auch zahlreiche Titel.

Wie bei vielen Fußballern kam 2007 der Wechsel auf die Trainerbank, zuerst beim VfB Stuttgart. Verschiedene Stationen, viele Erfolge. Aber Trainer werden hart beurteilt und so ging es manches Mal auch unfreiwillig weiter. Aber auch rund um die Welt. Als Trainer war er auch in der Schweiz und in Australien aktiv, bis er 2020 aufhörte.

Seit 2021 ist er als Experte bei „ran“ im Fernsehen zu sehen. „Es ist nie persönlich. Es geht immer nur um die Position die ich kritisiere“, beschwichtigt er. Hatte er doch Fußballexperten selbst nie gemocht. 2022 hat er dann die Bananenflanker für sich entdeckt. „Wir leben alle auf der Sonnenseite. Wenn ich da einen kleinen Teil zurückgeben kann, ist das perfekt.“ Die Bananenflanker engagieren sich für besondere Menschen und ermöglichen ihnen über den Fußball mehr Teilhabe.

Ansonsten genießt er es aber gerade auch einfach nur faul zu sein. „Ich war 16 Jahre immer unterwegs, da hab ich das verdient.“ Dabei wird er dann auch schon mal politisch und kommentiert den Ukraine-Krieg. Tatsächlich ist er aber wenig auf sozialen Medien unterwegs, wie unser Gastgeber Jürgen Meyer erfuhr. Mit einer Ausnahme: Immer Freitag veröffentlicht Markus Babbel seinen ganz persönlichen Musiktipp der Woche. Welche Musikrichtung? Hören Sie hier unseren Podcast und finden Sie es heraus.

„Luschtobjekt“ - Bülent Ceylan im Ramasuri-Frühschoppen am 18. Dezember 2022

© Bild: Noel Marner I Ramasuri
Der Kult-Comedian Bülent Ceylan zu Gast bei Jürgen Meyer
Stimmemimitator, Comedian und jetzt auch noch Sänger mit eigenem Album. Der Monnemer-Jung ist seit 25 Jahren ein absolutes Multitaltent!

Egal ob seine Herkunft oder Diskussionen mit seinem Sohn: Bülent Ceylan kann aus allem beste Comedy machen. Kein Wunder also, dass er den Deutschen Comedypreis sogar schon drei Mal gewonnen hat. Diesmal brachte er aber vor allem unseren Moderator Jürgen Meyer zum Lachen.

Seit 1998 steht Ceylan schon auf der Bühne und hat auch sein Philosophie-Studium zugunsten der Bühne abgebrochen. Nächstes Jahr hat der gebürtige Mannheimer 25-jähriges Bühnenjubiläum. Auch wenn er ein paar bayerische Ausdrücke kann, bleibt es im Interview dann doch lieber im Schwäbischen. So wie auch in seinem aktuellen Programm „Luschtobjekt“. „Nicht zu verwechseln mit Lutschobjekt. So ein Programm könnte ich gerne machen, dann wäre ich in aller Munde“, scherzt er. Premiere war eigentlich schon Anfang 2020, doch durch Corona kam es erst zwei Jahre später auf die Bühne.

Es geht darum, dass sich Menschen in sozialen Medien zu sehr filtern. „Bleibt wie ihr seid, esst was ihr wollt“, ist daher sein Fazit. Doch in Bayern wird es schwer ihn noch live zu sehen. Alle Termine sind schon ausverkauft. „Es ist Wahnsinn, was in Bayern abgeht.“ In seinem Programm kommen aber leider keine Parodien vor. Denn Ceylan kann durchaus auch als Boris Becker oder Helmut Kohl durchgehen, wie er im Studio beweist. „Aber da müsste ich mich erst mal mit aktuellen Typen auseinandersetzen.“

Dafür gibt es jetzt Gesang mit in seinem Programm. Seit dem „Masked Singer“ 2019 hat er mit dem Singen angefangen. „Man darf sich nicht immer nur in der Komfortzone bewegen“, findet Ceylan. Auch wenn es mal nicht läuft, probiert er gerne Neues aus. „Ich hab ja schon immer gerne gesungen.“ Im Herbst 2023 erscheint deshalb tatsächlich auch sein erstes Album. „Wenn man sich als Künstler auch mal neu erfinden kann, macht das ja auch Spaß.“

Los ging übrigens alles, als er 1996 Roland Junghans getroffen hat. Der Comedy-Autor hat ihm geholfen, seinen Auftritten den letzten Schliff zu geben und so dazu beigetragen, dass er kurz danach auf der Bühne stand. „Ich wollte ja eigentlich Sonderpädagoge werden.“ In seinem Zivildienst hatte er viel mit behinderten Kindern gearbeitet. Der Wunsch Gutes zu tun, blieb aber. „Ich wollte nur bekannt werden, um meinen Namen für gute Dinge zu nutzen“, gibt er zu. So kam es auch, dass er 2017 seine eigene Kinderstiftung gegründet. „Es gibt noch genügend Kinder in Deutschland, denen es schlecht geht. Da muss man helfen.“

Seine Stiftung kümmert sich dabei nur um Projekte in Deutschland. „Da kann ich vor Ort sein und weiß wo das Geld hingeht.“ Denn jeder Cent soll dort ankommen, wo er gebraucht wird. Zudem ist es ihm aber auch wichtig, dass die Menschen offener werden. „Man muss immer offen sein. Man muss sich auch mal von einem jungen Menschen was sagen lassen, wenn es nicht richtig war“, findet der vierfache Familienvater. Einen Nachfolger hat er dabei scheinbar auch schon geschaffen, denn einer seiner Söhne scheint nach ihm zu kommen, wie er in einer Anekdote erzählt.

Ceylan findet jeder natürlich in allen sozialen Medien. Aber auch sonst ist er omnipräsent. Im Januar hat er eine neue Show im „Ersten“, die Silvesternacht wird er gemeinsam mit Beatrice Egli moderieren. Wenn Sie bis dahin noch hören wollen, wie Ceylan die Augen von unserem Gastgeber Jürgen Meyer findet, dann hören Sie hier unseren Podcast.

Staubtrocken und tiefgekühlt – Kabarettist Christoph Fritz im Ramasuri-Frühschoppen am 11. Dezember 2022

© Bild: Corinna Marx I Ramasuri
Trockener österreichischer Humor trifft auf die Oberpfalz - Christoph Fritz im Frühschoppen
Der neue Senkrechtstarter der Comedy-Szene mit dem Babyface macht in seinem neuen Programm "Zärtlichkeit" die Bühnen der Republik unsicher.

Es war eine harte Nuss für unseren Moderator Jürgen Meyer beim Frühschoppen. Zu Gast war diesmal Christoph Fritz, Österreichischer Kabarettist und jemand, der nicht davor zurückschreckt, sein jugendliches Aussehen auch dafür zu nutzen, sich Kinderpreise zu sichern. „Ich bin 28 und sehe aus wie ein 15-jähriger Ministrant.“

Groß geworden ist Fritz in einem kleinen Dorf in Niederösterreich. „Wir haben nur das Allernotwendigste an Infrastruktur. Ein Puff, eine Kirche, einen Hausarzt, 16 Tierärzte, eine Raiffeisenbank und einen Zebrastreifen.“ Das Studium „Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung“ brachte ihn schließlich in die Stadt – und 2016 das erste Mal auf eine Bühne. An der Hochschule hat ihm eine Kommilitonin den Gedanken eingepflanzt, er solle es doch mal mit Stand-Up Comedy versuchen. Er sah es eher als Experiment und ist doch auf der Bühne geblieben. „Wegen Geltungsdrang und geringem Selbstbewusstsein“, scherzt er.

Seine Texte sind viel „Versuch und Irrtum“, wie er selbst sagt. Da wundert es nicht, dass sein erster Abendfüllender Auftritt in einem Desaster endete. Er hatte einen Comedypreis gewonnen, stand danach auf der Bühne und 70 Minuten hat keiner gelacht. „Da hab ich das Schlimmste in der Karriere gleich hinter mich gebracht.“ Dennoch hat er seinen Job bei einer Versicherung gekündigt. „Meine Oma hat mir gleich die Adresse zugesteckt für ein Altersheim für alte verwahrloste Künstler.“

Zwei Bühnenprogramme hat er schon: „Das jüngste Gesicht“ und „Zärtlichkeit“. Sein Rezept ist dabei seine Authentizität. Er will so sein, wie er ist. So kann er auch aus einem Urologen-Besuch bestes Kabarett machen. Auch wenn er etwas zögerlich davon erzählt, so wie auf der Bühne. Sein Humor ist eben staubtrocken. „Man wünscht sich ja, dass einen die Leute wiedererkennen. Wenn auch nicht der eigene Urologe.“ Das baute er gleich ein. Die Gürtellinie ist für ihn dabei keine Grenze. Wobei er da manchmal an Fledermäuse denkt, die ja kopfüber hängen. „Für die wäre das alles noch über der Gürtellinie.“

Unser Gastgeber Jürgen Meyer wollte aber auch ein bisschen was Privates von Christoph Fritz erfahren. Vergeblich. „Ich leb nur auf der Bühne, dazwischen vegetiere ich nur tiefgekühlt vor mich hin“, erzählte er, bevor sein Manager ihn wieder in den Kühlcontainer packte, um sein jugendliches Aussehen zu konservieren. Aber da seine Geschichten auf der Bühne ja aus dem wahren Leben sind, gibt es dort vermutlich Einblicke genug. Sie wollen mehr erfahren? Dann empfehlen wir www.christophfritz.at oder hier unseren Podcast.

Einfach Staunen - Markus Billner im Ramasuri-Frühschoppen am 4. Dezember 2022

© Maximilian Janker I Ramasuri
It's a kind of magic - Markus Billner im Frühschoppen
Bei Jürgen Meyer gings im Frühschoppen hoch her! Der Zauberkünstler sorgte mit seinen Tricks und Illusionen für gehöriges Staunen im Studio.

Normalerweise kann er böse Menschen hinter Gittern zaubern. Markus Billner ist nämlich Polizist. Doch seine Leidenschaft ist die Zauberei. Damit schafft er eine Premiere bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer. Denn ein Magier war noch nie im Ramasuri-Frühschoppen zu Gast.

Kennengelernt haben sich unser Moderator und der Nürnberger Markus Billner beim Bürger- und Polizeiball in Weiden und dann vereinbart, dass er einmal vorbeikommt. Billner macht mittlerweile auf Events Tischzauberei, aber auch größere Shows online. Angefangen hat es im Alter von sechs Jahren. „Es lagen zwei Zauberkästen unter dem Weihnachtsbaum.“ Er probierte die ersten Tricks. „Ich hab mittlerweile eine Bibliothek mit 2500 Zauberbüchern zuhause. Da hole ich mir die Ideen raus“, erzählt der gebürtige Franke. Wobei die Eltern anfangs eher nicht so begeistert waren von seiner Leidenschaft. „Ich bin katholisch erzogen. Da ist Magie nicht das Beste.“

Dabei ist nicht die riesige Magie sein Steckenpferd. „Dinge die Handgemacht sind, faszinieren mich am meisten.“ Sein Lieblingstrick ist dabei der Geldschein in der Zitrone. Dabei wird der Geldschein eines Gastes unterschrieben und schließlich verbrannt. Er findet sich dann eingewachsen in einer Zitrone wieder. „Den Trick habe ich sieben Jahre lang entwickelt.“ Die Menschen sind begeistert.

Magie und Zauberei gibt es schon seit Jahrtausenden. Im Mittelalter wurde man dafür auch schon mal als Hexe verbrannt. „Es gibt immer noch Völker, da sollte man besser nicht zaubern“, erzählt Billner. Zum Glück sind die Zeiten vorbei. Und so kann Billner mit seinem interaktiven Online-Programm „Paranormal“ problemlos die Leute zum Staunen bringen – und bekommt dafür sogar standing ovations vor den Bildschirmen. Er kann auch gefahrlos seinem Amt nachgehen, als Vorsitzender des Magischen Zirkels in Nürnberg.

Doch Zauberei geht auch im Radio. Es wäre natürlich vermessen hier schon die Faszination zu beschreiben, die Billner auslöst, als er mit unseren Hörern zauberte. Selbstverständlich können auch Sie noch mitmachen. Sie brauchen dazu nur ein Kartenspiel, egal ob Schafkopf oder Skat, etwa zehn Münzen und unseren Podcast der Sendung, den Sie hier finden.

Unser Moderator Jürgen Meyer und die Nachrichtenfrau Katie kamen aus dem Staunen nicht mehr raus, als Markus Billner live im Studio gezaubert hat. „Meine Aufgabe heute ist es Wunder zu vollbringen“, kündigte er an und sorgte für ungläubige Momente. Wenn Sie auch „Staunen“ buchen wollen für ihr Event: https://www.magical-touch.de/

Die Powerfrau – Andrea Marie Gilch alias Ray.An im Ramasuri-Frühschoppen am 27. November 2022

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Neuer Impuls, neuer Name: Sängerin Andrea-Marie heißt nun RAY.AN.
RAY.AN steht für handgemachte Rockmusik und einem Hauch von Country-Flair, Energie und Emotion. Unser Moderator Jürgen Meyer bestätigt: RAY.AN ist ein Garant für den täglichen Ohrwurm.

Sie ist in Waidhaus als Andrea Marie Gilch aufgewachsen und war lange unter diesem Namen auch auf der Bühne gestanden. Doch mit neuem Image fühlt sie sich wohler. Deshalb ist jetzt Ray.An aus ihr geworden. „Ich bin immer noch die Alte. Äh die Junge…“, scherzt sie. Unser Moderator Jürgen Meyer traf sie zum Frühstücken in ihrem Tonstudio in einem kleinen Dorf im Fichtelgebirge.

Nach zehn Jahren auf der Bühne hieß es „Schluss“. Ein neuer Name musste her, da sie als „Andrea Marie“ immer in die Schlagerecke gestellt wurde. Sie wollte hin zu einem neuen Image - hin zu Rock und Country. „Meine Leidenschaft für Amerika ist ja bekannt.“ Sie war vier Jahre in den USA und hat Polizeihunde trainiert. Durch den Vater kam sie zur Polizeihundeschule und hat dort mitgearbeitet. Aus dieser Zeit stammt auch die Leidenschaft für Country- und Rockmusik. „Ich wollte aber keine Kunstfigur erschaffen. Deshalb hab ich den Namen erst einmal aufgeteilt“, erzählt sie. Mit astrologischer Hilfe entstand schließlich „Ray.An“. 

Mit der Musik begann es schon in der Jugend. Vor 22 Jahren startete sie ihre erste Band. Entstanden sind dabei auch schon Lieder, die es mittlerweile auf große Bühnen geschafft haben. „Eternity“ hieß der Song, der ihr die Türen geöffnet hat und auch mit dazu beigetragen hat, dass sie mit Glasperlenspiel oder Prince Damien schon auf Tour war.

„Gutaussehend, sympathisch und herzlich“ beschreibt unser Moderator die Powerfrau. „Zwischendurch bin ich auch frech. Ich habe immer einen kleinen Schalk im Nacken“, schiebt Ray.An hinterher. Die viele Energie brauchte sie aber manchmal auch, um sich durchzusetzen auf ihrem Weg. „Der Satz ,Du hast an der Front nichts verloren‘, der hängt mir immer noch in den Gliedern.“ Viele sahen sie eher im Hintergrund als gutaussehendes Beiwerk. „Was die Musiker nicht auf dem Schirm hatten, dass ich an der Front dafür sorge, dass sie einen Job haben.“

Mittlerweile gibt sie ihre Erfahrungen auch weiter und hat eine eigene Artist-Academy. „Das ist keine typische Musikschule, sondern eher ein Künstler-Coaching.“ Es ist vor allem eine Akademie für junge Künstler. „Alle die ein Ziel haben“, seien bei ihr gut aufgehoben, denn nur zum Beschäftigen ist sie nicht da. Sie schult aber auch Manager, die eine bessere Präsenz haben wollen. Dass sie dabei erfolgreich ist, zeigte sich im vergangenen Jahr, als eine ihrer Coachis Finalistin bei „The Voice Kids“ war.

Damit sie auch weiterhin erfolgreich ist, hat sie aber auch viele, die mithelfen. Neben einem eigenen Coach, die sich zum Beispiel um Choreografien kümmert, steht vor allem auch ihr Mann Andreas hinter ihr und managet sie. Dabei ist die ausgebildete Bürokauffrau durchaus mehr als selbständig. „Ich weiß auch wie man Rechnungen richtig schreibt.“ Aber unser Gastgeber Jürgen Meyer war auch vom vielen Glitzer im Tonstudio beeindruckt. Als kleine Hobby-Künstlerin kann Ray.An nämlich sogar ihre Klamotten selbst schneidern.

Auf den Mund gefallen, ist sie aber auch nicht. „Sag was Du willst und Du bekommst eine Antwort“, ist ihr Motto. Jürgen bekam erst einmal einen Kaffee und viele Antworten von der nächsten Single bis zu den Weihnachtsplänen. Wenn Sie auch mehr erfahren wollen, finden Sie Ray.An hier: https://ray-an.de/ Und viele weitere Eindrücke gibt es natürlich hier in unserem Podcast.

Spiel, Emotion und Zusammenhalt - Die „Blue Devils“ im Ramasuri Frühschoppen am 20. November 2022

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Franz Vodermeier, Jürgen Rumrich und Sebastian Buchwieser plaudern bei Moderator Jürgen Meyer über die Faszination Eishockey, Regeln, Spielpraxis, Stars und das sensationelle Team.
Die Blue Devils Weiden präsentieren aktuell Eissport mit Suchtfaktor: Sport, Show und Entertainment – alles, was zum Eishockey dazu gehört!"

Aktuell sind sie Platz 1 in der Oberliga Süd – die Eishockeymannschaft der „Blue Devils“ aus Weiden. Unser Moderator Jürgen Meyer hat sich einmal Geschäftsführer Franz Vodermeier, sportlichen Leiter Jürgen Rumrich und Trainer Sebastian Buchwieser eingeladen, um mehr über den Sport zu erfahren, bei dem es schon mal hart auf Eis zugehen kann.

14 Spiele ohne Punktverlust haben die Blue Devils gerade hinter sich. „Für die Motivation sind die Jungs ein bissl selbst zuständig“, erklärt Trainer Sebastian Buchwieser, der gerne davon spricht, dass das Team wie eine Familie funktioniert. Die Ambitionen sind dennoch groß. „Wir halten auch nicht hinterm Berg. Wir wollen in die DEL2 aufsteigen.“ Einfach ist das nicht, da nur eine Mannschaft der Oberliga aufsteigt.

„Wir hoffen am Schluss möglichst viele Spieler gesund an Bord zu haben“, ergänzt deshalb Geschäftsführer Franz Vordermeier. Denn daran scheiterte es im vergangenen Jahr, als die Mannschaft angeschlagen in die Playoffs einzog. Sportlicher Leiter Jürgen Rumrich hat deshalb die Herausforderung, einen guten Kader zusammenzustellen. „Wir wollen uns breiter aufstellen, auch um Ausfälle besser kompensieren zu können.“ Hauptziel sei es aber auch, die Rollen richtig zu verteilen. „Wir wollen keine Ja-Sager, die Gruppe muss funktionieren.“ Der Verein sucht deshalb keine Super-Stars, sondern gute Teamspieler. „Wir sind mit dem jetzigen Kader zufrieden. Aber wir haben natürlich Ambitionen.“

Zum Glück funktionieren derzeit viele Dinge. So hat sich zum Beispiel die Anzahl der Sponsoren gut entwickelt. „Die Finanzen müssen stimmen, wenn man Dinge professionalisiert“, erklärt Vordermeier. Auch in der Hans-Schröpf-Arena konnten einige Dinge noch verbessert werden. Dazu kommt bei den aktuellen sportlichen Erfolgen, dass mehr und mehr Zuschauer kommen. „Die Stimmung in einem Stadion ist halt etwas anderes als im Freien“, erklärt Rumrich. Es fallen ohnehin mehr Tore und wenn gar nichts mehr geht wird die Auseinandersetzung auf dem Eis auch größer.

Jürgen Rumrich weiß wovon er spricht. Er war 182 Mal mit der Nationalmannschaft auf dem Eis, drei Mal sogar bei Olympischen Spielen. „Ich kann überall meinen Senf dazugeben.“ Das sei manchmal auch nicht schlecht, wenn Spieler Tipps  mal nicht vom Trainer wollen. Aufgewachsen ist er in Miesbach, nah am Eisstadion. „Ich hab zwei ältere Brüder die gespielt haben. Automatisch wächst man da rein.“

Um noch mehr Menschen die besondere Mischung aus Spiel, Emotionen und dem Zusammenhalt in der Gemeinschaft näherzubringen, wurden auch zwei neue Trainer für die Nachwuchsarbeit verpflichtet. „Schlittschuhlaufen muss man als Kind lernen. Je früher desto besser“, erklärt Buchwieser. Für die soziale Kompetenz sei der Sport ohnehin hervorragend. „Wir wollen uns zudem nicht nur im Profibereich verbessern, sondern auch im Nachwuchsbereich wachsen.“ Zwischen fünf und acht Jahren sei der Einstieg perfekt. Deshalb ist jeder in der Laufschule willkommen, die zwei Mal die Woche im Stadion stattfindet.

Beim Familientag am 27. November 2022 kann jeder einmal Eishockey-Luft schnuppern. Ab 13.30 Uhr gibt es Kinderschminken oder Kaffee und Kuchen, ab 15 Uhr kann jeder ein Eishockey-Spiel miterleben. In der Pause wird die U9-Mannschaft zeigen was sie kann. Wer vorher noch wissen will, warum unser Gastgeber Jürgen Meyer sich nicht aufs Glatteis führen lässt, der sollte sich hier unseren Podcast anhören.

Sportler durch und durch - Benjamin Lauth im Ramasuri Frühschoppen am 6. November 2022

© Bild: Noel Marner I Ramasuri
Let's get Lauth - Benjamin Lauth im Frühschoppen
Bei Moderator Jürgen Meyer dreht sich alles um die Leidenschaft der 60ger-Legende - Den Fußball!

Politiker, Kabarettisten, engagierte Menschen. Bei unserem Moderator Jürgen Meyer geben sich alle die Klinke in die Hand. Diesmal hat es einen erfolgreichen Fußballer in das Sendestudio nach Weiden verschlagen. Benjamin „Benny“ Lauth, ehemaliger 1860er und vermutlich einer der wenigen Sportler, die sogar eine goldene Schallplatte zuhause haben, plauderte über sein Leben.

1981 im Landkreis Miesbach geboren begann Lauth 1987 in Fischbachau mit dem Fußballspielen.  Seine Trainer fanden er hat Potential und meinten, sein Vater soll ihn doch auch mal bei einem Profiverein zum Probetraining schicken. „Er hat entschieden, dass wir mal bei den 60ern zum Training vorbeifahren. Er war halt ein Blauer“, erinnert sich Lauth. Erfolgreich. 1992 nahm in der TSV 1860 München in die D-Jugend auf. Er durchlief alle Altersklassen und spielte zum Jahrtausendwechsel in der Regionalliga Süd mit der Amateurmannschaft. Am letzten Spieltag der Saison 2001/2002 lief er das erste Mal als Profispieler auf. 2002 spielte er in der Nationalmannschaft und erzielte sogar das Tor des Jahres.

2004 ging es zum Hamburger SV. „Ein bissl zwangsweise weg aus München. Wir sind abgestiegen und deshalb waren sie gezwungen, dass ich verkauft werde“, erzählt Lauth. Aber es hat gepasst. „Die Stadt ist toll, der Verein ist toll.“ Und es habe ihm gut getan, auch mal über den Tellerrand zu blicken. 2008 ging es aber wieder nach Hause und zu den 1860ern. „Es war anders geplant. Ein bissl 2. Liga und wieder aufsteigen.“ Dennoch kamen in seinen Augen ein paar gute Jahre bei den Löwen. Danach ging es noch zu Ferencváros Budapest. „Angebote gab es auch aus Australien.“ 2015 beendete er schließlich seine Karriere – auch weil sich kein Angebot mehr fand, dass ihn gelockt hätte.

Lauth ist übrigens auch ein talentierter Skifahrer. „Das hat auch ganz gut funktioniert.“ Aber zeitlich ging es irgendwann nicht mehr. Und auch sonst war immer klar, dass sein Plan B auf jeden Fall der Sport ist. „Schon als Kind habe ich mich für alle Sportarten interessiert.“ Das es zum Profi gereicht hat, lag aber auch an seinen Eltern. „So etwas geht nur mit der Unterstützung von Zuhause.“

Nach seiner Profikarriere ging es weiter. Er hat die Trainer A-Lizenz erworben und Sportmanagement studiert. „Sport ist halt der Bereich, der mich am meisten interessiert.“ Aber er sieht sich nicht auf der Trainerbank, sondern eher auf der Manager-Ebene. „Da muss man sich dann halt noch viel mehr Wissen aneignen.“ Er war aber auch schon in der Werbung von Schokoladencreme dabei und ist immer wieder als Fußball-Experte zu sehen. „Da heißt es dann immer, mei jetzt redet der schon wieder.“ Aber als Ex-Profi versucht er sein Wissen in die Analysen mit einzubauen.

Er ist auch Aushängeschild der „Bananenflanker“. Über den Verein hat unser Gastgeber Jürgen Meyer erst kürzlich berichtet. Fußballer engagieren sich hier für Kinder und Jugendliche mit geistiger Beeinträchtigung. „Wir helfen den Jugendlichen sich dort zu entwickeln“, freut sich Lauth.  Was aber wohl kaum einer weiß: Lauth hat eine goldene Schallplatte. Die Sportfreunde Stiller haben ihm einen Song gewidmet. „Lauth anhören“ heißt das Lied, an dem er mitgewirkt hat. „Das ist was Besonderes und was Witziges.“

Ein sympathischer Fakt noch zu Benny Lauth: er ist nicht in sozialen Medien aktiv. Deshalb sollten Sie unbedingt unseren Podcast hier anhören, um einmal mehr über ihn zu erfahren.

Ein empathischer, menschheitsliebender Narrischer - Michael Altinger im Ramasuri-Frühschoppen am 30. Oktober 2022

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Vom Schlachthof aus München rein ins Ramasuri Studio. Der Frühschoppen mit Michael Altinger.
Bei Moderator Jürgen Meyer erzählt der sympathische Niederbayer warum es wichtig ist im Leben immer einen "Lichtblick" zu haben.

Die Stimme zwar etwas angeschlagen, die Kommentare aber spitz und zutreffend – Michael Altinger frühstückte diesmal mit unserem Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer. Heraus kam ein Parforceritt durch das Leben eines Niederbayern, der schon in jungen Jahren wusste, dass er auf die Bühne gehört.

Deshalb wundert es nicht, dass der gebürtige Landshuter gerade froh ist, wieder auf Tour sein zu können. „Es ist grundsätzlich so, dass ich ein Bühnen-Junkie bin“, gibt er zu. Von daher hat auch seine Frau sehr gelitten, dass er im Lockdown nur daheimsaß. „Vom Gefühl war es so, wie wenn du dich freigraben musst mit einem Teelöffel unter einer Gefängnismauer durch.“ Umso schöner sei es, jetzt wieder die Luft der Freiheit zu atmen.

Altinger fing schon in der Schule an, mit humorvollen Einlagen aufzufallen. „Ich glaube ich habe meine Klassenkameraden schon g‘scheid genervt damals“, resümiert er heute. Eine Lehrerin hat er damit fast zur Weißglut getrieben. Im Gegenzug für eine Schulstunde Klappe halten, durfte er immer zehn Minuten Unterricht mit seinen Sachen füllen. Kein Wunder also, dass er schon mit 12 Jahren den Wunsch hatte mit eigenem Programm, zwei Stunden lang die Menschen zu unterhalten.

Zur Sicherheit machte er auch etwas bodenständiges und studierte Sozialpädagogik. „Irgendwann war es dann so, dass meine Gesangs- und Bühnenauftritte zu viel wurden.“ Der Chef forderte eine Entscheidung. So ging es im Herbst 1996 richtig los. Er gewann beim Scharfrichterwettbewerb in Passau. „Des war damals ganz wichtig. Die Freundin war schwanger und ich musste aus der Wohnung raus.“ Mit seinem Erfolg wurden aber auch Kollegen und Veranstalter auf ihn aufmerksam.  Seine Eltern waren tatsächlich begeistert. „Die haben schon immer gemerkt, dass es das ist, was ich wirklich will“, erinnert sich Altinger. Der Vater hat aber auch darauf vertraut, dass er rechtzeitig die Reißleine zieht, wenn es doch nix wird.

Aktuell ist Altinger einmal im Monat mit dem „Schlachthof“ im Bayerischen Fernsehen sehr erfolgreich. Auch wenn er anfangs nervös war. „Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine Spuren heißt es ja.“ Aber er und sein Kollege Christian Springer haben es dennoch hinbekommen.

Altinger ist aber vielseitig. So ist er auch Schauspieler und spielt immer wierder kleine Rollen von den Rosenheim-Cops bis zu München 7. Aus seiner Feder stammen aber auch zwei Bücher. „Das Christkind muss dran glauben“ ist eine Art autobiographische Aufarbeitung der Weihnachtszeit. Sein neues Buch „Rampensau ohne Bühne“ hat er während der Corona-Zeit geschrieben, auch weil seine Frau ihm eine Aufgabe geben wollte, um ihn aus den Füßen zu haben. „Es war eine Selbsttherapie und eine Verarbeitung dieser Zeit“, so Altinger, betont aber, dass es kein Buch über Corona ist.

Selbst beschreibt er sich als empathischer, menschheitsliebender Narrischer – der auf die Bühne gehört. Mit seinem 18. Bühnenprogramm „Lichtblick“ ist er aktuell auf Tour. „Es geht darum, dass wir alle große Sehnsucht haben, nach jemand der die Verantwortung übernimmt für alles was gerade so passiert.“ Unser Gastgeber Jürgen Meyer durfte erfahren, ob sich ein Heilsbringer findet.

Wenn Sie mehr über Altingers Vorbilder lernen will, einen Tipp für schräges Politikkabarett braucht und hören möchte, warum Altinger es nicht versteht, dass Menschen Verwahrlosung als Urlaub empfinden, der sollte hier unseren Podcast anhören.

Zuverlässig, fleißig und ein Gestalter - Bayerns Finanzminister Albert Füracker im Ramasuri Frühschoppen am 23. Oktober 2022

© Bild: Max Janker I Ramasuri
Durch und durch Oberpfälzer - Albert Füracker im Frühschoppen.
Bei Moderator Jürgen Meyer plauderte der Minister über seine große Leidenschaft sich durch die Politik für ein besseres Leben der Menschen einzusetzen.

Er ist der einzige Oberpfälzer im bayerischen Kabinett: Albert Füracker. Das er heute Staatsminister für Heimat und Finanzen ist, hatte er sich nie vorgestellt. „Was sich daraus entwickelt hat, hat mich selbst sehr erstaunt.“ Bei unserem Moderator Jürgen Meyer hat der 54-Jährige ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert und erzählt, warum er es nie allen recht machen kann.

„Ich wollte eigentlich immer Astronaut werden. Das hat mich als Kind fasziniert.“ Doch als er erfuhr, dass das gar nicht so einfach ist, war er schwer getroffen. „Es ist ein bisschen skurril, denn heute fliege ich gar nicht so gerne“, gibt Füracker zu. Nach der Mittleren Reife stand schließlich die Frage im Raum, ob er den elterlichen Betrieb übernehmen will. So wurde er Landwirt. Ein vielseitiger Beruf, bei dem man vieles können müsse. „Als Landwirt ist man zudem heimatverbunden und bodenständig.“ Die perfekte Voraussetzung für einen Heimatminister.

Ob sein Weg in die Politik durch genetische Vorbelastung kommt, lässt sich heute nicht mehr sagen. Sein Urgroßvater war auf jeden Fall Landtagsabgeordneter, der Großvater Kreisrat und der Vater im Gemeinderat. Auch ihm ging es irgendwann darum, sich zu engagieren. „Und dann gab es halt die Junge Union im Dorf.“ So kam er zur CSU. „Es war dann immer jemand da, der der Meinung war, ich solle das unbedingt machen.“ So begann die Karriere. Als junger Mensch fühlte er sich geehrt über die viele Verantwortung. Mit 22 Jahren war er schon Gemeinde- und Kreisrat. Er wurde stellvertretender Bürgermeister in seiner Gemeinde Lupburg und stellvertretender Landrat. „Das war gut mit dem Beruf als Landwirt in Einklang zu bringen.“

2008 zog er in den Landtag ein und wurde damit Berufspolitiker. 2013 wurde er als Staatssekretär im neuen Heimatministerium unter Markus Söder berufen. Sein Chef wusste was er an ihm hat und so kam 2018 der Ministerposten. „Die Erwartungshaltung an dieses Amt ist fast nicht erfüllbar“, muss er jedoch feststellen. Auf der einen Seite soll er für stetige Einnahmen sorgen und auf der anderen Seite gleichzeitig alle Wünsche erfüllen. Da ist er froh, eine starke Mannschaft im Ministerium zu haben. Eines kommt ihm aber zugute. „Ich hab als Landwirt nicht gelernt Urlaub zu machen. Von daher ist es kein Problem auf Urlaub zu verzichten.“ Die Arbeit sei ohnehin allgegenwärtig.

Und sie wird auch nicht einfacher. „Wir befinden uns in den kompliziertesten Zeiten seit dem zweiten Weltkrieg.“ Von Covid, über Flüchtlinge bis zur Energie. „Alle rufen wieder nach Entlastung.“ Hinschmeißen sei aber keine Option. Alles richtig entscheiden gehe dabei aber auch nicht immer. „Die Debatte was das Beste ist, wird nicht abreißen. Und wie immer werden hinterher alle gscheid sein.“ Von daher freut er sich, wenn er mit dem Rad die Heimat entdecken und abschalten kann.

Dabei denkt er dann auch darüber nach, wie er seine Politik besser vermitteln kann, auch um den Wählern der AfD eine bürgerliche Alternative bieten zu können. Die Abgeordneten rechts außen lösen bei ihm nämlich Kopfschütteln aus. „Da denke ich mir jede Sitzung: Haben die Menschen die die gewählt haben, schon einmal gesehen, wie die sich hier benehmen.“

Unser Gastgeber Jürgen Meyer erlebte im Gespräch einen Vollblutpolitiker mit Leidenschaft und einer ganz großen Überzeugung: „Politik ist für mich eine wunderschöne Aufgabe und Ansporn sich für ein besseres Leben der Menschen einzusetzen.“ Wenn Sie auch von Albert Füracker überzeugt werden wollen, dass es nur in Bayern am schönsten ist, hören Sie hier unseren Podcast.

„Gemütlich aufwärts“ - Josef Hader im Ramasuri Frühschoppen am 16. Oktober 2022

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
"On Ice" aber unglaublich witzig! Josef Hader im Frühschoppen
Der bekannteste Kabarettist Österreichs gab sich bei Moderator Jürgen Meyer die Ehre.

Er gilt als der erfolgreichste Kabarettist Österreichs: Josef Hader. Egal ob Bühne, Film oder hinter der Kamera: Was er gemacht hat, brachte Erfolg. Dabei beschreibt er sich selbst eher bescheiden: „Ich bin ein recht in die Jahre gekommener Mann, der halt früh angefangen hat und deshalb viel Erfahrung hat. “ Zu erzählen gab es vielleicht gerade deshalb viel, bei unserem Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer.

Josef Hader, der heuer 60 Jahre alt geworden ist, hat schon in der Schule angefangen Kabarett zu machen. Seine ersten Auftritte hatte er vor Mitschülern, bei dem er Kabarett über Lehrer machte. „So viel Erfolg hat man nimmer“, scherzt er. Glücklicherweise war sein Gymnasium, das Stift Melk, ein entspannter Ort, in dem Kritik akzeptiert wurde, auch in Form von Kabarett. „Melk ist sicher einer der liberaleren Orte.“

Vielleicht auch deshalb fasste er den Entschluss, selbst Lehrer zu werden und studierte Lehramt. „Ich wollte Lehrer werden für Deutsch und Geschichte und mit den Kindern Theater spielen und immer an Fasching wollte ich Kabarett machen.“ Er wollte Entertainer sein, war aber schließlich überrascht von dem was auf ihn zukam. Ob er wieder zurück in den Schuldienst gehen würde? „Der Nachteil in der Schule ist, dass die Schüler keinen Eintritt zahlen und von daher es nicht zu schätzen wissen, was man da macht.“

Dass er überhaupt Kabarett machen wollte, lag an seiner Kinderstube. Er ist auf einem kleinen Bauernhof oberhalb der Donau groß geworden und war ein Großelternkind. „Der Großvater hat immer lustige Gschichten erzählt. Die Großmutter a bissl heiligere.“ Das sei es was Kabarett ausmacht und somit wohl der Anfang gewesen.

Schon seit zweites Bühnenprogramm brachte ihn die ersten Auszeichnungen. Mit seinem Freund Alfred Dorfner schrieb er 1991 die Tragikkomödie „Indien“. Diese wurde schließlich verfilmt und ein Hit. Trotzdem sieht Hader es entspannt. „Es ist gemütlich aufwärts gegangen. Das ist das Schöne im Kabarett, es geht gemütlicher.“ Mittlerweile ist er auch selbst als Schauspieler und Regisseur tätig. „Beim Film muss man aber immer Leute überzeugen.“ Deshalb gehört seine Leidenschaft dem Kabarett. Hier kann er schreiben, sagen und machen was er will.

Sein aktuelles Programm heißt „Hader on Ice“ und hat ihm viel Kopfzerbrechen bereitet.“ Er fragte sich, was ein Kabarettist in einer Zeit macht, in der die Leute eher dem Internet und sozialen Medien glauben, als der Wirklichkeit. Er wollte nicht als „Gscheider“ auf der Bühne stehen, der anderen erzählt wie die Welt funktioniert. „Eigentlich muss man so einen Mann wie Trump auf die Bühne stellen, der sich alles zurechtbiegt, sich alles zurecht lügt und alle fünf Minuten etwas anderes behauptet.“ Von daher gibt es Monologe über einen „alten weißen Mann“, bei dem was schief gegangen ist.

Politisches Nummernkabarett findet man bei Hader aber nicht mehr. Davon hat er sich schon vor vielen Jahren verabschiedet. Nichtsdestotrotz sind seine Auftritte unbedingt einen Besuch wert, wie auch unser Gastgeber Jürgen Meyer feststellen musste. Hader selber ist da kritischer: „Wieso sollt mer zu mir gehen? Ich muss ja sowieso hin.“ Von daher am besten vorher unseren Podcast hier anhören und selbst entscheiden.

Mathias Kelner im Ramasuri-Frühschoppen am 9. Oktober 2022

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Das niederbayerische Multitalent. Mathias Kelner im Frühschoppen.
Egal ob Singer, Songwriter, Gitarrenlehrer oder Schauspieler. Bei Jürgen Meyer spricht der Tausendsassa über seine zahlreichen Talente und seine Karriere

Die Stimme dieses Niederbayern ist einzigartig und jeder hat vermutlich schon einmal ein Lied von ihm gehört: Mathias Kellner. Ein Morgenmensch ist er allerdings nicht. „Ich hab a vorher schon einen Kaffee getrunken, sonst hätt ich das gar nicht dapackt“, gesteht er unserem Gastgeber Jürgen Meyer. Dennoch gab es bei unserem Frühschoppen mit ihm, tiefe Einblicke in sein Leben.

Mit neun Jahren hatte Kellner Gitarren-Unterricht und war schließlich bei verschiedenen Bands mit dabei. „Ich hab schon immer gewusst, dass es mir taugt, aber nicht ob es funktioniert“, kann er heute zurückblicken. Zur Sicherheit machte er eine Schreinerlehre. Sein Gesellenstück hat er immer noch. Doch sein Ding war die Musik. „Ich hab alles Mögliche gemacht, was gerade ums Eck gekommen ist. Aber immer Jobs, bei denen ich Abend meine Auftritte machen konnte.“

Einer davon war auch Gitarrenlehrer. „Aber mein Ansatz hat nicht wirklich funktioniert“, erzählt er scherzhaft. Sollte es irgendwo einen Gitarrenschüler geben, dem er es nicht vermiest hat, der solle sich immer noch bei ihm melden. Doch zum Glück kam irgendwann der Erfolg. 2007 spielte er als Vorband von Claudia Koreck. Auf eine Deutschlandtour ging es 2008 dann mit Katie Melua. „Das war eine sehr schöne Tour. Jeden Tag so vier bis fünftausend Leute.“ Das hat ihm schon getaugt. Und der Konzertveranstalter mochte seine Musik. „Von Manfred Mann bis Foreigner“ hat er schließlich als Vorband gespielt.

Nebenbei entstanden seine ersten Alben. Vier Alben gibt es mit englischen Texten. Schon damals war es „Liedermacher-Musik“ oder neudeutsch Singer/Songwriter. Mancher Song entsteht dabei schon mal in einer halben Stunde. „Ich könnte kein Filmproduzent sein, der Jahre braucht, bis sein Werk auf die Leinwand kommt.“ Aus den Alben wurden auch einige Singles erfolgreich veröffentlicht und schafften es durchaus auch ins Radio. Mit Claudia Koreck und LaBrassBanda kam schließlich sein Umdenken, dass auch deutsche Texte funktionieren könnten, ohne volkstümlich klingen zu müssen. 2014 erschien dann sein erstes bayerisches Album. Und er war durchaus nervös, ob es denn klappen könnte. „Im Nachgang war es eine grandiose Idee.“

Nicht nur seine Eltern haben schnell gemerkt, dass Musik Teil seines „Seins“ ist. Auch die Fans lieben den 38-Jährigen, vor allem auch wegen den Geschichten bei seinen Auftritten. „Am Anfang hatte ich halt 50 Minuten Musik und musste zwei Stunden Auftritte füllen.“ Mittlerweile ist Musikkabarett ein Teil seines Programms. Nebenbei hat es ihn auch auf die Leinwand getrieben. Beim „Leberkäsjunkie“ sieht man ihn zum Beispiel als Hot-Dog-Verkäufer. Für den „Dampfnudelblues“ hat er den Titelsong geschrieben.

Obwohl er durchaus erfolgreich ist, mit Auszeichnungen wurde Kellner noch nicht überhäuft. „Preisemäßig schaut es bei mir ganz mager aus.“ Das findet er aber nicht wirklich schlimm, denn wer ihm zuhört merkt schnell, dass er sein „Ding“ gefunden hat und es einfach liebt. Kein Wunder also, dass sein Hobby neben Musik machen auch Musik hören ist.

Unser Moderator Jürgen Meyer konnte Mathias Kellner aber auch die ein oder andere ganz persönliche Geschichte entlocken. Und so gibt es auch die Antwort auf die Frage, wieso sich Kellner einmal sehr gefreut hat, als er gefeuert wurde. Neugierig? Dann hören Sie hier unseren Podcast.

„Jedes Gesicht ist einmalig“ - Stefan Voßbruch im Ramasuri-Frühschoppen am 2. Oktober 2022

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Schau mir in die Augen und ich sag dir wer du bist. Stefan Voßbruch im Frühschoppen.
Die rheinische Frohnatur erklärte Moderator Jürgen Meyer die Kunst des "Facemappings" .

Kennen Sie auch die Sprüche: „Da sind ihm die Gesichtszüge entglitten“ oder „er ist gezeichnet vom Leben.“ Stefan Voßbruch weiß genau, was sich in Gesichtern alles lesen lässt, denn er ist ein Profi im so genannten „Facemapping“. Kein Wunder also, dass sich unser Moderator Jürgen Meyer diesmal am liebsten wieder die Maskenpflicht herbeigesehnt hätte, um seine Mimik zu kaschieren.

Voßbruch ist Rheinländer, 61 Jahre alt und eigentlich gelernter Maschinenschlosser. Seit Jahrzehnten berät er schon Firmen im Bereich Fitness- und Wellnessanlagen. „Auf Bühnen steh ich immer schon. Meine Großnase verlangt danach.“ Merkmale im Gesicht verraten Charaktereigenschaften und Persönlichkeit, verrät er. „Dass ich mit dem Thema Gesichterlesen und Facemapping aber mal auftrete, hätte ich nicht gedacht.“

Von daher ist er seiner Kollegin dankbar, mit der er vor elf Jahren im Auto saß. Auf dem Weg nach Kassel zu einem Vortrag hatte seine Kollegin ihn beobachtet und ihm schließlich erzählt, dass sie gerade eine Ausbildung im Gesichterlesen macht. „Da habe ich erst einmal herzhaft gelacht.“ Aber er ließ sich darauf ein und jede Aussage von ihr stimmte. „Ich dachte ich hätte eine gute Menschenkenntnis. Aber meine Kollegin hat mir vor elf Jahren besseres gelehrt.“

Die Technik heißt Psychophysignomik und ist viele tausend Jahre alt. Schon die alten Chinesen hatten entdeckt, dass es möglich ist, Gesichtszüge gewissen Charaktereigenschaften zuzuordnen. Voßbruch beschäftigte sich intensiver mit dem Thema und wurde ein Profi, der gut 300 Merkmale im Gesicht erkennt und zuordnen kann. Jetzt wird er vor allem von Firmen gebucht, die im Verkauf besser werden wollen, aber auch von Richtern, Polizisten oder andere Berufsgruppen, die viel mit Menschen zu tun haben. Ein Schwerpunkt ist aber auch Personalentwicklung. Viele Mitarbeiter seien nicht an der richtigen Position oder hätten innerlich schon gekündigt. „Da kann ja vorher irgendwas nicht funktioniert haben, beim Einstellen der Mitarbeiter. Wir machen es besser.“

Einmal im Jahr gibt er auch ein Seminar auf Mallorca zur Persönlichkeitsentwicklung und kombinieret sein Wissen mit NLP, um Menschen zu helfen, sich besser selbst einzuschätzen. Gesichter erzählen Geschichten. „Es gibt kein gut und kein schlecht.“ Die Kunst sei es, das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde. Aber über das Gesicht, könne man einfach viel über Menschen erfahren. „Die Chinesen haben schon gesagt: Dein Inneres gibt Dir Dein Äußeres.“ Von daher gibt es kein einfaches oder schweres Gesicht. „Jedes Gesicht ist einmalig.“

Die Technik des Facemapping könne jeder lernen. „Ich habe auch keine besondere Fähigkeit dazu.“ Er kennt die Merkmale und Punkte auf die er schauen muss. „Es ist wie ein Fitnesstrainer der jede Muskelgruppe weiß.“ Und er ist sich sicher: „Wer Gesichter lesen kann, ist einen großen Schritt weiter zu einer besseren Menschenkenntnis und mehr Toleranz.“ Wobei Voßbruch mittlerweile lieber ausbildet, als selbst noch Gesichter zu lesen.

Bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer hat er aber eine Ausnahme gemacht und die Frage versucht zu beantworten „Wer ist Jürgen Meyer?“. „Du bist total harmoniebedürftig und sehr kritikempfindlich. Hast aber eine gute psychische und physische Ausdauerkraft und Bodenständigkeit.“ Es gab auch noch mehr zu erfahren, dass unseren Moderator baff gemacht hat. Sie können es hier im Podcast nachhören.

Fußball kennt keine Grenzen – Die Bananenflanker im Ramasuri Frühschoppen am 25. September 2022

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein - die Bananenflanker
Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer war in Regensburg zu Besuch und hat sich mit echten Fußball-Legenden über das Herzens-Projekt ausgetauscht.

„Es läuft halt auch nicht alles gerade im Leben.“ Deshalb ist die Banane, das perfekte Symbol findet Ben Rückerl, Vorsitzender des Teams Bananenflanke, einem gemeinnützigen Verein, der professionellen Fußball für Kinder und Jugendliche mit geistiger Beeinträchtigung anbietet. Unser Moderator Jürgen Meyer ist deshalb nach Regensburg gereist, um mehr über die fantastische Arbeit des Vereins zu erfahren.

Am 24. September war im Jahn-Stadion der Bananenflanker-Legenden-Tag. Ein Benefizspiel von Fußballlegenden gegen ein Team von Balu4Kids. Mit dabei war auch die Torwart-Legende der „Sechzger“ Michael Hoffmann, der sich bei den Bananenflanker engagiert. Er war noch beeindruckt vom Legendentag. „Da ist das Who ist Who im Fußball da. Da merkt man die Gänsehaut.“

Die Bananenflanker gibt es seit 2012. Einfach für einen guten Zweck, um Kindern mit geistiger Beeinträchtigung professionellen Fußball, Bewegung und Spaß zu ermöglichen. Mittlerweile gibt es 18 Standorte in ganz Deutschland und gut 600 Kinder, die aktiv mit dabei sind. Doch trotz des Erfolges bleibt Rückert bescheiden. „Ich nehm mich da nicht so wichtig.“ Der Legendentag ist aber trotzdem immer was Besonderes. „Das sind für mich auch nach zehn Jahren die Momente, in denen es mich selber packt“, gesteht der Vater von drei Kindern.

Dem kann Michael Hoffmann nur zustimmen. „Man hat das Privileg, dass man gesund ist.“ Aber Freudenmomente bei beeinträchtigten Kindern zu erzeugen sei fantastisch. Zudem sind in seinen Augen solche Veranstaltungen wichtig, weil er das Gefühl hat, dass viele Werte gerade verloren gehen, die wichtig wären für die Gesellschaft. „Wir leben diese Werte.“ Bananenflanker sollen gute Typen sein. Und das kann man auch zeigen, denn mittlerweile gibt es auch eine Modemarke des Vereins.

Die Bekanntheit macht dabei vieles leichter. Selbst Joko oder Felix Neureuther sind auch schon mal mit dabei und kicken. „Wir arbeiten daran, dass uns jeder kennen lernt und dann lassen wir es krachen“, hofft Rückerl. Deshalb gibt es natürlich nicht nur das Legendenturnier. Am 14. Januar 2023 findet zum Beispiel der „Budenzauber“ wieder statt. Ein Hallenturnier mit vielen großen Mannschaften für einen guten Zweck. „Das ist mittlerweile etwas untergegangen, weil die Leute ein wenig satt sind vom Fußball“, gibt Rückerl zu, freut sich aber darauf, die Tradition der Hallenturniere wieder zu beleben.

Dazu gibt es auch Feriencamps und Trainingslager. Vor kurzem war das Team auch in Windischeschenbach. „Wir haben überragendes Feedback bekommen“, erzählt Hoffmann. Neben Fußball geht es aber auch um Disziplin, Werte, Bewegung und Spaß. Michael Hoffmann blickt dabei gar nicht mehr auf seine eigene Karriere zurück. „Für mich ist entscheidend, was können wir heute schaffen und was steht morgen auf dem Plan.“

Wer mehr über die großartige Arbeit des Vereins erfahren will, der klickt auf www.Bananenflanker-legenden.de . Viel zu erfahren gibt es aber auch beim Gespräch unseres Gastgebers Jürgen Meyer mit den Initiatoren der Aktion. Sie haben es verpasst? Dann hören Sie hier den Podcast.

„Ein Date mit sich selbst“ – Dr. Biyon Kattilathu im Ramasuri Frühschoppen am 18. September 2022

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Geht raus macht euch glücklich - Biyon Kattilathu im Frühschoppen
Der Motivationscoach, Podcaster und Autor gab bei Moderator Jürgen Meyer seine "Rezepte" für ein besseres, positiveres Leben weiter.

„Ich habe mir schon vorgestellt, dass es die Herzen der Menschen berühren wird.“ Mit so viel Erfolg hatte er aber nie gerechnet. Dr. Biyon Kattilathu ist der Inbegriff eines positiven Menschen.  Der Autor, Motivationstrainer und Podcaster war diesmal zu Gast bei unserem Moderator Jürgen Meyer und zeigte, wo jeder sein Glück finden kann.

Der 38-Jährige ist studierter Wirtschaftsingenieur und hat in Motivationspsychologie promoviert. „Mit einem indischen Papa hast du nur zwei Chancen: Arzt oder Ingenieur.“ Doch mit dem Glaubenssatz seines Vaters „Arbeit ist Arbeit und Leben ist Leben“ konnte er sich nicht wirklich anfreunden. Er wollte etwas machen, was ihn erfüllt, gute Leistungen bringen und Menschen dienen.  „Warum sollte es mir auch nicht wichtig sein, Menschen glücklich zu machen.“ Emotionen sind seitdem nicht nur sein Beruf, sondern seine Berufung. „Geht raus macht euch glücklich, macht andere glücklich“, ist sein Credo.

Sich selbst in drei Adjektiven beschreiben, ist dabei gar nicht so einfach. „,Wer bist Du‘ ist eine sehr philosophische Frage“, räumt er ein. Wenn er es dann doch versucht wären es „Empathisch, Humorvoll und sehr dankbar.“ Dankbar vor allem auch für die vielen Dinge, die ihn im Leben weitergebracht haben. Los ging es mit kurzen Videos in den sozialen Medien. „Irgendwann waren es plötzlich drei Millionen Follower.“ Ein Verlag kam auf ihn zu und fragte, ob er nicht ein Buch schreiben wolle und ein Konzertbüro bot ihm an, seine Ideen auf die Bühne zu bringen. Er wollte die Energie der Menschen spüren. „Deshalb habe ich mich getraut.“

Mittlerweile ist er als Redner bei Veranstaltungen und vor allem auch als Motivationstrainer gut gebucht. Kann man den Beruf beschreiben? „Motivation ist etwas, dass jeder in sich trägt. All das Glück ist schon in uns.“ Das könne keiner von außen einpflanzen. „Ich kann Menschen nur daran erinnern, was in ihnen steckt“, beschreibt es seine Arbeit. Manchmal helfe es dabei auch, Zweifel und Ängste wegzunehmen.

Als Bestseller-Autor gibt er seine Rezepte für ein besseres Leben auch gerne weiter. „Nicht jedem schmeckt das gleiche Rezept“, ist ihm dabei klar. Manchmal seien es ohnehin Kleinigkeiten, die Menschen weiterhelfen. „Zum Beispiel Dankbarkeit. Das verändert schon Vieles.“ In den Kopf passe nur ein Gedanke. Der sollte positiv sein.

Dabei ist er froh, dass sich die Zeiten geändert haben und es nicht mehr als Schwäche angesehen wird, sich Hilfe zu holen. Mittlerweile habe man verstanden, dass es wichtig ist, auch mal ein „Date mit sich selbst zu haben“. Dabei will er den Menschen helfen und ist dabei schon einmal sehr emotional beim Schreiben.  „Was von Herzen kommt, erreicht Herzen.“

Am 4. Oktober erscheint sein neues Buch „Spaziergang zu Dir selbst“. Ein fiktiver Spaziergang durch den Wald mit vielen Antworten zum Leben. Eine ebenfalls sehr emotionale Reise. Dabei sei es wie in seinen Shows. „Ich will das Menschen glücklicher aus der Halle gehen.“ Das ist sein Ziel auch bei seinem Podcast „Schokolade für die Seele“, in dem er einfach drauf los quatscht.

Warum er auch eine Reihe speziell für Frauen gemacht hat, es nur bei Mama perfekt schmeckt und ob unser Gastgeber Jürgen Meyer danach Bäume ausreißen konnte, hören Sie hier in unserem Podcast.

„Der Checker“ – Julian Janssen im Ramasuri Frühschoppen am 11. September 2022

© Bild: Max Janker I Ramasuri
Zum checken quer durch die Welt - Julian Jannsen im Frühschoppen
Bei Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer erzählte Julian warum es so toll ist immer neue Dinge zu lernen.

Die meisten Kinder kennen ihn besser als die Erwachsenen: Julian Janssen, besser bekannt als Checker Julian. Er erklärt im Kinderkanal komplexe Sachverhalte. „Ich hatte nie vor ins Fernsehen zu gehen“, erzählte er aber unserem Gastgeber Jürgen Meyer. Radio war eher seine Welt. Doch es ist wie immer im Leben. Zufälle stellen die Weichen manchmal ganz anders.

„Mein Plan aufgrund meiner Musikliebe war immer Radiomoderator zu werden“, erzählt er. Seine Liebe zur Musik wollte er nutzen, um anderen seine „Geheimtipps“ weiterzugeben. Von daher war es für ihn klar, Medienwissenschaften und Medienpraxis zu studieren. Nebenbei moderierte er im Uniradio. „Ich hab aber schon immer so ein bisschen Quatsch gemacht. Schauspiel, kleine Kurzfilme und so weiter.“ Und dann kam ein Casting beim Kinderkanal – und der Start seiner Karriere.

1993 wurde Janssen in Stuttgart geboren. Nordbayern kennt er aber gut. Denn in Bayreuth hat er zudem Germanistik studiert. In der Familie lag die Musikbegeisterung nicht, gibt er zu. „Ich hab schon immer Musikzeitschriften abonniert und Musik gesammelt.“ Wenn er dabei „Schätze“ fand, hat er sie anderen gezeigt. „Und das passt gut zum Radio.“ Mittlerweile kann er sich Fernsehen aber viel besser vorstellen. Denn es gibt Dinge, die live im Fernsehen seiner Meinung nach besser funktionieren.

Die ersten Schritte hat er aber bei „Radio Schaltwerk“ gemacht. Seit 2018 ist er bei KiKa und gemeinsam mit Checker Tobi unterwegs. „Man sieht dort alles was irgendwie lernenswert ist. Und ich glaube, alles auf dieser Welt ist lernenswert“, erklärt er das Konzept. Kein Thema ist für ihn uninteressant. Dabei musste er auch schon schwierige Themen anpacken. Vor einigen Monaten hat er Kindern Corona erklärt. „Das funktioniert alles nur über ein tolles Team. Dahinter steckt eine große Redaktion die sich lange Zeit nimmt, um Themen runterzubrechen.“ Eine Lieblingsfolge hat er tatsächlich nicht, da es viele spannende Themen in seiner Zeit gab. „Ich bin auf fast jede Folge stolz.“

Neu ist die „CheXpedition“, bei der er mit dem Fahrrad unterwegs ist und sich umsieht, welche Ideen es in Deutschland gibt, um dem Klimawandel zu begegnen. Wer die Folgen im Fernsehen verpasst kann sich natürlich fast alles in der ARD Mediathek oder auf Youtube ansehen.

In die Oberpfalz kam er diesmal tatsächlich wegen dem „Tag der Ersten Hilfe“. Für Livestreams hat er im Bayerischen Zentrum für besondere Einsatzlagen in Windischeschenbach-Neuhaus online gezeigt, wie Kinder Erste Hilfe leisten können. „Ich bin da offen und neugierig rangegangen.“ Von daher sei es auch kein Problem gewesen, dass Wissen auch zu vermitteln und für sich selbst zu lernen, dass Hilfe zu leisten niemandem Angst machen muss.

Neben Fernsehen, hat er beim Film Aladdin auch schon die Hauptrolle synchronisiert und ist ab September viel live unterwegs. Unser Moderator Jürgen Meyer hat im Gespräch auch erfahren, welchen Check Janssen gerne einmal gemacht hatte, aber gegen Checker Tobi eine Wette verloren hat. Sie wollen es auch wissen? Dann hören Sie hier unseren Podcast.

Die Grande Dame der Schlagerwelt - Marianne Rosenberg im Ramasuri Frühschoppen am 4. September 2022

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Ganz und gar nicht DIVA - Marianne Rosenberg im Frühschoppen
Die Legende der deutschen Musikwelt sprach bei Moderator Jürgen Meyer über ihre Anfänge, die Liebe zur Musik und die neue große Tour.

„Ich bin ja kein Morgenmensch. Aber für die Dinge die ich machen möchte, reiße ich mich zusammen.“ Sie ist schon Ende 60, hat eine unvergleichliche Stimme und jeder kann „Er gehört zu mir“ mitsingen – die einzigartige Marianne Rosenberg. Zum Auftakt ihrer neuen Tour machte sie Station in Weiden bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer und plauderte vor allem über Emotionen und Geschichten aus ihrem Leben.

 „Die Stimme habe ich in die Wiege gelegt bekommen“, ist Rosenberg immer noch dankbar.  Dennoch hatte sie Gesangsunterricht bei einem ungarischen Tenor. Wobei sie aus einer großen musikalischen Familie. Das hat sie auch immer wieder geerdet. „Wenn ich zu Hause war musste ich genauso Kartoffeln schälen und das Geschirr abwaschen.“ Der Vater war Musiker und hat früh mit den Kindern Tonbandaufnahmen gemacht. „Leider sind diese Aufnahmen verschwunden.“ Denn sonst gäbe es die Stimme von Marianne Rosenberg vor ihrem 14. Lebensjahr, als ihr Durchbruch gelang.

Bei einem Talentwettbewerb in Berlin wurde sie entdeckt und keine sechs Jahre später war sie einer der größten Stars des Jahrzehnts. Allerdings hatte sie auch durchaus Zweifel, ob es sie wirklich auf die große Bühne zieht. Vor großen Auftritten hatte sie Lampenfieber. Doch was sie an musikalischen Werken schaffte, ist mittlerweile Kulturgut. „Die geniale Banalität die ein Text hatte wie ,Er gehört zu mir‘, dazu die tolle Musik. Das waren wertige Werke.“ Dennoch bleibt sie bescheiden. „Ich finde es großartig, dass so viele Menschen meine Lieder zu Kult gemacht haben. Damit kann man sich nicht Wichtigtun. Das tun andere Menschen.“

Sie sang Neue Deutsche Welle, Musical, Jazz, Schlager, Pop. „Am wohlsten fühle ich mich mit dem was ich jetzt gemacht habe – dem Album Diva.“ Sie singt aber auch gerne Chansons – mit einer noch wenig bekannten tieferen Stimme. Viele bezeichnen ihr neues Album als Meisterwerk. „Diese Meisterleistung war ja nicht so schwer“, räumt Rosenberg ein. Denn es seien ja die Hits ihrer Vorbilder aus den 70er Jahren. „Diva ist eine Hommage an diese wundervollen Pop- und Disco-Diven.“

Gerade führt sie ihre aktuelle Tour quer durch Deutschland. Auch zwei bayerische Stationen sind mit dabei.  Angesprochen seien alle von 9 bis 90 Jahren. „Es ist diese Musik die uns ein Stück zurückführt in Zeiten, in denen wir dachten, wir hatten es leichter.“ Gefühle aus einer Zeit, als man sich noch auf der Tanzfläche verliebt hat und nicht im Internet. „Dieses Mitfühlende und die Liebe – das ist mein Thema“, ergänzt Rosenberg.

Unser Moderator Jürgen Meyer bekam einen sehr intimen Einblick in die musikalische Welt von Marianne Rosenberg, die sich vor allem darauf freut, gemeinsam mit dem Publikum Emotionen zu spüren und diese auch zu teilen. Sie wollen einen Vorgeschmack bekommen? Dann hören Sie hier unseren Podcast.

„Wir sind halt nur Verrückte“ - Monobo Son im Ramasuri Frühschoppen am 28. August 2022

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
Eine Mischung aus Brass, Jazz und elektrischen Klängen. Das sind Monobo Son.
Bei Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer wurde zünftig aufgspielt!

Klassische Musik, vermischt mit Brass, Jazz und elektronischen Klängen – diesen unvergleichlichen Klang bringt Monobo Son auf die Bühne. Frontmann und „LaBrassBanda“-Posaunist Manuel Winbeck ist seit 2011 mit der Combo unterwegs. Diesmal kam er nach Weiden und plauderte einen Tag nach einem Konzert in der Regionalbibliothek mit unserem Gastgeber Jürgen Meyer.

„Es ist ein ganz wunderbares Gefühl. Man hat endlich wieder die Bestätigung für das was man für sein Leben gerne macht“, beschreibt Winbeck die Stimmung, nach zwei Jahren Pause wieder auf Tour zu sein. „Wieder mit Leuten zusammenzukommen, sich zu Spüren, sich Lachen zu sehen, sich Auszutauschen. Ein Traum.“ Einen Plan B in seinem Leben gab es. Aber er war für ihn nicht interessant. Denn er hat in München Musik studiert, wollte aber nie an eine Musikschule oder Ähnliches. Von daher war der Weg auf die Bühne vorprogrammiert

Der Bandname klingt dabei etwas ungewöhnlich und hat viel mit Lautmalerei zu tun. „Ich bin ein großer Fan von Bonobo-Schimpansen“, erklärt Winbeck, was bei der Namensfindung mit reinspielte. Sein Hauptengagement bei LaBrassBanda hat umgekehrt natürlich auch den Musikstil geprägt. „Aber was da genau so spannend ist, muss man wohl eher die Leute fragen, die es sich anhören.

Die Band selbst ist ein Zusammenschluss vieler musikalischer Genies. „Wir sind ein organischer Haufen, der sich selbst zusammenhält.“ Die Schlagzahl ist dabei hoch. 2013 war man sogar zwei Wochen in Russland unterwegs. Ein Erlebnis, dass keiner der Musiker vergisst. Nach 2015 hat man sich neu gefunden und ist viel auf Tour. „Wir sind halt nur Verrückte“, scherzt Winbeck. Zu einem Konzert ist die Band nach Wien sogar nur per Autostop gefahren.

Drei Alben hat Monobo Son mittlerweile auch hervorgebracht. Wobei selbst die Cover schon hohe Kunst sind, die jeder einmal gesehen haben sollte. Ein viertes Album ist in Planung, aber jetzt geht es erst einmal um die Tour und dann auch mal wieder Zeit nehmen für daheim. „Ob es dann ein Album wird, oder nur eine Single kommt, werden wir auf uns zukommen lassen.“

Die aktuelle Tour ist ein „Mischmasch aus Allem“, beschreibt es Winbeck. Wobei nebenbei die Idee reift, Kochen und Musik zu verbinden. Aber auch sonst, will man eher mal anders denken und sich abheben. In dem unwahrscheinlich ruhigen und harmonischen Gespräch konnte unser Moderator Jürgen Meyer dabei viel über die Band und den Frontmann erfahren. Sie wollen das auch? Dann hören Sie hier rein in unseren Podcast.

 

„Reisen ist ein Grundbedürfnis“ - Leitner Reisen aus Allersberg im Ramasuri Frühschoppen am 14. August 2022

© Bild: Noel Marner I Ramasuri
Quer durch die Welt und dabei noch gutes tun - Leitner Reisen im Frühschoppen
Gemeinsam mit Moderator Jürgen Meyer spricht der Geschäftsführer Christoph Führer über die Geschichte des Unternehmens, das soziale Engagement und ein besonderes Schmankerl für unsere Hörer.

Millionen von Menschen haben mit Leitner Reisen schon die Welt entdeckt. Nächstes Jahr wird das Unternehmen 75 Jahre alt. „Reisen ist ein Grundbedürfnis“, sagt Christoph Führer, der Geschäftsführer des Reiseveranstalters. Auch für Radio Ramasuri rollen die Busse immer mal wieder. Deshalb ist unser Moderator Jürgen Meyer einmal zum Frühstücken und Plaudern nach Allersberg gefahren.

Auf sein Lieblingsziel will sich Führer gar nicht wirklich festlegen, wobei er durchaus ein Faible für Italien hat. „Italien ist einfach Vielseitig, da ist alles dabei.“ Seine Lieblingsorte sind im Hinterland des Gardasees. „Da kann man sich vorstellen, wie es vor 100 Jahren war“, schwärmt Führer. Er kam vor einigen Jahren ins Touristikgeschäft als Quereinsteiger. 2019 wurde er Partner und Geschäftsführer.

75 Mitarbeiter hat die Firma Leitner und in der Hochsaison laufen bis zu 300 Busse für das Unternehmen, viele über Partnerfirmen. „Wir wollen ja auch nicht leer von Allersberg nach Karlsruhe fahren. Das wäre ja auch nicht gut fürs Klima.“ Die Reisen sind dabei alle mit dem „Leitner-Faktor“ versehen. „Jede Reise sind individuelle Kunststücke unserer Produktmanager. Die gibt es nirgends sonst.“

Vom 23. bis zum 25. September fährt Radio Ramasuri mit Leitner Reisen zur Musical-Reise nach Hamburg. „Hamburg ist international und offen. Das macht die Hansestadt aus. Es ist immer eine Reise wert.“ Schönes Hotel, Reiseleitung, Ausflugsprogramm und natürlich Zeit, um die Stadt selbst zu entdecken. Mehr zu der Reise gibt es natürlich bei ramasuri.de. Mit Musical, Hotel und Halbpension sind die Hörer für 400 Euro mit dabei.

Doch Leitner Reisen hat noch eine ganz andere und sehr soziale Seite. Das Unternehmen unterstützt viele Menschen. „Wir haben einen ganz tollen Job. Wir bringen Menschen zusammen und bringen sie an die tollsten Orte der Welt“, erklärt Führer. Aber manchen Menschen geht es nicht so gut. Und hier wird geholfen. Egal ob Weihnachtstrucker gemeinsam mit der Johanniter Unfallhilfe, oder diverse Hilfen für Flüchtlinge aus der Ukraine. Aber das größte Engagement fließt in die Reiner Meutsch-Stiftung, die mit „fly and help“ weltweit Schulen baut. „Sie sorgen dort für Bildung auf der Welt, wo Bildung nicht selbstverständlich ist.“ Es wird getrieben von dem Verständnis, dass Unternehmertum auch eine Verpflichtung ist. „Und Bildung ist der Anfang von allem“, ist sich der Geschäftsführer sicher.

Und so gibt es auch eine „Leitner-Schule“ im Norden Namibias. Dort hat das Unternehmen eine komplette Schule finanziert und im vergangenen Jahr eröffnet. „Man fühlt Demut, wenn man sieht, wie dort das Leben gemeistert wird“, beschreibt Führer seine Eindrücke. „Das geht ans Herz.“ Die Schulen sind nach UN-Standard von lokalen Unternehmern gebaut, um die Wertschöpfung vor Ort zu halten.

Gemeinsam mit Reiner Meutsch gibt es auch einen Vortrag „Abenteuer Weltumrundung“. „Hier geht es um die gute Sache, um den großen Reiner Meutsch von seinem Lebenswerk erzählen zu lassen.“ Ein kurzweiliger Abend. Mehr dazu gibt es auf der Homepage des Unternehmens: www.leitner-reisen.de Unser Gastgeber Jürgen Meyer war auf jeden Fall auch im Gespräch beeindruckt von Leistungsfähigkeit und Engagement von Leitner Reisen. Sie wollen es auch sein? Dann hören Sie hier rein in unseren Podcast.

Eselrennen und Schlösser – Das Marktfest Schmidmühlen im Ramasuri Frühschoppen am 7. August 2022

© Bild: Noel Marner I Ramasuri
Ein bisschen Toskana in der Oberpfalz - Der Markt Schmidmühlen im Frühschoppen
Beim Marktfest in Schmidmühlen heizte das Ramasuri-Team Rund um Jürgen Meyer den Gästen mit dem Bullriding so richtig ein.

Gefühlt war es ein wenig „Münchner Runde“, so viele Politiker hatte unser Gastgeber Jürgen Meyer beim Marktfest in Schmidmühlen mit am Tisch. Bürgermeister Peter Braun und seine Stellvertreter Martin Bauer und Mathias Huger. Dazu kamen noch Richard Bauer, der die Esel fürs Eselrennen stellt und Jagdpächter Karl Fochtner. Geboten war viel – inklusive des Endes des Bankgeheimnisses.

Schmidmühlen ist „der Stern des Südens“ im Landkreis Amberg-Sulzbach, wie Bürgermeister Braun selbst sagt. „Wir haben auch extra ein bisschen weniger Temperaturen aufgelegt.“ So konnte das 42. Marktfest unter besten Bedingungen starten. Wie überall tragen die vielen Vereine das Fest und sorgten so für ein quirrliges Treiben im Ort.

Doch Schmidmühlen ist auch landschaftlich etwas Besonderes. Vils und Lauterach fließen hier zusammen, der Fünf-Flüsse-Radweg führt genauso vorbei wie der Jurasteig. „Es ist die bayerische Toskana“, erklärt Braun. Und es gibt ungewöhnliche Dinge – wie einen Gießkannenbaum. 300 Gießkannen hängen hier an einem Baum und sind das meist fotografierteste Objekt des Marktes. Dabei gäbe es sogar drei Schlösser zu Bestaunen.

Legendär ist aber das Eselrennen. Acht Esel gehen an den Start. „Eselführer und Esel müssen ein Team sein“, erklärt Richard Bauer. Klappt das nicht, wird es schwierig mit dem Sieg. Gemeinsam müssen die Teams über einen Parcours. „Wir haben eine Partnereinheit bei den Amerikanern, die wollten am Anfang den Esel auch mal rumtragen“, ergänzt Bürgermeister Braun noch süffisant.

Damit auch die Musik passt, ist Karl Fochtner nicht ganz unschuldig. Er kümmert sich um altes Liedgut in der Gemeinde. „Die Jungen hören da zu und wollen dann die Texte, um das Liedgut wieder aufzunehmen.“ Von daher ist Schmidmühlen auch ein sehr musikalischer Ort. Aber die Gemeinde hat noch etwas Einzigartiges bewahrt: den Fischzug. Immer am Aschermittwoch gehen die Männer mit Zylinder und Frack von Wirtshaus zu Wirtshaus. „Es gibt nur Fisch, Brot und Bier… und Männer“, so Fochtner.

Wer den einzigartigen Flair genießen möchte, der kann dies zum Beispiel auch im Hammerschloß-Stodl. Gabi Kirschner sorgt dafür, dass dort immer ein wenig Leben herrscht. „Seit letzter Woche haben wir auch endlich die Biergartengenehmigung“, freut sie sich. Doch vor allem wird dort geheiratet. „Aber wir haben nur noch Termine im November frei aktuell.“

Das sich so viel rührt, ist Peter Braun zu verdanken. Er hat auch die Idee für eine Sonnenschirm-Straße mitgebracht. So hängen aktuell 250 Regenschirme in der Marktgemeinde. „In der Toskana hab ich das gesehen“, erklärt Braun. Als nächstes kommt eine Laterne aus 200 Kohlenschaufeln. So rührt sich immer was in dem kleinen Ort an der Vils.

Der Versuch, den Hörern noch ein Lied zu bieten, scheiterte zwar, aber es war auch sonst viel geboten. Mit dem Wetter klappte es auch, wie meistens. „Wir hatten schon mal ein Fest, da ging Glühwein am besten im September“, erinnert sich Braun, der schon auf die historische Kirwa in wenigen Wochen blickt. Moderator Jürgen Meyer hat sich davon überzeugt, dass sich ein Besuch in Schmidmühlen lohnt. Sie sollten auch mal hin und bis dahin können Sie hier schon einmal unseren Podcast hören.

Das Tor zu Oberfranken – Das Bürgerfest in Speichersdorf im Ramasuri-Frühschoppen am 31. Juli 2022

© Bild: Noel Marner I Ramasuri
Es ist die Vielfalt die uns ausmacht - Die Frühschoppen-Tour macht halt in der Gemeinde Speichersdorf
Beim achten Bürgerfest gaben die Speichersdorfer nicht nur auf den Schienen, sondern auch auf dem legendären Ramasuri-Bullen so richtig Vollgas!

In der Nordoberpfalz kennt man Speichersdorf – vom Vorbeifahren nach Bayreuth. Aber Speichersdorf ist das Tor zu Oberfranken und hat ein fantastisches Bürgerfest. Unser Moderator Jürgen Meyer war mit unserem Ramasuri-Team und dem Bullriding diesmal mit vor Ort. Nur alle fünf Jahre wird gefeiert. Kein Wunder also, dass die Stimme von Bürgermeister Christian Porsch beim Interview schon recht angeschlagen war.

„Es ist die Vielfalt die uns ausmacht“, ist der Bürgermeister überzeugt. Über 40 Vereine beteiligen sich am Bürgerfest. Gefeiert wurde auch das Jubiläum „50 Jahre Großgemeinde“. 1972 wurde im Zuge der Gebietsreform die heutige Gemeinde Speichersdorf gegründet. Das besondere dabei: Die ehemaligen Gemeinden Plössen, Haidenaab, Guttenthau, Göppmannsbühl. Ramlesreuth und Wirbenz gehörten zur Oberpfalz und wechselten nicht nur den Landkreis, sondern sogar den Regierungsbezirk.

Wichtig für ein Bürgerfest ist gute Musik. Deshalb sind natürlich auch die Speichersdorfer Musikanten mit dabei. Dirigent Norbert Lodes ist seit 30 Jahren Chef des Orchesters. Der studierte Musiker ist stolz auf das Repertoire seines Orchesters und den Zusammenhalt. „Die Gemeinschaft ist das aller Wichtigste. Es ist ein emotionaler Ausgleich und pure Lebensfreude.“ Zudem würden Kinder in der Schule profitieren, die ein Instrument lernen. Unser Gastgeber Jürgen Meyer lernte dabei gleich noch, welches Instrument schwerer zu spielen ist, als er dachte.

Der Vorsitzende der Eisenbahnerkameradschaft Kirchenlaibach, Matthias Busch, stimmte mit ein in das Schwärmen über Speichersdorf. „Es ist eine wahnsinnig lebens- und liebenswerte Gemeinde.“ Für das Bürgerfest kümmerte er sich sogar darum, dass Teile des Bahnhofes gesperrt wurden, damit die Besucher Draisine fahren können. Übrigens: Der Bahnhof liegt in Speichersdorf, heißt aber Kirchenlaibach. „Die Speichersdorfer wollten damals für den Namen nichts zahlen, da haben die Kirchenlaibacher gesagt, dass übernehmen wir.“

Ehrengast beim Bürgerfest und beim Frühschoppen war Altbürgermeister Manfred Porsch. 24 Jahre stand er an der Spitze der Gemeinde. Er blickte einmal auf die Gebietsreform zurück. „Tirschenreuth war damals eine kleine Weltreise.“ Von daher sei es kein Wunder gewesen, dass sich Oberpfälzer Gemeinden 1972 für Speichersdorf entschieden haben – und die Nähe zu Bayreuth. Porsch ist aber auch Vorsitzender des TSV Speichersdorf – der größte Verein der Gemeinde und einer der Träger des Bürgerfestes. Geboten wird ein breites Angebot an Aktivitäten. „Für die, die sich nicht sportlich betätigen wollen, haben wir auch eine Schachabteilung.“

Doch seine Lebensaufgabe war es lange, aus Speichersdorf eine große Gemeinschaft zu machen. „Es war gar nicht so einfach, aus acht Gemeinden, dieses Wir-Gefühl zu gewinnen.“ Es ist gelungen. Und das Bürgerfest alle fünf Jahre ist ein Zeichen, wie hervorragend der Zusammenhalt mittlerweile ist. Wenn Sie auch etwas von der Lebensfreude der Speichersdorfer bekommen wollen, hören Sie hier unseren Podcast.

„Vielfalt erleben“ - Das Bürgerfest in Mitterteich am 24. Juli 2022 im Ramasuri Frühschoppen

© Bild: Noel Marner I Ramasuri
Kaiserwetter, leckerer Zoigl und Fahrräder in der Luft - Die Stadt Mitterteich im Frühschoppen
Alle fünft Jahre lassen es die Mitterteicher beim Bürgerfest so richtig krachen. Unser Ramasuri-Team Rund um Moderator Jürgen Meyer war natürlich mit von der Partie!

Die Menschen im Landkreis Tirschenreuth haben Glück. Immer scheint die Sonne. Auch diesmal beim Bürgerfest in Mitterteich. Bei bestem Wetter hat sich unser Gastgeber Jürgen Meyer ans nördliche Ende der Oberpfalz begeben, um mit den Menschen und Machern vor Ort ins Gespräch zu kommen.

„Wir müssen das gesellschaftliche Leben wieder hochfahren“, resümiert Bürgermeister Stefan Grillmeier erst einmal, nach einem gelungenen Festauftakt – nach sieben Jahren Pause. Mit dabei war auch Landrat Roland Grillmeier. „Ich bin eigentlich beim Feiern meistens dabei“, räumte er mit angeschlagener Stimme ein. „Wir sind ein Landkreis des Ehrenamtes und der Vereine. Das ist ein Markenzeichen der Region.“ Von daher sind schöne Feste ein Muss im Land der tausend Teiche.

Zoigl, Essen, Kinderprogramm und viele Aktionen der Vereine waren geboten. „Mitterteich in seiner Vielfalt erleben, ist unser Motto heute. Wir zeigen uns heute von unserer besten Seite“, erklärte der Bürgermeister. Angezapft hat er übrigens ohne Schlegel. „Damit die Weidener mal sehen, wie man richtig anzapft.“

Mit dabei war auch Julian Bachmann von der Bike Station. Der Pro BMX-Fahrer und der Fahrradladen hatten einen großen Parcours aufgebaut und zeigten Tricks und Sprünge mit den Rädern. Beim Mountain-Bike und BMX Freestyle Contest, brauchte es viel Mut. Bis zu 18 Meter ging es in die Luft, am Ende landeten die Springer in einem Luftkissen. „Es ist schon mit Risiko verbunden und kann auch mal in die Hose gehen“, gibt Bachmann zu. Es waren auch Weltmeister mit dabei. Wie man da fit bleibt, erklärte Bachmann im Gespräch mit unserem Moderator.

Mitterteich ist im Herzen des Landkreises Tirschenreuth. „Im Freizeitbereich sind wir toll aufgestellt“, unterstreich Stefan Grillmeier. Vom Wandern bis zur Sommerrodelbahn ist viel geboten. „Preis-Leistung sind unschlagbar.“ Dem kann auch der Landrat nur zustimmen. „Wir haben uns toll entwickelt. Wir sind Aufsteigerregion“, ist er zufrieden mit der Entwicklung der Region. Kein Wunder, dass in Mitterteich sogar ein Kindergarten neu gebaut werden muss.

Beim Bürgerfest hat unser Moderator aber erst einmal einen Stilbruch begangen. Er kam ohne Lederhose. Deshalb gab es von Stefan Paschedag vom Modehaus Zeitler in Mitterteich erst einmal eine Beratung für die richtige Festbekleidung. „Eine echte Tracht ist schon was wert“, erklärt der Oberbayer, der der Liebe wegen in die Oberpfalz kam. „Wichtig ist, dass eine Lederhose richtig sitzt. Lieber zu klein kaufen. Leder gibt ja nach. Und ich schau den Männern auf den Arsch – ob die Hose auch sitzt“, gab es dann gleich noch als Erklärung dazu und wie ein „Push-Up“ für den Hintern funktioniert. Irgendwie wurde es dann fast ein wenig Modeberatung mitten auf dem Bürgerfest.

Ein halbes Jahr Vorbereitung hat es für das Fest gebraucht in Abstimmung mit Festausschuss, Rathaus und Bauhof. Am Ende stand ein tolles Fest und alle freuten sich in der wachsenden Stadt zu feiern und die Atmosphäre zu genießen. Unser Moderator Jürgen Meyer war auf jeden Fall sehr angetan von dem Engagement. Wenn auch Sie noch mehr erfahren wollen, hören Sie hier unseren Podcast.

Seinen Traum verwirklicht - Matthias Reim im Ramasuri Frühschoppen am 17. Juli 2022

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Über 30 Jahre geballte Musikerfahrung - Matthias Reim im Frühschoppen
Bei Moderator Jürgen Meyer erzählt der Kult-Schlagerstar von seinen Anfängen und wie man es schafft in nur zwanzig Minuten einen absoluten Megahit zu schreiben.

Es gibt kaum eine Party, auf der dieser Song nicht gespielt wird: „Verdammt, ich lieb‘ dich“ Geschrieben hat ihn Matthias Reim – und es war sein absoluter Durchbruch. Bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer hat er im Frühschoppen einmal erzählt, wie alles kam.

Reim wurde 1957 in Hessen geboren. Sein Kindermädchen hatte immer Musik dabei und er liebte es. „Ich habe mir aus alten Dosen schon eine Trommel gebaut.“ Irgendwann gab der Vater dem Betteln nach und kaufte ihm eine E-Gitarre. Alt und gebraucht, aber es war der Anfang der Musikerkarriere.

Es gab aber einen Plan B. Reim studierte Germanistik, auch wenn er dies schließlich zugunsten der Musik sausen ließ. „Ich habe den Traum geträumt, Musiker zu werden.“ Das hat er konsequent verfolgt. Mit einem Gründerdarlehen kaufte er sich ein eigenes Tonstudio. Nach zwei Flops, hatte er mit der Solokarriere ohnehin abgeschlossen.

Dass er überhaupt soweit kam, hat er Bernhard Brink zu verdanken. „Er hat mir die Chance gegeben in dieses Business einzusteigen“, erinnert sich Reim. Im Tonstudio sah er zu, wie bekannte Größen alles aufbauten und alles ablief. Doch sein Hauptjob war das komponieren. Unter anderem für Jürgen Drews, Roy Black oder eben Bernhard Brink.

Am Vorabend seines 32sten Geburtstages änderte sich dann sein Leben. Am 25. November 1989 schrieb er nach einem Gespräch einige Zeilen auf. „20 Minuten später war der Song fertig.“ Seine Kumpels die nachts mit ihm Feiern wollten, schickte er weg. Es war die Idee von „Verdammt, ich lieb‘ dich“. „Als ich ihn gemacht hab, hab ich mir gedacht er ist schon besonders. Und wenn ich Glück habe, sehe ich damit mal die Charts.“  Und mittlerweile ist es immer noch die fantastischste Zugabe, bei seinen Auftritten. In der Show „Der große Preis“ mit Wim Thoelke wurde der Song 1990 schließlich zum ersten Mal live gespielt. 

32 Jahre später ist das nun her. 2,5 Millionen verkaufte Singles gab es damals. „Solche Hypes gibt es. Wo man nicht nur den Nerv von Schlagerfans trifft. Ich hatte das halt einmal“, ist Reim ehrlich. Denn in den 90ern ging es danach eher stetig bergab, mittlerweile aber wieder bergauf. Er schreibt Rocksongs, Schlager, Balladen. Auch viel über die Familie. „Ich habe diese Verbundenheit zu Familie gelebt. Jetzt lebe ich das wieder als Familienoberhaupt.“ Und bringt sie in seinen Songs zum Ausdruck.

Immerhin ist Reim Vater von sieben Kindern. Die jüngste, Zoe, kam gerade erst zur Welt. Einige seiner Kinder sind auch in die Fußstapfen des Papas getreten. „Vater und Sohn, den machen wir im Duett. Da ist alles per Hand eingespielt“, erzählt er über ein Lied mit seinem Sohn. Das Lied ist auch dabei in der Sommertournee, die er gerade plant.  Denn er ist ein Bühnenmensch. „Mir ist wichtig, dass wir Menschen zusammenhalten. Und dass wir uns das feiern nicht nehmen lassen“, ist deshalb sein Wunsch.

Unserem Moderator Jürgen Meyer hat Reim auch noch erzählt, warum er kein Morgenmensch ist, wieso er einmal eher aus Spaß in einem Film mitgespielt hat und wieso weder Bierbauch noch Doppelkinn etwas für ihn sind. Übrigens: Wer Matthias Reim schon immer mal Live erleben wollte, der hat jetzt die Chance. Am 22.07. spielt er nämlich im Piazza in Regensburg.

Sie wollen noch mehr erfahren? Dann hören Sie hier unseren Podcast.

 

„Heimat und Familie“ - Das Bürgerfest Oberviechtach im Ramasuri Frühschoppen am 10. Juli 2022

© Bild: Noel Marner | Ramasuri
Die Goldstadt Bayerns - Oberviechtach im Frühschoppen
In der Eisenbarth-Stadt ging es am vergangenen Wochenende beim Bürgerfest und anschließendem Ramasuri Bullriding hoch her!

Sommersaison – Festsaison. Der Ramasuri-Frühschoppen und Gastgeber Jürgen Meyer waren deshalb auch dieses Wochenende wieder live vor Ort, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Diesmal in der Stadt des berühmten Dr. Eisenbarth – in Oberviechtach. Beim dortigen Bürgerfest wurde nicht nur gefeiert, sondern auch fleißig gesungen.

Schon früh am Morgen war die Stimmung großartig beim Bürgerfest, das unter dem Motto „Heimat und Familie“ stand. Doch was ist ein Bürgerfest ohne Bürger, ihr Engagement und ihre Geschichten. Allen voran die des Bürgermeisters, der mitten in der Pandemie 2020 ins Amt kam. „Des war hart in der Pandemie. Es ist aber auch jetzt anstrengend und macht aber auch super viel Spaß“, stellt Rudolf J. Teplitzky fest. Seit der neue Bürgermeister da ist, so munkelt man, herrsche Harmonie im Stadtrat. „Mit den Menschen reden und ernstnehmen. Das sollten alle machen, nicht nur im Stadtrat“, so sein Rezept.

Bekannt ist die Stadt nahe der tschechischen Grenze aber auch für seinen Handballverein, der der größte im Ort ist. Mit der Babyflasche kommt dort auch der Handball. „Es ist ein schneller Sport bei dem viele Tore fallen. Viel Action“, weshalb Vorsitzender Michael Lang vermutet, dass der Verein so erfolgreich ist.  Dazu wird für Kinder viel geboten. Von 29. bis 31. Juli ist zudem das große Handballfest, zu dem fast 70 Vereine aus ganz Deutschland kommen und tagsüber auf Rasen Handballspielen und abends Feiern. „Es ist wie ein großes Festival.“

Der berühmteste Sohn der Stadt ist aber Johann Andreas Eisenbarth, der auch Doktor Eisenbarth genannt wird, obwohl er nie promoviert hat. 1663 in Oberviechtach geboren, war er ein klassischer Handwerkschirurg seiner Zeit. „Er hat Kultur in die Medizin gebracht. Dass sich die Leute eher mal waschen sollen, statt immer zum Arzt zu rennen. Das war seine Strategie“, erklärt Andreas Fleischer, der bei den Festspielen den berühmten Arzt spielen darf. Bekannt ist Eisenbarth für seinen „Starstich“ zur Behandlung des grauen Stares geworden. Später auch für ein Trinklied. „Wir haben eine eigene Eisenbarth-Abteilung im Museum, die auch vom Lied erzählt, welches nicht so der Wahrheit entspricht“, fügt deshalb Maria Ahlemeyer an, die dem Museumsverein vorsteht. Übrigens: Der Oberviechtacher Spielmannszug tritt in der Tracht des Dr. Eisenbarth auf.

Doch die Stadt hat noch viel mehr zu bieten. „120 Vereine gibt es in Oberviechtach. Wir sind auf alle Vereine stolz“, erzählt Teplitzky, der neben seinem Job als Bürgermeister immer wieder als Schlagzeuger der „Oberpfälzer Gaudiburschn“ auf der Bühne steht. „Wir haben aber auch einen der schönsten Marktplätze der Oberpfalz, einen Goldlehrpfad und wollen natürlich wieder wachsen als Stadt.“

Zu entdecken gibt es viel in der Festspielstadt. Aber auch zu hören gibt es diesmal viel. Nicht nur, wie die Festspiele entstanden sind, sondern auch wie das Doktor Eisenbarth-Lied geht. Kurzerhand wurde „Rudi und sein Chor“ gegründet und das Lied zum Besten gegeben. Erstaunlicherweise waren dabei viele Menschen froh, dass unser Moderator Jürgen Meyer nicht mitgesungen hat. Sie fragen sich warum? Hören Sie doch einfach mal hier in den Podcast rein.

Vom Zonenrand zur Kulturregion – Der Ramasuri Frühschoppen am 3. Juli 2022 live vom Bürgerfest in Waldsassen

© Bild: Nici Owens I Ramasuri
Die Stadt Waldsassen feiert Bürgerfest!
Beim 40. Bürgerfest lassen es die Stiftländer so richtig krachen!

Jahrelang war es die Stadt, die direkt am eisernen Vorhang lag – Waldsassen. Zonenrand und für viele völlig unbekannt. Mittlerweile ist die Basilikastadt vielen Menschen in Europa ein Begriff, wegen Rosner-Lebkuchen, Ghost-Fahrrädern und einer einzigartigen Klosterlandschaft. Unser Moderator Jürgen Meyer ist pünktlich zum 40. Bürgerfest einmal in die Stadt gefahren, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

Es ist ein quirliger kleiner Mikrokosmos der sich in Waldsassen entwickelt hat. „Hier ist ein Menschenschlag zuhause, der stolz ist, auf das was hier zu bieten ist“, bringt es Michaela Müller auf den Punkt, die sich in der Klosterstadt gerade darum kümmert, dass sie das Europäische Kulturerbe-Siegel erhalten. Und die Menschen dort sind nicht nur stolz auf das was sie haben, sie schaffen auch Einzigartiges.

Weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt ist zum Beispiel Ghost. Der Fahrradhersteller ist mittlerweile eine feste Größe in der Mountainbike-Szene. „Wir sind eine Marke mit einer sehr guten Historie. Und man ist Teil einer großen Familie, wenn man ein Ghost-Bike fährt“, erklärt deshalb Udo Zrenner stolz, der Standortleiter am Hauptsitz in Waldsassen. Doch auch vor Ort sorgt der Fahrradhersteller dafür, dass sich etwas bewegt. „Wir haben mit den Staatsforsten die ersten zugelassenen Trail-Netze geschaffen.“ Fünf Trails gibt es rund um Waldsassen, der Menschen aus Bayern und Tschechien anzieht.

Fast genauso bekannt sind die berühmten Rosner-Lebkuchen. Dabei ist der Inhaber der Lebkuchenmanufaktur, Wolfgang Neumann, eigentlich gelernter Holztechniker. „Die eigentliche Chefin ist natürlich meine Frau“, gibt er deshalb zu - denn sie ist Konditorin. Familiengeführt seit dem 18. Jahrhundert ist es die letzte Handwerksbäckerei Waldsassens – und eine Institution in der Stadt, seit Fürstin von Thurn und Taxis die Lebkuchen geadelt hat. Dabei ist das Geheimnis des Geschmacks ganz einfach. „Wir versuchen ohne Chemie die Menschen zu verwöhnen“, erklärt Neumann.

Das Waldsassen heute so gut da steht, ist nicht nur vielen engagierten Menschen zu verdanken, sondern auch der Grenzöffnung 1990. Am 1.7.1990 eröffnete der Grenzübergang Hundsbach. „Es war eine unwahrscheinliche Sehnsucht da auf beiden Seiten“, erinnert sich Stadtarchivar Hermann Müller, der damals noch beim Zoll beschäftigt war. Um das zu feiern, hätte 2020 schon eine Europawoche stattfinden sollen, die nun heuer durchgeführt wird. Auch wenn die Sprachbarriere
manchmal noch dazwischensteht, so wächst langsam wieder zusammen, was früher einmal zusammengehörte.

Im Gespräch mit unserem Gastgeber Jürgen Meyer hört man richtig, wie stolz die Waldsassener auf ihre Stadt sind. Kein Wunder also, dass nach der Pandemie wieder viele Menschen kommen, um es selbst zu erleben, freut sich auch Hermann Müller. Wer noch nie dort war, sollte sich auf jeden Fall einmal die Basilika und die einzigartige Klosterbibliothek ansehen. Bis dahin hören Sie sich einfach hier unseren Podcast an.

Stefan Dettl von LaBrassBanda im Ramasuri Frühschoppen am 26. Juni 2022

© Bild: Maximilian Janker I Ramasuri
"Fahren mim Bulldog in die Wiesn..." - Stefan Dettl im Frühschoppen
LaBrassbandas Trompeter Nr. 1 spricht mit Kollegen Jürgen Meyer über die musikalische Laufbahn und ein ganz spezielles, tierisches Publikum.

„Wenn Du so infiziert bist von der Musik, dann musst Du All-in gehen.“ Wer auf Ska, Reggae und Neue Volksmusik steht, der ist froh, dass Stefan Dettl und die Jungs von LaBrassBanda genau das getan haben. Bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer erzählt der 41-Jährige Oberbayer, wie es mit der Musikerkarriere begann und LaBrassBanda bekannt wurde.

Am Richard-Strauß-Konservatorium in München begann 2007 alles. An der renommierten Ausbildungsstätte für Berufsmusiker lernten sich die Gründungsmitglieder von LaBrassBanda kennen. „Das Wichtigste war, die Chance zu haben, sein Hobby zum Beruf zu machen“, erinnert sich Dettl, dem es nie darum ging, berühmt zu werden. Dafür war viel Arbeit nötig. „So halbscharrig geht das halt nicht.“ Der Lohn für die Leistung sind die vielen positiven Rückmeldungen – und mittlerweile der Erfolg.

Dettls Instrument ist dabei die Trompete. Sein Vater hat schon Tuba gespielt. Mit 11 Jahren wollte er in die Musikschule. Schnell wurde dort auch im Ensemble gespielt. „Da ist man einfach gerne in die Musikprobe gegangen.“ Wobei er nicht wirklich gerne probt. Er spielt lieber drauf los. „Wenn eine Melodie da ist oder ich spüre, dass Musik etwas bewegt in den Menschen, da wird dann Energie frei.  Da braucht es dann keinen Druck von außen.“ Was ihn an seinem Instrument sehr beeindruckt, ist das Robuste. Er hat Trompeten, die über 60 Jahre alt sind und immer noch gut klingen.

Das Besondere an LaBrassBanda ist dabei, dass sie sich als Live Band verstehen. „Da muss der Punk abgehen.“ Ganz im Sinne der alten Tanzmusikgruppen die schon vor hundert Jahren durch die Gaststätten zogen. „Das Spiel mit den Instrumenten können wir als Blechbläser halt sehr gut machen.“ Deshalb ist jedes Konzert einzigartig.

Aber es gibt natürlich dennoch mehr als ein Album. Für das erste gab die Plattenfirma 2008 ihnen 500 Euro Werbebudget. „Dafür können wir in München nicht einmal ein paar Plakate aufhängen lassen.“ Also haben sie einen Traktor und Mopeds gemietet und sind damit nach Wien gefahren. Dort war zu dieser Zeit Fußball-Europameisterschaft. Die Medien wurden aufmerksam, LaBrassBanda bekannt. Es folgten dann auch zahlreiche Auftritte im Ausland und die Karriere begann.  

2013 ging es für LaBrassBanda sogar zum Vorentscheid des European Song Contest. Eigentlich wollten sie nicht antreten, weil sie nicht hätten Live spielen sollen. Das durften sie dann doch und wurden sogar Zweiter. „Für uns war das ein riesen Geschenk. Der zweite Platz war auch völlig ok für uns“, erinnert sich Dettl. Dafür kamen aber viele andere neue Projekte. Unter anderem ein Konzert in einem Kuhstall – vor Kühen. „Kiah Royal“ wurde eins der erfolgreichsten Alben der Band. Während Corona spielten sie bei einer Yoga-Session und haben die eher ruhige Musik danach als Album veröffentlicht.

Wer das einzigartige Erlebnis „LaBrassBanda“ erleben will, der hat dazu heuer zahlreiche Gelegenheiten - auch in der Region. Alle Termine gibt es auf https://www.labrassbanda.com/. Und wer neben der Geschichte der Band auch noch ein paar private Dinge hören möchte, die unser Moderator Jürgen Meyer dem Vollblut-Musiker Stefan Dettl entlocken konnte, der sollte sich hier unseren Podcast anhören.  

„loyal, diszipliniert, lustig“ - Thomas Anders im Ramasuri-Frühschoppen am 19. Juni 2022

© Bild: Nici Owens | Ramasuri
Einfach Anders - Thomas Anders im Frühschoppen
Jürgen Meyer spricht mit dem sympathischen Multitalent über seine Anfänge in der Musik und über sein neuestes Projekt

Es gibt Stars, die hat unser Gastgeber Jürgen Meyer schon lange auf seiner Liste, um einmal mit ihnen zu quatschen. Für einen - nämlich den kommerziell erfolgreichsten deutschen Sänger aller Zeiten - hat er diesmal sogar einen Hausbesuch gemacht. Es ging nach Koblenz in Rheinland-Pfalz zu Thomas Anders.

Dass er einmal so erfolgreich wird, hätte Thomas Anders selbst nie gedacht. „Wenn ich einmal in meinem Leben in den Charts bin und mit meinen Auftritten meine Familie ernähren kann, dann habe ich es geschafft“, blickt der 59-Jährige auf seine ursprünglichen Lebensziele zurück. Immerhin hat er Musik gemacht, seit er sechs Jahre alt ist. Von Lebenswerk will er aber nicht sprechen. „Das klingt so schwer. Wenn man einen Lottogewinner fragt, hättest du dir träumen lassen, dass du mal einen Sechser mit Zusatzzahl hast? Ich glaube nicht.“

Er hatte Germanistik, Publizistik und Musikwissenschaften studiert. Doch er war nicht zufrieden und unterbrach das Studium mit dem Deal, wenn er bis 25 nicht erfolgreich ist, studiert er weiter. „Und dann kam Modern Talking dazwischen.“ Zum Glück für ihn. Denn es gab keinen Plan B. „Das darf mein Sohn jetzt nicht hören“, scherzt er.

Dabei hatte er vor Modern Talking schon einige Singles veröffentlicht, die sich damals „nur“ so um die 35.000 Mal verkauften. „Mit 35.000 Einheiten wärst Du heute gefühlt vier Monate auf Platz eins in den Charts“, stellt er rückblickend fest. Mit Modern Talking hat er weltweit schließlich über 120 Millionen Tonträger verkauft – niemand in Deutschland schaffte bisher mehr. Fast alle Alben schafften es in die TOP 3.

Mit Modern Talking war 2003 endgültig Schluss. Aber Thomas Anders ist vielseitig. Schriftsteller, Schauspieler, Songwriter und auch Gastjuror bei DSDS. „Es macht mir Spaß mein Wissen, dass ich mir jahrelang angeeignet hab, an neue Talente weiterzugeben“, erklärt Anders seine Motivation auch bei Castingshows teilzunehmen.

Doch auch musikalisch ging es weiter. 2017 und 2018 erschienen die ersten Solo-Alben auf Deutsch. Vier Jahre Arbeit steckten im ersten Album. „Dann hat man mir ,Der beste Tag meines Lebens‘ als Titel vorgeschlagen.“. Da wusste er, dass passt für ihn und das wird die neue Richtung.

Seine Freunde bezeichnen ihn als „sehr loyal, sehr diszipliniert, sehr lustig“. Doch er ist vor allem bodenständig. Deshalb hat er auch mit Rummel um seine Person kein Problem. „Sobald ich mein Grundstück verlasse, bin ich in der Öffentlichkeit. Dann bin ich im Dienst.“ Und nicht jeder spreche ihn an, von daher störe ihn das nicht.

Im Gespräch mit unserem Moderator Jürgen Meyer ging es aber auch um die Frage, wie er es schafft, auch im Alter noch gut auszusehen. „Ich brauchte morgens viel mehr Zeit mich zu entfalten“, gibt er unumwunden zu. Aber einmal im Jahr wird auch komplett entgiftet und dauerhaft mehr auf Ernährung geachtet. Kein Wunder also, dass er bei unserem Spiel bei „Bierbauch oder Doppelkinn“ beides nicht will. „Da muss man dagegen angehen.“

Im Netz ist Thomas Anders omnipräsent, vom eigenen Podcast, über eine Homepage bis zu Thomas Anders TV auf Youtube. Mehr Einblicke in sein Leben gibt es jetzt aber auch hier bei uns im Podcast.

Immer was los - Das Tirschenreuther Bürgerfest im Ramasuri Frühschoppen am 12. Juni 2022

© Bild: Martin Wagner I Ramasuri
Das Wetter ein Traum und die Stimmung grandios. Die Stadt Tirschenreuth im Frühschoppen
Jürgen Meyer und sein gesamtes Team feierten gemeinsam mit der Stadt Tirschenreuth Bürgerfest!

Erst einmal musste man die Bierkrüge suchen, bevor der Talk am Marktplatz in Tirschenreuth so richtig losgehen konnte. Dann stand erst einmal die Frage im Mittelpunkt, wieso die Tirschenreuther immer Kaiserwetter zum Bürgerfest haben. „Man muss Franz und Stahl heißen, dann hat man auch den entsprechenden Draht nach oben“, erklärte Bürgermeister Franz Stahl gewohnt bescheiden. Seine Bürger haben natürlich so ein Wetter verdient. Aber auch unser Sonnenschein Jürgen Meyer sorgte für gute Laune beim Frühschoppen, diesmal live aus der Kreisstadt.

Sechs Stunden Programm, 40 Stände und alle auf den Beinen – ganz Tirschenreuth war in Feierlaune und Fest-Moderatorin Janka Hannemann-Mathes am Schwärmen. 2018 war das letzte Bürgerfest. 2020 fiel wegen Corona aus. Von daher wollten alle wieder den Zusammenhalt genießen. Vom Kegelverein über die Wanderfreunde bis zum Alpenverein, der am geschundenen Maibaum Klettern anbot.

Tirschenreuth hat sich rausgeputzt. Spätestens seit 2013 ist in der Stadt sowieso alles anders. Damals war Landesgartenschau. „Es gibt für mich kein vor oder nach Christus Geburt, sondern nur ein vor und nach der Gartenschau“, erklärt Bürgermeister Stahl überzeugt, dass die Veranstaltung damals für die Kreisstadt ein Neubeginn war. Die Lebensqualität sei gestiegen und die Stadt hat zwischenzeitlich noch mehr getan für Bildung, Wirtschaft und Kultur.

Dem kann Franz Häring nur zustimmen. Er war Manager der Gartenschau und ist mittlerweile Vorsitzender des Fördervereins Fischhofpark. Seine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, das ehemalige Landesgartenschaugelände weiterhin mit Leben zu füllen. Dass das funktioniert, zeigen die vielen Veranstaltungen, die dort stattfinden. „Demnächst zum Beispiel die Gartentage, mit tollen Bands und viel gutem Essen.“ Vom 24. bis zum 26. Juni dreht sich alles um Flora und Fauna vor dem eigenen Haus. Aber auch sonst entwickelt sich das Gelände weiter. Der Alpenverein baut im Gelände gerade eine Indoor-/Outdoor-Kletterwand. Der alte Turm einer Brauerei wird dafür umgebaut.

„Mittlerweile hat sich sogar eine Picknick-Kultur entwickelt. Die Stadt sieht das Gelände als ihr neues Wohnzimmer“, schwärmt Häring. Für die Kinder wartet der Wasserspielplatz „Fischers Fritz“. Anfang Juli kommt auch Markus Engelstädter in den Fischhofpark. „Es ist immer was los.“ Auch wenn der Fischhof-Förderverein sich über noch ein paar Helfer freuen würde.  Doch nicht nur im Park ist einiges geboten. Im Herbst kommt die Tirschenreuther Passion wieder auf die Bühne. Nächstes Jahr steht das zehnte Jubiläum des Landesgartenschaugeländes und 2024 natürlich das nächste Bürgerfest.

Wer drei Tirschenreuther bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer einmal über die Stadt schwärmen hören möchte und etwas von der Begeisterung für einen Ort im Umbruch mitnehmen will, der sollte unseren Podcast hier nicht verpassen. Allerdings sollte wirklich jeder einmal die liebenswerte Kreisstadt im Oberpfälzer Norden mit dem fantastischen Fischhofpark selbst besuchen und das einmalige Ambiente dort genießen.

„Das Leben ist eine Momentaufnahme“ – Comedian Alain Frei im Ramasuri-Frühschoppen am 5. Juni 2022

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
„Grützi miteinand“ - moderne Comedy mit dem Schweizer Alain Frei
Bei Jürgen Meyer erzählt er von seinem aktuellen Programm "Grenzenlos" in dem er sogar die altbekannte Schweizer Neutralität über Bord wirft.

Er war im Quatsch Comedy Club, bei NightWash und ist Teil der Formation „RebellComedy“ – der Comedian Alain Frei. Und obwohl er eine richtige Nachteule ist, hat es den erfolgreichsten Exportschlager der Schweiz zum Frühschoppen zu unserem Moderator Jürgen Meyer verschlagen. Das Interview wurde zur Sicherheit auf hochdeutsch geführt. „Dabei ist Schweizerdeutsch die sexieste Sprache der Welt“, ist Frei überzeugt.

Dass er einmal auf der Bühne stehen würde, war ihm schon früh klar. „Ich dachte immer, ich werde Sänger“, erinnert sich der 39-Jährige, der mittlerweile in Köln wohnt und schon immer „die Bühne im Blick“ hatte. Doch einfühlsame Mitmenschen haben ihm schnell klar gemacht: Singen kann er nicht. Auch seine Eltern waren eher zurückhaltend mit ihrer Begeisterung für die Berufspläne. „Bevor Du Schauspieler wirst, werde doch was Vernünftiges“, hat ihm sein Vater geraten. Also lernte Frei im elterlichen Betrieb erst einmal Fliesenleger.

2006 klappte es dann doch mit der Schauspiel-Ausbildung und er spielte dann erst einmal Tourneetheater. „Mein Vater hatte schlaflose Nächte deswegen.“ Doch es hat sich gelohnt. Es folgte eine Talentschmiede im Quatsch Comedy Club mit Cindy aus Marzahn. „Ich bin einfach mal hin und drangeblieben.“ Danach kam ein Auftritt beim Comedy Grand Prix von RTL und schließlich hat er sich der Gruppe „RebellComedy“ angeschlossen. Rückblickend war manches vielleicht zu früh auf dem Weg zur Bühne, resümiert Frei.

Auch wenn er die Auftritte in der Gruppe mag, so ist er doch Solo-Künstler durch und durch. „Beim Solo ist es ruhiger. Man kann eine Geschichte aufbauen und persönlicher werden.“ Aktuell nimmt er die Menschen bei seinem Programm „Grenzenlos“ mit auf eine Reise. „Es geht um die Grenzen im Kopf und die Vorurteile, aber auch über die Grenzen von Humor.“ Von daher würde er sich freuen, wenn Publikum mit Barrieren im Kopf käme, denen man helfen könnte, diese einmal zu überwinden. „Doch meist kommen diejenigen, die ohnehin schon weltoffen sind.“

Mit vielen seiner Bekannten war er schon auf der Bühne gestanden, weshalb er tatsächlich gerade wunschlos glücklich ist. Wobei es für ihn ohnehin das Wichtigste ist, überhaupt wieder auf der Bühne zu stehen, nach zwei Jahren Zwangspause. „Ich habe viel gelernt über mich selber in dieser Corona-Zeit. Und man weiß auf einmal wie privilegiert man ist, vor Menschen auftreten zu dürfen“, stellt er fest. Von daher ist es naheliegend, was er unseren Hörern mit auf den Weg geben will: „Das Leben ist eine Momentaufnahme. Also genießt den Moment.“

Am Ende war unser Gastgeber Jürgen Meyer nicht nur von mancher Antwort bei unserem Spiel „Entweder, oder - Katz‘ oder Koder“ überrascht, sondern auch darüber, dass Alain Frei es geschafft hat, mit einem Zug zu fahren, der sich verfahren hat. Wer noch mehr über das Privatleben des Schweizers erfahren will, kann entweder im Herbst in sein neues Programm gehen oder hier unseren Podcast anhören.

„Irres Potential im Naturschatz Fichtelgebirge“ - Stephan Gesell und sein Siebenquell GesundZeitResort aus Weißenstadt im Ramasuri Frühschoppen am 29. Mai 2022

© Bild: Jose Spörer | Ramasuri
Von einer irren Idee zum GesundZeitResort - Das Siebenquell im Frühschoppen
Bei Moderator Jürgen Meyer erzählt der Lokalpatriot und Geschäftsführer Stephan Gesell was das Siebenquell alles zu bieten hat.

Es kommt aus 1835 Meter tief, ist 33 Grad warm und hoffentlich bald Heilquelle – das Wasser, welches das Siebenquell GesundZeitResort in Weißenstadt versorgt. Die Idee in der oberfränkischen Stadt so etwas aufzuziehen: „Irre!“ Das denkt auch heute noch Stephan Gesell, der vor zehn Jahren die Initialzündung gab für die einzigartige Oase zum Entspannen und Kraft tanken. Unserem Gastgeber Jürgen Meyer erzählte er im Frühschoppen, wie es dazu kam und warum jeder einmal dort gewesen sein sollte.

Ein Kurzentrum gab es schon in Weißenstadt. Radon ist ortsgebundenes Heilmittel. Gesell war 2012 der Ansicht, es brauche noch mehr und wollte nach Thermalwasser bohren. „Da haben sie uns erst für total verrückt erklärt, wie man mitten im Granit nach Thermalwasser bohren könne“, erinnert er sich. Doch es war erfolgreich. Ende 2016 ging es schließlich los mit dem GesundZeitResort – Sauna, Wellness, Badebereich. Direkt am Weißenstädter See gelegen, am Rande des Naturparks Fichtelgebirge.

„Ich bin absoluter Lokalpatriot“, beschreibt sich Gesell selbst. 2002 wurde der gelernte Banker zweiter Bürgermeister der Stadt, die nur knapp über 3.000 Einwohner hat. Er musste damals mit ansehen, wie die Wirtschaft dort einbrach. „Es war richtige Untergangsstimmung. Aber wir haben ein irres Potential im Naturschatz Fichtelgebirge.“ 2005 startete er deshalb mit dem Kurzentrum in Weißenstadt. Er brannte für die Idee, den Gesundheitstourismus zu fördern. Mit zahlreichen Investoren stemmte er schließlich das GesundZeitResort – einem fantastischen Ort in erholsamer Natur.

Und das Resort kann sich sehen lassen.  1.500 Quadratmeter Wasserfläche, 6.200 Quadratmeter Saunalandschaft, mit Themensaunen, die die Zünfte thematisieren, welche es früher in der Region Weißenstadt gab. Dazu wurde ein Hotel mit 224 Betten gebaut. „Man kann das nicht nur als Tagesgast genießen.“ Das GesundZeitResort spricht aber auch explizit Firmen an und bietet Pakete im betrieblichen Gesundheitsmanagement an, um Mitarbeiter mit neuer Kraft für die Arbeit zu versorgen – oder sich in den Schulungsräumen zu Themen wie Resilienz oder Achtsamkeit zu sensibilisieren.

Wer übrigens asiatischen spirituellen Einfluss sucht, der wird enttäuscht. Es gibt dafür eine Kapelle, die architektonisch schon etwas Besonderes ist. „Viele Menschen beschäftigt Spiritualität oder Sinnsuche. Und ich wollte bewusst ein Angebot aus dem christlich-abendländischen Bereich“, erklärt Gesell. Dabei geht es nicht um Missionierung, sondern darum, den Ort der Ruhe zu nutzen, um zu sich zu finden – alleine oder begleitet. Siebenquell ist dabei übrigens doppeldeutig. Zum einen gibt es sieben Quellen für das Wasser, zum anderen gibt es einen biblischen Ort der übersetzt Siebenquell heißt und an dem die biblische Bergpredigt stattfand.

Wer aber glaubt, er müsse alt und gebrechlich sein, um nach Weißenstadt zu kommen, der wird enttäuscht sein. „Wir sind ein Gesundheits-Verwöhn-Bad für alle“, erklärte Gesell unserem Moderator Jürgen Meyer und nahm ihn mit auf eine Reise durch das Resort - vom Kleinkindbereich über die Lagune bis zur Pool-Bar. Sie wollen noch mehr, bevor Sie unbedingt einmal hinfahren? Unter https://www.siebenquell.com/ gibt es die Eintrittskarten für Ihre innere Mitte und hier natürlich unseren Podcast mit der Geschichte dazu.

„Logistische Meisterleistung“ – Die Veranstalter des Open-Air „Der Berg ruft 2.0“ und die Band „Ois echt“ im Ramasuri Frühschoppen am 22. Mai 2022

© Bild: Martin Wagner I Ramasuri
Das Erfolgsrezept geht in die nächste Runde - Der Berg Ruft 2.0 im Frühschoppen
Die sympathischen Freudenberger Jungs erzählten bei Moderator Jürgen Meyer über das Kult-Open-Air-Festival auf der einzigartigen Schnie-Alm.

Diesmal war das Studio voll bei unserem Moderator Jürgen Meyer. Gleich fünf Gäste waren gekommen, um über das Open Air „Der Berg ruft 2.0“ am 15 und 16. Juli 2022 auf der Schmie-Alm in Freudenberg zu berichten. Die Organisatoren Benno Schißlbauer senior und Benno junior sowie Josef Schießlbauer und von der Band „Ois echt“ Alois Heimler und Tobias Rauscher.

Open-Air-Konzerte haben in Freudenberg schon eine gewisse Tradition. Vor allem Benno Schißlbauer ist daran nicht ganz unschuldig. 1995 begann es auf der Skilift-Wiese, initiiert durch die Kirwa-Band „Elbertritscher“. Bis zu 13.000 Besucher lockten die Konzerte in die kleine Gemeinde im Landkreis Amberg-Sulzbach. 2009 war dann erst einmal Schluss. „Dann bin ich immer wieder gefragt worden, was denn mit dem Open-Air in Freudenberg ist. Und des hat mich genervt“, erinnert sich Benno Schißlbauer senior.

2016 gab es deshalb eine Neuauflage. Diesmal nicht mehr im Tal, sondern auf der Schmie-Alm in Freudenberg, am Fuße des Johannisberges. Auch wenn es eine logistische Meisterleistung war, hat es funktioniert. Und es war auch die Geburtsstunde der Band „Ois echt“, als der Bassist der Band mal mit seinen Töchtern auf der Bühne stehen wollte. Von daher war klar, dass sie bei der Neuauflage wieder mit dabei sind. Die Vorfreude ist groß. „Des wird der absolute Oberhammer“, ist Alois Heimler sicher.

Die Auflage von Benno Schißlbauer senior an seine Familie war, dass jeder mitmacht, wenn aus der Schafweide eine Open-Air-Bühne wird. Von der Oma bis zum Enkel sind alle dabei, denn eine problemlose Anfahrt auf die Alm ist nicht ohne weiteres möglich. Benno Schißlbauer junior hat sich um die Bands gekümmert. „Wir haben versucht eine ganz gute Mischung hinzubekommen.“

Am Freitag, 15. Juli 2022, geht es um 17.30 Uhr los. Nach Ois echt spielen Grögotz Weißbir, die NOCKIS (die Nachfolger des Nockalm Quintett) und zum Abschluss die Funky Blues Rabbits. Am Samstag, 16. Juli 2022, startet um 17.30 Uhr die lokale Band Burst, gefolgt von den Tiroler Partymander, die zwei Mitglieder der Original Zillertaler beheimaten, dann kommt die Folkshilfe und am Schluss Reggae mit BBou.

Dass es „Der Berg ruft 2.0“ gibt, ist auch den Kindern von Benno Schißlbauer senior zu verdanken, der sich erweichen ließ, den Aufwand noch einmal zu betreiben. „Ich mach ja gern was und will auch Freudenberg rausstellen. Des treibt dann schon ein wenig an“, gibt er zu. Er hofft, dass es gut angenommen wird und das Wetter mitspielt. 2023 wird es aber sicher kein Open-Air geben.

Mehr Infos zum Open-Air im Juli gibt es unter www.schmie-alm.de, Tickets gibt es zum Beispiel hier:

https://www.okticket.de/tickets-der-berg-ruft-2-0-freudenberg-schmie-alm-e30977?event_id=30977&cookiecheck=true Wer nicht mit dem Auto kommen will, der kann von Amberg oder von Vilseck (über Hahnbach, Hirschau und Schnaittenbach) mit dem Shuttle-Bus hinfahren.

Wenn Sie noch wissen wollen, wie man eine Schafwiese von den Hinterlassenschaften der Tiere befreit, welche Herausforderungen Festival-Organisatoren beschäftigen und wieso unserem Gastgeber Jürgen Meyer beim kulinarischen Angebot schon das Wasser im Mund zusammenläuft, dann hören Sie sich hier den Podcast an.

„Sauwitzig“ - Fonse Doppelhammer am 8. Mai 2022 im Ramasuri-Frühschoppen

© Maximilian Janker I Ramasuri
Der Mann der Tausend Witze - Fonse Doppelhammer im Frühschoppen
Wie eine Maschine haut der sympathische Straubinger einen Witz nach dem anderen raus und treibt Jürgen Meyer vor Lachen etliche Tränen in die Augen.

Er heißt wirklich Doppelhammer mit Familiennamen. „Wenn Du Doppelhammer heißt, hast du im Leben nur noch zwei Möglichkeiten: du wirst Witzeerzähler oder Pornostar. Und ich hab‘s ausprobiert...“, kann der Niederbayer rückblickend feststellen. Wie lustig er sein kann, stellte er in einem sehr süffisanten Ramasuri-Frühschoppen bei unserem Gastgeber Jürgen Meyer unter Beweis.

Eigentlich wollte Fonse Doppelhammer zur Müllabfuhr. „Ich war der festen Überzeugung die arbeiten nur mittwochs.“ Nach einem Probearbeitstag dort wurde er schließlich Justizvollzugsbeamter. Er arbeitet „innerhalb der Mauern“. Dort ist es meist eher ernst. „Von daher ist das ein unglaublich tolles Ventil.“ Denn Doppelhammer ist Witzekönig – und ein Wirtshauskind. Dort hat er schon früh erkannt, dass es schön ist, Leute zum Lachen zu bringen.

„Sauwitzig“ heißt sein aktuelles Programm, bei dem es nicht nur darum geht, drei Stunden Witze zu erzählen. Es ist auch Kabarett, bei dem Doppelhammer über sein Leben sinniert. „Wenn ihr nicht lachen könnt, bin nicht ich schuld, sondern dann habt ihr nicht gescheid aufgepasst“, muss er dazu feststellen.

Doppelhammers Karriere begann für den Straubinger tatsächlich auf dem Gäubodenfest und mit einer zufälligen Begegnung dort. So kam er in die „Szene“, schließlich auch ins Fernsehen und hat im österreichischen Fernsehen sogar schon Österreicher-Witze erzählt. Dabei grenzt er sich ganz klar von schwarzen Schafen ab, die Menschen diskriminieren. „Manche übertreiben es halt auch. Das will ich auf keinen Fall.“ Lustig ist es nur, wenn alle darüber lachen können. „Ich nehm mich selber auch nicht so ernst,“ unterstreicht er und erzählte auch gleich seinen Lieblings-Beamten-Witz: „Warum mag ein Beamter kein Taschentuch? Weil Tempo oben steht.“

Aktuell ist er auf „Blaulicht-Tour“, um denen etwas zurückzugeben, die das ganze Jahr für andere da sind. Termine und mehr finden sich auf seiner Homepage: https://fonse-doppelhammer.de/ Auch in der Oberpfalz sind einige Termine dabei, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Unser Moderator Jürgen Meyer hatte auf jeden Fall wirklich Schwierigkeiten, mit dem zweifachen Familienvater noch ernst zu bleiben. Sie wollen auch erfahren, wieso Doppelhammer bei seinen Auftritten immer eine Fliegenklatsche dabei hat, um sich gegen Groupies zu wehren und natürlich Doppelhammers Lieblingswitz hören? Dann klicken Sie hier auf unseren Podcast und lachen Sie mit.

„mal laut, mal leise und total seriös“ - Prince Damien im Ramasuri-Frühschoppen am 29. April 2022

© Bild: Manuel Marx | Ramasuri
"Du bist der Hammer.." - Prince Damien im Frühschoppen
Der sympathische Tausendsassa spricht mit Jürgen Meyer über seine aktuelle Musik und gibt auch Einblicke in sein Privatleben.

Singer, Songwriter, Choreograf, Tänzer, DSDS-Gewinner, Dschungelkönig und Tausendsassa - so lässt sich Messiah Prince Sheridan Damien Ritzinger am besten beschreiben. Besser bekannt ist der 31-Jährige als Prince Damien. Am Samstagabend war er noch auf dem Weidener Frühlingsfest, am Sonntagmorgen dann beim Ramasuri-Frühschoppen mit unserem Gastgeber Jürgen Meyer.

Der Papa ist ein „Weltenbummler vor dem Herren“, erzählt Prince Damien und vermutet, dass sein Vater sich vermutlich die vier besten Vornamen ausgesucht hat, die ihm auf seinen Reisen begegnet sind. Und auch er braucht die Abwechslung in seinem Leben. Auf die großen Bühnen hat ihn aber 2016 erst die Show DSDS gebracht – und sein Opa ist verantwortlich, dass er überhaupt dort teilgenommen hat.

Die Zeit hat Prince Damien natürlich geprägt. „Es war meine disziplinierteste Zeit“, erinnert er sich. Denn er wollte abliefern. Erfolgreich. Immerhin gewann er die 13. Staffel. Bei einigen Dingen ist er auch immer noch recht strukturiert. Aber bei der Musik und der Kunst lässt er sich von seinem Bauchgefühl treiben.

Sein Tag beginnt mittlerweile erst mal mit dem Füttern seiner Riesenechse und seiner Königspython, bevor es mit den Tanzstunden beginnt. Als Tanzlehrer ist er derzeit unter der Woche hauptsächlich unterwegs. „Wenn ich nicht tanzen würde, würde ich aufgehen wie ein Hefeteig“, gibt Prince Damien zu. „Aber Sport ist Mord.“ Und Wiegen ist auch nicht sein Ding.

Mittlerweile lebt Prince Damien in München. „Ich sehe mich auch als Bayer und habe auch eine Lederhose“, berichtet er. Dabei ist er nur in der Öffentlichkeit der Paradiesvogel, dessen Markenzeichen Nieten an der Augenbraue sind. Privat ist er eher seriös und hat sogar ein abgeschlossenes Studium der Musikproduktion.

Sein persönlicher Glücksmoment war, als er nach dem Dschungelcamp seine Oma wieder getroffen hatte. „Nach dem Dschungel habe ich mich so richtig als Mensch wahrgenommen gefühlt“, erinnert er sich, als viele Dinge in seinem Leben plötzlich ganz normal wurden. Und obwohl er ein Leben in der Öffentlichkeit genießt, hat Prince Damien keine Homepage. Dafür findet man ihn auf vielen sozialen Medien. Auf TikTok sollte man ihn aber nicht so ernst nehmen. „Das ist Comedy-Content. Ich spiele dort eine Rolle.“ Jeden Tag postet er dort ein Video. „Grenzwertige Videos“, scherzt er.

Prince Damian lieferte aber nicht nur einen Einblick in sein Leben, sondern auch spannende Einblicke hinter die Kulissen von TV-Shows und dem Dschungelkönig. Spannend für unseren Moderator Jürgen Meyer und sicher auch für Sie. Deshalb sollten Sie den Podcast unbedingt hier anhören.

„Mama Mia Bavaria“ – Luise Kinseher im Ramasuri-Frühschoppen am 24. April 2022

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Die Grand Dame des Kabarett - Luise Kinseher im Frühschoppen
Die unglaublich sympathische "Mama Bavaria" erzählt bei Jürgen Meyer von ihren Anfängen auf der kleinen Bühne und auf was man sich noch künftig freuen darf.

„Immer nur an Markus Söder hinreden wie an einen tauben Ochsen, des ist ihr dann auf Dauer auch zu fad.“ Mama Bavaria alias Luise Kinseher spricht lieber zu „ihren Kindern“, weil sie sich Sorgen macht. Acht Mal tat sie dies am Nockherberg, jetzt in ihrem Soloprogramm. Beim Ramasuri-Frühschoppen sprach sie diesmal nur mit einem „ihrer Kinder“ – mit Moderator Jürgen Meyer.

Luise Kinseher gilt mittlerweile als die „Grande Dame“ des bayerischen Kabaretts. Dabei begann alles 1992 als Reinigungskraft. „Da stand ich als Rathaus-Putzfrau in Straubing auf der Bühne“, erinnert sie sich.  Es war der Anfang ihrer Karriere. Zaghaft, über Zufälle und bis zum Schluss dachte sie sich, sie kommt aus der Nummer wieder raus. „Ich hab da was gemacht, von dem ich in keinsterweise gewusst habe was es ist und wie man es macht. Aber es hat funktioniert“. Danach war Luise Kinseher mit dem Bühnenvirus infiziert.

Es folgten einige Jahre auf der Iberl-Bühne in München, dann kamen Fernsehrollen mit Regisseur Franz Xaver Bogner. „Bühne ist mein Leben, aber Fernsehen ist scho a schee“, resümiert die 53-Jährige. Ihre TV-Rollen haben sie dabei bekannt gemacht. Mittlerweile ist sie aber auch schon mit sieben Solo-Programmen auf Tour gewesen. Das aktuellste ist „Mamma Mia Bavaria“. „Es geht um Heimat, um Bayern und um einen süffigen weltumarmenden Heimatbegriff. Und sie spricht halt zu ihren Kindern, weil sie sich halt Sorgen macht.“ Die Figur ist natürlich die Weiterentwicklung ihrer bekanntesten Rolle - als Fastenpredigerin Mama Bavaria vom Nockherberg. 2011 durfte sie als erste Frau überhaupt beim Starkbieranstich derblecken.

Ihr neues Programm ist auch schon in Arbeit. Bei „Wände streichen, Segel setzen“ wird es vor allem um Transformation und den Wandel der Zeit gehen. Dass Kinseher, gerade ihr achtes Solo-Programm schreibt, war für die studierte Germanistin anfangs nicht so ganz klar. „Berufsziel war eher Bibliothekarin. Ich habe nicht gewusst, wo die Reise hingehen soll.“ Nur eins war klar: Lehrerin wollte sie nicht werden. Zufälle, Glücksmomente und Kontakte sorgten schließlich dafür, dass aus ihrem Beruf eine Berufung wurde und in ganz Bayern mit Luise Kinseher gelacht und nachgedacht wird.

Die Leistungen der Niederbayerin haben ihr schon zahlreiche Preise eingebracht. „Für mi persönlich ist des gar ned so wichtig. Für mich ist es wichtig, dass ich arbeiten kann, dass mir immer mal was gelingt, die Menschen unterhalten, vielleicht auch mal zum Nachdenken zu bringen. Und des wenn nimmer wär, da helfen dir dann die ganzen Preise a nimmer“, resümiert Kinseher. Neben der Bühne ist Kinseher jetzt neu im Bayerischen Fernsehen mit der Kabarettsendung „dreizueins“ zu sehen. Drei Frauen und ein „Quotenmann“ sorgen für eine heitere Sendung. Und zwischendrin findet jeder auf ihrer Homepage, Facebook oder Instagram Lustiges und Kritisches von ihr.

Moderator Jürgen Meyer plauderte mit Luise Kinseher aber auch über ihr Alter Ego „Famous Mary from Bavary“, wie ihre Eltern reagierten, als klar war, dass die Bühne ihr Beruf wird und über ihr Kochbuch. Wieso Kinseher aber nicht im Auto am mittleren Ring schläft und wieso Kinder schon Teppiche in Kitas in München knüpfen, hören Sie nur bei uns im Podcast.

„Pfennigguad“ - Ralf Winkelbeiner im Ramasuri Frühschoppen am 10. April 2022

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Sympathisch, bodenständig, pfenningguad - der Frühschoppen mit Ralf Winkelbeiner.
Er ist ein bayerisches Original wie es im Buche steht und DER Newcomer der Kabarettszene. Am Palmsonntag war der sympathische Bilderbuch-Bayer zu Gast bei Jürgen Meyer.

„Ich mach Comedy, Kabarett oder bin Humorist – wie man das Einteilen will ist mir egal. Ich will einfach nur mit den Leuten eine Gaudi haben.“ Ralf Winkelbeiner ist 44 Jahre alt, Oberbayer, Vater von drei Kindern und recht bodenständig. Selbst Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer fragte sich bei diesem Talent, wieso er ihn noch nicht früher „auf dem Schirm“ hatte. Zum Glück hatte er ihn am Palmsonntag im Studio.

Von sich selber sagt Winkelbeiner, dass er eine schwere Kindheit hatte: er und sein Bruder hatten nämlich keine Kinderplatten zuhause wie Biene Maja, sondern nur Fred Fesl, Mike Krüger, Jürgen von der Lippe oder Otto. „Wir konnten ein Otto Walkes Programm auswendig, ohne teilweise die Witze zu kapieren.“ Im Kindergarten hat er dann schon seine Spielkameraden unterhalten und vermutlich den Grundstein für seine Karriere gelegt.

Er schrieb Gedichte, wurde Hochzeitslader, Fastenprediger und kam so auf diverse Kleinkunst-Bühnen. „Wir haben in Bayern eine sehr gesunde Struktur, weil sehr viele Wirtshäuser mitmachen und das ist ein sehr gutes Netz“, resümiert Winkelbeiner, wieso es gelang, Menschen zu finden, die dafür zahlen, um ihn zu hören. Bei einer Mixed-Show in München hat er sich dann ausprobiert, trat schließlich im Quatsch-Comedy-Club auf und hat diverse Kleinkunst-Preise gewonnen.

Winkelbeiner hat aber natürlich auch etwas Bodenständiges gelernt und ist immer noch im Angestelltenverhältnis. „Das macht die Arbeit leichter und hat mich auch über Corona gerettet.“ Durch die Pandemie ist aber auch ein Podcast entstanden, in dem er mit Liedermacher Mathias Kellner Comedy macht. „Es geht dabei um absolut nix eigentlich“, findet Winkelbeiner. Es soll schlicht unterhaltsam sein. „Wir sind beide ziemlich plemplem und das eskaliert dann immer so vor sich hin und den Leuten gefällt das scheinbar.“

Dort und auf der Bühne redet er wie der Schnabel ihm gewachsen ist. „Ich kanns auch nicht anders“, gibt Winkelbeiner zu, auch wenn er damit nicht überall verstanden wird. „Pfennigguad“ heißt sein aktuelles Programm, dass vor allem für einen lustigen Abend sorgen soll. Dabei geht es nicht nur um Tiergartenbesuche oder Männer und Frauen, sondern auch um betrunkene Weihnachtsmänner. „Wem des als erstes eingefallen ist, dass man eine Heiligenfigur randvoll macht“, frägt sich Winkelbeiner dabei und löste bei Moderator Jürgen Meyer nicht nur Erinnerungen, sondern auch einen Lachkrampf aus.

„Leichtfertig, Gerechtigkeitsfanatisch und unruhig“, beschreibt sich der Manchinger selbst. Und der Gerechtigkeitssinn sorgt dafür, dass er sich aktiv in der Ukraine-Hilfe engagiert. Mit einer großen Aktion sammelten sie drei Lastwägen voll mit Hilfsgütern. Auch wenn Lachen über schwere Zeiten hilft, will er auch aktiv helfen, denn Bilder von Kindern die sich in U-Bahn-Stationen verstecken müssen, zerreißen dem Familienvater das Herz. Wer mehr über ihn erfahren möchte, findet ihn hier: https://ralf-winkelbeiner.de/

Es lohnt sich aber auf alle Fälle den Podcast der Sendung hier anzuhören und gemeinsam mit Moderator Jürgen Meyer herzhaft zu Lachen und viel über „den lustigen großen Dicken auf der Bühne“ zu erfahren.

„Mangel durch Überfluss“ - Christoph Maul im Ramasuri Frühschoppen am 3. April 2022

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Ein donnernd dreifaches...! Christoph Maul im Ramasuri Frühschoppen
Bei Moderator Jürgen Meyer erzählt der sympathische Mittelfranke von seinem Werdegang und den großen Fußstapfen, die er jetzt füllen darf.

„Wenn auf derer Welt der Spaß vorbei ist, ist des was ma am dringendsten brauchen, der Humor.“ – Der Satz stammt nicht von einem großen Philosophen, sondern vom fränkischen Kabarettisten Christoph Maul – den meisten bekannt als neuer Sitzungspräsident bei „Fastnacht in Franken“. Bei Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer erzählte der 43-Jährige, wie er es vom Feuerwehrball im kleinen Schillingsfürst zu fünf Millionen Fernsehzuschauern schaffte.

„Es war halt die einzige Möglichkeit auf die Bühne zu gehen“, erinnert sich Maul an seine Anfänge bei Faschingssitzungen in seiner kleinen mittelfränkischen Heimat. Erst beim Feuerwehrball, dann beim Fasching mit jährlich elf Sitzungen. „Ich hab erst mal nichts anderes gemacht, als des.“ 2013 kam er zu „Franken sucht den Supernarr“ und damit zum ersten Mal ins Fernsehen. „Ich bin nicht der klassische Faschingsnarr, aber des war halt mein Bühnenweg.“

Seit sechs Jahren ist er auch Fastenprediger beim „Derblecken am Schlossberg“ in Schillingsfürst. „Wobei ich es nicht als Mönch mache, sondern als fürstlicher Schlosserbauer.“ Diese Auftritte waren sein Sprung ins Kabarett. Aktuell ist er mit zwei Programmen unterwegs. „Besser als sein Ruf“ und „Mangel durch Überfluss“. Bei letzterem wird es dabei auch durchaus kritisch. „Wir haben einen Überfluss an Fitnessstudios und Rückenkursen, aber einen Mangel an aufrechter Haltung,“ gibt Maul ein Beispiel. Kritisch, tagesaktuell, aber natürlich auch ganz viel Lustiges – das ist sein Motto.

Selbst beschreibt er sich als bodenständig, heimatverbunden, humorvoll und vor allem als fränkisch. Neben der Bühne hat der studierte Betriebswirt auch noch einen ganz normalen Job, Frau und Kind. Aber seine Zeit wird knapper, denn heuer kam schließlich der Ritterschlag: er wurde Sitzungspräsident von „Fastnacht in Franken“ und damit Nachfolger von Bernd Händel, der es 16 Jahre gemacht hatte. „Das war wie ein Lottogewinn.“ Auch wenn er als Gastgeber dort wenig Möglichkeiten hat, sich immer voll einzubringen.

Christoph Maul ist aber noch vielseitiger und macht selbst auch Radio. Von daher war es ein Gespräch auf Augenhöhe mit Moderator Jürgen Meyer. Dieser erfuhr dabei auch, warum Schillingsfürst eine Insel ist, wieso Maul mit dem Auto kommen musste und wieso er lieber in Deutschland ist, als irgendwo anders. Sie wollen es auch wissen? Dann hören Sie hier den Podcast.

Die Gesundheit im Gleichgewicht – Norbert Samhammer und Anja Reber im Ramasuri Frühschoppen am 27.03.2022

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Die Kompetenzen in Sachen Gesundheit - Anja Reber und Norbert Samhammer von for you eHealth
Im Frühschoppen bei Jürgen Meyer gibt das Duo Tipps und Tricks für ein gesundes und ausgeglichenes Leben.

Wussten Sie schon, dass Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer ein „Zellerneuerungstyp“ ist, der gesund altern will und dabei richtig fit aussehen möchte? Keine Sorge, er wusste es selbst nicht. Zumindest bis er Norbert Samhammer und Anja Reber im Studio hatte. Die beiden leiten die „for you eHealth GmbH“ in Weiden und wollen so einen Beitrag für ein gesünderes Leben leisten.

„Beim Hausarzt bekommt man nicht immer die Zeit die man bräuchte, um Dinge näher zu erläutern“, ist sich Anja Reber sicher. Dabei wäre es gerade bei der Gesundheit am Wichtigsten, einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen. Deshalb ist das Motto von „for you“: „Messen – Wissen – Handeln“. Gemessen werden kann dabei mit verschiedenen Selbsttests. Aus den Ergebnissen wird dann abgeleitet, wie die Ernährung verbessert werden kann, um am Ende gesünder zu leben.

„Gesundheit muss man verteidigen ab einem gewissen Lebensalter“, erklärt Norbert Samhammer die Philosophie hinter dem Konzept. Als er mit 39 Jahren vor dem Spiegel stand, fragte er sich wie er gesund alt werden könnte. „Ist es wirklich so, dass mit 39 die Jugend zu Ende ist?“ Der heute 63-Jährige war sich sicher, es muss mehr geben, was jeder Einzelne tun kann. So entstand viele Jahre nach dem „Spiegel-Moment“ eine neue Firma, die 2016 mit vier Mitarbeitern startete und heute schon 25 Beschäftigte hat.

Wie wichtig eine gesunde Darmflora und ein robustes Immunsystem ist, hat vermutlich jeder schon einmal gehört. Wirklich darum kümmern das alles im Gleichgewicht ist, tun allerdings wenige. „Wir haben im Glauben, wenn ich eine Orange oder Kiwi esse, hätte ich genug Vitamin C, um gesund über den Winter zu kommen“, erklärt Samhammer beispielhaft. Vitamin C ist gemeinsam mit Zink tatsächlich ein gutes Antioxidantium, dass gegen Erkältungen vorbeuge. Nur mit der Nahrung ist es im Winter zu wenig und sollte erhöht werden. „Nahrungsergänzungsmittel sind aber nicht das Allheilmittel. Die gesunde Ernährung ist die Grundlage“, gibt er jedoch zu bedenken. Und einfach „wild Nahrungsergänzungsmitteln einzuschmeißen“ ist ohne eine Grundlage auch kein Konzept.

Eine gesunde Ernährung ist dabei leider manchmal ein Trugschluss. „Wir leben in einer gesegneten Zeit. Aber viele der Nahrungsmittel sind industriell gefertigt“, erläutert Samhammer. Manche Inhaltsstoffe die der Körper braucht, bleiben so auf der Strecke. Deshalb ist es wichtig nachzusehen, was vor allem die Darmflora macht. Sie sei oft unerkannt der Auslöser für viele gesundheitliche Probleme von schlechter Haut bis zu Allergien. „Vielen Sachen kann man ganz einfach auf den Grund gehen“, ergänzt Anja Reber.

Für die Zukunft wäre es für die beiden Geschäftsführer das Ideal, dass aus Messwerten, Gesundheitsgeschichte, Genetik und künstlicher Intelligenz ein Weg gefunden wird, um Menschen ein gesundes und ausgeglichenes Leben zu ermöglichen. Aber auch schon jetzt, wird niemand mit den Ergebnissen allein gelassen. Heilpraktiker stehen beratend zur Seite. Manchmal braucht es aber ein wenig Geduld, denn nicht jede Therapie wirkt sofort.

Wenn Sie noch wissen wollen, wie es gelingt, Produkte nahezu ohne Plastikverpackungen zu produzieren, was bei Stuhlproben auch schief gehen kann und wieso unser eher „gnaschiger“ Moderator Jürgen Meyer plötzlich Heidelbeeren toll findet, dann hören Sie hier unseren Podcast.

„König der Kombinierer“ - Eric Frenzel im Ramasuri-Frühschoppen am 20.03.2022

© Bild: Manuel Marx | Ramasuri
Eine absolute Sportskanone und unglaublich sympathisch - Eric Frenzel
Im Frühschoppen bei Jürgen Meyer spricht der sympathische Wahl-Flossenbürger über seine beeindruckende Karriere und gibt sogar den ein oder anderen Fitness-Tipp

Selbst Nicht-Sportbegeisterte kennen seinen Namen: Eric Frenzel. Der 33-Jährige gehört zu den 20 besten Wintersportlern aller Zeiten in Deutschland – und er ist mittlerweile ein Wahl-Oberpfälzer. Von daher war es für Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer klar, dass er den „König der Kombinierer“ einmal kennen lernen muss. Es wurde ein spannender Einblick in das Leben eines Profi-Sportlers.

Geboren wurde Frenzel in Annaberg-Buchholz in Sachsen. Im Herzen des Erzgebirges gab es perfekte Bedingungen für den Wintersport. Dazu kam, dass Frenzels Vater Übungsleiter beim SSV Geyer war – dem Heimatverein Frenzels. „Somit habe ich natürlich schnell in den Sport reingeschnuppert und Lust daran gefunden“, erinnert er sich. Olympiasieger wollte er am Anfang noch nicht werden, Wintersportler schon. „Aber wenn man es jede Woche macht, kommt der Ehrgeiz.“ So kam er auf die Sportschule Oberwiesenthal ins Internat. Dort gehörte Sport zum täglichen Leben. „Dann verfolgt man seine Ziele.“ A-Mannschaft, internationale Wettkämpfe. Es ging stetig voran – und dann zur Bundeswehr.

Was ungewöhnlich klingen mag, ist das Angebot der Bundesrepublik, Profisportlern eine gewisse soziale Absicherung zu bieten. „So kann man den Sport etwas befreiter machen, ohne ständig daran denken zu müssen, wie es morgen weitergeht“, erklärt Frenzel. Er gehört zur Sportfördergruppe und ist überzeugt, dass nur so Deutschland im Wintersport weltweit erfolgreich sein kann. Wobei ohne Frenzels Familie vieles nicht möglich gewesen wäre. Der Opa, der Fahrdienste übernahm, der Vater als Übungsleiter in der Kindheit und jetzt seine Frau Laura, die dem dreifachen Papa den Rücken frei hält – und manchmal auch in den Hintern tritt.

Sieben Weltmeistertitel, sieben Olympia-Medaillen, 43 Weltcup-Siege im Einzel, elf im Team – Eric Frenzels Karriere ist beeindruckend. Doch dann kamen die Olympischen Spiele in China. Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer musste natürlich mit dem Wahl-Flossenbürger darüber reden. Ein positiver Corona-Test brachte dort alles durcheinander. „Das hat meine Welt ein bisschen ins Bröckeln gebracht“, erinnert sich Frenzel an die zwölf Tage Isolation. Beim Teamwettbewerb durfte er noch antreten und es schien fast schief zu gehen. „Was habe ich jetzt wieder veranstaltet“, fragte er sich. „Ich wusste, das Gold, Silber und Bronze gerade vor mir weggelaufen sind.“ Am Ende ging es doch mit Olympia-Silber nach Hause – und es flossen Tränen.

Moderator Jürgen Meyer und Eric Frenzel hatten noch viele andere spannende Themen. Unter anderem auch, dass es in Quarantäne in China kein Fleisch gab, um nicht als gedopt zu gelten. Auch sonst ging es viel ums Essen – obwohl der Profi dem Corona-Bauch-geplagten Moderator mit der Motivation zum Sport nicht ganz helfen konnte. Dafür gab es den Tipp, wo er ihm bei Instagram über die Schulter blicken kann: https://www.instagram.com/ericfrenzel/?hl=de Vielleicht ist das ja ein wenig Ansporn die überflüssigen Pfunde abzutrainieren.  

Sie wollen noch wissen, wie viele Kilometer Eric Frenzel jedes Jahr radelt, wie weit sein bester Skisprung war und vor allem, ob er bei den nächsten Olympischen Spielen noch einmal antritt? Die Antworten bekommen Sie hier in unserem Podcast.

Immer ohne Programm - Benjamin Reitinger alias BenRay im Ramasuri Frühschoppen am 13.03.2022

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Keiner spielt die Steirische so wie er - Benjamin Reitinger im Ramasuri Frühschoppen
Er liebt die Musik seit über 25 Jahren. Der Vollblut-Musiker Benjamin Reitinger alias Ben Ray hat bei Jürgen Meyer zünftig aufgspuit.

Bei Volksmusik stellt es Ihnen die Nackenhaare auf? Dann haben Sie noch nie von BenRay gehört. Mit richtigem Namen Benjamin Reitinger lebt und liebt er die Musik seit 25 Jahren. Der Franke hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit seinem Akkordeon die volkstümliche Musik zu erhalten und damit auch Menschen zusammenzubringen. Seine Musik hat ihn diesmal mit Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer zusammengebracht - und dieser freute sich über einen jungen Vollblut-Musiker mit volkstümlicher Mission.

Benjamin Reitinger kennt vor allem die Bühnen in Festzelten und Wirtshäusern. Tradition ist ihm wichtig. „Weil mir des taugt, wenn jung und alt am Tisch sitzen und gemeinsam singen.“ Natürlich gibt es bei seinen Auftritten nicht nur Volksmusik zu hören, sondern auch mal Schlager oder Rock. Aber nichts von ACDC. „Kann i net. Und ich spiel nix vo dene, weil die spiel’n a nix vo mir“, scherzt der 31-Jährige.

Los ging alles mit sieben Jahren. Er hatte die Zillertaler Schürzenjäger gehört und war begeistert von Freddy Pfister, dem Akkorden-Spieler der Band. Also musste ihm seine Mutter ein Akkordeon kaufen. Acht Jahre Akkordeon-Unterricht folgten und im Urlaub kam irgendwann noch die „Steirische“ dazu. Die Nachbarn fanden das nicht immer sonderlich lustig. „Die wollten mir auch schon die Polizei schicken damals“, erinnert sich Reitinger, der sich vor 15 Jahren den Künstlernamen „BenRay“ gab. Denn es klang nicht nur manchmal schräg, sondern war auch so laut wie „in Finkenberg mit 90.000 Leut‘“. Zum Glück wurde es besser. „Jetzt freuen sie sich.“

Freuen können sich auch alle anderen, die ihn hören. Denn er spielt immer ohne festes Programm, das was ihm gefällt und was gerade für die Stimmung passt. „Ich hab‘ da ein ganz gutes Gespür“, ist er überzeugt. Auch wenn er sich mittlerweile auch schon mal zur Pause zwingen muss, damit er nicht mehrere Stunden durchspielt und die Stimme leidet.

Zwischenzeitlich war er auch einige Jahre bei den „Oberpfälzer Spitzbuam“ mit dabei. Mittlerweile ist er wieder solo unterwegs. Vergangenes Jahr kam dann auch seine erste CD raus. Selbst produziert und natürlich auch mit Volksmusik, um das alte Liedgut zu erhalten. Dazu kam ein selbstgeschriebenes Lied als Hommage für seinen Wohnort Guntersrieth bei Pommelsbrunn.

Guntersrieth spielt für ihn auch noch eine andere wichtige Rolle. Er ist dort Mitorganisator der Zeltkirchweih, die im vergangenen Jahr - trotz Corona - zum ersten Mal stattfand. „Ohne Bar, mit Eintritt, nur mit volkstümlichen Gruppen, aber mit Stimmung“, macht er Werbung. Dazu gutes Essen und gutes Trinken. Heuer findet sie vom 22. bis zum 25. Juli statt.

Für Moderator Jürgen Meyer war BenRays Besuch ein spannender Einblick in die Welt der Musik, bei dem er sogar den Unterschied zwischen Akkordeon und Steirischer lernte.

Wenn Sie noch mehr über BenRay lernen wollen, finden Sie ihn im Internet unter: www.benray.de . Und warum er eine Polka 52 Mal hintereinander spielen musste und sich selbst nicht als volkstümliche Rampensau sieht, hören Sie natürlich nur bei uns hier im Podcast.

„Der Momentnsammler“ – Werner Schmidbauer im Ramasuri Frühschoppen am 06.03.2022

© Bild: Doris Vitzthum | Ramasuri
"Gipfeltreffen" der besonderen Art: Musiker, Liedermacher und Fernsehmoderator Werner Schmidbauer im Frühschoppen
Musik ist Werner Schmidbauers größte Leidenschaft: In seinem aktuellen Programm „bei mir“ überwältigt er mit einem gefühlvollen Mix aus Stimme und Gitarre.

Noch besser wäre das Interview wahrscheinlich nur geworden, wenn beide dabei einen Berg erklommen hätten. Doch bei diesem „Gipfeltreffen“ stellte nicht Musiker, Moderator und Schauspieler Werner Schmidbauer die Fragen, sondern natürlich Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer. Zu erfahren gab es über das Multitalent Schmidbauer dabei viel – warum er gerne draußen ist, wieso er gerne früh aufsteht, nicht auf social media zu finden ist und warum eine bayerische Partei ihn am liebsten aus dem Fernsehen verbannt hätte.

Mit zwanzig fing Schmidbauer ein Studium der Kommunikationswissenschaften an. Nur zwei Jahre später war er schon da, wo er hinwollte: als Journalist im Fernsehen. Der Bayerische Rundfunk nutzte sein Talent und er wurde eines der Gesichter von „Live aus dem Alabama“. Die kontroverse Jugendsendung nahm kein Blatt vor den Mund und bekam so schnell auch Gegenwind, vor allem aus der CSU. „Man sollte den Sauladen dicht machen“, wird Edmund Stoiber zitiert. Doch die Show war ein Erfolg und bekam sogar den Grimme-Preis. „Der hat uns wahrscheinlich gerettet vor den Jägern in der CSU“, resümiert Schmidbauer heute. Und gerettet war damit auch seine Karriere.

Die Angebote kamen danach fast von selbst. „Dingsda“, die Dating-Show „Grünschnäbel“ oder das Musikformat „aufgspuit!“. Für den Liedermacher Schmidbauer ein perfektes Format. Schmidbauer ist schon seit Ende der 1970er Jahre als Musiker unterwegs, spielte Schlagzeug, Gitarre, Saxophon und Mundharmonika. Aus einer spontanen Idee heraus, entstand „aufgspuit!“, die ihn auch mit vielen Musikgrößen auf die Bühne gebracht hat.

Neben seiner Musiktour kennen ihn die Menschen vor allem aus der Sendung „Gipfeltreffen“. „Wenn es immer was zum Reden gegeben hat mit Freunden, dann sind wir nie in die Kneipe, dann sind wir auf den Berg.“ Denn Schmidbauer ist überzeugt: „Wenn Du gehst, dann bist Du freier.“ Sechs Folgen sind heuer wieder geplant. Sein größter Wunsch, noch einmal mit dem Dalai Lama zu sprechen, wird dabei aber leider nicht mehr in Erfüllung gehen.

Diesmal ging es für den Oberbayern nur „hinauf“ nach Weiden. Auch früh am Morgen kein Problem, denn nach einem Aufenthalt in Indien beginnt Schmidbauers Tag fast immer um sechs Uhr mit einer Stunde Yoga und zehn Minuten Meditieren. „Es ist wunderbar, wenn Du den Tag nicht verpennst, sondern mit der Sonne aufstehst.“

Wir freuen uns, mit dem sonnigen Gemüt von Werner Schmidbauer in den Tag gestartet zu sein und dabei ganz nebenbei die ein oder andere Lebensweisheit erfahren zu haben – vor allem auch, warum es am Ende wichtig ist, viele gute Momente gesammelt zu haben. Lassen auch Sie sich inspirieren und hören Sie den Frühschoppen hier als Podcast:

„Am Korrektur-Rand der Gesellschaft“ - Johannes Schröder im Ramasuri-Frühschoppen am 27.02.2022

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Wenn der Lehrer zum Korrekturensohn wird - Johannes Schröder
Ein Deutschlehrer kann doch gar nicht lustig sein, oder? Johannes Schröder beweist bei Jürgen Meyer im Frühschoppen das Gegenteil!

Wie sieht eigentlich ein Lehrer seinen Alltag, wenn er sich selbst nicht so ernst nimmt? Diese Frage wollte Frühschoppen-Moderator Jürgen Meyer einmal beantworten und hat sich deshalb Johannes Schröder ins Studio geholt. Unter dem Künstlernamen „Herr Schröder“ berichtet er auf der Bühne von seinem Alltag als Gymnasiallehrer und dem Alltag an der Schule. Sehr erfolgreich. Zahlreiche Comedy-Preise hat er schon gewonnen, darunter sogar den „Prix Pantheon“.

Die Karriere des gebürtigen Berliners war schon früh klar: „Ich habe ein 3,0 Abitur aus Berlin – in Bayern so viel wert wie ein Seepferdchen. Was wird man damit: Lehrer!“ Er studierte in Freiburg Lehramt für Deutsch und Englisch und ging danach am Gymnasium in Offenburg in den Schuldienst. Dort übernahm er die Theater-AG und beschloss irgendwann, dass er mit seinen vielen Erlebnissen selbst auf eine Bühne musste. „Meine Schüler haben irgendwann gesagt: Herr Schröder, bitte probieren Sie Ihre Gags nicht mit uns aus. Wir wollen hier was lernen.“

An ganz kleinen Bühnen startete er schließlich mit Comedy und entwickelte so sein Bühnenprogramm. Zum Leidwesen seiner eigenen Eltern. Sie waren entsetzt, dass ihr Sohn den sicheren Job zur Disposition stellte. Und auch die Lehrerkollegen - „das Cholerikum“, wie Schröder es bezeichnet - waren in ihrer Reaktion gespalten. Vor allem Sportlehrer, die oft ihr Fett abbekommen. „Ball reingeworfen und der Unterricht ist vorbereitet“, scherzt Schröder. Wobei er durchaus selbstironisch mit seiner Profession umgeht. „Ich gehöre ja selber dem älteren Lehrerdasein an und war mit dem VHS-Rekorder völlig überfordert.“

Dabei ist es für ihn wenig Unterschied zu unterrichten oder Comedy zu machen. „Auch der Lehrer steht jeden morgen auf einer Bühne.“ Und die Herausforderung ist es bei beiden, das Publikum zu begeistern, so dass am Ende jeder was mitnimmt. „Und auch im Theater sitzen in der ersten Reihe die Streber“, findet Schröder.

Corona hat dabei in der Schule vieles verändert. Viel Stoff für die beiden Solo-Programme „World of Lehrkraft“ und „Instagrammatik“ von Herrn Schröder. „Wie willst Du Autorität ausstrahlen, wenn Dir permanent die Brille beschlägt?“, fragt er sich.  Dabei ist er durchaus kritisch mit den Entwicklungen in den Schulen. Kein Wunder also, dass er Hybrid-Unterricht nur noch als „pädagogische Fernwärme“ bezeichnet. Gerade die fehlenden sozialen Kontakte sieht er dabei durchaus sorgenvoll. Dazu das regulatorische Durcheinander. „2G, 3G, G8, G9, Deutschland hat den G7-Vorsitz, mein Handy 5G: Wer da nicht durcheinanderkommt ist hochbegabt“, resümiert Schröder. 

Bei so viel pädagogischer Fachkompetenz hat sicher auch Moderator Jürgen Meyer viel gelernt. Wenn Sie noch Antworten auf die Fragen brauchen, warum Eltern mit veganer Butter auf Dinkelsemmeln anstrengend sind und warum „Fuck Ju“ doch nicht der Vorname von Goethe ist, dann hören Sie hier in den Podcast rein.

„mütterlich, freundschaftlich und unterhaltsam“ - Daphne de Luxe im Frühschoppen am 20.02.2022

© Bild: Maximilian Janker | Ramasuri
Die fränkische XXL-Barbie im Frühschoppen bei Jürgen Meyer
Vom beschaulichen Frankenland verschlägt es Daphne DeLuxe auf die Kabarett-Bühnen der Nation. Und auch zu Jürgen Meyer in den Frühschoppen.

„Nicht nur die Qualität der Arbeit ist entscheidend, sondern auch die Fügung des Schicksals.“ Dieses Schicksal führte Daphne de Luxe nach Weiden ins Studio zu Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer. Die Stand-up-Comedienne kennen viele als eine der drei Moderatorinnen der „Ladies Night“ der ARD. Im Ramasuri-Studio lässt sie einmal ihre Karriere Revue passieren und erklärt, warum sie mit sechs Programmen gleichzeitig auf Tour ist und wieso die Exit-Strategie vermutlich die Samenzucht von seltenen bedrohten Gemüsesorten wäre.

Geboren in Kronach entdeckte sie ihr Talent schon zu Schulzeiten. Gelernt hat sie erst einmal Fremdsprachenkorrespondentin. Doch das war nicht das Richtige. Die Karriere auf der Bühne gelang dafür durch Zufälle. „Für Besetzungscouch war ich schon immer zu dick“, scherzt Daphne de Luxe. Sie hat sich deshalb erst einmal ausprobiert. Hat Varieté moderiert, Chanson mit einem Pianisten gemacht, im Schauspielhaus Hannover in einer Gastrolle auch Schauspiel probiert. „So konnte ich für mich feststellen, welcher Weg ist meiner.“ Am Ende wurde es Comedy.

Dass Daphne de Luxe schließlich im Fernsehen gelandet ist, lag an einem Auftritt in einem Festzelt in Frankfurt. Einer der Gäste fragte sie danach, ob sie auf einer Karnevalsveranstaltung in Offenbach auftreten würde. Dort wurde der Hessische Rundfunk auf sie aufmerksam. Dann gings in den „Comedy Tower“ und schließlich zur Ladies Night in die ARD. „Der richtige Ort, die richtigen Menschen“, stellte Daphne fest.  

Bekannt durch ihre scharfe Zunge, ist sie aber neben dem Fernsehen auch auf Tour. Aktuell mit bis zu sechs Solo-Programmen gleichzeitig. „So kann ich mehrere Jahre hintereinander in die gleiche Stadt kommen“, erklärt Daphne den eher praktischen Gedanken dahinter.

Daphne de Luxe ist aber vielseitig und macht ihrem Spitznamen als „XL-Comedy-Barbie“ alle Ehre – mit Essen. 2010 hat sie sogar ein Kochbuch veröffentlicht. Mit einer ihrer Freundinnen in Kronach macht sie mittlerweile auch einen Vlog auf Youtube. Unter „Daphne und Frau Meyer“ baut sie Gemüse an und kocht mit danach vor allem fleischreduzierte Gerichte. Nebenbei geht es dabei auch um die Probleme des Alltags. Zu finden ist Daphne de Luxe natürlich auch auf Facebook und mittlerweile auch auf Instagram. „Früher habe ich immer gesagt, mein Essen ist nicht lange genug auf dem Teller, als dass ich es fotografieren könnte.“

In Weiden gab es nur „Daphne und Herr Meyer“. Die beiden hatten ihren Spaß, obwohl es nur Weißwürste gab. Dafür gab es aber auch Antworten auf die Fragen, warum man immer ehrlich zu sich selbst sein sollte, wieso ein Salzleckstein für Pferde auch ein Geschenk für Schwiegermütter ist und warum die Menschen öfters mal Dampf rausnehmen sollten. Ob am Ende Daphnes Mann auch noch seine Socken findet, hören Sie hier im Podcast.

Es tanzt ein Pi-Pa-Pumpelsack in unserm Wald herum - Petra Wurdack im Ramasuri Frühschoppen am 13.02.2022

© Bild: Max Janker | Ramasuri
Pimpernella Pumpelsack oder die lustigste Waldschratin der Welt
Petra Wurdack bringt als Pimpernella Pumpelsack kleine Kinder zum Lachen und Erwachsene zum Nachdenken - wobei auch unser Moderator Jürgen Meyer ohne nachzudenken lachen konnte.

„Same procedure as every Sunday, Mr Meyer?“ - ja so könnte man unseren Ramasuri Frühschoppen ankündigen, denn genau wie „Dinner for one“ist auch der Sonntalk mit Moderator Jürgen Meyer und seinen Gästen mittlerweile ein absoluter Klassiker. Großes Thema dieses Mal: Pimpernella Pumpelsack. Kennen Sie nicht? Na das sollten Sie schnell nachholen.

Petra Wurdack, die Erfinderin der Figur „Pimpernella Pumpelsack“, einer Waldschratin, die die Natur liebt und gleichzeitig kein Blatt vor den Mund nimmt, liebt bzw. lebt die Natur. „In der Natur können wir Selbstheilungskräfte aktivieren, finden zur eigenen Stärke zurück oder gelangen zur inneren Ruhe“, erklärte die charmante Leiterin der Urkind Kinder-Kreativ-Werkstatt Wald und Natur. Dabei sind es keinesfalls nur die Kinder, welche die Hilfe von Petra Wurdack alias Pimpernella Pumpelsack in Anspruch nehmen. „Auch Erwachsene brauchen mal eine Auszeit. Einmal habe ich einen Mann im Theater ermahnt, er möge doch sein Handy weglegen. Der kam ein Jahr später wieder zu mir und hat sich bedankt, weil er erst durch diese ‚öffentliche Schelte‘ bemerkt hat, wieviel er vom wahren Leben verpasst.“

Als Pimpernella Pumpelsack, der Name kam Wurdack übrigens ganz nebenbei beim Spaziergehen, nimmt sie wirklich kein Blatt vor dem Mund, sondern versucht, verkleidet als Waldschratin, ihrem Publikum wieder einen Zugang zur Natur zu verschaffen. „Der Wald, die Wiesen, ja die Natur, bieten unglaubliche Kräfte, die wir neu entdecken müssen“, so die sympathische Wahl-Oberbayerin. Mit dem „Urkind“-Theater versucht sie genau dies ihrem Publikum zu vermitteln und eine Entschleunigung aus dem hektischen Alltag zu erreichen.

Wer mehr über Petra Wurdack, das Urkind Theater Pimpernella Pumpelsack oder möglich Kurse der Urkind Kinder-Kreativ-Werkstatt erfahren möchte, dem legen wir Petras Website ans Herz. Und ich bin mir sicher ihr Herz bzw. Geist wird’s ihnen danken, wenn sie sich Zeit für die Entschleunigung, Zeit für die Natur nehmen.

Den Frühschoppen gibt's zum nachhören hier als Podcast:

Dahoam is Dahoam, da derf da Ma ruhig a greislich sa - Anita Eichhorn im Ramasuri Frühschoppen am 06.02.2022

© Bild: Sabine Prößl | Ramasuri
In der Oberpfalz sagt Anita Eichhorn- "Dahoam is Dahoam"
Schauspielerin, Serienstar und waschechte Oberpfälzerin - Anita Eichhorn begeistert nicht nur vor der Linse sondern auch hinterm Mikrofon.
Wenn am Sonntagmorgen der Wecker klingelt, dann ist es allerhöchste Frühschoppenzeit. Auch dieses Mal hatte Moderator Jürgen Meyer wieder ein Sternchen am Schauspielhimmel zu sich eingeladen und die junge Damen fühlte sich in ihrer alten Heimat sichtlich wohl - denn auch hier gilt: "Dahoam is Dahoam!". Keine geringere als Anita Eichhorn, bekannt durch die Fernsehserie "Dahoam is Dahoam", gab sich am Frühstückstisch die Ehre und hatte einiges aus ihrem bewegten Leben zu berichten.
 
Vor 31 Jahren kam im schönen Nabburg ein Mädchen zur Welt, deren Name heut fast jeder kennt - Anita Eichhorn. Schon in jungen Jahren wusste die sympathische Oberpfälzerin welchen Berufsweg sie einmal einschlagen möchte: "Für mich war immer klar, dass ich Schauspielerin werden möchte. Auch als mich meine Mutter nach einem Alternativplan fragte, musste ich ihr entgegnen, dass es eben keinen Plan B gibt. Ich glaube diese Portion Sturheit brauchst du auch in diesem Business". Ja die Sturheit, wie sie so schön sagte, hat sich ausgezahlt, dazu aber später mehr.
 
Ihre Schauspielausbildung bekam Eichhorn an der Neuen Münchner Schauspielschule. "Nach meiner Münchner Zeit ging es für mich nach Berlin, also gefühlt in die sichere Arbeitslosigkeit. Statistisch gesehen ist das wirklich so, denn in Berlin leben die meisten arbeitslosen Schauspieler", erzählte die charmante Nabburgerin mit einem Grinsen auf den Lippen. Tatsächlich musste sie sich zunächst einmal mit kleineren Jobs durchschlagen, "eine Erfahrung, die man als Schauspieler eben auch machen muss". Nach kleineren Rollen und Rollen in Ausbildungsproduktionen ging es für Eichhorn dann schrittweise nach oben. Über eine Rolle in "Hubert ohne Staller" kam sie neben zahlreichen anderen Auftritten ("Watzmann ermittelt") schließlich zu ihrer Rolle als Apothekerin Tina in der Erfolgsserie "Dahoam is Dahoam". "Für mich ging da ein absoluter Traum in Erfüllung, als ich für ein dauerhaftes Engagement in dieser Serie besetzt wurde. Und auf einmal dreht man da mit Schauspielgrößen und hat soviel Spaß am Set. Ich wurde hervorragend aufgenommen und es ist wirklich eine Freude an dieser Produktion mitwirken zu dürfen", offenbarte uns die hübsche Schausspielerin. 
 
Privat ist Anita Eichhorn immer noch Single (also Männer, auf geht's, wir leiten eure Anfragen gerne weiter). "Generell bin ich schon auch ein wenig wie meine Serienfigur Tina - ein wenig flippig, ab und zu ein paar crazy Momente und ja...", so Eichhorn zu Moderator Jürgen Meyer. Wir ergänzen, dass mit "ja" auch "hübsch und charmant" gemeint sein könnte, denn das ist die gebürtige Oberpfälzerin definitiv. Auf die Frage, wie denn so ein Traummann für sie aussehen muss, entgegnete sie: "Er muss mich zum lachen bringen. Ich hatte schon Dates mit wirklich super schönen Männern, aber da musste ich dann über meine eigenen Witze lachen, so fad waren die. Also darf er ruhig auch a bisl greislich sein". Eine Aussage, die sowohl Moderator als auch Talkgast zum Lachen brachten und die die witzige Schauspielerin dann mit einem "Ihr wisst schon was ich meine" untermalte. Ja Anita, das wissen wir - der Aufruf steht, bitte meldet euch. Und wir wünschen Anita Eichhorn natürlich auch beruflich weiterhin alles Gute und in Kürze einen Mann für "Dahoam".
 
Den Frühschoppen gibt's zum nachhören hier als Podcast:

„Stoark wai a Stier“ - Gerd Schönfelder im Ramasuri Frühschoppen am 30.01.2022

© Bild: Manuel Marx | Ramasuri
Der Stier von Kulmain - Gerd Schönfelder rockte den Frühschoppen wie früher die Piste
30 internationale Titel und einfach eine Inspiration für jedermann - Gerd Schönfelder ist nicht nur auf der Skipiste sondern auch im wahren Leben ein Held.

Sonntagsfrühstück mit Stars und Sternchen - na klar, dafür ist Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer bekannt. Aber einen so hochdekorierten Gast hatte selbst unser Frühschoppenass noch nie in seinem Studio. Kein geringerer als Gerd Schönfelder, der in seiner Karriere im Para-Skisport 30 internationale Titel sammeln konnte, gab sich die Ehre und hatte natürlich viel zu erzählen.

Gerd Schönfelder wurde 1970 in Kulmaim geboren und wuchs in der schönen nördlichen Oberpfalz auf. Dabei machte er in seiner Jugend eine Ausbildung zum Elektroniker und bildete sich später zum Elektrotechniker weiter. Im Alter von 19 Jahren verlor er bei einem Zugunglück einen Arm und vier Finger an der anderen Hand. „Jeder kennt die Geschichte mittlerweile und natürlich war das am Anfang hart. Aber ich bin ein Macher, ich wollte immer alles selber machen und ich glaub diese Kämpfernatur hat mit in meinem weiteren Leben geholfen“.

Tatsächlich war der junge Gerd Schönfelder auch schon im Skisport unterwegs, betrieb das Ganze aber, trotz nennenswerter Erfolge, eher hobbymäßig. Nach seinem Unfall wurde Schönfelder jedoch auf den Behinderten-Skisport aufmerksam und startete eine unvergleichliche Karriere. 1991 das erste mal im Weltcup aktiv, holte er 1992 bereits olympisches Gold. Zusammen mit Mono-Skifahrer Martín Braxenthaler und der Blinden Biathletin Verena Bentele prägte Schönfelder fast zwei Jahrzehnte den deutschen und internationalen Behinderten-Wintersport und erwarb sich aufgrund seiner aggressiven und angriffslustigen Fahrweise den Spitznamen „Der Stier von Kulmain“. 2011 beendete der sympathische Sportsmann dann seiner Karriere als wohl bester Behinderten-Skirennfahrer aller Zeiten. Nicht umsonst wurde Schönfelder 2018 in die „Hall of Fame des deutschen Sports“ aufgenommen.

Mittlerweile ist der Vater zweier Kinder als Trainer im Para-Skisport aktiv und gibt sein Wissen an nachfolgende Generationen weiter. Und er ist nach wie vor ein Mann voll von Tat und ein Freund von klaren Worten: „Die Vergabe der olympischen Spiele in ein Land, das keine Menschenrecht achtet, in eine Region, die keinen natürlichen Schneefall hat, erachte ich für äußerst bedenklich.“ Und wir erachten Gerd Schönfelder als Vorbild für jedermann, denn er hat sein Kämpferherz definitiv am rechten Fleck.

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Fit ins neue Jahr - Injoy im Ramasuri Frühschoppen am 23.01.2022

© Bild: Max Janker | Ramasuri
Fit ins neue Jahr - das hat sich auch unser Moderator Jürgen Meyer gedacht und sich schon mal professionelle Hilfe gesucht.
Gisela Höllering und Heidi Wittmann machen nicht nur Jürgen Meyer fit, sondern wirklich jeden, egal wie alt - also ran an den Speck.

Drei Wochen ist das neue Jahr schon alt und, mal ganz ehrlich, wieviele ihrer guten Vorsätze sind noch vorhanden. Unser Frühschoppen-Ass Jürgen Meyer hat sich für dieses Jahr etwas ganz Besonderes vorgenommen. Nicht nur sollen jeden Sonntag tolle Gäste zum gemeinsamen Frühstück ins Ramasuri Frühschoppen-Studio kommen, nein, unser Jürgen möchte auch fitter werden. Und dazu hatte er sich gleich mal kompetente Unterstützung ins Studio geholt, namentlich Gisela Höllering und Heidi Wittmann vom Injoy Weiden.

"Bei uns kann jeder durchstarten. Es wird ein individueller Plan erstellt und dann heißt es ran an den Speck oder einfach nur fit ins neue Jahr", sagten die beiden sympathischen Fitness-Trainerinnen. "Vom Anfängerkurs, über Bauch-Peine-Po bis hin zum Aerobic-Kurs - bei uns ist wirklich für jeden was dabei und das Wichtigste ist doch, dass es Spaß macht", fügten die beiden Trainerinnen an. Tatsächlich stärkt Sport nämlich nicht nur das Immunsystem, sondern damit einhergehend auch unser Wohlbefinden.

Wer im neuen Jahr auch noch durchstarten möchte, dem legen wir die Homepage von Injoy Weiden ans Herz - und natürlich auch einen  Besuch bei den beiden charmanten Damen und ihren Teammitgliedern. Und wer noch mehr wissen möchte, na für den gibts den Podcast hier zum Nachhören.

Traumhaft Singen mit Singtraum.de - Nicole Glamsch im Ramasuri Frühschoppen am 16.01.2022

© Bild: Manuel Marx | Ramasuri
Sie singt wie ein Traum und macht auch Singtraum.de - Nicole Glamsch bringt schon die Kleinsten zum Singen
Singende und musizierende Kleinkinder? Kein Problem für Nicole Glamsch, die mit Singtraum.de ein traumhaft schönes musikpädagogisches Konzept herausgebracht hat.

Jeden Sonntag begrüßt Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer Stars und Sternchen im Ramasuri Sendestudio und lädt zum gemeinsamen Frühstück. Und auch heute durfte unser Frühschoppenass einen wahren Traum-Gast begrüßen. Nicole Glamsch, Gründerin von Singtraum.de, stand beim gemütlichen Morgenmahl Rede und Antwort und wusste so einiges über das Singen zu berichten.

Nicole Glamsch ist in Kiel keine Unbekannte, obwohl sie eigentlich unweit der Stadt Bayreuth in Franken geboren wurde. Aber alles der Reihe nach. Nicole ist eine sehr musikalische Frau, die ausgebildete Sängerin ist und unter anderem auch Gesangsunterricht gibt. Vor allem das Singen mit Kindern hat es der sympathischen Sängerin angetan und so gründete sie in ihrer Zeit im hohen Norden den Musikgarten Kiel, ein musikalisches Angebot für Kinder auch schon im jüngsten Alter. „Weißt du Jürgen, mit dem Singen kann man nie früh genug anfangen, denn es ist erwiesenermaßen gut für Geist und Seele“, erklärte die charmante, mittlerweile in Amberg heimisch gewordene Frau.

Seit einigen Jahren ist Nicole Glamsch aber wieder zurück in Bayern und hat ihr Konzept aus dem hohen Norden mit zu uns gebracht. „Als ich zurück in Bayern war, erreichten mich immer wieder Anrufe der Eltern, die damals den Musikgarten in Kiel besuchten. Sie wollten, dass ich online weitermache. Ich hielt das zunächst für nicht realisierbar, aber irgendwann habe ich’s ausprobiert und ja, es funktionierte“, erklärte Nicole den Werdegang ihres Angebots auf Singtraum.de - der Webseite, auf der Nicole ihre Dienste anbietet. In kleinen Gruppen können Eltern zusammen mit ihren Kindern unter Anleitung von Nicole Kinderlieder singen, einen positiven Zugang zu Musik und ein erstes Rhytmusgefühl entwickeln. „Dabei ist Singen wirklich vielseitig, denn es macht nicht nur nachweislich gute Laune, sondern hilft auch Ängste zu überwinden oder beim Erlernen des Lesens. „Und natürlich macht es auch ganz viel Spaß“, ergänzte die Kursleiterin.

Wer mehr über Nicole und Singtraum.de (Link) erfahren möchte, den laden wir ein auf ihrer Homepage zu stöbern. Dort gibt’s alles über Nicole und ihr tolles Angebot. Und wir sagen dazu nur ganz fachmännisch - „A song a day keeps the doctor away“.

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Die Stunde der Wahrheit - Annatala Geiger im Ramasuri Frühschoppen am 09.01.2022

© Foto: Max Janker | Ramasuri
Die Stunde der Wahrheit - auch dieses Jahr wieder mit Annatala Geiger
Wenn jemand in die Zukunft sehen kann, dann ist es sie - Annatala Geiger hat übersinnliche Fähigkeiten und begeistert jedes Jahr aufs Neue im Ramasuri Frühschoppen.

Wenn Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer zum ersten Frühschoppen des Jahres 2022 lädt, dann darf eine Frau, die sozusagen schon Stammgast am Jahresanfang ist, nicht fehlen: Annatala Geiger. Sie weiß nicht nur Interessantes aus der Vergangenheit zu berichten, sondern vermag es auch in die Zukunft zu blicken. Und so erhielten beim gemeinsamen Frühstück nicht nur Jürgen Meyer und seine Ramasuri-Crew einen spannenden Einblick in das, was die Zukunft bringen mag, sondern auch unsere Hörer und Hörerinnen.

Annatala Geiger, auch Nadja oder Natalia genannt, ist eine besondere Person, denn sie hat eine Gabe, um die sie von vielen Leuten beneidet wird - sie vermag es in die Zukunft zu blicken. Als Hellseherin sagt sie Ratsuchenden ihre Zukunft vorher oder gibt Einblick in Dinge, welche die Menschen im Innersten bewegen. Und da wir natürlich auch gespannt waren was das neue Jahr so bringt, befragten wir die sympathische Ambergerin und waren wirklich verblüfft was Nadja über uns wusste. Auch neun unserer Hörer hatten die Möglichkeit mit unserer charismatischen Seherin live in der großen Stunde zu sprechen und ihr Fragen zu stellen, wobei noch viele viele Anrufe hinter den Kulissen von Nadja entgegen genommen und beantwortet wurden. Insgesamt fiel dabei auf, das mehr Frauen als Männer unsere Telefonleitungen zum Glühen brachten. Wie die Sterne für Sie im Jahr 2022 stehen und was das neue Jahr bzw. die Zukunft für Sie bereit hält, dass können Sie auch in einer Privatsitzung mit Annatala Geiger herausfinden. Mehr Infos zur hellsehenden Ambergerin finden Sie auf ihrer Website https://annatala-geiger.hpage.com/ueber-mich.html - definitiv ein beeindruckendes Erlebnis.

Frohes Neues Jahr - der Ramasuri Frühschoppen Jahresrückblick am 02.01.2022

Viele Gäste gab es im Jahr 2021 im Ramasuri Frühschoppen bei Jürgen Meyer zu bewundern. Von Peter Althof über Prince Damien bis hin zu Chris Böttcher gaben sich die Stars und Sternchen die Klinke, oder in unserem Fall besser gesagt, die Kaffeetasse in die Hand. Auch im nächsten Jahr werden wir, das Ramasuri Frühschoppen Team, wieder alles daran setzen Ihnen interessante Gäste vorstellen zu können. Und vielleicht gelingt es uns ja mal die Rollen umzukehren und endlich unseren Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer aus dem Nähkästchen plaudern zu lassen. Ihnen allen vielen Dank fürs Zuhören und ein gutes, gesundes Neues Jahr.

Das Frühschoppenteam

Die wohl souligste Stimme Deutschlands - Yma America im Ramasuri Frühschoppen am 19.12.2021

© Bild: Manuel Marx | Ramasuri
Sie ist die Königin der Löwen - Yma America begeistert mit ihrer einzigartigen Stimme
Einst im Ensemble von König der Löwen, mittlerweile auch solo erfolgreich unterwegs - Yma America hat die wohl souligste Stimme Deutschlands.

Wenn am Sonntagmorgen gefrühstückt wird, dann sind im Ramasuri Frühschoppen Stars und Sternchen nicht weit. Und auch dieses Mal durften wir einen wahren Musical-Star begrüßen. Yma America zählte einst zur Besetzung vom Musical "Der König der Löwen" - aber nicht nur deswegen hat sie ein Löwenherz.

Yma America steht wie keine andere für Soul in der Stimme: "Ich glaube ich habe die schwärzeste Stimme Deutschlands". Dem können wir nur zustimmen, denn bereits im Musical "Der König der Löwen" begeisterte sie als Rafiki Hunderttausende. "Leider darf man immer nur vier Jahre mitspielen, dann wird das Ensemble gewechselt", blickte die sympathische Sängerin mit ein wenig Wehmut auf ihre Musical-Zeit zurück.

Mittlerweile ist Yma aber auch solo erfolgreich unterwegs und hat sich hörgeschädigten Menschen verschrieben. Mit ihrem Programm "Feel Sounds" versucht sie auf einzigartige Weise auch diesen Menschen einen Zugang zu Musik zu verschaffen. Auf ihrer Homepage gibts mehr zu diesem spannenden Projekt und zur Sängerin selbst. Und sie können den Frühschoppen natürlich wie immer hier als Podcast nachhören - viel Spaß mit der souligsten Stimme der Nation.

Vorweihnachtliche Klänge - „Triangel“ im Ramasuri Frühschoppen am 12.12.2021

© Bild: Manuel Marx | Ramasuri
Klingen nicht nur himmlisch, sondern tragen auch einen engelsgleichen Namen - "Triangel" begeisterten im Ramasuri Frühschoppen
In einem Frauenchor haben sie sich kennengelernt, jetzt machen sie zu dritt Karriere - Triangel begeistern mit ihrem Mix aus spiritueller Kirchenmusik und modernen Arrangements.

Wo normalerweise die Biergläser zum Frühschoppen klingen, wurde es dieses Mal besinnlich. Der Grund? Unsere Gäste von Triangel, die Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer mit ihren himmlischen Liedern und ihren engelsgleichen Stimmen be- und verzauberten.

Triangel - der Name der Gesangsgruppe ist Programm. Denn tatsächlich besteht die Gruppe aus drei (tri) Engeln (angel) - ja, ok, die Damen haben bei der Namenswahl sicherlich nicht auf diese kleine Detail geachtet, aber es würde Sinn machen. Doris Völkl, Andrea Götz und Steffi Daubenmerkel feiern nächstes Jahr das zehnjährige Bestehen der kleinen aber feinen Gesangsgruppe, die sich aus einem leider nicht mehr existierenden Frauenchor gebildet hat. „Wir haben uns schon immer gut verstanden und ja, dann hat es sich eben so ergeben“, lachten die drei bezaubernden Damen.

Auf ihrem Programm stehen neben traditionellen Kirchenliedern auch moderne Klänge und, passend zur Adventszeit, leise, besinnliche Stücke. Unterstützt werden die Damen dabei meistens von Georg Schmidbauer am Piano, so dass ein harmonisches Miteinander aus Sopran, Mezzosopran, Alt und Klavierklang entsteht, der klanglich wirklich überzeugend ist. Neben ihrer Leidenschaft für das Singen eint die Damen auch ihre Bereitschaft Gutes zu tun. „Unsere Einnahmen spenden wir gerne für gute Zwecke. Es ist doch schön, wenn man mit seinem Hobby noch etwas Gutes tun kann“, waren sich die Damen einig.

Wer das Ensemble gerne mal live erleben möchte, der sollte entweder an Weihnachten den besinnlichen Klängen in der Kirche am Fahrenberg lauschen oder sich schon mal die Fastenzeit im Kalender markieren - denn da planen die Sängerinnen ein kleines aber feines Konzert. Mehr Infos zu Triangel gibt es auf der Facebookseite der Gesangsgruppe (Triangel Dreigesang) - unbedingt mal reinklicken, es lohnt sich.

Den Frühschoppen gibt's zum nachhören hier als Podcast:

Der „Herr des Kilimandscharo“ - Sebastián Tenga im Ramasuri Frühschoppen am 05.12.2021

© Bild: Manuel Marx | Ramasuri
Bei ihm geht es regelmäßig ganz hoch hinaus - Sebastian Tenga ist der "Herr des Kilimandscharo
Mehr als 200 mal stand Sebastian Tenga schon auf dem Gipfel des höchsten Berges von Afrika - als Guide hat er schon für viele emotionale Momente bei seinen Gästen gesorgt und auch im Frühschoppen erzählte er eindrucksvoll von seiner Heimat.

Am Sonntagmorgen ist traditionell Frühschoppenzeit bei Radio Ramasuri. So mancher Gast nimmt eine weite Anreise auf sich um gemeinsam mit Jürgen Meyer bei einem leckeren Frühstück über Gott und die Welt zu plaudern. Aber unser heutiger Gast, der setzte dem ganzen die Krone auf, getreu dem Motto: Gestern noch auf dem Kilimandscharo und heute bei Radio Ramasuri.

Sebastian Tenga ist ein ganz besonderer Mann, denn er ist der „Herr des Kilimandscharo“. Er selbst würde sich nie so bezeichnen, aber tatsächlich hat er den höchsten Berg Afrikas schon mehr als 200 mal bestiegen. Seit 15 Jahren ist er Guide und Bergführer, Gründer und Unternehmer oder einfach Direktor des Unternehmens „Snow & Savannah Safaris“ - ein Unternehmen, das Reisen nach Tansania organisiert und dort eben auch die Besteigung des 5895 Meter hohen Berges ermöglicht. „Schon als Kind, als ich am Fuße des Kilimandscharo aufgewachsen bin, habe ich davon geträumt, dass ich später mal als Guide arbeiten möchte“, erzählte der sympathische Tansanier. Gesagt, getan - aber nicht ohne dabei auch auf seine Heimat zu achten. „Bei der Auswahl der Reisen achten wir sehr auf die Umwelt, dass das Geld wirklich in Tansania ankommt und somit Einheimische eine Beschäftigung bzw. Verdienstmöglichkeit erhalten“, fügte er an.

So unterstützt Sebastian mit seinem Unternehmen bzw. seiner Stiftung auch die Schule, die er selbst früher besucht hat. „Meine Schule liegt auf 1900 Meter Höhe, sie war und ist etwas Besonderes, aber natürlich nicht vergleichbar mit den europäischen Schulen. Ich möchte helfen, dass die Schule z.B. Fenster bekommt und dass es ein Ort ist, den die Kinder gerne besuchen“, erklärte der sportliche Bergführer sein Engagement. Und er berichtete, dass „ein Tourist ungefähr sechs Einheimischen Arbeit bringt, so das der Tourismus für uns lebenswichtig ist“. Denn Tansania bietet nicht nur den höchsten Berg Afrikas, sondern eben auch die Möglichkeit auf Safari zu gehen oder an den weißen Stränden von Sansibar am Indischen Ozean zu entspannen - und somit zählt das Land in Ostafrika sicher noch zu den Geheimtipps, aber eben auch zu den Juwelen unter den Urlaubszielen.

Ein Juwel ist auch Sebastian selbst, denn neben einem großen Herz für sein Land und seine Kunden, hat er auch immer noch diese kindliche Begeisterung - eine Fähigkeit, die unbezahlbar ist. „Weißt du Jürgen, wenn du morgens um 6 auf den Kilimandscharo stehst und die Sonne geht auf - dieses Gefühl kann man nicht beschreiben. Manche meiner Kunden brechen zusammen und weinen vor Freude und auch ich habe dann jedes Mal Tränen in den Augen“, sagte der Herr des Kilimandscharo. Es ist diese Freude im Herzen, die Sebastian Tenga zu einem einzigartigen Guide und einem ganz besonderen Menschen macht. Und genau diese Freude durfte auch schon Dr. Gudrun Graf erleben, die Tenga auf den höchsten Gipfel Afrikas führte. Von dieser Tour berichtet Sie in ihrem Buch „Hakuna Matata“. Wer also zu Weihnachten etwas zum Schmökern sucht, sich selbst auf Gipfeltour begeben will oder einfach nur Sebastian Tengas Stiftung unterstützen will, der findet hier weitergehende Informationen. Und wir wünschen dem Herrn des Kilimandscharo weiterhin viel Erfolg und Freude im Herzen.

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Der Weltenbummler mit Herz - Rainer Meutsch im Ramasuri Frühschoppen am 28.11.2021

© Bild: Manuel Marx | Ramasuri
Unternehmer, Weltenbummler, Buchautor und Mann mit goldenem Herz - Reiner Meutsch im Ramasuri Frühschoppen
Er hat die ganze Welt gesehen und er verändert die Welt - Reiner Meutsch hat mehr als 100.000 armen Kindern in fremden Ländern den Besuch einer Schule ermöglicht und mit seiner Stiftung mehr als 500 Schulen weltweit gegründet.

Wenn ein waschechter Westerwälder am Sonntagmorgen bei Jürgen Meyer im Ramasuri Frühschoppen aufschlägt, dann tut er das zum einen wegen dem leckeren Weißwurstfrühstück („Das ist sogar für mich als Westerwälder eine Delikatesse!“) und zum anderen wegen der guten Gespräche am Frühstückstisch. Und obwohl Reiner Meutsch wirklich eine lange Anreise hatte, war es für ihn alles andere eine Weltreise - denn mit Reisen und Weltreisen kennt er sich wahrlich aus.

Reiner Meutsch ist 66 Jahre alt und da fängt ja bekanntlich das Leben erst an. Wenn man nach dem Gossenhauer von Udo Jürgens geht, dann steht dem Weltenbummler ja das Beste noch bevor - was man sich fast nicht vorstellen kann, wenn man weiß, was der sympathische Westerwälder schon alles er- und durchlebt hat. Früh stieg Reiner Meutsch ins väterliche Busunternehmen ein, merkte aber schnell, dass „das nicht ganz so mein Ding war, denn ich wollte immer in die Luft“. Und so verließ er ein Jahr vor dem Tod seines Vaters dessen Unternehmen und wurde daraufhin sogar enterbt. Doch Reiner Meutsch wollte sich und seinem Vater etwas beweisen, „was glaube ich auch ein Grund für meinen späteren Erfolg war“.

Seine Leidenschaft fürs Fliegen inspirierte ihn zur Gründung der Firma „Berge & Meer“, ein Riesenerfolg, wie sich nach einigen Jahren herausstellen sollte. „Ich hatte ja kein Geld und so suchte ich nach Unternehmen, die unsere Reisen verkaufen - anfangs lief es über Otto, dann kam Tchibo hinzu und 2007, nach 41 Verhandlungsrunden, hatte ich die Gebrüder Albrecht soweit und Aldi verkaufte fortan ebenfalls unsere Reisen. In der ersten Nacht hatten wir dann 260.000 Telefonate und das war der Moment, wo ich wusste, dass ich loslassen kann“, schilderte Reiner Meutsch seinen unglaublichen Erfolg mit Berge & Meer. Aber loslassen bedeutete für den bodenständigen Geschäftsmann nicht, dass er sich auf die faule Haut legte, nein, Reiner Meutsch startete im wahrsten Sinne des Wortes erneut durch und erfüllte sich einen Lebenstraum. Er machte tatsächlich mit über 50 Jahren den Pilotenschein, „nachdem ich bei der Bundeswehr leider diese Ausbildung nicht machen durfte“. Und damit nicht genug, danach ging es für ihn auf Weltumrundung mit dem Kleinflugzeug. „77 Länder durfte ich bereisen, Eindrücke die man nie mehr vergisst, einmal wäre uns fast der Sprit ausgegangen und ein anderes mal reparierte ich zwei Kilometer über der Erde in der Luft das Fahrwerk - es war unglaublich“, schwärmte der Westerwälder. Und auch hier gab Reiner Meutsch seiner Reise einen tieferen Sinn und gründete auf der Weltumrundung vier Schulen für arme Kinder, „so dass auch diese Zugang zu Bildung und zu einem selbstbestimmten Leben haben“. Und er fügte an: „Und daraus entstand dann auch meine Stiftung FLY & HELP, mit der wir mittlerweile mehr als 540 Schulen weltweit gegründet haben und 110.000 Kindern den Schulbesuch ermöglicht haben.“ Und für dieses große Herz und Engagement trägt Reiner Meutsch auch das Bundesverdienstkreuz am Bande, völlig verdient, denn er ist sicher der Luftfahrtpionier mit dem größten Herz.

Dass der unglaubliche Unternehmer daneben seit mehr als 35 Jahren als Radiomoderator bei den Kollegen von RPR1 seine eigene Show („Mein Abenteuer“) moderiert, geht bei all seinen Erfolgen fast unter. Wie könnte es anders sein geht es auch in dieser Sendung und Reisen und um die Erlebnisse der Menschen auf denselben. Auch bei im TV-Format „Goodbye Deutschland“ war Reiner Meutsch schon zu sehen. Und mit seinen zwei Büchern, die beide Bestseller waren, schrieb er erneut, auch hier im wahrsten Sinne des Wortes, Erfolgsgeschichte. „Die Erlöse der Bücher fließen in meine Stiftung und ermöglichen uns weitere Schule zu bauen“, ergänzte mit Meutsch. Ein Grund mehr, diese Bücher als Weihnachtsgeschenk zu erwerben, da sie nicht nur unglaublich eindrucksvoll sind, sondern eben auch noch für einen guten Zweck bestimmt sind. Und wer selbst mal mit Reiner Meutsch reisen möchte, der kann dies selbstverständlich auch tun - mehr Infos dazu, und natürlich auch zum Weltenbummler mit dem goldenen Herz, gibt’s auf der Homepage seiner Stiftung FLY & HELP. Und uns bleibt zu sagen: Noch nie war jemand, der abgehoben ist, so bodenständig - Respekt, Reiner Meutsch.

Den Frühschoppen gibt's zum nachhören hier als Podcast:

Vom Versicherungskaufmann zum lustigsten Klomann Deutschlands - Dave Davis im Ramasuri Frühschoppen am 14.11.2021

© Bild: Max Janker | Ramasuri
Kein "Hass 4", sondern Humor hoch zehn - Dave Davis begeisterte im Ramasuri Frühschoppen
Vom Tellerwäscher zum Millionär kann jeder - aber Dave Davis kann vom Versicherungskaufmann zum lustigsten Klomann Deutschlands.

Zünftig ging es heute zu im Ramasuri Frühschoppen, auch wenn es dieses Mal alkoholfreies Bier anstatt der üblichen Morgenhalbe gab. Grund dafür war der Besuch von Comedian und Musikproduzent Dave Davis, der in seiner Rolle als lustigster Klomann Deutschlands, bestimmt schon die halbe Nation zum Lachen gebracht hat. Und auch an unserem Frühstückstisch gab sich Davis gewohnt locker und lustig, zeigte sich aber politisch und gesellschaftlich reflektiert.

48 Jahre ist er alt, ein Rheinländer wie er im Buche steht und einfach nur mega lustig - Dave Davis, dessen Eltern aus Uganda kommen, ist ein Meister der Comedy-Unterhaltung und des Wortwitzes. „Weißt du Jürgen, ich glaube ich habe wirklich schwarzen Humor“, grinste er am Frühstückstisch und zeigt hierbei schon wie wortgewandt er ist. Dabei stand Davis nicht von Anfang an auf der Bühne. „Ich habe Versicherungskaufmann gelernt und dann auch zwei Jahre bei der Versicherung gearbeitet, aber schnell gemerkt, dass das nicht wirklich mein Traumberuf ist. Ich wollte immer mit meiner Musik auf die Bühne und dabei haben mir die Leute gesagt, dass ich eigentlich ganz witzig bin und ja… hier bin ich jetzt bei euch“, sagte er mit seinem typischen verschmitzten Grinsen.

Tatsächlich hat es Dave Davis auf die Bühnen Deutschlands geschafft, mittlerweile ist er mit seinem sechsten eigenen Bühnenprogramm auf Tournee. Seinen Durchbruch feierte der sympathische Comedian auf einer offenen Bühne in Nordrhein-Westfalen als er dort mit seiner damaligen Bühnenidentität, Klomann Motombo Umbokko, auftrat. Schnell wurde er dabei entdeckt und stand schon ein Jahr später bei Stefan Raab und dem damaligen Erfolgsformat TV-Total auf der Bühne. Sein Markenzeichen war schon damals klar erkennbar - scharfsinniger Wortwitz. So wurde aus Hartz 4 bei Davis „Hass 4“ oder er nahm Angela Merkels Aussage „Deutschland muss den Strick enger schnallen“ nur allzu wörtlich. Auch mit seinem aktuellen Programm „Ruhig, Brauner“ zeigt er sich gewohnt spitzzüngig und sozialkritisch und schafft es, dass die Leute nachdenken und lachen zugleich. „Das beste ist doch, dass man als Comedian eine Message rüberbringen kann und zugleich die Leute zum Lachen bringt“, fasste es Davis gut zusammen.

Wer mehr über den charmanten und überaus sympathischen gebürtigen Kölner erfahren möchte oder ihn mal live auf der Bühne erleben will, dem legen wir seine Homepage ans Herz. Und natürlich gibt’s den lustigen Comedian auch auf Instagram. Und wenn in der nächsten Woche ein paar leere Taxis in der nördlichen Oberpfalz mit gut gelaunten Taxi-Fahrern umherkurven, na dann könnte Dave Davis verantwortlich dafür sein - den Grund erfahren sie im Podcast. Viel Spaß beim Reinhören.

Frühschoppen frisch vom Fass - das Brauhaus Floß im Ramasuri Frühschoppen am 07.11.2021

© Bild: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
Brauhaus Floß und Ramasuri Frühschoppen - das passt wie die Faust aufs Auge, denn beides steht für guten Geschmack.
Vom leckeren Bier bis hin zum bekömmlichen Whiskey - das Brauhaus Floß mit Braumeister Ludwig Koch (mitte) steht für höchste Braukunst. Und wer es stärker mag, na für den hatte Otto Nachbauer (links) den passenden Bavarian Whiskey von D'Schwoazbrenna dabei.

Noch nie zuvor war das Bier besser und frischer im Ramasuri Frühschoppen, denn dieses Mal war es quasi frisch vom Fass. Ludwig Koch, seinerseits Braumeister vom Brauhaus Floß, hatte seinen edlen Gerstensaft mitgebracht und nicht nur den. Und so hatte Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer jede Menge Spaß beim Gespräche über und zwischen Bier und Whiskey.

„Ich hab schon früh angefangen eigenes Bier zu brauen, also eigentlich schon im Jugendalter - das war aber eher experimentell und, naja, nicht wirklich gelungen“, erklärte Braumeister Ludwig Koch seine Leidenschaft und Hingabe zur Braukunst. Mehr als 150 verschiedene Biere hat der Meister seines Fachs schon gebraut, darunter auch Exoten wie Brotbier. „Natürlich haben nicht alle Kreationen geschmeckt, aber so 70 Prozent waren wirklich lecker“, erklärte der sympathische Bierfachmann grinsend. Auch dieses Jahr hat er sich wieder an exquisite Kreationen gewagt, wovon einige im Bieradventskalender vom Brauhaus Floß zu finden sind. „Künstler Stefan Schadeck aus Neustadt hat und ein wunderschönes Motiv gemalt und wir haben den Kalender dann mit 24 schmackhaften Bierschmankerln gefüllt - der hat es wirklich in sich“, sagte der Braumeister. Erhältlich ist der Kalender im Brauhaus selbst und in umliegenden Edeka-Märkten sowie im Hofladen im City-Center Weiden. Und schnell sein lohnt sich, denn die Auflage ist limitiert und die Hälfte der Kalender bereits vergriffen.

Übrigens gibt’s die leckeren Gebräue auch jeden Mittwoch im Bräustüberl des Brauhauses in Floß zu testen. „Natürlich nicht die Sorten des Adventskalenders, aber die Monatsspecials und einige Spezialbiere“, wusste Koch zu berichten. Und nicht nur flüssige Köstlichkeiten gibt es dann zu probieren, denn die Mutter von Braumeister Koch fungiert als Küchenchefin und tischt dann leckere Brotzeiten und eigene schmackhafte Kreationen auf. „Ohne die Hilfe von Familie und Freunden wäre das nie möglich gewesen und deswegen ein großes Dankeschön“ - einfach sympathisch dieser „Bier-Koch“.

An seiner Seite hatte Ludwig Koch seinen Projektpartner in Sachen Whiskey. Otto Nachbauer, ausgewiesener Whiskey-Experte und -Liebhaber, konnte Koch sofort von seiner Idee begeistern. „Zusammen mit Feinbrenner Norbert Pühl haben wir uns vor ein paar Jahren dazu entschlossen selbst Whiskey herzustellen - und jetzt ist es soweit und wir können unseren Bavarian Whiskey auf den Markt bringen“, erklärte Nachbauer. Unter dem Namen „LON“ ist der edle Tropfen ab sofort erhältlich, ebenfalls in limitierter Auflage. „Edel, erlesen, regional und persönlich, das sind die Charakteristiken unseres Whiskeys“, fügte der Fachmann an. Und dass der edle Brand wirklich persönlich ist, das zeigt schon der Name, denn LON steht natürlich für Ludwig, Otto und Norbert. Und so gibt es auch drei verschiedene single Malt Whiskeys, ein jeder ein wenig anders im Geschmack. „D‘Schwoazbrenna“ haben da
einen wirklich tollen Job gemacht, denn auch das Fazit der Frühschoppenredaktion war eindeutig: schmackhaft und wirklich bekömmlich. Mehr zum Brauhaus Floß, Ludwig Koch, dem Bieradventskalender und dem edlen Whiskey gibt es auf der Homepage des Brauhauses. Und vielleicht kommen ja auch sie bald schon in den Genuss der schmackhaften Kreationen aus Floß - „Hopfen und Malz, Gott erhalts“.

Zum Nachhören gibt's den Frühschoppen hier als Podcast:

Im Ramasuri Frühschoppen gibt`s „VANTAST!C FOODS“ – AVE im Ramasuri Frühschoppen am 31.10.2021

© Bild: Max Janker | Ramasuri
Vegan und einfach brutal lecker! Die Firma AVE versorgte uns im Ramasuri Frühschoppen mit "Vantast!c Food".
Geschäftsführer Michael Schertl und Marketingchef Osman Zöllner wissen worauf es ankommt - lecker muss es sein. Und an Halloween gab es ein wahres Geschmacksfeuerwerk im Frühschoppen.

Wenn Jürgen Meyer zum Frühschoppen lädt, dann sorgt er auch immer für einen reichlich gedeckten Tisch mit allerlei Köstlichkeiten. Heute aber, da deckten unsere Gäste von der Firma AVE aus Nabburg den Frühstückstisch ein – und zwar mit veganen Köstlichkeiten. Und um es mal vorweg zu nehmen – unser Frühschoppen-Moderator, der 12 Stunden zuvor noch das Streichwurstfest 2021 mit großer Hingabe begangen hatte, ja genau der hatte ein AHA- oder besser gesagt AVE-Erlebnis. Damit war er aber am Ende des Morgenmahls nicht alleine.

Seit knapp 20 Jahren gibt es die Firma AVE (Absolute Vegan Empire) in Nabburg. Was mit der Gründung in einer, nennen wir es mal, Hinterhofgarage begann, ist mittlerweile eine absolute Vorzeigefirma mit 80 Mitarbeitern geworden. Und was damals noch eine kleine Nische war, das ist mittlerweile absolut hipp und im Trend. Denn veganes Essen ist so viel mehr als, wie von Kritikern oftmals tituliert, künstlicher Essensersatz, nein, die Produkte von „Vantast!c Foods“ haben es in sich – und zwar auch geschmacklich. „Wir versuchen natürlich, dass unsere Produkte so gut schmecken, dass man gar nicht an ihnen vorbei kommen kann. Denn am Wichtigsten ist einfach, dass das Essen gut schmeckt und das steht auch bei uns über allem!“, erklärte der Marketingchef Osman Zöllner.

„Iss was für die Umwelt“ – einer der Slogans mit denen Vantast!c Foods für seine Produkte wirbt und der trifft natürlich auch ins Schwarze, oder in diesem Fall besser gesagt ins Grüne. „Denn mit veganem Essen tun wir auch bewusst etwas für die Umwelt“, sagte Michael Schertl, Geschäftsführer der Firma AVE. Gerade die bewusste Ernährung und der Umweltgedanke sind Themen, die mittlerweile fest in der Gesellschaft verankert sind und machen veganes Essen somit nicht nur zum Geschmackserlebnis sondern natürlich auch zum ökologischen Statement. „Dabei ist es mir immer wichtig zu sagen, dass ich kein `Kampfveganer` bin, sondern mich flexi ernähre. Aber es ist doch schön, wenn man mit leckerem Essen zusätzlich noch etwas für die Umwelt tun kann“, ergänzte Schertl. Mehr als 1300 Produkte gibt es derzeit im Online-Shop von Vantast!c Foods und ich kann ihnen nur raten: Klicken sie sich durch, probieren sie es aus und haben auch sie das AHA-Erlebnis.

Natürlich wird ständig an neuen Produkten gearbeitet und Rezepturen auch verbessert, denn, wie Zöllner schon eingangs sagte, der Geschmack ist bei AVE das entscheidende Kriterium. Und den Geschmackstest machte dann auch das ganze Frühschoppenteam – von Camembert über Mandelschokolade bis hin zu leckeren Naschereien, es wurde sich quer durchs ganze Sortiment probiert. Fazit: Wir sind auf den Geschmack gekommen! Und somit holen wir uns nochmal Nachschlag und wünschen der Firma AVE alles Gute und morgen einen schönen Weltvegantag.

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Weißwürste frisch vom "Schlachthof" - Christian Springer im Ramasuri Frühschoppen am 24.10.2021

© Bild: Max Janker I Ramasuri
Die Welt auf dem Weg zum "Schlachthof" - Christian Springer bringt auch den Klimawandel humorvoll auf den Punkt
Autor, Kabarettist und Fernsehstar - Christian Springer ist so vielfältig wie seine Figuren und begeistert mit seinem tiefgründigen Humor.

Ja, auch am Sonntag dürfen die Weißwürste nicht das Mittagsläuten hören – deshalb gibt’s den Ramasuri Frühschoppen ja auch schon immer um zehn. Doch so frisch wie heute waren unsere Würste noch nie, denn die kamen ja quasi direkt vom „Schlachthof“. Grund dafür war unser heutiger Gast, Kabarettist und Autor, Christian Springer – der Mann, der seit 2013 durch das Programm der BR-Fernsehsendung „Schlachthof“ führt. Und der stand Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer nicht nur Rede und Antwort, sondern tischte auch die ein oder andere interessante Geschichte auf.

München, Silvester, 1964 – und plötzlich erblickt zwischen all den Neujahrsböllern eine richtige Spaßrakete das Licht der Welt. Wenn es einen passenden Geburtstag für Christian Springer gibt, dann diesen Tag. Denn seit mehr als 20 Jahren bespaßt Springer die Menschen der Nation, sei es zusammen mit Helmut Schleich im Hörfunk („Heinzi und Kurti“), als „Fonsi“, den sympathischen Grantler und Wiesenkenner, oder eben als Kabarettist und Moderator (aktuelle z.B. „Schlachthof“). Springer ist definitiv so vielseitig wie seine Figuren und kann mittlerweile auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken.

Bevor er als Kabarettist durchstartete studierte der charmante Oberbayer vergleichende Sprachwissenschaften in München und „dabei entdeckte ich meine Liebe zum Orient“. Dieser Liebe ist er bis heute treu geblieben, denn im Jahr 2012 gründete Springer den gemeinnützigen Verein „Orienthelfer“, der sich vor allem um die Menschen im Libanon, „einem kleinen Land geprägt von landschaftlicher Schönheit und tiefgreifender Armut“, kümmert und den Ärmsten der Ärmsten ein Leben ermöglicht. Auf der Homepage des Vereins „Orienthelfer“ erfahren sie mehr über dieses spannende Projekt und können dieses natürlich auch mit Spenden unterstützen.

Auf der Bühne zeigt sich Springer ebenso tiefgründig, aber auch humorvoll. Sein aktuelles Bühnenprogramm „Bitte sagen Sie die Klimakatastrophe morgen ab, ich habe wichtige Termine“ beschäftigt sich humorvoll mit dem Klimawandel. Springer beleuchtet auf lustige Art und Weise ein ernstes Thema und „ich will die Menschen dabei zum Lachen, aber auch zum Nachdenken anregen, so dass sich jeder mit diesem Thema auseinandersetzen muss“. Dabei kommt Springer am Ende selbst zu dem Ergebnis, „dass wir wahrscheinlich so untergehen werden, wie wir eben sind, weil wir selbst kurz vor knapp nicht über unseren Schatten springen können und einfach so weitermachen“. Auch im „Schlachthof“ (Springer arbeitete schon seit 1997 dort, zunächst noch als Autor und „Sidekick“ von Ottfried Fischer) bringt Springer regelmäßig politische Themen auf den „Tisch“, nicht um diese auszuschlachten, sondern um darüber gekonnt humorvoll mit anderen Künstlern zu diskutieren.

Und auch als Autor hat sich der gebürtige Münchner mittlerweile verdient und einen Namen gemacht. So diente sein aktuelles Buch, dass im gut sortierten Buchhandel, oder auch bei Springer selbst („Dann vielleicht sogar mit Signatur“) erhältlich ist, als Vorlage für sein Bühnenprogramm. Aber auch seine anderen Werke, u.a. „Landesvater, cool down“ zeugen von Springers tiefgründigen Humor und machen ihn zu einem Feingeist auf den Comedy-Bühnen. Wer mehr über Christian Springer, sein aktuelles Programm, seine Bücher oder den Verein „Orienthelfer“ erfahren möchte, dem legen wir seine Homepage ans Herz – einfach mal durchklicken, es lohnt sich.

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Von Rammstein bis Echt - Claudia Koreck im Ramasuri Frühschoppen am 17.10.2021

© Bild: Max Janker | Ramasuri
Auf sie muss man einfach "Fliang" - Claudia Koreck begeisterte im Frühschoppen mit Jürgen Meyer
Mit ihrer neuen Platte "Perlentaucher" sorgt sie für richtig viele Emotionen - dabei zählt die gebürtige Traunsteinerin selbst zu den Perlen der Musik.

Wenn eine oberbayrische Sängerin am Wochenende aufm Schafferhof in Neuhaus ein Konzert gibt, was lässt sie sich dann nicht nehmen? Richtig, ein gemeinsames Frühstück mit Jürgen Meyer am Sonntagmorgen. Und so durfte unser Frühschoppen-Ass dieses Mal die Sängerin und Songwriterin Claudia Koreck beim Ramasuri Frühschoppen willkommen heißen.

1986 in Traunstein geboren, war für Claudia Koreck schon früh klar wohin ihre Reise gehen sollte: „Ich hab schon als ich klein war gern Musik gemacht und deswegen war es auch später immer mein Wunsch“. Gesagt, getan! War sie als Siebenjährige noch mit Kinderliedlegende Rolf Zuckowski auf der Bühne („Ich hab ihm das Mikro ein paar Mal gegen das Kinn gedonnert, weil ich zu klein war, aber wir haben bis heute ein tolles Verhältnis und schreiben ab und zu auf Instagram“), gründete Claudia mit 14 Jahren ihre erste eigene Band. Und auch da spürte sie sofort, dass das „genau mein Leben ist“. Schon bald schrieb sie eigene Lieder (zunächst auf Englisch), gewann Talentwettbewerbe und befand sich in einer Aufwärtsspirale. „Aber ich hab schnell gemerkt, dass diese Castings mit gecoverten Liedern nicht so meins waren, ich wollte da lieber mein eigenes Ding machen und meine eigenen Songs schreiben“, erklärte die sympathische Traunsteinerin. Und ihrer Karriere tat das keinen Abbruch.

Claudia begann damit eigene Songs auf bayrisch zu schreiben, „denn da konnte ich mich noch besser ausdrücken“ und feierte 2007 mit dem Lied „Fliang“ ihren großen Durchbruch, denn der Song schaffte es, obwohl er in bayrischer Mundart verfasst ist, in die deutschen Radios und Singlecharts. Das gleichnamige Album landete sogar auf Platz 15 der deutschen Albumcharts und fortan war der Name Claudia Koreck Programm. Nur ein Jahr später folgte ein weiteres Highlight, als der bayrische Kultregisseur Joseph Vilsmaier die sympathische Songwriterin bat, den Titelsong für die Neuverfilmung des „Brandner Kaspar“ zu schreiben. Mit dem Song „S ewige Lem“ landete die charmante Oberbayerin dann den nächsten Hit und sorgte für das musikalische Highlight der Neuverfilmung. „Es war natürlich schon eine Ehre den Titelsong schreiben und produzieren zu dürfen, vor allem weil ich Joseph Vilsmaiers Arbeit liebte und nach wie vor liebe“, ergänzte Koreck.

Diverse Alben später, darunter auch eine Kinderplatte (Claudia ist zweifache Mama und schätzt das Familienleben wirklich sehr), steht Claudia Koreck momentan mit ihrer neuesten Platte „Perlentaucher“ im Rampenlicht. Auf der neuesten CD befinden sich 12 Perlen deutscher Musikgschichte und Claudia Koreck taucht quasi in diese Songs hinein und vertont sie auf ihre eigene Art und Weise. Und was soll man sagen, das Ergebnis ist einfach bombastisch - von „Rammstein“ bis hin zum Klassiker von „Echt“, Claudia haucht den Songs neues Leben ein und sorgt mit ihrer tollen Stimme und des bewusst reduzierten Einsatzes vom Instrumenten für eine einzigartige Atmosphäre. Wenn auch sie mal von Claudias Stimme gestreichelt werden wollen, dann empfehlen wir die CD „Perlentaucher“ oder einen ihrer Live-Auftritte, z.B. am 28.10.2021 in Regensburg - Gänsehaut garantiert. Mehr zur sympathischen Sängerin gibt’s auch auf ihrer Homepage, einfach mal reinklicken. Und wir wünschen Claudia alles Gute und „s ewige Lem“.

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Lothar Matthäus, Franz Beckenbauer und Herbert Grönemeyer in Personalunion – Chris Boettcher im Ramasuri Frühschoppen am 10.10.2021

© Bild: Max Janker I Ramasuri
Der Mann der hundert Stimmen - Comedian Chris Boettcher
Von Franz Beckenbauer über Lothar Matthäus bis hin zu Angela Merkel - es gibt keine Stimme, die Comedian Chris Boettcher nicht imitieren kann. Und jetzt ist er mit seinem neuen Programm unterwegs auf Bayerns Bühnen.

Wie könnte man schöner in den Sonntag starten als mit einem gemütlichen Frühschoppen? Richtig, mit einem gemütlichen Frühschoppen mit Christ Boettcher. Der war nämlich heute unser Gast am Frühstückstisch und plauderte gemeinsam mit Moderator Jürgen Meyer über sein Leben, seine Karriere und aus gutem Grund auch über Bier.

57 Jahre ist es her, dass Chris Boettcher in Ingolstadt das Licht der Welt der Welt erblickt hat. Und schon als kleiner Junge machte er seine ersten Erfahrungen mit Bier, nein, nicht wie sie jetzt vielleicht denken. Tatsächlich wuchs Chris nämlich in der Braumeisterwohnung einer Ingolstädter Brauerei namens „Ingobräu“ auf, da sein Vater als Braumeister für diese Brauerei tätig war. Vielleicht ist er deswegen heute ein Experte, wenn es um Bier geht – er mag vor allem Helles, „weil das so wie ich ist – klar und hell im Kopf“. Um einen guten Spruch ist der Comedian nie verlegen.

Spruchreif war seine Comedy-Karriere aber erst mit dreißig Jahren, vorher probierte sich der sympathische Ingolstädter an diversen Berufen. „Ich hab ja zunächst Lehramt studiert in Eichstätt, aber ich hab es dann nach sechs Semester sein lassen. Die Vorstellung, dass ich Schüler aus Leben vorbereite und die gehen dann aus der Schule, während ich vierzig Jahre lang in dieser festhänge – nein, das war nichts für mich“, erinnerte sich der Kultcomedian. Anschließend ging es für Chris zum Radio, wo er „unter anderem unter Thomas Gottschalk arbeiten durfte“. In dieser Zeit merkte der charmante Donaustädter auch sein Talent für Comedy und vor allem für das Parodieren von Prominenten. Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus, Herbert Grönemeyer, Angela Merkel – Chris Boettchers Stimme ist so facettenreich wie er selbst, denn sowohl als Stimmenimitator, Moderator, Autor als auch als Comedian weiß der Oberbayer zu überzeugen.

Überzeugend ist auch Chris Boettchers neuestes Projekt, denn während Corona nahm der Entertainer eine neue CD auf – war damit aber nicht ganz zufrieden. „Jetzt werden diese Lieder aber zusammen mit einer Big Band vertont und der Sound, wow, der hat mich wirklich geflasht“, so Boettcher. Wir sind gespannt auf die neue Scheibe, die voraussichtlich im nächsten Jahr erscheinen wird. Wer nicht so lange auf Chris Boettcher warten möchte, dem empfehlen wir einen Besuch bei seinem neuen Bühnenprogramm namens „Immer dieser Druck“ (z.B. am 05.11.2021 um 20 Uhr in Abensberg). Mehr Infos zu Chris gibt es auf seiner Homepage – einfach mal reinklicken und durchstöbern.

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Der lustigste Maschinenschlosser Deutschlands - Ingo Appelt im Ramasuri Frühschoppen am 26.09.2021

© Bild: Max Janker | Ramasuri
Ingo Appelt - der Comedy-Superstar aus dem Ruhrgebiet mit bayrischen Wurzeln
Jeder kennt ihn - Ingo Appelt gehört zu den größten Comedy-Stars in Deutschland. Dabei war sein Weg an die Spitze der Komiker keineswegs vorhersehbar. Bei Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer packt der Comedian dann aus.

Sonntagmorgen, Frühschoppenzeit, Zeit für Stars und Sternchen. Und diesen Sonntag gab es einen echten Knaller am Frühstückstisch im Ramasuri Frühschoppenstudio, denn kein geringerer als Ingo Appelt hatte sich zum gemeinsamen Frühstück mit Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer eingefunden. Ingo Appelt, einer der größten deutschen Komiker, gab sich als bei frischen Brezen und leckeren Weißwürsten die Ehre und erzählte munter über seine Karriere und noch viel mehr.

Vor etwas mehr als 50 Jahren erblickte in der Stadt Essen im Ruhrgebiet ein Comedy-Star das Licht der Welt von dem später Generationen schwärmen sollten. Ingo Appelt wuchs in den ersten zehn Jahren in Nordrhein-Westfalen auf, bevor er dann "nach Bayern verschleppt wurde". Mit 11 Jahren durfte der gute Ingo nämlich ins schöne Bayernland umziehen, weil sein Vater, Fußballprofi Günter Fürhoff, vom FV 04 Würzburg verpflichtet wurde. "Deswegen schmecken mir auch Weißwürste. Es ist irgendwie eine Erinnerung an die Kindheit, auch wenn ich in den ersten drei Jahren in Franken so gut wie niemand verstand", frotzelte der bekannte Comedian. Doch bis Ingo Appelt wirklich zum Komiker wurde, verging noch einige Zeit, denn natürlich musste der Entertainer erstmal eine Lehre abschließen - Maschinenschlosser bei Siemens. Sein Talent zum Unterhalten wurde aber schon früh erkannt, denn "am zweiten Tag der Lehre kam damals mein Ausbilder zu mir und meinte 'Appelt, wenn du mal fünf Minuten die Schnauze halten muss, dann stirbst du nen Heldentod'". Ja manche Erinnerungen sterben nie und Gott sei Dank hat Ingo Appelt auch nie seine "Schnauze" gehalten, sondern ist unbeirrt seinen Weg gegangen. Vom Maschinenschlosser über den Bundesbildungsreferenten bis hin zum Komiker - Ingo Appelt ist so vielseitig wie sein Humor.

1989 hatte Ingo Appelt dann seinen ersten Auftritt bei der Bundesjugendkonferenz der IG Metall in Frankfurt und nur ein Jahr später entschloss er sich, dass Comedy-Dasein zu seinem Beruf zu machen. Seine ersten Erfolge erzielte Appelt mit der Parodie von bekannten Politikern (u.a. Helmut Kohl, Rudolf Scharping) und von da an ging seine Karriere durch die Decke. "RTL Samstag Nacht", "Quatsch Comedy Club", die "Ingo Appelt Show", diverse Rollen in (Kino-)Filmen und mehrere Tourneen mit einem eigenen Comedy-Programm. Und auch momentan ist Ingo Appelt in Erfolgsformaten wie "Mario Barth deckt auf" zu sehen, moderiert das "Kabarett aus Franken" und ist seit September 2020 mit seinem neuen Programm "Der Staats-Trainer" auf Tour. In seiner Show geht es "vor allem um betreutes Hassen, denn ich habe den Eindruck, dass der Deutsche gern hasst und zwar alles und jeden" - und Ingo Appelt verspricht nichts Anderes als eine Aufarbeitung dieses Hasses durch professionelle Comedy-Betreuung in Form von ihm. Und zwei Dinge sind dabei garantiert: ein Lachflash und die erfolgreiche Hass-Therapie.

Privat ist Ingo Appelt seit 2016 glücklich mit seiner Sonia verheiratet, die er im Quatsch-Comedy-Club in Berlin (sie arbeitete dort als Barchefin) kennen und lieben gelernt hat. 2015 machte Appelt seiner jetzigen Frau bei der Verleihung des Deutschen Comedypreises einen Heiratsantrag und ein Jahr später ging es dann vor den Altar in Las Vegas. Wer den sympathischen Comedian gerne mal live erleben möchte, dem empfehlen wir seine Homepage - dort gibt's alles von und über Deutschlands sympathischsten Comedy-Star.

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"Mit der BRAVO Fotolovestory zum Superstar" - Gil Ofarim im Ramasuri Frühschoppen am 19.09.2021

© Foto: Corinna Marx | Ramasuri
Am 1. Juni diesen Jahres erschien Gil Ofarims Autobiografie "Freiheit in mir". Darin erzählt der sonst sehr zurückgezogene Sänger, Musiker, Synchronsprecher und Schauspieler sein Leben. Und darin gab es nicht immer nur Hochs.
Ein Leben, wie eine Achterbahn - Der "Let's Dance-Gewinner" plauderte im Frühschoppen munter über sein Leben.

Heute morgen ging es im Ramasuri-Wintergarten heiß her. Die Damen aus der Redaktion haben sich förmlich um die Arbeit gestritten. Denn "heute kommt doch der Gil, der sieht soooo sexy aus". Beim traditionellen Frühstück mit unserem Moderator Jürgen Meyer mussten sogar mal kurz die Türen geschlossen werden, weil der Andrang zum Wintergarten doch zu groß war :)

Angefangen hat es mit dem gebürtigen Münchner mit israelischen Wurzeln als er in den 90ern direkt den damaligen Olymp der Popkultur erreicht. Der BRAVO Fotolovestory! Kenner wissen: Wer es in die BRAVO schafft, kommt ganz groß raus. Ganz genau so war es auch bei Gil. Die Events folgten Schlag auf Schlag. Er füllte sogar Stadien in Asien und Australien. Auch heute er ist aus der deutschen Medien- Rock- und Popwelt nicht mehr wegzudenken. Zu seinen Stationen gehören unter anderem The Voice of Germany, The Masked Singer und Let's Dance. Gil ist aber nicht nur Musiker, sondern auch Schauspieler und Synchronsprecher. Er hat viele kreative Seiten.

Anfang letzten Jahres veröffentlichte Gil dann sein neues Album "Alles auf Hoffnung", welches auch direkt auf Platz 5 der Charts eingestiegen ist. Somit also ein kometenhafter Aufstieg, bis die Corona-Pandemie sämtliche Pläne verworfen hatte. In der Lockdown-Zeit der Pandemie hat Gil natürlich nicht tatenlos rumgesessen, er hat die Zeit genutzt und eine Online-Konzertserie gestartet und die vielen Erfahrungen aus seinem Leben für sein erstes Buch  „Freiheit in mir“ aufgeschrieben. In dem Buch erzählt er von seiner persönlichen Geschichte, seinen ganz eigenen Ereignissen, die das Leben so mit sich bringt und wie er diese durchstanden hat. Es ist weniger eine Biografie sondern viel mehr eine Erzählung seiner "Lebenschroniken". Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund spricht nicht nur über das Leben als Teenie-Star vor mehr als 20 Jahren, sondern auch über die Momente an denen er selbst nicht mehr wusste wie es weiter gehen soll. Eigentlich wollte er gar kein Buch schreiben, aber die Pandemie machte Gil auch hier erfinderisch und inspirierte ihn zum schreiben. Sein Buch kann vielen Menschen Mut machen!

Sie wollen noch mehr über Gil Ofarim erfahren? Am besten klappt das über seine Homepage oder seinen Instagram-Account. Neue Musik von Gil finden Sie auf Youtube und auf allen bekannten Streamingdiensten.  

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"Drei Männer mit Gitarre, zwei Männer beim Frühstück" - ein Keller Steff im Ramasuri Frühschoppen am 12.09.2021

© Foto: Maximilian Janker | Ramasuri
Keller Steff - vom Marionetten-Schnitzer, Erotik-Schlosser zum musizierenden Bulldogfahrer.
Er kommt aus dem Süden - nicht aus Rom oder Madrid, sondern aus Übersee am Chiemsee. Dennoch dürften Nordlichter nur Spanisch verstehen, wenn der Lebenskünstler von "Hoar" und "Ouan" singt.

Zum Lachen geht dieser Mann sicherlich nicht in den Keller, denn der Keller Steff ist selbst ein wahrer Tausendsassa und ein bunter Hund. Beim gemeinsamen Frühstück mit Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer wurde das auch deutlich, denn wer ist schon mal einem "Erotikschlosser" begegnet?! Bei einem traditionellen Weißwurstfrühstück erzählte uns der sympathische Oberbayer dann von seinem Werdegang, neuen Projekten und natürlich von seiner Musik.

Ein Oberbayer, vier abgebrochene Lehren und der Zufall - das ist in etwa was man braucht um die Karriere vom "Keller Steff" nachzuzeichnen. Ja, schon allein aufgrund seiner Ausbildung kann man den Keller Steff als "bunten Hund" bezeichnen. "Nach vier abgebrochenen Lehren hat mein Papa damals zu mir gesagt: 'Steff, jetzt ziehst mal eine komplett durch, dann sind wir wieder Freunde' und ja, dann hab ich eben Schlosser gelernt!", sagte der charmante Musiker vom Chiemsee. Aber natürlich würde es nicht in seine Vita passen, wäre er normaler Schlosser geworden, nein, unser Keller Steff wurde Erotik-Schlosser. "Von Handschellen über Keuschheitsgürtel bis hin zum Andreaskreuz - es war schon eine wirklich interessante Zeit", schmunzelte der begabte Gitarrist und Sänger. Später, als Seilbahnkapitän, machte er auch die ersten "professionellen" Erfahrungen im musikalischen Bereich, denn "ich hab dann immer in der Seilbahn mit meiner Mundharmonika gespielt und von den Leuten ein Trinkgeld bekommen".

Heutzutage findet man den Steff nicht mehr in der Seilbahn, denn aus dem Kapitän und Erotikschlosser ist einer der angesagtesten Musiker der bayrischen Mundart geworden. Vor ausverkauften Häusern spielt der Steff mit seiner Band und die Leute feiern ihn, aber auch dieser Schritt in seinem Leben war mehr Zufall als wirklich geplant. "Bei einem Bandwettbewerb hab ich eine Email bekommen, die eigentlich gar nicht für mich war. Dann hat es an diesem Tag geregnet, keine der anderen Bands kam und ich hab den Wettbewerb und damit den Gutschein über eine Tonstudio-Aufnahme gewonnen. Und so kam es dann zu meinem ersten Album 'Bulldogfahrer'", erklärte der unterhaltsame Oberbayer. Mittlerweile sind es drei Alben, zahlreiche Singles, eine Solokarriere, eine Big-Band mit drei Bläsern und das Projekt "Drei Männer mit Gitarre". Ja, der Keller Steff hat es wahrlich geschafft, zwar nicht auf dem konventionellen Weg, aber das macht ihn umso sympathischer.

Wer also auf gepflegte bayrische Mundart-Musik steht, dem legen wir den Keller Steff in einer seiner zahlreichen Varianten ans Herz. Mehr zum sympathischen Meister der Mundartmusik gibts auf seiner Homepage.

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„Ein Latta kommt selten allein“ - die Blue Devils Weiden im Ramasuri Frühschoppen am 05.09.2021

© Bild: Max Janker | Ramasuri
Der dreifache Latta im Frühschoppen - Louis, Ken und Nick Latta (v.l.n.r) sorgten für beste Laune
Ob Eishockey, Golf, Angeln oder Schildkröten-Babysitten - die Lattas machen in allen Lebenssituationen eine gute Figur, auch heute im Ramasuri Frühschoppen.

Jeder von uns kennt die Geschichte vom doppelten Lottchen, aber wir vom Ramasuri Frühschoppen-Team lassen uns natürlich nicht lumpen, und so konnten wir heute den dreifachen Latta präsentieren. Was sich anhört wie eine Sprungfigur beim Eiskunstlauf ist in Wahrheit die eishockeyverrückte Vater-Sohn-Kombi von den Blue Devils Weiden. Und so plauderten Ken, Nick und Louis Latta munter drauf los und erzählten über Eishockey, Golf, Musik und Schildkröten.

„Weißt du Jürgen, der Sommer 2021 war für mich persönlich nicht so gut - ich vermisse Kanada und das Haus am See“, sagte der neue Sportdirektor der Blue Devils Weiden, Ken Latta. Und wer weiß, wie die Lattas in Kanada wohnen, der kann Kens Aussage gut nachvollziehen. „Aber eishockeytechnisch war der Sommer natürlich gut“, ergänzte der ehemalige Trainer der Weidner Kufencracks. Dass der Sommer gut war hängt untrennbar mit dem Namen Stefan Ziegler zusammen, der als Großsponsor dem Weidner Eishockey neue Möglichkeiten und Visionen gab und gibt. „Sowohl vom Spielermaterial als auch von der Infrastruktur her haben wir uns verbessert - ja es ist noch ein weiter Weg, aber wir haben ein Ziel vor Augen, dass wir verfolgen und ich bin mir sicher, dass wir es erreichen werden“, gab Ken Latta Einblick in die Zukunft der Devils. „Mein Traum ist es hier eine Meisterschaft zu feiern“, fügte er schmunzelnd hinzu - ein Traum den die Weidner Eishockey-Fans sicher mit ihm teilen.

Nick Latta, der ältere Sohn von Ken, hat sich nach einem kurzen Gastspiel in der letzten Saison in der Offseason endgültig den Blue Devils angeschlossen und wechselte aus der DEL zum Eishockey-Oberligisten. „Ich wurde quasi zum Wechsel gezwungen“, sagte er augenzwinkernd und Ken fügte an „Ja, ich stand mit der Peitsche dahinter“. Ja bei den Lattas herrschte auch im Frühschoppen beste Laune und das ganz ohne Alkohol, denn „am Spieltag achte ich schon bewusst auf die Ernährung, man will ja fit sein, wenn der Puck eingeworfen wird“, sagte Nick. „Mir gefällt das Projekt hier in Weiden gut und ich möchte meinen Beitrag leisten. Und dass mein Bruder und mein Vater hier sind, macht das Ganze natürlich noch reizvoller“, so der sympathische Stürmer, der schon im Trainingscamp der New York Rangers zu Gast war.

Sein jüngerer Bruder Louis war letztes Jahr schon in Weiden und hofft natürlich, „dass wir dieses Jahr erfolgreicher sein werden“. Der jüngste Latta, der laut Ken eher der ausgeglichenste im Hause Latta ist, hat sich mittlerweile schon ganz gut eingelebt in Weiden, wobei er seinem Vater nicht verrät, wo er genau wohnt. „Nicht dass er abends auf einmal auftaucht, ne das brauch ich nicht“, sagte auch der jüngste Latta schmunzelnd. Offensichtlich wird Humor im Hause Latta groß geschrieben und so wurde aus dem Frühschoppen schnell ein Frohschoppen. Louis, der auch schon von Kindesbeinen auf dem Eis stand, freute sich im ersten Testspiel mit seinem Bruder in einer Reihe spielen zu dürfen - „Und man hat ja auch gesehen, dass wir und blind verstehen“. Im Sommer war Louis auch als Babysitter unterwegs, denn er durfte zwei Wochen die beiden Landschildkröten seiner Mutter betreuen, „wobei ich nicht mal weiß, wie alt die sind und wie sie heißen“ - wie wärs mit Lotte und Lotta, denn dann hätten wir das doppelte Lottchen und den dreifachen Latta vereint.

Mit seinem Bruder Nick spielt Louis nicht nur gemeinsam auf dem Eis, sondern auch in einer Band. Während Louis als Drummer für den richtigen Beat sorgt, rockt Nick am Bass. Unter dem Namen „Southback“ kann man die Latta Brüder also auch der Bühne abseits des Eises bewundern und auch selbst mal buchen. Nur Ken Latta wird dabei nicht sein Debüt als Sänger geben: „Weißt du Jürgen, die Zeiten sind vorbei“. Aber weißt du Ken - „sag niemals nie“. Sollten die Blue Devils Weiden in näherer Zukunft wirklich die Meisterschaft feiern können, dann sorgen wir von Radio Ramasuri dafür, dass Ken mit seinen Söhnen die Bühne rocken wird. Und bis dahin wünschen wir den dreifachen Latta und den Blue Devils eine erfolgreiche Saison.

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„Reif für die Insel“ - Mia Julia im Ramasuri Frühschoppen am 29.08.2021

© Bild: Max Janker | Ramasuri
Mallorcas heißestes Sternchen - Mia Julia, die Königin der Sonneninsel
Egal ob Friseurin, Erotikbranche oder Stimmungssängerin - was Mia Julia auch anpackt, sie hat damit immer Erfolg.

Wenn es am Sonntagmorgen erotisch aus dem Radio knistert, dann kann das zum einen an Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer (von Marc Terenzi schon für die nächste „SixxPaxx“-Show gebucht) liegen. Heute jedoch war es die verführerische Stimme von Mia Julia, die uns alle in anderen Sphären schweben ließ. Beim gemeinsamen Frühstück im Sendestudio ließ die Sängerin tief (in ihr Leben) blicken.

Der Name Mia Julia ist mittlerweile so untrennbar mit Mallorca verbunden, dass man ihr zurecht den Titel „Königin von Mallorca“ verleihen könnte. Seit mittlerweile acht Jahren performt die gebürtige Münchnerin auf der Sonneninsel im Mittelmeer und sorgt am Bierkönig regelmäßig für Ekstase. „Ich hätte mir das eigentlich nie erträumen lassen, aber wenn Peter (ihr Mann) und ich was machen, dann packen wir’s richtig an“, erklärte die sympathische Sängerin ihren Erfolg. Fast 350 Auftritte pro Jahr absolvierte die charmante Blondine vor der Corona-Zwangspause. „Umso schöner ist es, dass es jetzt wieder losgeht. Es war so schön wieder auf der Bühne zu stehen“, fügte Mia Julia an.

Natürlich war die Münchner Schönheit nicht immer schon Stimmungssängerin auf Mallorca, gelernt hatte sie was ganz Anderes - Friseurin. „Das war schon immer mein Traumberuf und ich liebe es auch wildfremden Menschen die Haare zu machen. Das lässt mich nicht los“, sagte die perfekt gestylte Sängerin schmunzelnd. 2010 war dann aber Schluss mit Haare schneiden und es folgte ein kleiner Abstecher in die Erotikbranche mit zahlreichen Auszeichnungen - egal was Mia Julia anpackt, sie hat Erfolg damit - eine wahre Alleskönnerin. „So ein bisschen Erotik ist ja bei meinen Shows auch heute noch dabei. Ich finde das schön und jeder, der das machen möchte, sollte das auch ausleben dürfen“ - ein starkes Statement. An dieser Stelle auch nochmal die Bitte an Marc Terenzi sich beim Sender zu melden, so dass wir unser Frühschoppen-Ass Jürgen Meyer auch bald auf der Bühne erleben dürfen. ;)

Nun ist Mia Julia also zurück auf den Bühnen Deutschlands und der Welt. Mit ihren Stimmungsliedern bringt sie die Mengen wieder in Wallung und sorgt für beste Laune, egal ob in München oder im Bierkönig. Wer mehr über anstehende Konzerte erfahren möchte, dem legen wir Mias Homepage ans Herz. Und natürlich könnt ihr der „Königin von Mallorca“ auch auf Instagram folgen. Und wer richtig Bock auf Mias Musik hat, der findet sie auch auf Spotify. Wir wünschen der sympathischen Schönheit alles Gute und wieder zahlreiche Auftritte - denn schließlich sind wir bei diesem Wetter doch alle „reif für die Insel“.

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Frühschoppen on-(Segway-)Tour - PT Pro im Ramasuri Frühschoppen am 22.08.2021

© Bild: Max Janker | Ramasuri
Da geht sie ab, die wilde Fahrt - Jürgen Meyer nahm den Segway genau unter die Lupe
PT-Pro - der Name steht für Fun und Abenteuer auf Segways. Geschäftsführer Michael Möllinger und seine Guides zeigten Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer wo es lang geht.

Urlaubszeit heißt Ausflugszeit. Für unseren Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer ging es dieses Mal auch auswärts zum Frühstücken und zwar an den Monte Caolino nach Hirschau. Und dort traf er seine Gäste von PT Pro, die sich bestens mit Ausflügen auskennen - Ausflüge mit dem Segway, einem ganz besonderen Gefährt.

Hoch hinaus ging es für Michael Möllinger, Geschäftsführer bei PT Pro, schon immer - in den 2000er Jahren als professioneller Skispringer und jetzt mit seiner Firma PT Pro. „PT Pro steht für ‚Personal Transport Professional‘, genau das, wofür wir stehen“, erklärte Möllinger. Das Unternehmen aus Hirschau hat sich auf Ausflugstouren mit dem Segway, einem ganz besonderen zweirädrigen Gefährt, spezialisiert und bietet geführte Touren auf diesem „Elektroroller“ an. „Ich bin auf meinen vielen Reisen zufällig über dieses Gefährt gestolpert und die Faszination hat mich nicht mehr los gelassen, auch wenn es schon durchaus Leute gab, die meinten, was der Möllinger mit dem Segway in der Oberpfalz will“, erzählte der sympathische ehemalige Sportstar von den Beginnen seines Unternehmens. Mittlerweile ist PT Pro aber gewachsen und bietet auch Reparaturleistungen und Ersatzteile für den Segway an, man entwickelt sich also stetig weiter.

Zu Gast waren auch Nadine und Sepp, zwei Guides, die seit Jahren für PT Pro arbeiten. „Das schöne ist, dass man Spaß und Bewegung in der Natur verbinden kann“, erzählte der Frührentner von den Vorzügen des Segways. „Und man fühlt sich irgendwie frei, als würde man über dem Boden schweben“, ergänzte seine junge Kollegin. Beide waren sich jedoch einig, dass man sich ohne Vorkenntnisse auf dem Segway eine gute Figur macht, denn „Segway fahren kann jeder, der das Gleichgewicht halten kann“. Unser Moderator Jürgen Meyer probierte es natürlich sofort aus und siehe da, es klappte nach kurzer Einweisung durch die Guides. Und an seinem strahlenden Gesicht konnte man gut erkennen, dass so eine Ausflugsfahrt auf dem Segway wirklich beste Laune garantiert.

Auch für gehbehinderte Personen bietet PT-Pro mittlerweile Lösungen an. „Es ist eine ganz neue Möglichkeit sich fortzubewegen“, erklärte Geschäftsführer Möllinger. Segway fahren ist eben was für jedermann, egal ob jung oder alt. Wer auf den Geschmack gekommen ist und eine der Touren rund um den Monte Caolino buchen möchte, dem legen wir die Homepage von PT Pro ans Herz - Spaß hoch zehn garantiert.

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Der Büffelmann - Lorenz Büffel im Ramasuri Frühschoppen am 08.08.2021

© Foto: Maximilian Janker | Ramasuri
„Kein Ochs, ein wenig Depp, aber ganz Büffel“ - Lorenz Büffel im Ramasuri Frühschoppen
Mit seinem Lied "Johnny Depp" wurde er nicht nur am Ballermann bekannt - Lorenz Büffel ist definitiv ein Malle-Star und nun auch unter die Bierbrauer gegangen.

Stars und Sternchen frühstücken Sonntags am liebsten in der schönen Oberpfalz bei Jürgen Meyer im Ramasuri Frühschoppen. Dieses Mal hatte sich ein echter Büffel zu uns ins Sendestudio gesellt, der normalerweise auf Mallorca für tierisch gute Laune sorgt. Lorenz Büffel, Partysänger und Ballermann-Star plauderte mit Moderator Jürgen Meyer fröhlich über das Comeback nach der Zwangs-Corona-Pause und vieles mehr.

Stefan Scheichel-Gierten ist 42 Jahre alt und gelernter Dreher, Schweißer, Schmied - Metaller halt. Ja, wenn sein Leben nach der Ausbildung so weiter gegangen wäre, dann würde man den guten (Büffel-)Mann sicher nicht kennen. Doch Stefan, alias Lorenz Büffel, entschloss sich früh nicht in seinem gelernten Berufsfeld zu bleiben, sondern machte sich auf in die große weite Welt und verdiente seine Brötchen als Animateur. „Als Poolanimateur wurde ich von Bernd Stelter entdeckt, der meinte, dass ich fast ein wenig mehr machen könnte als nur Poolanimation und so nahm das Ganze seinen Lauf“, schilderte der sympathische Sänger seinen Werdegang.

Schließlich zog es Lorenz Büffel nach Mallorca, wo er am Ballermann für beste Stimmung sorgte. „Natürlich bin ich in ganz Europa unterwegs, aber die meiste Zeit bin ich schon auf Mallorca - Mama Mallorca gehört eben mein Herz“, erklärte der Entertainer. Mehr als 200 Auftritte pro Jahr waren es vor Corona, „eine Wahnsinnszahl bei der man sich schon manchmal fragt wie man das schafft - aber es macht eben auch unglaublich viel Spaß.“ Dann kam Corona und damit auch der Stillstand - fast 18 Monate Zwangspause für den Büffelmann, der aber natürlich seine Füße nicht still halten konnte und auch in dieser Zeit fleißig am Schaffen war. Ein eigener Foodtruck, ein eigenes Bier und ein neues Album, das wahrscheinlich im Dezember dieses Jahres veröffentlicht werden soll, zeugen von der Schaffenskraft eines echten Büffels.

Auch privat gab es durchaus Veränderungen bei Lorenz Büffel, denn der Malle-Sänger hat nun auch eine Büffel-Lady an seiner Seite und mit ihr Nachwuchs bekommen. „Mein Sohn ist das Beste was mir passieren konnte und das Papa-Sein ist genau mein Ding. Das Ganze entschleunigt mich total und mir geht es super gut“, so der charmante Schlagerstar. „Nur soll mein kleiner Sohnemann mal nicht so werden wie ich, also kein Schlagerstar“, fügte er schelmisch grinsend an. Und das, obwohl das Leben als Ballermann-Held sicher auch Vorteile mit sich bringt, denn wer kann schon behaupten, dass er Johnny Depp persönlich kennengelernt hat?! Lorenz Büffel, der vor knapp fünf Jahren mit „Johnny Depp“ seinen größten Hit hatte (mittlerweile hat die Single Platinstatus erreicht), durfte den Schauspieler wirklich treffen und der kannte sogar sein Single - ein echt berühmter Büffel also.

15 Jahre Mallorca haben ihre Spuren hinterlassen und neben der Single „Johnny Depp“ werden auch viele neue Lieder auf Lorenz Büffels Album sein, dass im Winter diesen Jahres veröffentlicht wird. Darunter eben auch viele Duette mit ehemaligen Weggefährten und Freunden wie Anna-Maria Zimmermann und vielen mehr. „Ein interessantes Projekt, dass mehr als nur Ballermann-Musik enthält, sondern auch Rap, Pop, Schlager und Elektro - einfach wild wie ich“, so Büffel. Wer mehr über den genialen Malle-Star wissen möchte, dem legen wir seine Homepage ans Herz. Und wer noch mehr private Einblicke ins Leben eines Büffels haben möchte, der darf ihn gern auf seinen Social-Media-Kanälen besuchen.

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Lisa Feller - die Comedy-Queen im Ramasuri Frühschoppen am 01.08.2021

© Foto: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
Hatte selbst als Grundschullehrerin zuviel Spaß - Comedy-Queen Lisa Feller
Schauspielerin, Kabarettistin, Moderatorin, Autorin und Mama - Lisa Feller ist eine wahre Alleskönnerin und sorgt immer für beste Laune.

Wenn die Westfalen bis in die Oberpfalz reisen um mit Jürgen Meyer zu frühstücken, dann ist wieder Ramasuri-Frühschoppenzeit. Dieses Mal hatte Comedy-Queen Lisa Feller den weiten Weg auf sich genommen um bei Weißwurst und Breze über ihren Werdegang, Privates und ihr aktuelles Programm zu plaudern.

45 Jahre ist Lisa Feller alt und man sieht es ihr in keinster Weise an. Wahrscheinlich, weil Lisa trotz ihres Alters auf ihre Art und Weise ein Kind geblieben ist und immer noch den Schelm im Nacken hat. Eigentlich wäre aus Lisa eine Grundschullehrerin geworden, aber der Schelm im Nacken war dann doch zu groß: „Mir war es dann eigentlich egal, ob die Kinder was lernen, Hauptsache wir hatten Spaß zusammen - naja das war dann nicht die richtige Basis um weiterhin das Ziel Lehrerin zu verfolgen“. Charmant erklärt, liebe Lisa, und man kann es sich richtig vorstellen, wie die Kabarettistin alle Schüler bestens unterhält - etwas, das Lisa übrigens auch schon anderweitig gemacht hat, nämlich im Radio.

„Eine Zeit lang war ich auch beim Radio, ein Job der mir sehr viel Spaß gemacht hat, weil man dabei selbst sehr frei und gestaltend arbeiten kann“, erklärte die Schauspielerin. Kein Wunder also, dass Lisa heute ein Gute Figur hinterm Mikrofon machte. Doch als Radiomoderatorin ist sie heutzutage, trotz ihrer tollen Stimme, nur noch wenigen bekannt. Vielmehr kennt man Lisa Feller aus dem Fernsehen, wo sie tolle Erfolge feiern konnte.

„Meine Eltern haben mich immer unterstützt, auch wenn gerade mein Papa anfangs schon etwas skeptisch war, dass ich meinen Beamtenjob für sowas Unsicheres wie Comedy hinschmeißen wollte“, berichtet Lisa von ihren Anfängen. Als er seine Tochter dann aber das erste Mal auf der Bühne sah, da wusste auch der Papa, dass Lisa für Kabarett und Comedy geboren war. Ein Erfolg jagte den nächsten und so landete Lisa schließlich in der „Schillerstraße“ und moderiert seit zwei Jahren das Format „Ladies Night“ - man kann also sagen, dass die sympathische Comedy-Queen die absolut richtige Entscheidung bezüglich ihres Berufs getroffen hat. Auch mit einem eigene Programm ist Lisa momentan unterwegs, auch wenn „Ich komm jetzt öfter“ wegen der Pandemie bisher seinem Namen nicht gerecht werden konnte. Aber wenn sie dann mal kommt, dann ist Lachen garantiert, was Lisa übrigens auch als Autorin schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat unter anderem mit dem Titel „Mir gehts gut, nur meine Brüste lassen sich hängen“.

Alles in allem ist Lisa Feller ein wahres Multitalent. Egal ob im Hörfunk, auf der Bühne oder vor der Kamera - sie macht einfach immer eine richtig gute Figur. Wer mehr über die charmante Westfälin wissen möchte, dem legen wir ihre Homepage ans Herz. Dort gibt’s alles über die witzige Powerfrau und natürlich auch alle Termine für ihr Programm „Ich komm jetzt öfter“. Und wir hoffen, dass der Programm-Name auch wirklich Programm werden kann.

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"Ein Kaffee mit SUGAR(,)BABY!" - Eisi Gulp im Ramasuri Frühschoppen am 25.07.2021

© Foto: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
Eigentlich beide süß wie Zucker, aber es kann nur ein "Sugarbaby" geben - Eisi Gulp versüßt uns immer noch unsere Fernsehabende mit seinen tollen Auftritten.
Aus den Eberhofer-Filmen ist er kaum mehr wegzudenken, aus den Rosenheim-Cops sowieso nicht. Egal in welchen Filmen man Eisi-Gulp bewundern kann, er ist einfach ein grandioser Schauspieler - und authentisch noch dazu.

Wenn am Sonntag die Stars und Sternchen im Ramasuri Frühschoppen zu Gast sind, dann ist beste Laune angesagt. Und dass die Stars auch bei bester Laune sind, dafür sorgt unser Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer. Er sorgt sich nämlich immer um das Wohlergehen seiner Gäste und hakt auch schon mal persönlich nach, ob alles passt oder „Do you need more sugar, baby?“ heute hatte er Glück, denn Sugarbaby höchst persönlich gab sich im Sendestudio die Ehre.

Kein geringerer als Eisi Gulp, mit bürgerlichen Namen Werner Eisenrieder, stand heute in der Sendung Rede und Antwort. Vor 65 Jahren erblickte der humorvolle Schauspieler, Kabarettist und Komödiant in München das Licht der Welt und schon früh stand fest, dass dieser Mann ins Rampenlicht gehört. Nach seiner Ausbildung zum Tanzpantomimen trat Gulp auf kleineren Festen als Unterhaltunskünstler auf (daher rührt auch der Name Eisi Gulp), ehe er zu ersten Rollen im Fernsehen kam. Als Vortänzer beim Format Breakdance („Das ist mir irgendwie bis heute peinlich“) noch national bekannt, erlangte der sympathische Schauspieler 1985 internationale Aufmerksamkeit, denn der Film „Sugarbaby“ war auch in Amerika ein Renner. „Leider nahm uns der damalige Regisseur nicht mit zu den Filmpremieren und so waren wir zwar international
gefeiert, aber dennoch nicht wirklich bekannt“, erklärte der Wahl-Rosenheimer.

So ist der begnadete Schauspieler wenigstens dem deutschen Publikum erhalten geblieben und ist seit 2003 bei den „Rosenheim Cops“ zu sehen. Auch in den bekannten Eberhofer-Krimis möchte man Gulp nicht mehr missen. Zuletzt durfte man ihn in der Netflix-Produktion neben Michael Bully Herbig in „Der Boandlkramer und das ewige Leben“ bewundern. Ein Mann also, der bei absoluten Hochkarätern mit am Start ist, weil er eben selbst einer ist.

Und auch Comedy-technisch darf man Eisi Gulp durchaus als Hochkaräter bezeichnen. Mit verschiedenen Programmen tourte der stets gut gelaunte Oberbayer schon durch Deutschland und eine Besonderheit gab es dabei auch noch. Mit seinem Comedy-Programm „Hackedicht oder was?!“ setzt sich Eisi Gulp seit Jahren für die Drogenprävention in der Jugendarbeit ein. Das an Schulen angebotene Programm erhielt die Auszeichnung „pädagogisch wertvoll“ - wirklich stark Eisi.

Bewundern kann man Eisi Gulp auch bald wieder im Kino, denn der neueste Eberhofer-Film „Kaiserschmarrn-Drama“ steht schon in den Startlöchern und natürlich darf Eisi auch hier nicht fehlen. Egal ob als Sugarbaby oder als kiffender Vater, Eisi Gulp macht vor der Kamera immer eine gute Figur - und wie wir seit heute wissen: hinter dem Mikro auch.

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„Frühschoppen mit Herz“ - Heinz Rudolf Kunze im Ramasuri Frühschoppen am 18.07.2021

© Foto: Sonja Diesenbacher | Ramsuri
Einfach ein herzhafter Typ - Heinz Rudolf Kunze im Ramasuri Frühschoppen
Mit "Dein ist mein ganzes Herz" gelang ihm der internationale Durchbruch - tausende Lieder später ist Heinz Rudolf Kunze nicht mehr wegzudenken aus der deutschen Unterhaltungslandschaft.

Herzlich Willkommen sind die Gäste am Sonntag Morgen im Ramasuri Frühschoppenstudio jedes Mal. Mit Herz wird auch der Tisch eingedeckt und dann gibt es ein herzhaftes Weißwurstfrühstück. Und wenn dann ein Sänger, dessen größter Hit „Dein ist mein ganzes Herz“ war, dazukommt, dann ist der Frühschoppen mit Herz perfekt.

Heinz Rudolf Kunze gab sich diesen Sonntag im Frühschoppen die Ehre. Bekannt wurde er vor allem durch seinen 1985 erschienenen Hit „Dein ist mein ganzes Herz“ mit dem er 16 Wochen in den deutschen Single-Charts platziert war. „Dabei war es gar nicht sicher, ob ich wirklich Musiker werde, denn eigentlich habe ich Lehramt studiert. Aber ich wollte immer Musiker werden und am Ende meines ersten Plattenvertrages über fünf Jahre gelang mir dann dieser Hit und ich bekam einen Anschlussvertrag - und so war es manifestiert, dass ich Musiker bin und bleibe“, erklärte Kunze gut gelaunt. Ob die Schüler ihm bei den Lehrproben deswegen so gut halfen, weil sie wussten das Kunze letztlich doch kein Lehrer wird, oder ob der Musiker nicht auch ein ausgezeichneter Pädagoge geworden wäre, werden wir wohl nie genau erfahren. „Wobei ich Ersteres vermute“, sagte der sympathische Sänger lachend.

Doch nicht nur als (Rock-)Sänger ist Kunze überaus erfolgreich, denn auch als Liedermacher, Musicaltexter, Übersetzer und Schriftsteller hat er sich einen Namen gemacht. „Mittlerweile sind es 13 Bücher, wobei das Ganze keine zusammenhängenden Texte sind, sondern vielmehr kleine Geschichten, die mir durch den Kopf gehen“, so Kunze. Neben der Musik fasziniert den Sänger, der dieses Jahr 65 Jahre alt wird, die Schauspielerei. „Dafür bringe ich wohl am meisten Geduld mit, denn bei der Musik bin ich eher ungeduldig und im Studio schon meistens zwei Alben weiter im Kopf“, erklärte der Liedermacher, der bereits im „Stuttgarter Tatort“, in der „Sachsenklinik„ und beim „Perfekten Promidinner“
zu sehen war.

Im Herbst allerdings wartet Kunze mit einem besonderen Highlight auf, denn „dann erscheint mein Best-of-Album mit meinen 24 bekanntesten Liedern von denen 22 neu eingespielt wurden“. Ein interessantes Projekt und Album, denn auch der Sound verändert sich laut Kunze, der selbst gespannt auf die Resonanz der Fans ist. Wer mehr über den charismatischen Alleskönner wissen möchte, dem legen wir seine Homepage ans Herz. Unser Herz hat der sympathische Rocker jedenfalls spätestens nach dem heutigen Frühschoppen gewonnen.

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Raus aus der Pandemie, rein in die Welt - Leitner Reisen im Ramasuri Frühschoppen am 11.07.2021

© Foto: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
Zwei, die sich dem schönsten Hobby der Welt verschrieben haben - Christoph Führer und Beatrice Matthes von Leitner Reisen
"Reisen weckt Emotionen und sorgt für Entschleunigung" - und das Team von Leitner Reisen sorgt dafür, dass der Urlaub einfach perfekt wird.

Sonntagmorgen gibt’s bei Radio Ramasuri immer lecker Frühstück, nicht aus aller Welt sondern traditionell bayerisch. Aus dem Herzen Bayerns kamen dieses Mal auch unsere Gäste von Leitner Reisen aus Allersberg. Christoph Führer (Geschäftsführer Leitner Reisen) und Beatrice Matthes (Direktorin Produkt) gaben dabei Einblick in die Welt des Reisens während und nach der Corona-Pandemie und sorgten beim ganzen Team für Fernweh.

Seit mehr als 70 Jahren gibt es die Firma Leitner Reisen in Allersberg, Erfahrung en masse sozusagen. Aber trotz der langen Zeit waren die letzten eineinhalb Jahre etwas Einmaliges. „Definitiv eine verrückte Zeit mit vielen Unsicherheiten und Unwägbarkeiten“, waren sich Führer und Matthes einig. Aber genau hier bietet Leitner Reisen eine besondere Sicherheit, „denn neben der Best-Preis-Garantie bieten wir auch kostenlose Stornomöglichkeiten, falls eine Durchführung der Reise mit Risiko verbunden ist.“ „Service wird bei uns groß geschrieben, wir wollen schließlich, dass unsere Kunden sorglos verreisen können, dafür geben wir unser Bestes“, fügte der Geschäftsführer an.

Von aktuell besonderen Reisezielen sprach anschließend Reiseexpertin Beatrice Matthes, die mittlerweile seit 16 Jahren bei Leitner Reisen arbeitet und über jahrelange Erfahrung in diesem Bereich verfügt. Schon öfter war die sympathische Reiseexpertin bei sonnenklar TV zu sehen und gab dort ihre Ratschläge und Geheimtipps zum Besten. Und auch für die Ramasuri-Hörer hatte sie einen Tipp mitgebracht: „Die Bregenzer Festspiele sind sicher ein kulturelles Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte“. Natürlich stehen auch Kreuzfahrten, Reisen nach Italien und in die Schweiz hoch im Kurs - alles Ziele, die Leitner Reisen im Programm hat. „Ob Eigenanreise oder Busfahrt, bei uns ist eigentlich für jeden etwas dabei. Diese Vielfältigkeit macht uns natürlich auch ein Stück weit aus“, erklärte Führer.

„Reisen lösen positive Gefühle aus und sorgen für Emotionen und Entschleunigung“, erklärten die beiden Fachleute. Und genau diese Entschleunigung bietet der Rund-um-Service von Leitner Reisen, denn hier kümmert man sich wirklich noch persönlich um die Anliegen und Wünsche der Buchenden. Und ein ganz besonderes Highlight hatten die beiden dann auch noch mitgebracht, denn für unsere Ramasuri Hörer gibt es in den nächsten Tagen eine Flusskreuzfahrt auf dem Rhein im Wert von 2000 Euro zu gewinnen. Also ganz fleißig Ramasuri hören und vielleicht geht es für Sie schon bald auf Reisen mit Leitner Reisen, dem Reisespezialisten aus Allersberg. Mehr über das sympathische Unternehmen und das vielfältige Angebot gibt’s auf der Homepage von Leitner Reisen - viel Spaß beim Stöbern und schönen Urlaub.

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Musicals aus Norwegen - Gisle Kverndokk und Øystein Wiik im Ramasuri Frühschoppen am 04.07.2021

© Foto: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
Zwei Norweger, die für musikalische Volltreffer sorgen: Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Wenn auf der Luisenburg bald "Der Name der Rose" als Musical zu sehen ist, dann stecken zwei Masterminds aus Norwegen dahinter: Gisle Kverndokk und Øystein Wiik sorgen für Augen- und Ohrenschmaus in Wunsiedel.

Wie Norwegen und die Fußball-Bundesliga zusammenhängen, das weiß man seit Erin Haaland ganz genau. Was genau aber Norwegen mit der Luisenburg in Wunsiedel zu tun hat, dieses Rätsel wurde heute im Ramasuri Frühschoppen gelöst, denn die beiden Norweger Gisle Kverndokk und Øystein Wiik hatte es nicht ohne Grund zu Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer ins Sendestudio verschlagen.

Die Luisenburg startet wieder voll durch. Nicht nur Theaterstücke und Konzerte sind auf der altehrwürdigen Freilichtbühne zu bewundern, sondern auch Musicals. Ein ganz besonderes Stück, nicht nur für Literaturfans, ist die Inszenierung des 850 Seiten langen Romans „Der Name der Rose“ vom Autor Umberto Eco. Legendär ist die 1986 erschienene Verfilmung mit Sir Sean Connery. Und genauso legendär dürfte auch die Umsetzung als Musical sein. Verantwortlich dafür sind Gisle Kverndokk und Øystein Wiik, die es tatsächlich geschafft haben, die ganze Geschichte in knapp 2 Stunden tolles Musical-Spektakel zu verwandeln. „Natürlich ist es nicht leicht so ein langes Werk für die Bühne herunterzubrechen ohne dabei Essentielles wegzulassen, aber ich glaube es ist uns gut gelungen“, meinte der sympathische Trondheimer Komponist Kverndokk, der in Norwegen weit über seine Heimatregion bekannt ist und auch bei uns schon durch tolle Musicalerfolge Bekanntheit erlangt hat.

Überhaupt ist die Musik Kverndokks Begleiter seit frühester Kindheit an. Zusammen mit seinem Kollegen und guten Freund Øystein Wiik hat er schon zahlreiche Musicals geschrieben. „Seit 30 Jahren arbeiten wir zusammen und gestritten wird da eigentlich nie. Wir denken schon sehr ähnlich, wenn es um die musikalische Umsetzung geht“, betonte Wiik, der selbst jahrelang in der Hauptrolle der Produktion „Les Miserables“ zu sehen war. 1998 wurde dann ihr erstes Musical „Sofies Welt“ uraufgeführt und seitdem jagt ein Musical-Hit den Nächsten. Dieses Mal also „Der Name der Rose“, dass den Zuschauer in die mittelalterliche Welt der Mönche eintauchen lässt und mit tollen Arien und stimmungsvollen Chorälen überzeugt und eine eindrucksvolle Umsetzung des Krimis von Umberto Eco ist. Wer also Lust daran gefunden hat, die dramaturgische Umsetzung mit „Comic Relief“-Elementen live auf Deutschlands ältester Freilichtbühne zu bewundern, der sollte dringend auf der Homepage der Luisenburg-Festspiele vorbeischauen und sich Tickets sichern. Glauben sie mir, unsere beiden Norwegischen Freunde machen ihren Job mindestens so gut wie Erin Haaland seinen in der Bundesliga - ein Volltreffer nach dem anderen.

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„Die Bretter, die die Welt bedeuten“ - Birgit Simmler und Christof Kaldonek von den Luisenburg-Festspielen im Ramasuri Frühschoppen am 27.06.2021

© Foto: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
Birgit Simmler und Christof Kaldonek wissen wie man Theater macht - im positiven Sinne.
Vom Broadway auf die Luisenburg - nicht nur Birgit Simmler ist von der einzigartigen Schönheit Deutschlands ältester Freilichtbühne angetan, denn auch Christof Kaldonek hat sich in die Festspielstätte verliebt.

„Die Bretter, die die Welt bedeuten“ sind ausnahmsweise mal nicht die schönen Ramasuri-Brotzeitbredln auf denen wir unseren Gästen ein leckeres Frühstück anbieten, nein, so werden Theaterbühnen umschrieben. Und eine ganz besondere Bühne, nämlich die älteste Freilichtbühne Deutschlands, findet sich ganz in der Nähe  die Theaterbühne auf der Luisenburg bei Wunsiedel. Birgit Simmler (künstlerische Theaterleiterin) und Christof Kaldonek (Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit) standen heute Rede und Antwort und haben jede Menge interessante Einblicke in das anstehende Programm der Luisenburg-Festspiele.

Bis zu 150.000 Besucher jedes Jahr, eine unvorstellbare Anzahl, zählt man bei den deutschlandweit bekannten Luisenburg-Festspielen. „Es ist schon wirklich was Besonderes und als man mich damals gefragt hat, ob ich nicht Lust auf Wunsiedel habe, da wusste ich nicht, wo genau das ist. Aber ich habs mir angesehen, mich verliebt und bin geblieben - und so geht es gefühlt jedem, der einmal auf der Luisenburg zu Gast war“, schilderte Christof Kaldonek seinen Werdegang. Der studierte Germanist zeichnet verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit und gab auch gleich Einblicke ins neue Programm, das vom Familienstück über den literarischen Klassiker bis hin zum Musical einfach alles bietet. „Da ist definitiv für jeden was dabei“, schmunzelte Kaldonek.

Intendantin, mittlerweile auch künstlerische Leiterin genannt, ist dabei Birgit Simmler. Sie zeichnet verantwortlich für das, was auf der Bühne zu sehen ist, aber auch für das „Wer“ dabei ist. „Erfahrene Schauspieler, Leute frisch von der Schule, Musicaldarsteller oder auch Schauspieler aus Fernsehproduktionen - ich achte meistens auf eine gute Mischung, denn dann befruchtet sich das gegenseitig. Die einen bringen die Energie mit und die anderen die Erfahrung und gemeinsam entsteht dann etwas ganz Besonderes“, erklärte Simmler. Die erfahrene künstlerische Leiterin, die schon am Broadway in New York Erfahrung sammeln konnte, führt seit 2018sozusagen „Regie“ bei den Luisenburg Festspielen und auch die ist angetan von der Freilichtbühne, „auf der man so viele Möglichkeiten hat“. Und das Programm, das Simmler für das Jahr nach der Pandemie zusammengestellt hat, hat es wirklich in sich. Von demitalienischen Musical „Pinocchio“ über die Komödie„Brandner Kaspar 2“ oder dem Musical „Der Name der Rose“ bis hin zu Klassikern wie „Faust“ - es gibt wirklich Einiges zu sehen auf der Luisenburg. Und auch Konzerte dürfen im Sommer 2021 nicht fehlen, denn auch die finden seit Kurzem Eingang ins Programm der Luisenburg-Festspiele. „Egal ob Anhänger von klassischer Literatur oder Fan von Musicals, wir versuchen viele Wünsche zu erfüllen und hoffen, dass wir die Zuschauer auch dieses Jahr wieder ansprechen - gerade auch, weil es das Comeback nach der Corona-Pandemie ist“, erklärte die charmante Intendantin.

Deswegen gibt es auch ein ausgeklügeltes Hygiene-Konzept, so dass der Theaterbesuch ein unbeschwertes Vergnügen sein kann. „Einbahnstraßen-Konzept, Maskenpflicht, negativer Corona-Test (Genesen oder Geimpft) machen den Besuch der Luisenburg-Festspiel zu einer sicheren Nummer“, war sich Kaldonek sicher. Und wir sind uns sicher, dass die Luisenburg-Festspiele auch in Sachen „beste Unterhaltung“ eine sichere Nummer sind. Mehr zu den Festspielen, zum Programm, zu Tickets und dem Hygienekonzept finden sie auf der Homepage der Luisenburg-Festspiele. Einfach mal vorbeischauen, sowohl digital als auch in persona - es wird sich lohnen.

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Der Mann der tausend Körbe - Arthur Theisinger im Ramasuri Frühschoppen am 20.06.2021

© Foto: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
Der eine gibt im Radio Power, der andere sorgte für Power auf der Bühne: Arthur Theisinger, Chef von Power Concerts, zu Gast im Ramasuri Frühschoppen.
Egal ob Festival mit über 100000 Besucher oder Papstbesuch in Regensburg - wenn es tolle Events in der Oberpfalz zu sehen gibt, dann ist der Name Arthur Theisinger damit eng verbunden.

So ein Korb am Sonntagmorgen, der mit knusprigen Brezen und backfrischen Semmeln gefüllt ist, ja, den kriegt man doch gerne. Genau diesen Korb durften wir heute Arthur Theisinger, Chef der Firma Power Concerts auftischen. Und glaubt mir, wir hätten nichts dagegen gehabt, hätte uns im Gegenzug unser Gast auch einen Korb gegeben. Also nein, wir waren natürlich froh dass er da war, aber gegen so einen Strandkorb beim Strandkorb Open Air in Cham oder Regensburg, da hätten wir sicherlich nicht „Nein“ gesagt.

„Momentan dürfen wir nur 500 Leute rein lassen, aber wir hoffen, dass wir die 1000 genehmigt bekommen“, so sprach Arthur Theisinger über die bevorstehenden Strandkorb Open Airs. Sowohl in Cham als auch in Regensburg wird bestes Festival-Feeling herrschen, wenn erlesene Sänger und Bands wie Gentleman, Max Giesinger oder Pietro Lombardi den Fans einheizen. Wär hätte vor einigen Wochen geglaubt, dass dieses Jahr überhaupt schon wieder Festivals möglich sind? Aber eins war klar: wenn es überhaupt jemand schafft so etwas zu organisieren und möglich zu machen, dann Arthur Theisinger mit seiner Fiema Power Concerts.

60 Jahre ist der charmante Oberpfälzer mittlerweile alt und hat sicherlich schon einiges erlebt. „Angefangen hat das Ganze 1986 als ich das Konzert gegen den Bau der Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf mit organisiert habe. Dass das alles gut gegangen ist war angesichts der Massen von 100000 Besuchern schon wirklich Glück.“ Und natürlich auch sein Können, denn von diesem Moment an sollte Arthur Theisinger zum größten Event- bzw. Konzertmanager der Oberpfalz aufsteigen. Zahlreiche große Namen und internationale Stars hat er seitdem auf die Bühnen der Oberpfalz geholt, so unter anderem David Copperfield nach Regensburg in die DonauArena. „Manchmal bin ich dann schon noch aufgeregt und schau hinter den Kulissen wie der eine oder andere Star so ist“, schilderte Theisinger seine Gefühle. 

Ein ganz besonderes Gefühl war für den sympathischen Eventmanager sicherlich auch die Organisation des Papstbesuches in Regensburg, aber auch hier galt: „Wenn es einer schaffen kann, dann Theisinger“. Auch dieses Event verlief reibungslos, nun ja, zumindest fast, denn „beim Papstsegen brach die Kirche so drei Personen vor mir ab und so blieb ich ohne päpstlichen Segen“. Schmunzelnd erinnerte sich Theisinger an die Geschehnisse von damals. 

Zurück in der Gegenwart lautet die Realität „Strandkorb Open Air“. Denn Tickets für diese Veranstaltung, die den ersten Schritt zurück zu normalen Konzerten darstellt, sind noch verfügbar und über unsere Homepage buchbar. Und mal ehrlich, wer hätte nicht Lust gemeinsam im Strandkorb bei sommerlichen Vibes, bester Unterhaltung und megamäßiger Musik zu chillen? Wir wünschen Arthur Theisinger bei seinem Unterfangen viel Erfolg und Glück, aber sind uns gleichzeitig sicher, dass auch diese Idde wieder ein Mega-Erfolg werden wird. Alles zu Power Concerts und zu den Tickets für die Standkorb Open Airs in Cham und in Regensburg gibt‘s auf Arthurs Homepage - und wir hoffen, dass wir vom erfolgreichen Konzertorganisator vielleicht doch noch einen Korb bekommen.

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Rap auf Bayerisch - RiA (Maria Reiser) „Die First Lady des Bavarian Rap“ bzw. die erste bayrische Rapperin im Ramasuri Frühschoppen am 13.06.2021

© Foto: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
RiA (Reiser) - ein ganz heißes Eisen, wenn es um bayrischen Rap geht
Musikalisch lässt sie sich nicht in eine Schublade stecken, beschreiben kann man sie erst, wenn man sie live gehört hat: Die "First Lady of Bavarian Rap" weiß definitiv zu unterhalten.

Sonntagmorgen, friedliche Stimmung in Bayern, so auch im Ramasuri Frühschoppen mit Jürgen Meyer. Wenn dann der „Watschn Bamm“ umfällt, dann muss schon etwas ganz Besonderes passiert sein - oder RiA ist zu Gast und begeistert die Zuhörer mit eben jenem Song.

RiA macht ihrem Nachnamen „Reiser“ alle Ehre. „Ja, ich bin definitiv schon gut rumgekommen in der Welt, also viel gereist - ich heiß ja nicht umsonst so“, bestätigte die charmante Niederbayerin. Die Sängerin, die ihre musikalische Heimat im Bayerischen Mundart-Rap gefunden hat, kann tatsächlich stolz auf diverse Engagements in Amerika (u.a. Hofbräuhaus Las Vegas) zurückblicken. Mittlerweile ist sie als Mutter von zwei Kindern aber eher wieder regional anzutreffen und begeistert ihre Zuhörer mit bestem bayerischen Rap zu deftigen Beats.

Von der Jodel-Queen zur Dope-Femcee, RiA ist musikalisch wirklich kaum zu beschreiben, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. Ihr Werdegang begann bereits mit 8 Jahren, denn von da an war sie eigentlich stetig Mitglied in diversen Musikgruppen und Bands bzw. gründete diese sogar selbst. Deswegen ist ihr Know-How in diese Richtung auch wirklich ausgeprägt oder hätten sie gewusst, dass das Jodeln seinen Ursprung in Afrika hat?! Wer Lust auf beste Unterhaltung und einen bayrischen Hybriden aus Pop und Rap mit mehrstimmige Chöre, donnernde Bässe, hookende Refrains und chefige Rap-Lines hat, der darf RiA gern besuchen - entweder auf einem ihrer Konzerte oder virtuell auf Instagram, YouTube oder ihrer Homepage. Sie werdens nicht bereuen, denn die „First Lady des Bavarian Rap“ weiß zu unterhalten.

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Musik, Mode und Kunst - Raith und Blaimer im Ramasuri Frühschoppen am 06.06.2021

© Bild: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
Zwei ganz kreative Köpfe, nicht nur im musikalischen Bereich - Raith & Blaimer stehen für tolle Musik, Mode und Kunst
Vielbegabt und kreativ, auch wenn es erst einige Jahre dauerte bis sie sich gegenseitig schätzten: Tanja Raith und ihr Ehemann Blaimer begeistern nicht nur mit ihrer Musik.

Drauß vom Walde komm ich her - so oder so ähnlichen hätten sich unsere beiden Frühstücksgäste im heutigen Ramasuri Frühschoppen vorstellen können. Denn tatsächlich waren Tanja Raith und ihr Ehemann (und auch ihr kongenialer Musikpartner) Blaimer aus dem bayrischen Wald angereist um mit Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer zu frühstücken und über Gott und die Welt zu plaudern.

„Am Anfang dachte ich, ich brech völlig zusammen. Ich bin erstmal in ein Loch gefallen, war ok Schockstarre“, sagte Musikerin Tanja Raith über ihre Erfahrungen während der Corona-Zeit. „Du spielst normalerweise 120 Auftritte, schreibst nebenbei ein neues Programm und nimmst die CD auf. Das ist schon in gewisser Weise Raubbau am eigenen Körper, aber das wurde mir erst in der Zwangspause bewusst - deswegen muss ich sagen, dass es mir wahrscheinlich besser als je zuvor geht“, fügte die charmante Sängerin an. Doch natürlich haben Raith & Blaimer die Zwangspause kreativ genutzt und in Ruhe an einem neuen Programm gearbeitet bzw. dieses sogar als Hörbuch vertont. „Geschichten einer Ehe“ heißt das neue Werk, dass in Kürze auf den bayrischen Bühnen zu sehen sein wird und autobiographisch angehaucht ist. „Wir kennen uns jetzt schon so lange und sind auch lange verheiratet - da erlebt man natürlich Einiges und um genau das gehts in diesem Programm“, erklärten die beiden Künstler. Tanja Raith kann dabei wieder voll und ganz mit ihrer ergreifenden Stimme punkten und Blaimer liefert den passenden Sound dazu. Und das ganze ist wirklich handgemacht, denn der musikalische Tausendsassa spielt alle Instrumente selbst ein - ein wahres Multitalent. „Aber das war er schon immer, der Streber, schon als ich ihn mit 18 Jahren kennengelernt habe“, schmunzelte Tanja und schwelgte dabei in Erinnerungen.

Doch nicht nur musikalisch haben die beiden die Auszeit genutzt, denn auch in Sachen Mode lebte Tanja Reith ihre Kreativität während des Lockdowns voll aus. Und so kann sich nun jeder einen stylischer Hoodie im Raith-Shop sichern, „jeder ein Unikat“, wie die musikalische Modedesignerin anfügte. Und wem eine sinnlicher Abend beim neuen Programm, ein Hörbuch und ein Hoodie nicht reichen, der kann es ja mit einem handgemalten Bild des kongenialen Duos versuchen, denn auch hier zeigen sich die beiden äußerst kreativ. Eine sich kreativ-befruchtende Partnerschaft, die sich so erst mal entwickeln musste, denn „mit 18 konnte ich den Kerl gar nicht leiden“, erinnerte sich Tanja. „Für mich war er der arrogante Stoderer“, fuhr sie fort. Gottseidank hat sich damals alles ins Gegenteil verkehrt und nun profitieren wir alle von dieser musikalischen Partnerschaft, die letztlich auch im richtigen Leben zum Bund für die Ewigkeit wurde. Mehr zu Raith & Blaimer gibt’s auf der Website - dort sind auch die aktuellen Termine zu finden, so dass man sich hoffentlich ganz schnell Wiedersehen wird. Mit oder ohne Hoodie ist dabei völlig egal, auch wenn er sehr empfehlenswert ist.

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Musikerin aus Leidenschaft - Stephanie Bauer im Ramasuri Frühschoppen am 30.05.2021

© Foto: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
Stephanie Bauer mit starker Message im Ramasuri Frühschoppen
Sie hat das Auge fürs Wichtige, sowohl als Dekorateurin als auch als Sängerin: Stephanie Bauer setzt sich mit ihrem neuen Song aktiv gegen Kindesmissbrauch ein.

Sonntag morgen, freie Autobahn und eine Frau, die ganz früh aufstand um aus der südlichen Oberpfalz ins Ramasuri Sendestudio anzureisen und dort mit Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer zu frühstücken. Stephanie Bauer, gebürtig aus Dietfurt und nun wohnhaft in Hemau, berichtete Jürgen über ihre neuesten musikalischen Projekte, ihre Leidenschaft fürs Dekorieren und über sonstige lustige Anekdoten aus ihrem Leben.

48 Jahre jung ist Stephanie Bauer, erlebt hat sie aber schon Einiges: "Die Musik wurde mir quasi in die Wiege gelegt, denn sowohl mein Papa (Max Bauer, ehemaliger Kirchenmusiker und Ehrenbürger von Dietfurt) als auch die Mama waren beide sehr musikalisch unterwegs." Kein Wunder also, dass aus Stephanie eine hervorragende Musikerin und Sängerin geworden ist, auch wenn sie das Üben an der Orgel nicht immer so ernst nahm. Mit 17 Jahren war sind dann als Frontfrau einer Partyband im Raum Velburg unterwegs und spätestens als Stephanie ihr Studium (klassische Archäologie) in Regensburg begann und sie gleichzeitig Sängerin der Band "Kulticz" wurde, war klar, dass diese Frau für die Musikbühnen geboren ist. Auch heute noch ist die sympathische Oberpfälzerin mit der tollen Stimme mit dieser Formation unterwegs, "aber natürlich ist der letzte Auftritt wegen Corona schon etwas länger her - das fehlt mir schon sehr". Dennoch war Stephanie in der Zwangspause nicht untätig, denn für RT-Projekt hat sie an mehreren Liedern mitgewirkt.

"Children needs" heißt das neueste Werk von RT-Projekt (Rainer Thanner) und dabei wirkte nicht nur Stephanie als Sängerin, sondern auch ihre Tochter im Background-Chor mit. Im Lied geht es um das Thema "Kindesmissbrauch", "ein sehr heikles Thema, das aber nicht unter den Tisch gekehrt werden darf und gerade mit Musik emotional aufgegriffen werden kann", so die charmante Sängerin. Und der Titel geht wirklich unter die Haut, denn wie Stephanie schon richtig sagt, ist es ein Thema das alle angeht und vor dem man die Augen nicht verschließen darf. An weiterer Musik arbeitet die begeisterte Musikerin momentan auch, so dass "Corona zwar eine Zwangspause, aber keine Ruhepause ist". 

Doch nicht nur bei der Musik hat die Oberpfälzerin ein Auge fürs Wichtige und Wesentliche, denn im "normalen" Leben betreiben ihr Mann und sie eine Dekorationsfirma im Raum Regensburg. "Da ist momentan natürlich tote Hose und umso mehr freut es mich, dass ich die Musik und meine Hunde als Ausgleich habe", meinte die kreative Sängerin. Auf den Hund gekommen ist Stephanie nämlich auch und mit einem lokalen Regensburger TV-Sender ist auch eine Produktion geplant, "aber mehr darf ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten". Wir sind gespannt, was musikalisch und TV-technisch noch so kommt und werden dran bleiben. Und wenn auch sie am Ball bzw. der Musik bleiben sollen, dann empfehlen wir die Seiten www.kulticz.de und www.rt-projekt.com.

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„Der Mann, bei dem alle Frauen ‚Ja‘ sagen!“ - Toni Lauerer im Ramasuri Frühschoppen am 23.05.2021

© Foto: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
Mit Abstand der Beste - Kabarettist, Humorist und Autor Toni Lauerer
Von Wirtshausg'schichten bis hin zur Darmspiegelung: Toni Lauerer nimmt kein Blatt vor dem Mund und tischt immer kräftig auf - und zwar beste Unterhaltung!

Normalerweise bleibt ja bei einem zünftigen Oberpfälzer Frühschoppen keine Kehle trocken. So war es auch heute im Ramasuri Frühschoppen mit Jürgen Meyer, denn Toni Lauerer wurde natürlich mit einem ausgiebigen Frühstück und den dazugehörigen Getränken verwöhnt. Allerdings sorgte unser Gast aus dem Bayrischen Wald dafür, dass heute auch kein Auge trocken blieb - witziger und authentischer geht‘s nicht, soviel sei schon mal verraten.

„Weißt du Jürgen, als ich so 16-17 war, da hatte ich nicht die richtig tolle Figur - also ich war halt ein wenig stärker - und wenn ich dann aufn Tanz war, dann hab ich schon ab und zu mal n ‚Nein‘ zu hören bekommen. Also hab ich mir geschworen, dass ich einen Job machen werde, bei dem keine Frau mehr ‚Nein‘ zu mir sagt!“ Alles klar Toni, so wird man also Standesbeamter. Mittlerweile haben knapp 2000 Frauen „Ja“ zu Toni gesagt, verheiratet ist er selbst aber nur mit seiner Gerti. Und vielleicht noch ein wenig mit seinem Fahrrad, den Toni ist passionierter Radler. „Da kann ich abschalten, entspannen, komme auf neue Ideen und genieße die Natur“, berichtete der charmante Oberpfälzer Kabarettist.

Wenn Toni nicht gerade auf dem Rad unterwegs ist, dann sieht man ihn entweder in den Fußgängerzonen der Oberpfalz („Ich habe meine Antennen immer und überall auf empfang, wenn es um neue Ideen und Geschichten geht“) oder natürlich auf den Bühnen der Republik. Nicht umsonst ist Toni Lauerer einer der erfolgreichsten bayrischen Kabarettisten und mit mehr als 600.000 verkauften Büchern ganz oben in der Liste der Autoren, die Bayrischen Humor in ihren Werken zu Papier bringen. Genau das hat Toni auch im letzten Jahr gemacht, denn während der Corona-Pandemie war er nicht nur auf dem Rad unterwegs, sondern auch fleißig am Schreibtisch gesessen. Und so verwundert es nicht, dass neben einem neuen Buch („Gestern beim Unterwirt: Lustige Wirtshausg‘schichten aus Bayern“) auch ein neues Programm in den Startlöchern steht (Arbeitstitel „60+“ - es geht um den Eintritt ins Rentenalter).

Doch zunächst will Toni gerne mit seinem aktuellen Programm „Lauter Deppen“ endlich zurück auf die Bühnen der Region, denn „der letzte Auftritt war im März 2020, also vor mehr als einem Jahr“. Aktuell sinken die Infektionszahlen und so scheint es bald wieder loszugehen, unter anderem dann auch in der Stadthalle Neustadt. „Mir fehlt mein Publikum, denn was gibt’s für einen Kabarettisten Schöneres, als die Leute zum Lachen zu bringen“, merkte der sympathische Humorist an. Und wenn Toni dann auf der Bühne steht und von seinen Erlebnissen bei der Darmspiegelung erzählt („Ich hab die Untersuchungshose falsch angezogen und dann hing vorne alles raus, dabei hätte die Öffnung hinten sein sollen“), dann bleibt wahrlich kein Auge trocken. Alles über Toni Lauerer, sein neues Buch und geplante Auftritte findet man auf seiner Homepage - reinklicken und vorbeischauen, wenn‘s dann wieder los geht.

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„Das Eichhörnchen aus dem Bauchnabel“ - Gedächtniscoach Markus Hofmann im Ramasuri Frühschoppen am 16.05.2021

© Foto: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
Ein großer und ein kleiner Gedächtnisexperte - Markus Hofmann mit Sohn im Ramasuri Frühschoppen
An was sich der alles erinnern kann - Gedächtnisexperte und Gedächtniscoach Markus Hofmann kennt die besten Lernstrategien und noch Vieles mehr

Sonntagmorgen, frisch raus aus dem Bett - Mensch, was war da noch gleich? Ähm... Ach ja, der Frühschoppen mit Jürgen Meyer auf Radio Ramasuri. Kennen Sie das auch, das mit der Vergesslichkeit? Heute war im Frühstücksstudio jemand zu Gast, der die Lösung für dieses Problem hat. Gedächtniscoach Markus Hofmann ist ein wahrer Experte auf dem Gebiet des Lernens und des Nicht-mehr-Vergessens und verriet beim Frühtalk einige seiner Geheimnisse.

1975 erblickte Markus Hofmann in Nabburg das Licht der Welt. In seiner Jugend war der gute Markus noch weit weg von Lernstrategien und Gedächtnistraining. „Vielen meiner ehemaligen Mitschüler und Lehrer bin ich eher als mittelprächtiger Schüler in Erinnerung geblieben“, war sich der charmante gebürtige Oberpfälzer sicher und schmunzelte dabei. „Aber im Studium begegnete ich dann Lernstrategien und stellte fest, das ich die auch anwenden konnte. Und so konnte ich mir den Lernstoff für mein BWL-Studium in der Hälfte der Zeit einprägen“, erzählte Markus. Und das anscheinend ziemlich gut, denn sein Studium schloss er mit der Note 1,3 ab. Vergessen hat der Wahl-Münchner diese Strategien bis heute nicht, nein, stattdessen hat er sich noch intensiver mit ihnen auseinandergesetzt und ist heute einer der angesagtesten und besten Gedächtnistrainer Deutschlands.

Mehrere Bücher zum Thema Gedächtnis und Lernen hat Markus bereits verfasst. Seine Werke „Hirn in Hochform“, „Denken Sie neu“ oder auch „Die Bildungslücke“ sind Bestseller und bieten den Lesern Einblicke in die Welt des Gedächtnistrainings bzw. vermitteln ihnen auch Strategien um das eigene Denkvermögen zu verbessern. Ein Beispiel hatte Markus Hofmann dann auch mitgebracht und das wurde gleich in der Praxis von Nachrichtensprecherin Katharina Rappl ausprobiert. Wissen Sie, was ein Eichhörnchen aus dem Bauchnabel oder aus dem Po fließendes Bier mit heimischen Laub- und Nadelbäumen zu tun haben? Es ist definitiv nicht so, dass der Autor dieses Artikels seinen Verstand verloren hat, sondern es handelt sich vielmehr um so genannte „Körperbriefkästen“. Dabei werden bestimmte Körperregionen mit Begriffen belegt, so dass das Gehirn das zu Merkende leichter abrufen kann. Unser Beispiel oben steht also für die Eiche (Eichhörnchen aus dem Bauchnabel) und die Birke (Bier fließt aus dem Po). Weitere Punkte am Körper wären die Zehen, das Knie, die Oberschenkel, die Taille, die Brust, der Hals, die Schultern, das Gesicht und die Haare. Mithilfe dieser Technik schaffte es Katharina sich die Nadelgehölze in weniger als zwei Minuten einzuprägen und sie vor allem auch Stunden später noch abrufen zu können - so einfach, aber so beeindruckend. Diese und viele weitere Lern- und Memorierungsstrategien kann man in Markus Hofmanns Büchern finden oder auch direkt bei ihm selbst erlernen, denn der herausragende Speaker und Coach, der schon mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde und zu den bemerkenswertesten Gedächtnisexperten Europas zählt, bietet auch Lerncoach-Seminare an.

Wer mehr über Markus Hofmann erfahren möchte oder motiviert ist die Leistungsfähigkeit seines Gehirns zu steigern, der wird mit Sicherheit auf seiner Homepage fündig. Ich denke ein einschneidendes Erlebnis, an das Sie sich ihr ganzes Leben lang erinnern werden - ganz ohne Körperbriefkästen.

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Ein echter Prince zum Muttertag - Prince Damien im Ramasuri Frühschoppen am 09.05.2021

© Foto: Max Janker | Ramasuri
Ein Prince (Damien), ein (Dschungel-) König und ein (Frühschoppen-) Ass: Prince Damien bezauberte beim Ramasuri Frühschoppen
Von der großen DSDS-Bühne in den noch größeren Dschungel in den Ramasuri-Frühschoppen - Prince Damien kommt viel herum und lässt überall die Herzen höher schlagen.

Sonntagvormittag, Muttertag und der Sohn kommt und überrascht Mama mit einem leckeren Frühstück. OK, ganz so war es heute nicht im Ramasuri Frühschoppen, auch wenn Jürgen Meyer uns ähnlich wie Mama jeden Sonntag mit besten Häppchen verwöhnt. Ein besonders leckerer Happen, ein echter Prince bzw. König war heute im Studio zu Gast, denn kein Geringerer als amtierender Dschungelkönig Prince Damien gab sich die Ehre.

Zwei Jahre ist es mittlerweile her, dass Prince Damien die Herzen der Menschen im australischen Dschungel gewann. Durch seine offene, ehrlich, einfühlsame und immer unterhaltsame Art hatte er sich den Sieg beim RTL Dschungelcamp auch wahrlich verdient. „Es war schon eine ganz besondere Zeit“, erinnerte sich der charmante Sänger. Beeindruckend fand er dabei vor allem die Prüfungen, die dabei erfahrene Selbstüberwindung, den einen oder anderen Ranger ;) und die Veränderung seiner Mitbewohner. „Am ersten Abend herrscht noch gut Lagerfeuerstimmung, aber irgendwann kommt der Punkt und dann kippt alles“, berichtete Prince Damien von seinen Erlebnissen. Und er konnte bestätigen, dass wirklich alles echt ist: „Wir waren übersät mit Mückenstichen, wir haben gehungert und geschwitzt, aber es war einfach eine tolle Erfahrung.“

Auf lange Sicht, so der Sänger mit der sanften Stimme, sei dies sein positivstes Erlebnis der letzten Jahre gewesen. Kurzfristig gedacht war es für ihn „die vollständige Impfung meiner Oma“, die er sehr mag und zu der Prince Damien ein sehr inniges Verhältnis pflegt. Nicht vergessen werden darf aber auch der Beginn seiner musikalischen Karriere im Jahr 2016, als der junge Mann, der bekannt für sein „verrücktes“ Äußeres ist, die dreizehnte Staffel DSDS gewann. Zahlreiche Single und Alben später ist Prince Damien sicher kein unbeschriebenes Blatt mehr, sondern ein etablierter Sänger, der mit Hits wie „We have a dream“ oder „Easy Breezy“ die Fans begeistert. Und tolle Nachrichten gab es auch, „denn sobald sich die Lage wieder normalisiert hat, gibt es auch wieder neue Musik von mir“.

Privat lebt der 30-Jährige studierte Tontechniker, der in Südafrika geboren wurde, in München, „zusammen mit 17 Echsen, die letztendlich mehr Platz haben als ich selbst“. Schmunzelnd blickte der Sänger auf seine Wohnverhältnisse, denn
„Eigentlich habe ich sogar privat einen kleinen Dschungel bei mir zuhause“. Seine Lieblingsechse Felix hat sogar 15.000 Follower bei TikTok. Wer mehr über Felix und Prince Damien erfahren möchte, dem legen wir seine Facebook-Seite oder seinen Instagram-Kanal nahe. Und allen Muttis wünschen wir einen wahren Prince zum Muttertag. :)

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Die Belegschaft des Klinikums Nordoberpfalz im Ramasuri Frühschoppen am 02.05.2021

Helden der Pandemie - die Kliniken Nordoberpfalz AG im Ramasuri Frühschoppen
Helden kennen keinen Feierabend, aber jetzt zumindest den Frühstückstisch bei Radio Ramasuri. Dr. Egginger, Prof. Dr. Dietl und Medizinische Direktorin Michaela Hutzler gaben einen Einblick in die Arbeit der Kliniken Nordoberpfalz AG.

Seit 16 Monaten kämpfen sie an vorderster Front, täglich, auch sonntags zur Ramasuri Frühschoppenzeit. Gemeint sind die Mitarbeiter der Kliniken Nordoberpfalz. Stellvertretend für alle diese Helden der Pandemie waren heute Vorstand Dr. Thomas Egginger, Medizinische Direktorin Michaela Hutzler und Chefarzt Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl zu Gast im Ramasuri Frühschoppen.

Prof. Dr. Dietl betonte zunächst, dass alle wichtigen Operationen auch während der Pandemie durchgeführt wurden. Zudem gab es leichte Entwarnung, dass die dritte Welle der Pandemie langsam abklingen werde und dass man auch durch diese Welle gut hindurch gekommen sei. Außerdem sprach Prof. Dr. Dietl von der Wichtigkeit von Vorsorgeuntersuchungen, denn noch immer sei die nördliche Oberpfalz ein „Hotspot“ in Sachen Diagnose von Krebs im fortgeschrittenen Stadium. „Durch Vorsorgeuntersuchungen lassen sich Probleme frühzeitig erkennen und sind dadurch meist sehr gut behandelbar“, warb der Mediziner für vermehrte Kontrollen im Sinne der eigenen Gesundheit.

Auch die medizinische Direktorin der Kliniken Nordoberpfalz, Michaela Hutzler, betonte, dass die nördliche Oberpfalz schwer von allen Corona-Wellen getroffen wurde, es durch frühzeitige Konzepte jedoch geschafft wurde, gut durch die einzelnen Wellen zu steuern und man nun schon wieder vergleichsweise gut dastehe. „Von Vorteil war für uns natürlich der Neubau der Infektionsstation kurz vor der Pandemie“, ergänzte sie. Mehr als 1000 Corona-Tests werden pro Woche beim Personal, das zudem schon geimpft ist, durchgeführt, um auch weiterhin für Sicherheit bei den Mitarbeitern, aber auch bei den Patienten zu sorgen. Patienten erhalten übrigens während ihres Aufenthaltes gleich zu Beginn, nach zwei Tagen und auch vor der Entlassung Corona-Tests, so dass Sicherheit bei der Kliniken Nordoberpfalz wirklich groß geschrieben wird.

Vorstand Dr. Thomas Egginger gab zudem Einblick in die Patientenzahlen, die 2019 etwas rückläufig waren. Durch Optimierungen und Anpassungen von Strukturen und Abläufen auf allen Ebenen soll die Kliniken Nordoberpfalz aber nach der Pandemie nicht nur wieder in medizinisch, sondern auch finanziell ruhigen Gewässern fahren. Anstehende Sanierungsmaßnahmen, die wegen der Pandemie nicht wie geplant durchgeführt werden konnten, werden derzeit angegangen. Der Mediziner dankte noch einmal allen Mitarbeitern der Kliniken Nordoberpfalz für ihre Leistungen während der harten Zeit und sprach ein großes Lob an alle Beteiligten aus. Helden kennen ja keinen Feierabend und so dürfen wir uns weiterhin in guten Händen fühlen. Alles rund um die Kliniken Nordoberpfalz gibts auf deren Website oder auf deren Facebook-Seite, auf der auch immer die neuesten Aktionen rund um die Gesundheit in der Nordoberpfalz zu finden sind.

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„Der einzige Kommandant der zündelt“ - Norbert Neugirg im Ramasuri Frühschoppen am 25.04.2021

© Foto: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
Wenn es jemand auf den Punkt bringt, dann er - Norbert Neugirg ist der einzige Kommandant, der manchmal mit dem Feuer spielt
Jeder kennt ihn und seine Altneihauser Feierwehrkapell'n, denn Norbert Neugirg heizt nicht nur den Frankem kräftig ein, sondern vor allem den Lachmuskeln.

Wenn am Sonntagvormittag der Kommandant der Altneihauser Feierwehrkapell‘n höchstpersönlich im Ramasuri Frühschoppenstudio vorbeischaut, dann ist höchster Alarm. Natürlich nicht Feueralarm, sondern Witzealarm, denn Norbert Neugirg ist mit Sicherheit der witzigste Kommandant Deutschlands. Und so war es wenig verwunderlich, dass es beim Frühstück mit Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer äußerst launig bzw. dem Wetter entsprechend sehr heiter zuging.

1960 erblickte Norbert Neugirg in Erbendorf das Licht der Welt. „Bis ins junge Erwachsenenalter hinein war ich eher schüchtern und zurückhaltend, auch von der Erscheinung her eher unauffällig bis dürr“, blickte Neugirg schmunzelnd auf seine Jugend zurück. 51 Jahre später ist von dieser Schüchternheit nichts mehr zu sehen, „denn die Figur des Kommandanten war eine Art Selbsttherapie für mich“. Sobald Neugirg die Uniform anlegte, war die Schüchternheit wie weggeblasen „und mittlerweile hab ich diese Eigenschaft ins wahre Leben mitgenommen“.

Dass Neugirg auf der Bühne alles andere als schüchtern ist, dass merkt der geneigte Zuhörer bzw. Zuschauer recht schnell. Vor allem bei seinen Auftritten bei der „Fastnacht in Franken“ zündelt der spitzzüngige Kommandant der Altneihauser Feierwehrkapell‘n sehr gerne und spielt gewissermaßen mit dem Feuer, wenn er in seiner semicharmanten Oberpfälzer Art gegen die Franken lästert. „Wobei ich sagen muss, dass ich meine Reime immer meiner Frau Christa durchlesen lasse und auf ihr OK warte“, ergänzte der humorvolle und geistreiche Komödiant. „Einmal hab ich mich darüber hinweggesetzt, und naja, es ging in die Hose - man erinnert sich nur ungern daran“, sagte er mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Aber nicht nur auf der Bühne ist Neugirg ein wahres Ass, auch unter den Schriftstellern macht er eine wirklich gute Figur (nicht wie in seiner Jugendzeit als er als lebendes Skelett im Bio-Unterricht herhalten musste). Seine Bücher „Was ich so denk“, „Worte, Reim und Bücherleim“ und „Ansichten und schlichte, nicht vernichtete Gedichte“ haben Kultstatus erreicht und sorgen auch beim Selbststudium für erheiterte Gesichter bei den Lesern. Und zu diesen Kultbüchern gesellt sich jetzt ein ganz neues - „Tusch eineinhalb mal“ ist das neueste Werk aus der Feder von Norbert Neugirg. Charmant witzig schildert er darin unter anderem das oben genannte Erlebnis aus dem Bio-Unterricht und noch viele weitere Anekdoten. Auf jeden Fall wieder absolut lesenswert, auch wenn eine leichte Bauchschmerzgefahr (vor Lachen) mit dem Schmökern einhergeht.

Und so wünschen wir dem Kommandanten der Altneihauser Feuerwehrkapell‘n auch in Zukunft geistreiche Ergüsse (nicht wie in der Garage in Neuhaus), so dass wir uns weiterhin an seinen Büchern und Auftritten erfreuen können. „Und hoffentlich bald wieder live mit Publikum, denn wenn sich die Leute einfach vor Lachen wegschmeißen und dir an den Lippen kleben, dann weiß man, warum man auf der Bühne steht“, brachte es Neugirg in gewohnter Manier auf den Punkt. Mehr zu Norbert Neugirg und seinem neuen Buch gibt es auf seiner Homepage - einfach mal reinklicken.

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Der Rockstar aus Lauber - Richie Necker im Ramasuri Frühschoppen am 18.04.2021

© Foto: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
Rockig, Rauchig, Richie - Richie Necker ist der Sänger mit der rauhen Stimme auf die selbst Tina Turner neidisch wäre.
Einmal Rockstar aus Laaber bitte - Richie Necker, Sänger, Musiker und Guitar Man, zusammen mit Micro-Man Jürgen Meyer im Ramasuri Frühschoppen.

Die Anfahrt zum Frühstück war nicht weit, der Gast der heute zum gemeinsamen Frühstück erschien, hatte es dafür umso mehr in sich. Richie Necker, Musiker und Sänger aus Lauber und die eigentliche Tina Turner, machte es sich mit Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer am Frühstückstisch im Sendestudio bequem und plauderte mit ihm über Gott und die Welt.

„Wenn ich richtig gezählt habe, dann feiere ich dieses Jahr 40-jähriges Bühnenjubiläum“, sagte der erfolgreiche Sänger gleich zu Beginn. Tatsächlich startete Richie Neckers Bühnenkarriere sehr früh, „so mit 5 Jahren“ und dauert bis heute an. Dazwischen liegen viele Jahre und natürlich auch viele verschiedene musikalische Projekte. „Meine erste Band gründete ich mit 11 Jahren. Wir spielten Punk, wir spielten furchtbar, aber wir waren Feuer und Flamme und dadurch auch irgendwie richtig gut“, erinnerte sich Richie schmunzelnd.

Inzwischen ist Richie aber dann eher bei Pop und Rock gelandet und dabei auch sehr erfolgreich. Neben seiner Solokarriere ist er auch bei verschiedenen Bands aktiv, so zum Beispiel bei seiner Band „Richie Necker and Friends“ oder bei der Gruppe „I dolci Signori“. „Wir alle sehnen uns danach endlich wieder auf der Bühne stehen zu dürfen, live zu spielen und den Leuten Freude zu machen, sie zu entertainen - das ist es doch, warum wir Musiker geworden sind“, beschrieb der sympathische gebürtige Amberger seine derzeitige Gefühlslage.

Aber Richie wäre nicht ein begnadeter Musiker („Gitarre habe ich mir selbst beigebracht“), wenn er in der Pandemie nicht weiterhin musikalisch aktiv gewesen wäre. Und so hat er die „Bühnenauszeit“ genutzt um ein Soloalbum zu produzieren - „New songs and untold stories“, so der Titel seines neuesten Werkes, das im Juni veröffentlicht werden soll. Die erste Singleauskopplung gab es aber bereits und sein Song „New Song“ macht wirklich Lust auf mehr und vor allem gute Laune. „Die Botschaft des Songs ist einfach - ich brauche jeden Tag ein neues Lied, das mich kickt und pusht und mir gute Laune macht“, erklärte der Sänger mit der leicht rauchigen Stimme. Exklusiv auf Ramasuri feierten dann heute auch seine neuen Titel „Butterfly Tattoo“, „In the middle of nowhere“ und „In the dawn by the river“ Premiere. Und was soll man sagen - es ist einfach tolle Musik von der man nicht genug bekommen kann. Wer mehr über Richie Necker, Konzerte oder sein neues Album erfahren möchte, dem legen wir seine Homepage ans Herz. Einfach mal reinklicken und reinhören, es lohnt sich.

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Weit übers Dorf hinaus bekannt - Die Dorfrocker im Ramasuri Frühschoppen am 11.04.2021

© Foto: Max Janker | Ramasuri
Der eine rockt das Radio, der andere die große Musikbühnen: Jürgen Meyer und sein Frühstücksgast Tobias Thomann von den "Dorfrockern".
Man findet sie überall, vom Bierkönig in Mallorca bis hin zu "Immer wieder Sonntags" - die Dorfrocker sind weit übers Dorf hinaus bekannt.

Jeden Sonntag Morgen rockt Jürgen Meyer mit seinem Ramasuri Frühschoppen und seinen ganz besonderen Frühstücksgästen das Radioprogramm im nördlichen Bayern und darüber hinaus. Und heute hatte er passende Unterstützung, denn die Dorfrocker wissen ganz genau wie es ist die Bühnen Deutschlands zu rocken. Und so kam es, wie soll es anders sein, zu einem fetzigen Frühstücksgespräch über das Leben als Musikstars zwischen Dorf und weiter Welt.

Philipp, Tobias und Markus Thomann - Namen, über die sie vielleicht schon mal gestolpert sind, egal ob sie auf dem Land oder in der großen Stadt wohnen. Die drei Brüder aus dem unterfränkischen Kirchaich sind nämlich der Inbegriff für rockige Volksmusik. Unter dem Bandnamen „Dorfrocker“ heizen sie ihrem Publikum seit knapp 15 Jahren mächtig ein, und zwar nicht nur auf dem Dorf, sondern inzwischen sogar auf Mallorca. „Unser Song ‚Engelbert Strauß‘ kam im April 2019 raus, kurz vor dem Malle-Opening und ja, der kam ganz gut an, weswegen wir in diesem Jahr öfter im Bierkönig auf Mallorca gespielt haben“, erinnerte sich Sänger Tobias.

Aber Mallorca war nicht der einzige Halt des unterfränkischen Rock-Express. Schon 2007 traten die Dorfrocker erstmals ganz groß in Erscheinung, nicht nur im Fernsehen beim „Frühlingsfest der Volksmusik“, sondern vor allem beim Abschieds-Open-Air der Schürzenjäger. „Wir durften dort als Vorband auftreten und das war schon ein Highlight. 60000 Leute und wir mittendrin. Vor allem muss man ja sagen, dass die Schürzenjäger auch sowas wie unsere Idole waren. Das war schon eine besondere Ehre“, schwelte der begnadete Sänger in Erinnerungen.

In Erinnerungen schwelgen aber auch die Fans der Dorfrocker, denn so richtig live konnte man die Band im letzten Jahr wegen der Pandemie nicht sehen. Mit ihrer „Heldenbühne“ schafften sie es dennoch einige Konzerte zu spielen und somit wenigstens einen kleinen Teil ihrer Fangemeinde Freude zu machen, wie Tobias erklärte: „Wir haben uns so eine mobile Bühne angeschafft und sind dann mit dieser Bühne los und haben halt dort, wo es erlaubt war, vor 100 bis 200 Leuten gespielt. Du willst ja auch raus, willst Musik machen, das ist ja unsere Leidenschaft.“ Aber auch im Studio waren die Dorfrocker wieder fleißig. 2020 nahmen sie mit Rainer Calmund den Titel „Voll fett“ auf und auch in diesem Jahr hatten sie musikalische Unterstützung, denn zusammen mit dem Addnfahrer rocken sie ganz frisch mit dem Titel „Der King“ die Charts. Auch das im Herbst letzten Jahres erschienene Album „Landgemacht“ ist gespickt mit tollen Singles und absolut hörenswert, denn nicht umsonst sind die Dorfrocker schon mit vielen Preisen ausgezeichnet worden und sind regelmäßig zu Gast in diversen Musiksendungen im TV.

Wer mehr über die sympathische Volksrock-Band aus Unterfranken erfahren möchte, dem sei ein Blick auf ihre Homepage nahe gelegt. Und wir sind uns sicher, dass die Jungs auch nach der Pandemie nicht nur die Dörfer, sondern die großen Bühnen Deutschlands rocken werden.

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„Die Stimme(n) der Nation“ - Bernd Händel im Ramasuri Frühschoppen am 28.03.2021

© Foto: Max Janker | Ramasuri
Ein Mann, tausend Stimmen - Bernd Händel ist der wahrscheinlich beste Stimmenimmitator Deutschlands
Kabarettist, Stimmenimmitator, Sitzungspräsident und Buchautor - egal was Bernd Händel macht, er ist einfach richtig gut darin.

Stimmung ist beim Ramasuri Frühschoppen ja immer garantiert, heute gab es aber noch „Stimmen“ obendrauf. Kein geringerer als Büttenredner, Sitzungspräsident, Kabarettist und Stimmenimitator Bernd Händel gab sich heute die Ehre im Ramasuri Studio. Und neben einem guten Frühstück wurden natürlich auch einige private Geschichten aufgetischt.

1956 erblickte Bernd Händel in Nürnberg das Licht der Welt und schon früh war klar, dass ihn sein Weg auf die Bühnen Deutschlands führen würde. „Meine Eltern waren schon sehr aktiv im Fasching und so wuchs ich früh in dieses Umfeld hinein“, sagte der charmante Franke. Tatsächlich wurde Händel schon mit 22 Jahren Sitzungspräsident der Buchnesia in Nürnberg. Und dort konnte man schnell bewundern, welches Talent in ihm schlummerte. Schnell machte er sich einen Namen als besonders begabter Imitator von Dialekten.

Der Dialekt sollte aber nicht die Endstation sein, denn Händel macht auch vor großen Namen nicht halt und so wurde er zum wahrscheinlich besten Stimmenimmitator Deutschlands. „Wenn man alle Verstorbenen mitrechnet, dann sind es schon gut und gerne dreißig verschiedene Stimmen. Aber es ist alles noch zu beherrschen, ich komme noch nicht durcheinander und es färbt auch noch nicht auf die Persönlichkeit hab“, meinte der schelmisch grinsende Nürnberger. Und wenn dann plötzlich Boris Becker, Franz Beckenbauer oder Edmund Stoiber zu einem spricht, dann muss man einfach lachen, denn Bernd Händel macht das einfach sensationell.

Stimmenimitator, Kabarettist und seit 2006 auch Sitzungspräsident der Fastnacht in Franken, all das ist Bernd Händel. Legendär sind seine Duelle mit dem Kommandanten der „Altneihauser Feuerwehrkapelln“ Norbert Neugirg. „Die Leute kaufen uns wirklich ab, dass wir uns zanken und immer ein wenig im Zwist liegen, aber das ist nur Show. Wir verstehen uns super und sind sogar befreundet, würde ich sagen“, berichtete der Chef der Narren in Veitshöchheim. Und so liefert Bernd Händel nicht nur Jahr für Jahr neue Stimmen ab, sondern sorgt auch für beste Stimmung bei allen Fastnacht- und Kabarettfreunden.

Wer mehr zum bodenständigen und sympathischen Kabarettisten und mittlerweile auch Buchautoren wissen möchte, dem legen wir seine Homepage ans Herz. Und ansonsten halten wir es wie Bernd Händel unseren Fußballkaiser Franz Beckenbauer imitieren würde: „Naja gut ähhhh... schönen... ähhh... Sonntag noch!“

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Oti Schmelzer schenkt reinen Wein ein - im Ramasuri Frühschoppen am 21.03.2021

© Foto: Max Janker | Ramasuri
Der Mann der nicht nur mit seinen Reimen reinen Wein einschenkt - Kabarettist Oti Schmelzer
Ein absoluter Alleskönner: Winzer, Gärtner, Totengräber und Kabarettist - Oti Schmelzer ist nicht nur auf seiner Steirischen ein Meister seines Fachs.

Wenn die "Fastnacht in Franken" ruft, ist Oti Schmelzer nicht weit. Und wenn Jürgen Meyer zum Ramasuri Frühschoppen lädt, dann schaut der sympathische Kabarettist und Winzer natürlich auch gerne vorbei. Denn bei alkoholfreiem Weißbier, knusprigen Brezen und frischen Weißwürsten ist gut Reden und es kann reiner Wein eingeschenkt werden, im wahrsten Sinne des Wortes.

Kabarettist, Gärtner, Totengräber, Straßenbau, Winzer - eigentlich gibt es nicht was Oti Schmelzer noch nicht gemacht hat bzw. was er nicht kann. Ein wahres Multitalent ist der 60-jährige Franke, der dem Publikum in Veitshöchheim jedes Jahr mit seinen Reimen und seiner Steirischen einheizt. "Es ist die Verbindung von beidem, das Reimen und die Musik, die den Reiz ausmacht für mich. Wobei mir das Reimen schon immer leicht gefallen ist", erzählte der sympathische Fastnacht-Star. Zu seinem Programm kommt Oti dabei recht traditionell: "Naja ich hab immer mein kleines Büchlein dabei und mach mir Notizen. Und dann im Oktober setz ich mich hin und fang das Reimen an, wobei vom ursprünglichen Text nur ca. 10 Prozent verwendet werden. Da steckt also schon ganz schön Arbeit dahinter!"

Arbeiten, ja das kann Oti Schmelzer wirklich gut. Einer abgeschlossenen Lehre als Gärtner folgte eine Anstellung als Friedhofsgärtner und "irgendwann war ich dann auf einmal der Totengräber" - eine Erfahrung, die er nicht missen möchte. Seit nunmehr 30 Jahren hat Oti seine "Arbeitsheimat" bei der Autobahnmeisterei in Knetzgau gefunden, denn "ehrliche Arbeit hat noch nie geschadet". Nebenbei hat er sein Hobby und seine Leidenschaft, den Weinbau, aber auch zum Nebenberuf gemacht. Rund 7000 Flaschen Wein produziert Oti Schmelzer jährlich auf seinem Weingut. "Mittlerweile wird der Wein in alle Welt versandt. Anfangs war ich noch etwas skeptisch und wollte das nicht, aber in Zeiten der Pandemie war es dann unabdingbar und auch positiv, dass ich mich dem Versand geöffnet habe", so der Mann der immer reinen Wein einschenkt. Wer Oti Schmelzer's edlen Tropfen mal probieren möchte, der kann ganz einfach über seine Homepage oder per Email bei ihm bestellen. "Da sind schon einige lustige und nette Konversationen draus entstanden", berichtete er lächelnd.

Auf seinem Hof in Oberschwappach produziert Oti aber nicht nur Wein, sondern auch bestet Kabarett. Als einer der wenigen Künstler besitzt er sozusagen eine "Hausbühne" auf seinem eigenen Hof. Rund 1500 Besucher jährlich kommen zu seiner "Bescheuerten Weindunstbühne" und lauschen Oti's Reimen, Geschichten, natürlich immer begleitet von seiner Steirischen. Wer mehr über den sympathischen Kabarettisten und Winzer erfahren möchte, dem legen wir seine Homepage ans Herz. Und vielleicht sind Sie ja die nächste nette und lustige Konversation über die Oti berichten kann, wenn sie einen seiner guten Tropfen erwerben.

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Grün ist gut im „Grünen Gut“ - Andreas Meier im Ramasuri Frühschoppen am 14.03.2021

© Foto: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
Andreas Meier, Koch und neuerdings auch "Soßenkavalier"
Es "meierte" heut wieder im Frühschoppen: Koch Andreas Meier vom "Grünen Gut" in Pullenried tischte seine Kreationen auf und Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer kredenzte einen "geschmackvollen" Frühschoppen.

„Unkraut vergeht nicht“, so sagt man ja so schön in Bayern. Meistens ist das Unkraut aber sogar ganz nützlich und man kann damit hervorragend kochen, man muss es nur kennen. Andreas Meier ist so ein Experte, denn er hat das Kochen mit Wildkräutern aus der schönen Oberpfalz perfektioniert. Und dass uns allen das Wasser im Munde zusammen lief, das lag dieses Mal weniger am Weißwurstfrühstück, sondern vielmehr an den Geschichten und Rezepten die Andreas auftischte.

Andreas Meier aus Pullenried ist gelernter Koch. „Seit ich 15 Jahre alt bin ist Kochen mein Leben, meine Leidenschaft, es ist einfach etwas ganz Besonderes“, so der sympathische Oberpfälzer. Angefangen vom „kleinen Gasthaus“ über das Kempinski Airport-Hotel in München bis hin zur Burg Wernberg, Andreas hat in seiner langjährigen Karriere alles erlebt. „Da war von gutbürgerlicher Küche bis hin zur Großküche und zum Sterne-Restaurant alles dabei“, erzählte der Küchenprofi. Seit zehn Jahren ist Andreas aber selbstständig und lebt seine Leidenschaft im „Grünen Gut“ in Pullenried.

Und genau dort tischt Andreas regelmäßig die köstlichsten Kreation auf, die mit feinsten Oberpfälzer Wildkräutern zubereitet wurden. Geschmacklich und optisch ein Traum und eigentlich ganz einfach - zumindest wenn man Andreas glauben darf. „Kochen mit Kräutern ist keine Kunst, man muss sie halt kennen und ein paar Tricks und Kniffe kennen und dann steht dem ganzen nichts mehr im Wege“, sagte der charmante Koch lächelnd. Um dieses Wissen zu erlangen, bieten sich Kräuterwanderungen mit anschließendem Kochkurs an, die Andreas im „Grünen Gut“ anbietet. Aber auch das gestandene Oberpfälzer Mannsbild kommt bei Andreas auf seine Kosten, denn Grill-Kochkurse gibt es bei ihm auch. Mit seiner urigen Grillhütte mit Platz für 50 Personen hat Andreas auch das passende Ambiente geschaffen - einfach ein Wahnsinns-Teil. „Momentan finden die Kochkurse leider nur online statt, aber ich kann es kaum erwarten wieder richtig loszulegen“, so der Küchengourmet. Gekocht wird bei Andreas übrigens immer frisch, „denn bei so Packerl-Zeug krieg ich immer Sodbrennen“. Ja der Mann weiß einfach wie es geht.

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, für den hat Andreas und sein Team noch etwas besonderes auf den Weg bzw. Markt gebracht. Neuerdings gibt es das „Grüne Gut“ auch in der Flasche. Egal ob Grillsaucen oder Salatdressings, Andreas verkauft seine Kreationen neuerdings auch online oder im Supermarkt (z.B. Edeka Grünbauer in Weiden) - Geschmacksexplosionen für den Gaumen, mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Wenn wir jetzt ihre Geschmacksknospen gekitzelt haben und sie auch unbedingt mal mit heimischen Kräutern kochen wollen oder die Saucen und Dressings probieren möchten, dann schauen‘s doch vorbei auf der Homepage vom „Grünen Gut“. „Es gibt nichts gegen das kein Kraut gewachsen ist“, so das Fazit von Andreas Meier - na dann, lernen wir’s doch einfach vom Fachmann.

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40 Jahre Bühne und noch kein bisschen müde - Susi Raith im Ramasuri Frühschoppen am 28.02.2021

© Foto: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
Guter "Raithstoff" bringt die Menschen zusammen - nicht nur musikalisch sondern auch modisch.
Susi Raith ist Sängerin, Songwriterin und nun auch Modedesignerin. Und so sorgt sie sowohl mit ihrer Musik als auch mit ihren Taschen (Raithstoff) für Begeisterung.

Sonntagmorgen, Frühschoppenzeit - und dieses Mal mit einem Gast, der nur eine Breze wollte und auf die traditionelle Weißwurst verzichtete. „Mir reicht eine Breze und eine Kanne Kaffee“, sagte Susi Raith lachend. Gesagt, getan - und eine Menge guter Gespräche gab es obendrauf.

1976 erblickte Susi Raith im schönen Roding das Licht der Welt. Nur vier Jahre später stand sie zum ersten Mal auf der Bühne. „Unsere Mama war da die treibende Kraft. Wir durften schon von Kindesalter an mitsingen und musizieren und so sind wir zur Musik gekommen“, blickte die sympathische Oberpfälzerin auf ihre frühen musikalischen Wurzeln zurück. Seitdem ist aber viel passiert - von Familiengesang ging es über den Gospelchor und die Heavy-Metall-Band hin zum Format „Raith-Schwestern“. Doch auch diese langjährige und erfolgreiche Kombo ist seit Kurzem nicht mehr aktuell, denn Susi Raith hat ein weiteres Kapitel ihrer musikalischen Geschichte aufgeschlagen und ist dabei es zu schreiben.

Seit kurzer Zeit gibt es nämlich „Susi und die Spießer“. Susi Raith als Solokünstlerin, „das war lange schwer vorstellbar, aber es war etwas, wonach ich mich schon länger gesehnt hatte und jetzt ist es soweit“, so die charmante Musikerin. Und die Kombo mit den Spießern hat es in sich, denn nun steht sie nicht nur zusammen mit ihrem Mann auf der Bühne, sondern mit drei weiteren sehr talentierten Musikern, die gefühlt jedes Instrument, das auf dieser Welt existiert, spielen können. Bayrische Musik, Volksmusik, aber auch Pop, so lässt sich der neue Stil von Susi Raith gut zusammenfassen. Und nicht nur deutsche Texte gibt es zu hören, nein auch drei englische Titel haben es auf das erste Album mit insgesamt zehn Songs geschafft. „Die englischen Songs stammen aber nicht von mir - ich kann‘s zwar singen, aber nicht schreiben“, meinte Susi mit einem Augenzwinkern und einem Lächeln auf den Lippen.

Auch die Corona-Pandemie steckt die sympathische Rodingerin mit einem Lächeln weg, obwohl den Künstlern dieser Welt momentan bestimmt nicht zum Lachen zumute ist. „Ich hab viel Zeit im Grünen verbracht. Meine Hunde, mein Pferd - es gibt immer was zu tun, aber es geht mir schon ab. Vor allem wenn man dann spielt und man sieht keine Reaktionen der Leute, weil sie Maske tragen müssen. Das ist dann schon ungewohnt und schwer.“ Aussagen bei denen wir der unterhaltsamen Künstlerin nur zustimmen können. Wer mehr über Susi Raith und ihre neue Kombo erfahren möchte, dem legen wir ihre Homepage ans Herz. Und wer ein paar private Einblicke erhaschen möchte, der darf der tollen Sängerin auch gerne auf Instagram oder Facebook folgen. Und für die Modebegeisterten gibt's noch was on top - unter https://www.raithstoff.de findet man handgefertigte Mützen, Schals und Taschen von Susi Raith. Musik- und Modeherz, was willst du mehr?!

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"Reden ist Gold (wert)" - Michael Tiefel im Ramasuri Frühschoppen am 21.02.2021

© Foto: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
"Reden ist Gold (wert)" - Michael Tiefels Buchtitel gilt auch im Ramasuri Frühschoppen
Michael Tiefel ist Coach, Motivator und Speaker und findet immer die richtigen Worte, denn "Probleme sind dazu da um gelöst zu werden".

Wer kennt sie nicht, die Selbstzweifel die einen am Sonntag plagen. "Kann ich mit dieser Hose in die Kirche gehen?" oder "Kann ich den Sonntag auch mal im Jogginganzug verbringen?" - zwei harmlose Beispiele dafür, dass wir uns oftmals zu viel Gedanken machen und damit erst Probleme erzeugen. Michael Tiefel ist (Mental-)Coach, Speaker und Experte, wenn es darum geht Selbstzweifel zu bekämpfen und die eigene Persönlichkeit zu stärken. "Das größte Problem bei unseren Problemen ist das Problem, das wir daraus machen", so der 45jährige Grafenwöhrer. Ein tiefsinniger Gedankengang, der letztendlich zeigt, "dass wir alle zuviel Denken". Und bei einem guten deftigen Sonntagsfrühstück, das wir unseren Gästen beim Ramasuri Frühschoppen immer auftischen, lässt es sich natürlich besonders gut Denken und Reden - über Gott und die Welt und all die irdischen Probleme, die uns plagen.

Michael Tiefel ist 45 Jahre alt und hat in seinem Leben schon wirklich viele Dinge erlebt, "leider auch einige unschöne Dinge". Ein schwerer Motorradunfall hätte sein Leben vor etlichen Jahren fast beendet. Nur seiner guten Physis war es damals zu verdanken, dass er diesen schweren Unfall überlebte. In der Zeit seiner Regeneration verließ den jungen Familienvater dann auch noch seine Frau mit seiner zweijährigen Tochter. "Da war ich wirklich am Boden und wusste manchmal nicht mehr, wie es weitergehen sollte", sagte der sympathische Coach. "Aber gerade aus dieser Zeit zieh ich meine Stärke, weil es einfach zeigt, dass man alles schaffen kann!" Ein Selbsterkenntnis, die Michael Tiefel auch an andere Menschen weitergeben möchte - und so wurde aus dem Polizist der Mentalcoach, der Menschen dabei hilft ihre Schwächen anzugehen, mehr Selbstvertrauen zu gewinnen oder eben auch Lebenskrisen zu meistern. Aber auch an der Rhetorik arbeitet Michael Tiefel mit seinen Kunden, "denn Vieles hängt einfach schon davon ab, wie man sich präsentiert oder wie man die Dinge anspricht". Zu seinen Kunden zählen große Firmen aber natürlich auch Einzelpersonen. "Ich sauge natürlich Einiges auf, gehe auf den Kunden ein, denn jeder ist anders, jeder hat seine eigenen Anliegen und Bedürfnisse", so der lebensfrohe Grafenwöhrer.

Seine Tipps und Tricks hat Michael Tiefel nun in einen Buch veröffentlicht, das den schönen Titel "Reden ist Gold (wert)" trägt und bei Amazon und auf seiner Homepage erhältlich ist. "Ich habe das Ganze aufgebaut wie einen Supermarkt, so dass man nicht das ganze Buch durchlesen muss, sondern sich immer wieder einzelne Sachen und Übungen rausgreifen kann, je nach Bedürfnis. Es hat ja nicht jeder die gleichen Anliegen und so kann man individuell Hilfe finden - und wenn sich das Bedürfnis ändert, das nächste Mal eine andere Sache aus dem Buch herausgreifen", erklärte Tiefel. Das Gute an Michael Tiefel ist, dass er weiß wovon er spricht. Er selbst hat damals als der Lebenskrise herausgefunden und steht nun fester denn je im Leben. "Ich will den Leuten auch zeigen, dass das Unmögliche - oder zumindest das, was man für unmöglich hält - erreichbar ist, wenn man es mit innerer Kraft und Stärke angeht", sagte er in seiner gewohnt ruhigen und charismatischen Art und Weise.

Besondere Leistungen hat der 45jährige auch während der Corona-Pandemie erzielt. Mit seinem Rad führ er damals innerhalb einer Woche von Flensburg nach Grafenwöhr und das trotz Schwerbehinderung und Darmerkrankung. "Natürlich ist sowas nicht leicht, aber ich will den Menschen zeigen, dass Vieles möglich ist, wenn man es nur angeht", erklärte Tiefel. Die Spendenfahrt zugunsten Krebskranker war sicherlich ein Highlight, das niemand so schnell vergessen wird. Aber auch seine Coachings gehen während der Pandemie weiter, zwar im Online-Format, aber immerhin. "Ich bin nicht so der Fan vom Online-Coaching, Face-to-Face bevorzuge ich schon, aber es bietet auch neue Möglichkeiten. Die Kunden fühlen sich zuhause in ihren eigenen Wändern vielleicht wohler und öffnen sich mehr, als wenn sie bei mir oder in Firmenräumen sitzen", brachte es der 45jährige auf den Punkt. Wenn sie jetzt neugierig geworden sind, dann schauen Sie doch mal auf Michael Tiefels Homepage vorbei, denn nur wer die Probleme angeht, dem kann auch geholfen werden. Und der strahlende Sonnenschein (hier ist das Wetter gemeint, obwohl die Beschreibung auch auf Michael Tiefel zutreffen könnte) lädt doch geradezu ein einen Frühjahrsputz auch im mentalen Bereich durchzuführen.

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Keine Valentinstagsliebe? - "Arschlecken 350": Markus Langer alias Sepp Bumsinger im Ramasuri Frühschoppen am 14.02.2021

© Foto: Max Janker | Ramasuri
Kabarettist Markus Langer alias Sepp Bumsinger und Frühschoppenmoderator Jürgen Meyer halten frühschoppengerecht ein Bier Abstand
"Arschlecken 350" - ein Motto das manchmal nicht nur weiterhilft, sondern in diesem Fall auch schmeckt. Sepp Bumsingers Kultbier gibt's auch in unserer Region zu erwerben.

„A süffigs Bier, a zünftige Musik, a gscheide Brotzeit und die Frau is außer Haus“ - das alles fand der gute Sepp Bumsinger heute auch im Ramasuri Frühschoppen vor, bestimm auch ein Grund, warum er sich bei Jürgen Meyer hörbar wohl fühlte. Beim traditionellen Sonntalk gab es dann auch kein Seitenbacher Müsli, sondern viele interessante Details und Geschichten.

Markus Langer, der 1968 das Licht der Welt erblickte, ist kein gewöhnlicher Ehemann und Vater von drei Söhnen. Schon allein sein Künstlername „Sepp Bumsinger“ verrät, dass es dieser Mann faustdick hinter den Ohren hat: „Ich glaube jeder Mensch hat seine Untiefen. Und meine kann ich auch ganz gut im Sepp Bumsinger verarbeiten!“ vor 5 Jahren begann die Erfolgsgeschichte der Kultfigur, „nachdem ich mich zum wiederholten Male über die Seitenbacher-Werbung geärgert hatte und ich mir dachte, da muss ich ein Video dazu drehen“. Gesagt, getan - das Video ging viral und damit begann der kometenhafte Aufstieg von Markus Langer alias Sepp Bumsinger.

Gelernt hatte Markus Langer natürlich etwas anderes. „Ich war Banker und hab später BWL studiert und war dreizehn Jahr in der Geschäftsführung eines mittelständischen Unternehmens“, berichtete der sympathische Oberbayer. „Aber irgendwann dachte ich mir, dass es nie mehr klappt mit der großen Bühne, wenn ich’s nicht richtig angeh“, ergänzte der Kult-Kabarettist. Und der Erfolg gibt ihm Recht. Nicht nur seine Programme (aktuell noch „Spaßvogeln“, soll bald abgelöst werden durch „Zeitmillionär“) sind gut besucht und bieten beste Unterhaltung, nein, mittlerweile nennt Sepp Bumsinger sogar ein Bier sein eigen, das „Arschlecken 350“, dass es auch in unserer Region zu erwerben gibt.

Allgemein berichtet Sepp Bumsinger vom alltäglichen Leben, „er ist ein Mann, den jeder iwie kennt und der einem manchmal aus der Seele spricht, weil er einfach so geradlinig, einfach und direkt ist“. Leider konnte der gute Sepp coronabedingt schon länger nicht mehr auf der Bühne stehen, daher verschob sich auch das Debüt seines neuen Programmes. Aber Markus ist zuversichtlich, dass er in Form seiner Kultfigur bald wieder auf den Bühnen Deutschlands stehen wird: „Irgendwann ist auch Corona vorbei und dann freu ich mich schon, dass ich endlich mein neues Programm spielen darf.“ Wer bis dahin mehr von Markus Langer erfahren und sehen möchte, dem legen wir seine Homepage und seinen YouTube-Channel ans Herz. Und sollte ihr Tag mal nicht so laufen, dann einfach „Arschlecken 350“. ;)

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"Spezi ist spitze, aber Qwasch ist richtig geil" - Franziska Glaser im Ramasuri Frühschoppen am 07.02.2021

© Foto: Sonja Diesenbacher | Ramasuri
Zwei echte Powerbündel - Franziska Glaser und Moderator Jürgen Meyer
Speakerin, Motivatorin oder einfach Powerfrau: Franziska Glaser aus Mitterhöll sorgt mit Gwasch und anderen Formaten für gute Laune.