Weniger Verkehrstote in Bayern

In Bayern hat es zuletzt deutlich weniger Verkehrstote gegeben. Wie Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch bei der Bilanz des Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms 2020 mitteilte, starben im vergangenen Jahr 541 Menschen durch Unfälle auf Bayerns Straßen. Das sei der niedrigste Stand an Verkehrstoten seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 60 Jahren. „Im Vergleich zu 2011, dem Bezugsjahr des Verkehrssicherheitsprogramms, ist das ein Rückgang um mehr als 30 Prozent“, sagte Herrmann.

Demnach hat sich auf den Landstraßen im Freistaat die Zahl der tödlich Verunglückten 2019 im Vergleich zu 2011 um mehr als 40 Prozent verringert. Auch die Zahlen von tödlichen Unfällen mit Motorrädern und schweren Nutzfahrzeugen seien jeweils deutlich zurückgegangen, sagte Herrmann. Zu schnelles Fahren bleibt dem Innenminister zufolge die häufigste Unfallursache.

Zwar habe sich die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in Bayern von rund 351 000 im Jahr 2011 auf etwa 417 000 im vergangenen Jahr erhöht. Dies liege aber vor allem daran, dass die Zahl der Kraftfahrzeuge in Bayern in dem Zeitraum um fast eineinhalb Millionen auf rund 10,2 Millionen im Jahr 2019 gestiegen sei.

Die gesunkenen Zahlen der Verkehrstoten seien vor allem der intensiven Verkehrssicherheitsarbeit von Straßenbaubehörden und häufigen Polizeikontrollen zu verdanken. Laut Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) hat der Freistaat in den Jahren insgesamt fast 440 Millionen Euro investiert, um Bayerns Straßen – etwa durch zusätzliche Fahrspuren oder Schutzplanken – verkehrssicher zu machen.  (dpa/lby)