Christmette im Regensburger Dom

Die Nacht der Weihnacht – kein beliebiges Beiwerk! Bischof Dr. Voderholzer feiert die Christmette ab 22 Uhr im Regensburger Dom

Die Geburt Christi ist ein christliches Hochfest, das in enger Verbindung mit der Nacht zu sehen ist – das hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer während der Feier der Christmette im Hohen Dom St. Peter zu Regensburg verdeutlicht. Der Regensburger Bischof feierte den Gottesdienst in der Kathedrale ab 22 Uhr. Der Gottesdienst wurde über das Fernsehen und als Livestream per Internet übertragen. Domkapitular Dr. Josef Kreiml wirkte als Konzelebrant. Es assistierte Diakon Lothar Landendinger. Das Ensemble der Dommusik hatte Domkapellmeister Christian Heiß zusammengestellt. Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber gestaltete den wichtigen Gottesdienst an der Domorgel. Somit war das Pontifikalamt in der heiligen Nacht nicht ausgefallen. Vielmehr war es der Einfall der Verantwortlichen, dass das beliebte „Stille Nacht, heilige Nacht“ vom Vokalensemble vorgetragen und durch die Medien übertragen wurde. Im Übrigen sei es kein Zufall, dass sich gerade dieses Lied, welches die Nacht besingt, einer derartigen Beliebtheit erfreut, unterstrich Dr. Voderholzer.

In der ganzen Christenheit ist es einzigartig, dass die deutsche Sprache im Wort Weihnacht den Aspekt der Nächtlichkeit des Geschehens auszudrücken vermag. „Der Aspekt der Nacht ist kein beliebiges Beiwerk“, sagte der Bischof. Weitere zentrale Ereignisse des Erlösungsgeschehens vollziehen sich in der Nacht. Auch die Auferstehung wird in der Nacht, in der Osternacht gefeiert. Was die Weihnacht angeht, so wird diese biblisch auf den Stern zurückgeführt, der den Sterndeutern aus dem Osten in der Nacht leuchtete.

Bei aller positiven Nächtlichkeit verwies Bischof Dr. Voderholzer allerdings auch auf die buchstäblich dunkle Seite der Nacht, die etwa mit Gewalt und Finsternis verbunden sei. In diesem Sinne sind das Coronavirus und die Pandemie als „Wegstrecke durch Nacht und Finsternis“ zu begreifen. Dementgegen kündet Weihnachten von Christus als der Sonne der Gerechtigkeit: „In Christus ist uns das wahre Licht aufgestrahlt.“

Die weihnachtliche Botschaft bezeugt, dass sich Himmel und Erde berühren. Nicht zuletzt deshalb ist die Musik zu dieser Zeit so wichtig, denn sie selbst zeigt uns etwas vom Himmel. „Bestürmen wir den Himmel, dass wir bald wieder von der Pandemie befreit sind“, sagte Bischof Voderholzer. Dies erklärte er insbesondere mit Blick auf die vielen jungen Domspatzen, die in diesem Jahr nicht im Dom singen konnten und teilweise der Christmette durch die Medien folgten.

Vor allem dankte der Bischof den vielen Menschen, die in dieser Nacht Nachtwache hielten und einem Nachdienst nachgingen, insbesondere an Personen, die an Corona erkrankt sind. Gebetet wurde außerdem für die vielen Menschen, die durch den Tod eines Lieben vereinsamt sind. Gedacht wurde ebenfalls der Erkrankten, die sich zwischen Hoffen und Bangen befinden.

 

© Veit Neumann/Bischöfliche Pressestelle

© Veit Neumann/Bischöfliche Pressestelle

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